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Nicht mein Tag!

von Caligula
OneshotHumor, Parodie / P12 / Gen
Aeon
28.10.2013
28.10.2013
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*Nicht mein Tag!*

Finsternis liegt über dem New Yorker Central Park. Der Magdalenenorden ist ausgerückt, da die Untoten ihr Unwesen im Park treiben. Auch die Exorzistin Rosette Christopher ist mit ihren Freunden, Chrono, dem Teufel und Azmaria Hendric, dem Apostel, am Ort des Geschehens, um das Böse wieder in die Unterwelt zu schicken. Zu ihrer Überraschung taucht auch die Kopfgeldjägerin Satella Harvenheit auf und kämpft an ihrer Seite. Doch keiner von ihnen hatte mit dem Erscheinen ihres Erzfeindes gerechnet.
Aeon, der Teufel. Der Sünder.
Aeon, der Rosettes kleinen Bruder Joshua entführte.
Aeon, der Satellas gesamte Familie umbrachte.
Aeon, der die kleine Azmaria für seine Zwecke entführen will.
Aeon, der Chrono verriet und für den Tod seiner Geliebten verantwortlich ist.

„Ich bin Alpha und Omega. Der Erste und der Letzte. Der Anfang und das Ende“, verkündet er selbstgerecht.
„Und wir sind hier!“, verkündet eine junge, weibliche Stimme irgendwo hinter ihm. Erst jetzt wird dem Teufel peinlich bewusst, dass sich die Ordensschwester, das Apostelmädchen, die Juwelenhexe und sein ehemaliger Verbündeter hinter ihm befinden; er also quasi mit der Luft gesprochen hat. Macht nix! Mit selbstsicherem Blick dreht er sich um und fährt mit schmeichelhafter Stimme fort:
„Rosette Christopher, ich grüße dich. Aus dir ist eine reizvolle junge Frau geworden.“
„Ach, Sie schmeicheln mir doch bloß", kommt es schüchtern von einer zarten Mädchenstimme, unmittelbar vor ihm, zurück. Nein, das ist nicht die siebzehnjährige Rosette.
„Du bist das Apostelmädchen!“, sagt er bestimmt und deutet schwungvoll mit dem Finger auf sie.
„Ich bevorzuge Juwelenhexe“, antwortet eine andere Stimme kühl. Nun wird es dem Teufel aber langsam mehr als unangenehm...

Im sonnigen San Francisco, in einem einsam am Strand gelegenen Haus, bereitet Fiore, das Hausmädchen der Sünder, gerade Sandwiches zu, als plötzlich Sheyda den Kopf in die Küche steckt.
„Fiore?“
„Ja?“
„Hast du zufällig Aeon gesehen?“, will der Teufel mit den Katzenohren besorgt wissen. „Ich kann ihn nirgends finden.“ Ehe das Hausmädchen antworten kann, ertönt eine Stimme aus dem vollbesetzten Wohnzimmer:
„Der wollte nach New York. Hat irgendwas vom Central Park gefaselt.“
Entsetzt dreht Sheyda sich zu den anderen um und lässt einen ohrenbetäubenden Schrei los, der alle im Haus zusammenzucken lässt.
„Was ist denn los?“, fragt Joshua verwundert, der mit Genai PlayStation spielt, was von Viede beobachtet wird, während Ritzel auf einem der Sofas liegt und eine Modezeitschrift durchblättert. Eigentlich, denn nun gilt die allgemeine Aufmerksamkeit dem Teufel mit den Katzenohren, der zitternd einen Gegenstand in die Höhe hält.
„Er hat seine Brille vergessen!!!“

„Gib dich mir hin, du Maria Magdalena...“
Aeon greift nach ihrem Kinn, zieht es zu sich hoch und küsst sie. Sie kommt ihm recht klein vor für ihre siebzehn Jahre, doch der Sünder stört sich nicht daran. Zufrieden lässt er wieder von ihr ab und wendet sich mit einem spöttischen Lächeln Chrono zu.
„Na, was ist, Chrono?“, fragt er provokant. „Macht dich das nicht sauer?“
„Natürlich macht mich das sauer...“, erwidert Chronos Stimme bemüht ruhig und in verdächtiger Nähe. „...aber...“ Aeon ahnt es bereits. „DER EKEL ÜBERWIEGT!!!“, brüllt der kleine Teufel schließlich verzweifelt und läuft davon. In einigen Metern Abstand ist er auf alle Viere gesunken und gibt sich seiner Übelkeit hin.
„Ist ja gut...“, murmelt Rosette beruhigend, während sie dem Freund den Rücken tätschelt.
„Das reicht!“, ist nun auch der Sünder Aeon den Tränen nahe.

Es war einfach nicht sein Tag.
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