Der Nagel zum Sarg

GeschichteAllgemein / P16
02.11.2013
02.11.2013
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Er hatte einen Fehler begannen das wusste er. Sein Zugang zum Medialnet wurde blockiert und er wurde gegen die Wand geschleudert, spuckte Blut.
Nur er selbst konnte wissen wie tief dieser Fehler reichte.
Er hatte versehentlich ihren Namen ins Medialnet sickern lassen, war einmal beim Information einspeisen zu sorglos und unkonzentriert gewesen.
Ein einziges Mal hatte er das Medialnet um ihren Namen bereichert, hatte Spuren hinterlassen. Ein unentschuldbarer Fehler, das war ihm klar geworden als er an die Information gelangte das jemand Sahara Kyriakus aus der Einrichtung entführt hatte.
Nach kurzen Momenten der Verwirrung und des Nachdenkens hatte er darin jedoch seine Chance gesehen.
Ganz der Mediale denn sein Silentium war bis auf ein paar leicht zu kaschierende stellen Makellos hatte er sich einen Plan zurechtgelegt.
Er wusste genau welche Macht in Sahara schlummerte. Viel zu viel steckte im Geist dieser Frau, die sich nicht dagegen wehren konnte als andere sie so hart angepackt hatten das schwärzliche abdrücke auf der erblassten Haut zurückblieben. Die lieber in Zustand der absoluten Teilnahmslosigkeit in das Labyrinth entfloh als ihre Knochen brachen.
Jeder konnte es sofort merken wenn sie es nicht rechtzeitig schaffte. In den immer engen Räumen hatten ihre Schreie länger gehallt wenn sie bei Bewusstsein und nicht im Labyrinth war. Vor Schmerzen hatte sie um sich getreten, versucht andere wie ein wildes Tier zu beißen, hatte ein paar Mal das Blut anderer ausgespukt und dafür noch mehr Schläge bekommen.
Und dann war sie wieder ganz ruhig gewesen. Hatte so hilflos und gebrochen auf den Boden gelegen.
Das hatte teile in ihm angesprochen die unerreicht von Silentium geblieben waren. Eine Frau, so abhängig von den Launen anderer. Man hätte sie in den Räumen verhungern oder verdursten lassen können, und sie hätte nichts dagegenzusetzen gehabt.
Am Anfang hatte man ihr das Haar kurz geschnitten. In Betäubten zustand Sender eingepflanzt und auf ganz unterschiedlichen Arten gefoltert.
Wie viel mehr der Entzug von Schlaff bewirken konnte als Knochenbrüche und Essensentzug war schon faszinierend gewesen.
Ihre innere Stärke und gleichzeitig diese Hilflosigkeit hatten ihm angezogen. Wäre er nicht überrascht worden hätte es gut sein können dass er weitergegangen wäre, wenngleich ihm das verwerfliche daran klar war. Eine Grenze von Silentium und dem Unterschied der Folter die hier angewandt wurde.
Das alles hatte aber keine Rolle gespielt. Er wurde überrascht, verwarnt und versetzt. Konnte nicht mehr in Saharas nähe gelangen.
Dann war seine Chance gekommen. Einen normalen Entführer in diese Einrichtung von Tatiana mit der Überwachung und den Wärtern zu schicken wäre für die meisten schlichter Selbstmord gewesen. Und jene die dazu in der Lage waren hatten einen nicht mehr gerechtfertigten Preis. Er hatte zwar eine Erbschaft erhalten doch für einen spitzen Entführer reichte es noch lange nicht.
Das Sahara nun aber frei herumlief bot ganz neue Möglichkeit und er hatte es wirklich für eine gute Idee gehallten sie in seiner Gewalt zu bringen.
Das war sein zweiter Fehler gewesen.
Nie hatte er damit gerechnet in Bezug auf Sahara jemanden gefährlicheren gegenüberzustehen als Tatiana. Ein weiterer unentschuldbarer Fehler die alle zusammen sein Ende besiegeln würden.
Eine Energetische Hand packte ihm an die Kehle und drückte zu. Arme und Beine konnte er noch bewegen, fast so als würde es dem Kardinalmedialen Spaß machen ihn zappeln zu sehen in seinem verzweifelten Kampf am Leben zu bleiben.
In dem Eiskalten Gesicht von Ratsherr Kaleb Krychek erkannte er dass es weit persönlicher war. Weit mehr dahinter steckte als die versuchte Entführung einer nützlichen Sache. Und dass machte es nicht besser, denn in diesen so beherrschten Gesicht lag nackter kalter Zorn.
Noch ein Fehler der ihm auch jenseits der Sache mit Sahara dem tot gebracht hätte. Er war radikal und mit besten wissen auf der Seite der Makellosen Medialen gewesen.
Wie hatte er, hatte die ganze Welt nur so blind sein können? Der Mediale vor ihm war nicht in Silentium, konnte es nie vollkommen gewesen sein.
Hätte er gewusst dass er auf seiner Jagt Kaleb Krychek in die Quere kommen würde hätte er Saharas Zelle nie betreten und sich allen Ratsmitgliedern kategorisch ferngehallten.
Was nützte einen Macht und Kontrolle wenn am Ende nur der Tod lauerte.
Ein letztes aufbegehren an stolz war es als er sich zu ruhe zwang und dem Mann der ihm gewiss in wenigen Sekunden das Leben nehmen würde in die Augen sah.
Dann geschah es.
Sein Geist wurde mit einem harten Schlag in unzählige Teile gesprengt. Zerbrach als ein Mächtiger Telepath ihn brach und nach Informationen suchte, und sie ohne Gegenwehr erhalten konnte. David hatte nie zu den stärksten gehört. Durch Intelligenz und kontakte war er so weit gekommen.
Die Erinnerung an Sahara einsam und gebrochen lag ganz vorne in sein sich auflösenden Geist. Die Gefühle nach Macht und Kontrolle und dunklem verlangen wurden offengelegt und sichtbar.
Die Energetische Hand drückte ihm die letzte Luft ab bei dieser Information. Außer dem dumpfen pochen in seinem Ohr, das ihm stetig im Todeskampf begleitete hörte er ein überlautet knacken.
Erst als er losgelassen wurde und zu Boden glitt wurde ihm klar dass der letzte Schritt seines Todes bereits vollstreckt war. Die Welt wurde dunkel vor seinen Augen und sein letzter Atemzug erreichte nicht mehr seine Lungen.
David Sezer war tot bevor er den Boden berührte.
Der eiskalte Kardinalmedialer der nicht unter Silentium stand entsorgte die Leiche sowie den Teppich der Spuren von Blut abbekommen hatte.
Noch sollte niemand etwas von seinem Rachefeldzug erfahren. Und wenn er erst einmal die vollkommene Macht erreicht hatte, würde er jeden klarmachen welche Konsequenzen es haben wird wenn jemand Sahara zu nahe kam.
Denn Sahara gehörte ihm. Ihm allein.

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Ich weiß nicht ob der Titel passend ist. Ich habe hin und her überlegt doch mein einzig anderer Einfall war "Ein Fehler" und der war mir zu langweilig.
Bis zum nächsten mal.

l.g.
Shanie
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