Geschichte von nichts

KurzgeschichteAllgemein / P6
03.11.2013
03.11.2013
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Hey an alle die, die sich hierher verirrt haben ^^ Ich habe diese Geschichte einfach mal zum Spaß geuploaded um zu sehen, wie sie so ankommt, dementsprechend habe ich keine großen Erwartungen was Reviews anbetrifft. Ich hoffe, sie regt ein wenig zum Denken an. Viel Spaß :D

Leises, melodisches Lachen erfüllte den kleinen Raum und übertönte das sanfte Ticken der Standuhr in der Ecke.
Glücklich lächelte der alte Mann seine geliebte Frau an.
Sie war das wertvollste, das schönste seines Lebens. Keinen Tag wollte er sie missen.
Diese strich sich gerade ihr graues, langes Haar hinter die Ohren.
Mit einem erschöpften Seufzen sah sie zu ihrem Mann, der ihr gegenüber auf einem Stuhl saß, auf. Etwas Herzliches, doch auch Wehleidiges lag in ihrem Blick.
Das Lachen verstummte und nur noch das rhythmische "Ticktack" der alten Uhr war zu hören. Ein wenig verwirrt über ihren plötzlichen Stimmungswechsel erwiderte er ihren Blick mit einem fragenden, etwas unsicheren Ausdruck in den alten Augen.

„Wieso hast du eigentlich immer noch dieses Museumsstück von Uhr in diesem Zimmer?“, fragte die Alte, aufmerksam geworden auf das Uhrgestell.

„Aber Liebling, du selbst hast sie mir doch geschenkt!“ Perplex und ein wenig fassungslos starrte er seine Frau an.

„Schatz, du musst endlich loslassen. Was hast du denn von einem alten Klappergestell, das nicht einmal noch funktioniert?“

„Was redest du da? Sie funktioniert wie geölt, hörst du nicht ihr Ticken?“

„Es ist nicht nur die Uhr. Wieso sieht du den Tatsachen nicht ins Auge?“

„Wovon zum Teufel redest du?!“
Er war mittlerweile aufgebracht von seinem Stuhl aufgesprungen und gestikulierte wild mit den Händen. Traurig blickte ihn seine Frau von unten herauf an.

„Papa, mit wem sprichst du da denn?“

Der alte Mann wirbelte herum und erblickte seine Tochter, die besorgt im Türrahmen stand.
Er drehte sich wieder zu seiner Frau doch...

Sie war verschwunden.

Betroffen lies er sich wieder auf seinen Stuhl sinken. Mit leeren Augen starrte er auf den verstaubten Stuhl, der einmal seiner Frau gehört hatte.
Das Ticken der Uhr war verstummt.

„Mit niemandem...“
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