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Der „Crossing Lines“ Adventskalender 2013

Kurzbeschreibung
MitmachgeschichteAllgemein / P16 / MaleSlash
30.10.2013
24.01.2014
27
17.152
 
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30.10.2013 617
 
So meine Lieben. Heute ist Freitag der 13.
Nichts gravirdendes passiert, daraum gibts jetzt ein neues Kapitel.
Vergesst die Reviews nicht!
LG Madita
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Langsam und still drehte er den Schlüssel um.
Voller Erwartungen und auch ein wenig ängstlich drückte Louis die Tür auf. Er hatte in der letzten Zeit im Hotel gewohnt, einfach um Rebecca aus dem Weg zu gehen.
Er wollte sie nicht weiter provozieren. Nach Etiennes Tod hatten er und seine Frau sich auseinander gelebt und beinah täglich gestritten. Es tat ihm im Herzen weh das seine Frau so sehr unter seinem Verhalten litt, aber noch schlimmer war es das Rebecca ihn für Etiennes Tod verantwortlich machte. Er konnte doch nichts dafür. Zwar war es sein Auto gewesen und er hatte es in die Garage gefahren, wohl wissend das über der Garage Etiennes Zimmer lag, aber es war doch dennoch nicht seine Schuld gewesen.
Mit den Tagen die ins Land strichen wurden die Vorwürfe weniger mit der neuen Arbeit die kam wurden die Schmerzen verdrängt, die der Tod seines Sohnes in sein Herz gerissen hatte.
Auf der Arbeit war er entspannt aber kaum kam er nach Hause musste er wieder an all das Denken was zwischen ihnen passiert war und daran was mit seinem Sohn passiert war.
Da war die Arbeit doch eine willkommene Abwechslung gewesen. Doch auch das war Rebecca nicht recht gewesen. Sie verzog sich irgendwo hin, hatte ihm die Wohnung gelassen. Allein konnte er dort aber nicht leben, hatte sich also ein Hotelzimmer genommen.
Doch jetzt wo Weihnachten vor der Tür stand musste er in seine Wohnung. Sich an die alten Zeiten erinnern auch wenn es noch so sehr wehtat. Er war durch die Stadt gelaufen, die Straßen waren beleuchtet mit Weihnachtsschmuck der die Gassen zum Glitzern brachten.
Sein Weg führte über den Weihnachtsmarkt der Stadt.
In seinem Kopf flammten Bilder auf, wie Etienne vor Jahren über den Markt geflitzt war. Louis hatte Mühe gehabt hinter her zukommen, aber zu seinem Glück blieb sein Sohn vor jedem zweiten Stand stehen. Sein Sohn schaute sich mit großen, leuchtenden Augen die Spielwaren an die an den Ständen angeboten wurden und bettelte seinen Vater an das er etwas bekommen würde. Louis verneinte das immer strikt, war aber alleine nochmals hergekommen und hatte alles gekauft was sein Sohn haben wollte und in seinen Augen nicht zu Unsinnig war. Louis hatte seinem Sohn jeden Wunsch erfüllt, er war so wahnsinnig stolz auf Etienne gewesen.
Hatte er das seinem Sohn oft genug gesagt, er schätze schon. Louis hatte immer geglaubt er wäre ein guter Vater. Er schreckte aus seinen Gedanken auf. Er stand immer noch im Gang, noch nicht einmal das Licht hatte er angeschaltet. Das brauchte er auch nicht. Blind, nur nach dem Gefühl ging er ins Zimmer seines Sohnes. Ließ seine Hand an der Wand herunter gleiten und schaltete das Licht an. Nichts hatte sich verändert. Der Schrank das Bett der Schreibtisch, alles sah so aus wie es immer ausgesehen hatte. Über dem Bett hingen noch die blauen Papierdrachen. Louis setzte sich aus Bett. Schaute er von hier aus dem Fenster sah man das weihnachtlich dekorierte Nachbarhaus.
Draußen erinnerte alles an Weihnachten, in seinem Inneren hingegen nichts. Weihnachten, das Fest der Liebe und der Familie, nicht bei ihm, er war alleine, klar er hatte sein Team aber das war nicht dasselbe. Weihnachten das Fest der Besinnlichkeit, nicht bei ihm.
Louis zündete eine mitgebrachte Kerze an und beobachtete die kleine Flamme wie sie tänzelte und immer größer wurde.
Louis vermisste seinen Sohn, er wollte ihn wieder haben.
Louis vermisste seine Frau, er wollte sie wieder haben.
Er blieb sitzen bis die Kerze herunter gebrannt war, bewegte sich kaum und vereinzelt liefen ihm Tränen über die Wange.
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