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Cold blooded Pleasure- kaltblütiges Verlangen

von the-lamia
KurzgeschichteDrama, Fantasy / P16 / Gen
06.11.2013
06.11.2013
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1.093
 
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Schritte. Direkt hinter mir. Ich versuchte sie auszublenden, vielleicht gingen sie dann einfach weg? Wäre ich nicht so angespannt, hätte mich dieser Gedanke erheitert. Er war ziemlich naiv. Klar, vielleicht könnte ein Tier sei, aber diese Schritte klangen nicht wie das leise trippeln einer Ratte. Rasch drehte ich mich um und wollte einen Blick auf meinen Verfolger erhaschen- aber da war niemand. Zur Sicherheit beschleunigte ich meine Schritte und war froh das ich heute Morgen auf zweckdienliches Schuhwerk gesetzt hatte, anstatt auf meine neuen schnuckeligen Ballerinas. Nervös strich ich mir eine Strähne meines langen schwarzen Haares aus dem Gesicht und ging mit eiligen Schritten durch die kleine, schlecht beleuchtete Gasse. Es war um diese Uhrzeit nicht sicher sich draussen aufzuhalten.  Es war bereits nach elf, allerlei Partygänger, angetrunkene Touristen und anderes zwielichtiges Gesindel trieb sich bereits in den Gassen von New Orleans herum.  Ganz geschweige von den Kriminellen: Drogendealer, Gangs, Vergewaltiger, Mörder und anderen unangenehmen Zeitgenossen denen ich auf keinen Fall über den den Weg laufen wollte. Nicht das ich vorhatte, morgen in einer finsteren Gasse mit fehlenden Organen aufzuwachen. Ich konnte ein frösteln nicht unterdrücken, schalt mich aber gleichzeitig für meine Paranioa. Das war doch lächerlich, wahrscheinlich war es bloss ein Tourist oder ein paar Teenager die Leute erschrecken wollten. Dennoch konnte ich das ungute Gefühl nicht abschütteln, dieses unangenehme Gefühl, beobachtet zu werden. Trotzdem zuckte ich erschreckt zusammen und stolperte ein paar Schritte zurück als vor mir plötzlich ein Mann mittleren Alters aufragte. Ich musste direkt in ihn hereingerannt sein, da ich eher auf das geachtet habe was hinter mir lag.“ Oder auch nicht“, dachte ich grimmig. Dennoch beunruhigte mich etwas an diesem Mann. Instinktiv packte ich meine Handasche fester und versuchte eine aufkommende Panikattacke zu unterdrücken. Mit einigen Bemühungen gelang es mir schliesslich, mir meinen Schrecken nicht anmerken zu lassen. Darin war ich schon immer gut- äusserlich war ich die Ruhe in Person, aber in mir drin brodelten einige sehr starke Gefühle. Höflich lächelte ich den Mann an und und setzte zum sprechen an: „Ent..Entschuldigung wollte nicht in sie hereinrennen. Ich habe sie gar nicht gesehen.“

Der Mann lächelte nicht zurück, geschweige denn sprach er mit mir. Er sah mich bloss an. Es war aber sehr unangebracht wie anzüglich er mich musterte und dann grinste, als gefiele ihm was er da sähe. Ich durchzog ihn einer kurzen Musterung: rote, kurzgeschnittene Haare, ziemlich schlacksig und sehr blass. Langweilig. Aber eine angespannte, harte Körperhaltung. Beunruhigend. Seine Augenfarbe konnte ich ich schwummerigen Licht der Strassenlaternen nicht sehen, aber kurz glaubte ich etwas rötliches darin zu entdecken. War er ein Junkie?

Ich murmelte noch eine Entschuldigung und drehte mich rasch um und ging mit eiligen Schritten davon. Unheimlich. Seine ganze Körpersprache wirkte  unheimlich, ja fast bedrohlich.  Als ich einige Entfernung zwischen mich und den Fremden gebracht hatte, wagte ich es, mich umzudrehen und stellte fest das die Gasse jetzt verlassen wirkte. Erleichtert stiess ich meinen angehaltenen Atem aus. Immer noch nervös verliess ich mit schnellen Schritten die Gasse und wollte einfach einfach nur noch zum Unigelände zurückkehren, es war nicht mehr weit. Für heute Abend hatte ich genug von der schmuddeligen Untwerwelt des Big Apples. Als ich ich mich schon fast wieder in Sicherheit wiegen konnte, sah ich ihn wieder. Er stand einfach da und grinste mich breit an. Zusammenzuckend kam ich zum stehen und sah mich kurz um. Wir waren allein, worüber ich nicht froh war. Dann fasste ich all meinen Mut zusammen und fragte ihn was er eigentlich von mir wolle. Verdammt, ich hoffe er bemerkte die Furcht in meiner Stimme nicht. Seine Antwort war bloss ein grinsen, wobei er die Zähne bleckte. Ich fragte mich ob er überhaupt sprechen konnte. Er sah auf jeden Fall nicht wirklich gesund aus. Er wirkte im spärlichen Licht zu bleich und seinen Augen glitzerte ein wahnsinniger Ausdruck. Die Art wie er mich anstarrte… Sie verängstigte mich fast zu Tode. War das etwa Verlangen?

Ich hatte Mühe zu schlucken, denn mein Mund war ganz trocken und in meinem Kopf hämmerte das Adrenalin. Ich sprintete los, wollte nur noch weg vor diesem unheimlichen Mann. Von diesen unheimlichen Augen. „Wahrscheinlich ein Vergewaltiger, wenn nicht schlimmer“, kreischten es in meinen  Gedanken. Ich hoffte darauf, er wäre aufgrund seiner Blässe ernsthaft krank und könnte sich demnach nicht schnell bewegen, geschweige denn rennen. Das würde mir gewiss einen Vorteil verschaffen. Doch ehe ich diesen Gedanken zu Ende denken konnte packte mich eine Hand an der Schulter und riss mich grob zurück. In meinem Kopf schrillten sämtliche Alarmglocken. Leise schrie ich auf und versuchte mich loszureissen.  versuchte ihm ins Gesicht zu schlagen. Was er aber mühelos verhinderte, in dem er meine Hand packte und sie zwischen seinen riesigen Händen so fest zusammendrückte das ich spürte wie etwas brach. Der Schmerz traf mich wie ein Blitz und ich drohte ohnmächtig zu werden. Aber das durfte ich nicht, sonst würde er bloss schlimmere Dinge mit mir anstellen- da war ich mir sicher. Unter Tränen des Schmerzes sah ich ihm ins Gesicht und mir wurde fast übel. Mein Schmerz liess ihn kalt, vielleicht genoss er ihn sogar. Sein Blick war kalt und berechnend, als er mir in die Augen sah sagte er mir ich solle aufhören mich zu wehren, er werde mir nichts tun. „Ist das dein ernst Mann?“,stiess ich unter Schmerzen hervor und versuchte dabei wenigstens ein bisschen würdevoll zu klingen. Das brachte mir bloss einen amüsierten Blick seinerseits ein. Erneut wollte ich mich seinem Griff entwinden, doch hörte dann auf, da ich seinen Worten irgendwie glaubte. Er war doch ganz harmlos. Der Schmerz in meiner Hand wurde unwichtig, ich nahm ihn kaum mehr wahr. Warum sollte ich vor ihm davonrennen oder mich wehren wenn er mir nichts tat? Ich fragte mich warum ich es vorher versucht habe, aber mir viel die Antwort darauf nicht ein. Und warum fühlte ich mich plötzlich so benommen? Der Mann grinste selbstzufrieden als ich verwirrt die Arme sinken liess und bewegungslos dastand. Das ist nicht richtig, dachte ich, als er den Griff in meinem Haar verstärkte und meinen Kopf zur Seite riss. In seinen Augen, deren Blick sich geradezu in mich hineinbohrten, glitzerten eine Mischung aus Bosheit, Wahnsinn und Verlangen. Diese Augen erschreckten mich so sehr, dass ich sogar einen kurzen Augenblick lang dachte ich würde dadrin wirklich etwas rotes erkennen . Dann durchzuckte mich ein fürchterlicher Schmerz als ich spürte wie sich mir etwas in den Hals grub und ich schrie auf. „Das ist nicht richtig Isla, das ist nicht richtig!!, dachte ich noch kurz, dann verebbte der Schmerz und ich schwelgte in purer Glückseligkeit.
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