Nur noch 50 Therapiestunden Mick....

KurzgeschichteDrama, Romanze / P18
Michael "Mick" Brisgau Tanja Haffner
25.10.2013
25.10.2013
1
606
 
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
 
25.10.2013 606
 
Endlich! Endlich höre ich das lang ersehnte Geräusch von knirschenden Reifen auf meiner Einfahrt und das dumpfe zu schlagen der Autotür. Dicht gefolgt von einem Schlüssel der in mein Haustürschloss geschoben wird. Ich werde immer aufgeregter und spürte wie mein Herz wild gegen meine Brust schlägt. Er ist da.

Ich sitze auf meiner schwarzen Ledercouch und blicke auf als er das Wohnzimmer betritt. Seine blauen Augen fangen meinen Blick auf und ein Grinsen breitet sich auf seinem Gesicht aus.  Mick kommt auf mich zu und ich erhebe mich. Zärtlich nimmt mein Geliebter mich in die Arme und ich schmiege mich augenblicklich an ihn. Hungrig nach seiner Nähe. Meine Lippen suchen seine und seine Hände sind schon unter meinem Oberteil. Streichen meinen Rücken entlang, öffnen den BH.

Auch ich bleibe nicht untätig und öffne seine Hose. Ich stöhne heißer in seinen Mund als Mick meine Hüften packt und seinen Unterleib gegen meinen presst. Seine Erektion ist deutlich zu spüren. Seine Augen haben sich vor Lust verdunkelt und ich weiß gar nicht wie mir geschieht als ich das kühle Leder der Couch spüre.

Etwas später liegen wir beide nackt auf meiner Couch. Verschwitzt und außer Atmen schmiegten wir uns aneinander. „Ich liebe dich.“, murmelt er und streicht mir eine Locke aus der Stirn. Zärtlich schaue ich ihn an und flüstere: „ Ich dich auch.“
Erschöpft lege ich den Kopf auf seine Schulter. Sofort drückt er mir einen Kuss auf den Scheitel.  Die Stille die uns umringt ist gerade zu beruhigend. Ich fühle mich so unsagbar wohl an seiner Seite.  Der Duft seines Rasierwassers steigt mir in die Nase und ich bin wie benebelt. Vor Glück.

„Tanja.“. Seine Stimme durchbricht meine vernebelten Sinne.
„Hm?“, antworte ich langgezogen und reibe meine Wange etwas an seiner Schulter.
Ich höre ihn leise auflachen. Seine Hand legt sich auf meine Hüfte.
„Darf ich es zumindest Uschi erzählen?“
Seine Frage trifft mich hart. Holt mich von meiner Wolke der Glückseligkeit.
„Wieso will er das mit uns nur jedem erzählen?“, stelle ich mir selbst die Frage obwohl ich schon die Antwort darauf kenne.
„Weil er so glücklich ist und öffentlich zeigen will das du zu ihm gehörst.“ antwortet meine Innere Stimme.  
„Mick, das ist alles nicht so einfach.“, sage ich und blicke zu ihm auf. „ Du bist immer noch mein Patient.“


Ich rechne damit dass er aufsteht, seine Kleider anzieht und nach einem langen Abschiedskuss wieder geht aber tut nichts der gleichen. Im Gegenteil er senkt den Kopf und küsst meinen Hals, mein Dekolleté und hinterlässt einen kleinen Knutschfleck auf meiner linken Brust. „Komm doch einfach mit und sag es ihr selbst.“, brummt er zwischen seinen Zärtlichkeiten. Ich seufzte. Wie gerne würde ich mit ihm gehen. Ein Teil seines Lebens sein.
Unsere Blicke treffen sich. Ich sehe wie sehr es ihn quält unsere Beziehung geheim zu halten. „Ich verstehe einfach nicht wieso du solche Angst davor hast.“, entgegnet er auf meinen Seufzer. Mick steht  auf un0d schlüpft in seine Kleider. In seiner Stimme höre ich die Enttäuschung deutlich heraus.

„Ich hab keine Angst.Wir sollten jedoch zumindest warten bis deine 50 Therapiestunden vorbei sind.“, antworte ich und ziehe meine Unterwäsche wieder an. Er sieht mich an, küsst mich zärtlich und verlässt schließlich meine Wohnung.
Ich setzte mich zurück auf die Couch. Das Leder ist noch warm. In der Luft hängt noch sein Aftershave. Er war keine  fünf Minuten weg und schon vermisste ich ihn.
„Bald Mick...bald...“,murmele ich und lege mich hin. Lege mich auf das erhitzte Leder und schließe die Augen. „ Bald werden wir ganz offiziell zusammen sein.“, füge ich noch hinzu ehe mich der Schlaf übermannt.
Review schreiben