Schreckliche Nachrichten

KurzgeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P6
Justus Jonas Mathilda Jonas Titus Jonas
28.10.2013
28.10.2013
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Ich habe mich letzten gefragt wie Justus' Onkel und Tante ihm beigebracht haben das seine Eltern Tod sind und das ist darauß geworden.

Viel Spaß beim lesen:)
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Es war ein Tag wie viele im Leben des kleinen Justus Jonas, dass hatte er zumindest gedacht, doch es sollte was passieren was sein ganzes bisheriges Leben verändern würde.

Ungeduldig stand Justus am Fenster und blickte nach draußen. Von seinem Zimmer, was er bei seiner Tante und seinem Onkel hatte, konnte er den ganzen Schrottplatz überblicken. Doch was ihn zurzeit interessiert war das große Eingangstor, denn durch das hätte seine Eltern eigentlich schon vor einiger Zeit durchgehen sollen, doch sie kamen nicht.
Justus verstand das einfach nicht. Sie waren sonst immer pünktlich. Es war nicht das Erste mal das seine Eltern ihn bei Onkel Titus und Tante Mathilda gelassen hatten, wenn sie irgendwo hingeflogen waren.
Er hatte sie Mal gefragt war sie ihn nicht mitnahmen, aber die beiden hatte gemeint das er dann ganz lange nicht zuhause wäre und sie hatte im erklärte das er dadurch dann nicht mehr in den Kindergarten könnte und da wollte er auf jeden fall hin. Außerdem machte es immer Spaß zusammen mit Peter und Bob, seine beiden besten Freunde, auf dem Schrottplatz verstecken zu spielen.
Dort gab es nämlich unzählige Verstecke, sodass es nie langweilig wurde.

Trotzdem freute sich Justus jedes Mal wenn seine Eltern wieder kamen, er zählt immer genau die Tage mit und heute war der Tag an dem es soweit war, doch sie kamen einfach nicht.
*Vielleicht weiß ja Tante Mathilda wo sie bleiben*, dachte Justus sich und kletterte von seinem Hocker, den er sich aus dem Badezimmer in sein Zimmer geholt hatte, um aus dem Fenster sehen zu können.
Er lief die Treppe runter ins Wohnzimmer wo er seine Tante und sein Onkel vermutete. Doch als er den Raum betrat war nur Tante Mathilda da. Sie saß auf dem Sofa und starrte stumm vor sich hin. Als sie die Schritte ihres Neffen hörte wandte sie sich zur Tür.
„Tante Mathilda, weißt du warum Mama und Papa noch nicht da sind?“, fragte Justus sie sofort. Seine Tante seufzte laut. „Titus kommst du mal“, rief sie dann. Sekunden später trat sein Onkel ins Wohnzimmer und blickte seine Frau fragend an. Diese nickte zu Justus, der etwas verwirrt im Raum stand.

Onkel Titus verstand sofort, er setzte sich neben seine Frau und winkte seinen Neffen zu sich heran. Justus hatte ein ungutes Gefühl, irgendetwas stimmte nicht, er wollte plötzlich wieder in sein Zimmer gehen und aus dem Fenster gucken, aber er ging trotzdem zu Tante Mathilda und Onkel Titus.  
„Wir müssen dir etwas sagen Justus“, fing seine Tante an, als er vor den beiden stand. Sie nahm seine linke Hand in ihre, während sein Onkel seine rechte nahm.
Justus fühlt sich immer unbehaglicher. Seine Tante seufzte wieder. „Justus, mein Schatz, deine Mama und dein Papa werden nicht mehr wieder kommen“, sagte sie dann. Der kleine Junge legte den Kopf leicht schief. Er verstand nicht was Tante Mathilda damit sagen wollte.
„Aber Mama hat gesagt dass sie heute wieder kommt, sie hat es versprochen“, sagte er mit leicht trotzigem Unterton in der Stimme. Seine Tante wandte sich hilfesuchend an ihren Mann. „Ja Justus dass hat sie, aber weißt du manchmal kann man seine Versprechen nicht halten, weil Sachen passieren von denen man vorher nichts wusste, verstehst du das?“, versuchte Onkel Titus seinem Neffen zu erklären. Dieser nickte und fragte dann: „Und wann kommen Mama und Papa wieder?“

Die beiden Erwachsenen wechselten einen Blick. „Was ist mit Mama und Papa?“, fragte Justus ängstlich. Er spürte dass irgendetwas nicht stimmte. Seine Tante seufzte zum dritten Mal, aber bevor sie etwas sagen konnte übernahm sein Onkel das Wort. „Deine Eltern passen jetzt von oben auf dich auf“, sagte er mit leiser Stimme. Der fünfjähriger riss die Augen weit auf und starrte die beiden an.

Justus verstand was Onkel Titus damit sagen wollte, doch das konnte einfach nicht wahr sein. Er schüttelte heftig den Kopf, riss sich los und rannte nach oben in sein Zimmer. „Justus bleib doch hier“, rief Tante Matilda ihm noch nach, doch er hörte nicht auf sie.
Angekommen in seinem Zimmer kletterte er flink zurück auf seine Hocker und fixierte das Eingangstor. Sie mussten einfach kommen, er wollte nicht glauben dass er seine Eltern nie wieder sehen würde.

Als es Abend wurde stand er immer noch so am Fenster. Seine Eltern waren noch nicht da und langsam schlich sich der Gedanke ein, dass sein Onkel die Wahrheit gesagt hatte. Doch jedes Mal wenn dieser Gedanke kam schüttelte Justus heftig den Kopf, er wollte es einfach nicht glaube. Krampfhaft kämpfte er gegen die Tränen an.
„Mama, Papa kommt nach hause“, murmelte er leise. Plötzlich wurde seine Zimmertür geöffnet. Justus wandte den Kopf. „Willst du was essen?“, fragte Tante Mathilda die das Zimmer betreten hatte. Nun konnte Justus nicht mehr an sich halten. Er sprang von seinem Hocker runter, lief zu seiner Tante, klammerte sich an sie und ließ seinen Tränen freien lauf.

Im ersten Moment war diese überrasch, doch dann nahm sie ihren Neffen auf den Arm und setzte sich mit ihm aufs Bett. Justus vergrub sein Gesicht an ihrem Hals und schluchzte leise: „Ich will sie wiedersehen“. Tante Matilda strich ihm sanft über die schwarzen Haare. „Das wirst du auch irgendwann“, sagte sie. Der kleine Junge hob den Kopf. In seine grün-blauen Augen schimmerten Tränen. „Haben Mama und Papa mich immer noch lieb?“, fragte er ängstlich. „Das haben sie und weißt du Justus Menschen die wir lieb haben werden immer bei uns bleiben“, antwortet seine Tante sanft und lächelte ihn an. „Aber ich werde sie nie wiedersehen“, sagte Justus und wieder entwisch seiner Kehle ein Schluchzer. „Und trotzdem sind sie immer bei dir, in deinem Herzen“, sagte Tante Matilda und legte ihre Hand auf seine Brust. Justus umschloss ihre mit seinen Händen und lächelte.

Er würde seine Eltern noch lange vermissen, aber er wusste dass seine Tante recht hatte. Sie würden immer ein Teil von ihm und so immer bei ihm sein.  
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Ich hoffe es hat euch gefallen;)
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