The other side

von S-Chiller
GeschichteRomanze, Freundschaft / P16 Slash
Felix Gaber Magnus von Hagen Mara Minkmar
10.11.2013
10.11.2013
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Verträumt seh ich in seine Richtung, als ich merke was ich da eigentlich tat erschrak ich selber. Sofort starrte ich wieder auf meinen Bleistift zurück. Oh Gott was hab ich bloß momentan mit diesem Kerl. In der einen Minute hasse ich ihn wie die Pest und in der nächsten finde ich ihn eigentlich sehr gutaussehend und durch und durch attraktiv und kann meinen Blick einfach nicht von ihm lassen. Wie er sich gerade wieder an seiner Lippe kaut, traumhaft. Oh Nein! Schon wieder seh ich zu ihm. Rasch wende ich meinen Blick nach vorne, wo Frau Berger gerade etwas an die Tafel schrieb. Plötzlich spür ich wie mir jemand eine Papierkugel an den Hinterkopf wirft. Ich dreh mich in die Richtung und sehe Felix lachen. Daneben Magnus, da war sie wieder Minute Nummer Eins. "Arsch!" dachte ich laut, was die zwei nur noch lauter zum Lachen brachte. Frau Berger stand auf einmal neben mir und sah die Jungs böse an, diese verkniffen sich das Lachen. Als sich die Lehrerin wieder zur Tafel drehte, kicherten sie noch einmal leise auf. Bis Mara sich umdrehte und den Jungs einen durchdringenden Blick zuwarf. Magnus war direkt still und stieß Felix kräftig an, damit er leise ist. Mara nickte und warf Magnus einen Handkuss zu, er wurde rot und senkte lächelnd seinen Kopf. Mara drehte sich zu mir. "Entschuldige, Magnus ist manchmal einfach noch ein kleines Kind. Er wird sich nachher nochmal bei dir entschuldigen." Nach diesen Sätzen drehte sie sich nach vorne zu Frau Berger. Oh Gott, er kommt nachher und entschuldigt sich bei mir? Ich muss endlich diesen Gedanken aus dem Kopf bekommen, immerhin sind er und Mara jetzt schon 3 Jahre zusammen sowie ich das verstanden hatte. Das Schulklingeln erweckte mich aus meinen Gedanken. Hinter mir rumpelte es laut, Magnus und Felix wollten aus der Klasse stürmen. Auf halbem Weg, rief Mara ihren Freund zurück, dieser drehte sich ohne zu zögern kehrt und kam auf uns zu. Er nickte mir kurz zu und sah dann herzhaft seine Freundin an. Er hatte dieses Funkeln in seinen blau-grünen Augen, und sein Lächeln erwärmte einem das Herz. Für seine 18 Jahre, sah er verdammt gut aus. Viel erwachsener als er in Wirklichkeit eigentlich ist. Ich bemerkte, wie sein Blick zu mir wanderte und mich beobachtete. Nicht lange und dennoch bemerkte ich ein seltsames Knistern zwischen uns. Ich kannte ihn noch nicht lange, wir waren alle gerade erst angefangen im 1.Semester. Mara, Magnus und Felix kannten sich schon lange und studierten hier zusammen und ich. Hatte keinen Anhaltspunkt, ich war neu hier hingezogen und hab mich in der Uni beworben und wurde dann auch angenommen. Ich bemerkte, wie Magnus und Mara mich während meiner Gedankengänge beobachteten. Ich sah sie fragend an. Mara lächelte mich an, Magnus wippte nervös mit den Füßen und blickte immer wieder zu seinem besten Freund, der immernoch in der Tür stand. Mara grinste breit und gestattete ihm zu gehen. Er wollte gerade losrennen, da drehte er sich noch einmal um sah ihr in die Augen und küsste sie liebevoll. Als sie sich voneinander lösten war Mara knallrot und total überrascht von der Attacke. Ich lächelte sie gespielt an, man wie gern wäre ich sie gewesen, dachte ich mir in dem Moment. Mein Unterbewusstsein ermahnte mich. Mara bot mir an mit ihr zu Mittag zu Essen. Wir gingen zusammen in die Cafeteria, wir setzten uns an einen freien Platz. In der anderen Ecke des Raums sah ich Magnus und Felix. "Warum sitzt du nicht bei den beiden?" fragte ich sie ohne meinen Mund vorher zu leeren. "Magnus und ich brauchen auch mal ein wenig Freiraum. Ausserdem will ich mich nicht in seine 'Geschäfte' einmischen." Sie zwinkerte mir zu. "Geschäfte?" fragte ich sie verwirrt. "Magnus ist der geborene Geschäftsmann, er hatte schon in der Schule damals sein Spickzettelverkaufsgeschäft. Was er jetzt wieder 'illegales' macht weiß ich auch nicht. Er verät mir sowas nicht." erklärte sie mir, trotz allem enthuschte ihr ein Lächeln. "Wie seid ihr eigentlich zusammengekommen?" fragte ich neugierig. "Ist eine lange Geschichte ich versuch sie mal zu verkürzen. Das ganze war an Halloween, ich hatte zur selben Zeit noch einen Freund, du musst wissen. Kaya war vom Sport versessen, es gab nichts wichtigeres. Ich hab mich dadurch total vernachlässigt gefühlt. Und Magnus war zu der Zeit der einzige der wirklich sich um mich gesorgt hatte. Irgendwann überkamen mich meine Gefühle und ich hab ihn geküsst. Danach wurd mir alles zu viel und ich wollte aus dem Internat, wo wir damals alle lebten ausziehen. Ich saß schon im Taxi, als ich bemerkt habe, dass Magnus einfach der Richtige ist. Ich bin wieder ausgestiegen, rein ins Haus und dann waren wir halt zusammen." Ich nickte. Wow, dachte ich mir. "Er sieht garnicht so aus als wenn er so gefühlvoll ist." rutschte es mir raus. Sie lächelte. "Nee, da hast du Recht, aber er ist schon ein Softy. Auch wenn..." sie stockte und ihr lächeln verschwand. "Auch wenn was?" fragte ich sie vorsichtig. "Ach nichts ist nicht so wichtig." sagte sie. "Sag schon." fordere ich sie sanftmütig auf. "Er hat sich total verändert." Ihr Blick senkte sich auf den Tisch. "Inwiefern?" frage ich, obwohl ich sehe, dass sie nicht so gern darüber spricht. "Ich hab das Gefühl, er verliert das Interesse an mir und weiß einfach mittlerweile, wie begehrt er bei anderen Mädchen ist. Sein ganzer Charakter wechselt immer wieder hin und her. Mal ist er das Spielkind, wie vorhin im Unterricht und dann ist er der Frauenmagnet. Und das weiß er auch." Mir bleibt die spucke weg. "Bitte was? Der Kerl und kein Interesse an dir?" stoß ich spuckend heraus. "Der Kerl sieht dich an, wie ich es mir mal wünschen würde, dass mich ein Mann so ansieht. Er hat das Funkeln in den Augen, als wenn er am liebsten über dich herfallen würde." Sie wurde rot als ich diesen Satz aussprach. "Wenn ich ehrlich bin. Wir sind nie so weit gegangen." flüsterte sie. "Hattest du überhaupt mal?" fragte ich sie leise. Sie schüttelte den Kopf. "Und er?" fragte ich erneut so leise. "Ich glaub nicht, ich war seine erste Freundin. Er hatte davor nie wirklich viele Freunde. Sein liebstes Hobby war Leute gegeneinander auszuspielen. Er hat mich sogar erpresst damals. Ich denke heute mal das er eifersüchtig war auf Kaya." erzählte sie mir ebenfalls so leise wie ich es zuvor getan hab. "Aber warum habt ihr noch nicht?" fragte ich neugierig. Sie zuckte mit den Schultern und senkte wieder ihren Blick. Ich dachte wieder nach, oh man der Kerl war noch Jungfrau. Innerlich lachte ich. Aber irgendwie war es auch unglaublich anziehend, dass er noch keinerlei Erfahrungen hatte. Ich merkte wie sich mein Unterleib zusammenzog. Plötzlich setzte sich Magnus neben seine Freundin und sah mich verwirrt an. "Laura, richtig?" fragte er und sah mir dabei direkt in die Augen. "Ja.. genau.." stammelte ich. Oh Gott was mach ich da? Er grinste, seine Freundin sah ihn auffordernd an. Er verdrehte die Augen und wendete sich wieder mir zu. "Sorry wegen der Papierkugelattacke." sagte er mit unschuldiger Miene. Ich lächelte ihn scheu an. Er sah mir auf meine Lippen und grinste leicht verschmitzt mit einer leichten Verwirrtheit im Gesicht. Er befeuchtete seine Lippen etwas mit der Zunge und sah dann wieder zu seiner Freundin. Er legte den Kopf schräg und hörte ihr zu. Mein Gott wie gern wäre ich sie, schoss es mir wieder durch den Kopf. Wieder meldete sich mein Unterbewusstsein sauer. Ich blickte auf mein Brot und aß es auf. Als es klingelte standen wir auf, ich bemerkte wie Magnus meine Bewegungen förmlich protokollierte. Schüchtern umfasste ich meine Tasche und lief davon. Mara rief mir noch hinterher und nachdem sie sich einen Kuss abgeholt hatte rannte sie durch die Menge zu mir. Zusammen gingen wir in den nächsten Unterrichtsraum, ich blickte mich um. Magnus war noch nicht da. Ich sah verwirrt zu Mara, die auch ihren Freund zu suchen scheint. Der Unterricht begann, 15 Minuten später stürmte Magnus das Klassenzimmer, hinter ihm Felix. Keuchend betraten sie den Raum. "Meine Herren, warum sind sie zu spät?" fragte der Lehrer streng. "Es tut uns leid, wir haben uns noch eine Ausrede überlegen müssen." lachte Magnus. "Und die wäre?" Streng betrachtete der Lehrer die beiden Jungs. "Wir sind leider nicht auf ein einstimmiges Ergebnis gekommen." Die Klasse brach in Gelächter auf, als Magnus diesen Satz ausgesprochen hatte. Der Lehrer zischte laut und die Klasse war wieder still. Er wies die beiden Jungs an sich zu setzen. Auf dem Weg zu ihren Plätzen machten sie noch einen Knöcheltouch und kicherten leise vor sich hin. Wow, wieder starrte ich ihn an. Ich musterte ihn von oben bis unten. Er drehte sich zu mir um und lächelte. Als sich unsere Blicke trafen, zog sich mein Unterleib erneut zusammen. Was ein Kerl, dachte ich und versuchte mich dann wieder auf den Unterricht zu konzentrieren.
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