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Eine Sache der Ehre – Wie es anfing

von Chiadica
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteFamilie, Sci-Fi / P12 / Gen
Pan Son Gohan Videl
24.10.2013
24.10.2013
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24.10.2013 6.537
 
hallo lieber und vielleicht auch verirrter leser :D

diese kleine geschichte kam mir schon oft in den sinn und ich dachte mir dann einfach, dieses mal schreibe ich es wirklich auf.
ich habe des öffteren mal ideen, doch verwerfe ich sie auch immer ganz schnell.
nun ja, dies hier ist das resultat und vor allem mein erster versuch in kurzgeschichte schreiben.
hoffe es gefällt euch.
liebste grüße

Chiara D.



OneShot: "Eine Sache der Ehre – Wie es anfing"

Son Gohan ist vielleicht doch kein normaler Schüler. Als ein schwarzhaariges, kleines Mädchen den Weg in sein Klassenzimmer findet verändert sich alles für ihn ... vor allem wenn Geheimnisse endlich gelüftet werden.






Langweilig.

Anders konnte er diesen Tag einfach nicht nennen. Er ließ seine Augen durch das Klassenzimmer gleiten, im Versuch etwas interessantes zu finden, etwas das ihn ablenken konnte.

Noch eine Stunde, bis er sich endlich auf den Weg nach Hause begeben durfte. Wäre der Unterricht wenigstens eine Herausforderung für ihn, dann könnte er sich damit ablenken.
Doch seine Mutter sorgte bereits in seinen frühen Jahren dafür, dass er sämtlichen Schulstoff auswendig konnte.

Er verstand auch nicht wirklich weshalb seine Mutter darauf bestand ihn in eine Schule zu schicken.

Er musste diese Tatsache einfach akzeptieren. Eine andere Wahl blieb ihm schlussendlich ja doch nicht. Er vermutete, dass dies ein weiterer Versuch seiner Mutter war, ein normales Leben zu führen.  

Son Gohan, so lautet der Name unseres kleinen Helden.

Nun saß er also gelangweilt an seinem Tisch und wartete auf das sich zeit lassende Ende dieser letzten Stunde.

Er ließ langsam seinen Kopf auf seine Arme nieder, die auf dem Tisch lagen und schloss seine Augen.

Eine plötzliche Welle von Müdigkeit übermannte ihn. Die Zeit schien völlig vergessen und sonderlich viel nahm er von seiner Umwelt auch nicht mehr wahr.

„Papa!“.

Er öffnete schnell seine Augen, hob den Kopf und blickte sich verwirrt im Klassenzimmer um, bis er den Ursprung der Stimme ausfindig machte.

Er konnte seinen Augen nicht trauen und riss sie erschrocken auf.

„Meine Güte! Was ist denn mit dir passiert? Wo sind deine Eltern?“, rief der Lehrer panisch.

Das kleine Mädchen stand atemlos vor der Klasse. Sie konnte nicht älter als sieben Jahre alt sein. Tränen liefen von ihren Wangen hinab und Blut strömte aus sämtlichen Wunden auf ihrem zierlichen Körper.

Gohan überwand den Schock und schnellte aus seinem Sitz.

„Pan!“, schrie er und rannte zu ihr runter.

„Papa!“, das Mädchen warf sich in seine Arme.

„Was ist passiert? Wer hat das getan? Wo sind Mama und Goten?“.

Er schaute sich ihre Wunden an und suchte nach ernsten Verletzungen.

„Mir gehts gut! Wir wurden alle angegriffen! Vegeta hatte keine Chance und wo die anderen sind weiß ich auch nicht. Bulma hat mich geschickt um dich zu holen. Er ist viel zu stark, wir hatten alle keine Chance gegen ihn. Aber du schaffst das doch? Du kannst ihn besiegen, nicht wahr?“, fragte sie aus flehenden Augen.

Er rannte die Stufen zu seinem Platz hoch und kramte in seiner Tasche, bis er das gesuchte Objekt fand. Er rannte erneut runter.

„Nein, Papa! Mir gehts gut. Du solltest sie lieber aufbewahren für was ernsteres.“.

Er hörte nicht auf sie und steckte ihr das kleine Wundermittel in den Mund.

„Schluck sie runter, Pan!“.

Sie gehorchte widerwillig und fühlte wie die kleine magische Bohne ihre Wunden heilte.

„Warum kann ich seine Kampfkraft nicht spüren?“, fragte Gohan.

„Ich weiß es nicht. Niemand kann es. Er kam praktisch aus dem nichts und hat uns ohne Grund angegriffen. Wir wissen nicht, was er will.“, erklärte das kleine Mädchen.

„Du wirst hier bleiben und ich kümmer mich um dieses Monster. Er wird es noch bereuen uns angegriffen zu haben. Niemand fasst dich ungestraft an!“.

„Nein, ich komme mit dir! Ich kämpfe mit dir!“.

„Nein, auf gar keinen Fall! Du wurdest schon einmal verletzt und Vegeta hatte auch keine Chance. Du lenkst mich nur ab, wenn du dabei bist.“.

Ein Mädchen mit rabenschwarzem Haar sprang auf und schritt auf die diskutierenden zu.

„Ich kümmere mich um ihn, Gohan. Mach dir keine Sorgen. Das wird ein Kinderspiel werden. Niemand greift kleine Kinder an und kommt in meiner Stadt ungestraft damit davon!“, sagte sie überzeugt.

„Nein!“, riefen beide zusammen.

„Schau Videl, das ist kein gewöhnlicher Kämpfer. Du wirst keine Chance gegen ihn haben. Ich werde alleine gehen. Das ist mein Gegner!“, rief Gohan voller ernst.

„Was redest du für einen Schwachsinn! Wenn ich keine Chance gegen ihn haben sollte, so wirst du es erst recht nicht schaffen. Du kannst ja noch nicht einmal kämpfen!“, schrie Videl.

„Ich diskutiere jetzt nicht mit dir, Videl und auch nicht mit dir, Pan! Ihr tut jetzt was ich sage. Ich werde ihn schon besiegen, macht euch da mal keinen Kopf.“.

„Also ich wäre mir da nicht so sicher, Saiyajin!“, lachte eine Gestalt vom Fenster aus.

Gohan stellte sich vor seine zukünftige Tochter, im Versuch sie vor dem Gegner zu schützen.

„Wer bist du und was willst du hier?“.

„Was ich hier will? Ich möchte euch kleine Affen auslöschen!“, schrie der Feind und flog durch das Fenster in den Klassenraum hinein.

„Warum?“, fragte Gohan perplex.

„Weil ich der stärkste sein will, ist das nicht Grund genug? Ich meine den ersten Affen zu eliminieren war ja nicht sonderlich schwer. Wie hieß er gleich nochmal? Vegeta, nicht wahr? Getötet habe ich ihn noch nicht, ich dachte mir, ich hebe mir den Affenprinzen bis zum Schluss auf. Wenn ich mich nicht irre, gibt es ja nicht mehr sonderlich viele von euch Affen. Du und Affenprinz seit die einzigen ausgewachsenen und dann gibt es da noch das Affenbalg vom Affenprinzen, deinen kleinen Affenbruder und deine kleine Affentochter, die du versuchst hinter dir zu verstecken. Ich sollte erwähnen, dass das absolut unnötig ist, denn ich werde euch beide auslöschen!“.

Gohan stellte sich in Kampfposition auf.

„Das werden wir noch sehen. Du hast dir die falsche Person ausgesucht. Ich weiß zwar nicht, was für ein Problem du mit Saiyajins hast, aber du wirst noch bereuen Pan angegriffen zu haben.“.

„Ich habe den Affenprinzen in wenigen Minuten kampfunfähig gemacht, warum solltest du mich besiegen können?“, fragte der feindliche Kämpfer amüsiert.

„Weil ich stärker bin, als Vegeta.“.

Beide Kämpfer standen kampfbereit vor einander und versuchten die nächsten Schritte des jeweils anderen vorauszusehen.

„Hey! Wartet mal! Gohan, dieser Typ sieht viel zu stark für dich aus! Ich sollte lieber gegen ihn kämpfen...“, Videl wurde von einem schrillen Lachen unterbrochen.

„Du willst gegen mich kämpfen? Was ich nicht lache! Ist das etwa deine kleine Freundin, du Affe? Oder warum mischt sie sich in Sachen ein, die sie nichts angehen? Ich glaube ich sollte ihr eine kleine Lektion erteilen.“.

„Du lässt die Finger von ihr! Ich bin dein Gegner. Wir sollten jedoch woanders hingehen.“.

„Auf gar keinen Fall! Hier herrscht die perfekte Dramatik für unseren kleinen Kampf. Es wird doch langsam Zeit, dass diese kleinen Menschen herausfinden, mit wem sie tagtäglich zu tun haben. Es wird Zeit, dass du deine Geheimnisse preisgibst, du Affe! Und außerdem soll es Zeugen geben, für solch ein ereignisreichen Tag, wie diesen. Der Tag, an dem die kleinen Affen endlich ausgelöscht werden.“.

Gohan ballte seine Hände zu Fäusten.

„Du wirst mich gleich noch anflehen, dich zu verschonen und ich werde dir dann in dein widerwärtiges Gesicht schauen, während ich dich beseitige! Du hast keine Chance gegen mich! Du wirst büßen!“, flüsterte Gohan bedrohlich.

Dieses Verhallten waren Gohans Mitschüler, von dem eigentlich immer ruhigen und netten Schüler, der sonst nicht viel redete und der immer allein zu sein schien, nicht gewohnt.

Wie es schien, hatte dieser Junge gewaltige Geheimnisse, allem voran die Tatsache, dass er eine Tochter zu haben schien.  Hinzu kam noch, dass er den Anschein machte, kämpfen zu können. Glauben konnten sie dies trotz alledem nicht. Gohan konnte ja noch nicht einmal wirklich einen Ball im Sportunterricht fangen.  

Alle Augen waren gespannt auf Gohan gerichtet. Eine Tatsache, die ihm nicht wirklich behagte. Doch nun musste er dies ausblenden. Er musste sich einem Kampf stellen. Er musste gewinnen, es stand das Leben seiner Familie, seiner zukünftigen Tochter auf dem Spiel.

Seine Tochter!

Zu wenig Zeit hatte er mit ihr verbringen können. Sie kam in seine Zeit, da sie nichts mehr an ihre Zeit band. Eine Tragödie, über die sie nicht sprach. Er wusste ja noch nicht einmal, wer ihre Mutter war.

Sie musste in ihren jungen Jahren schon zu viel durchstehen. Gohan hatte sich bei ihrem Erscheinen geschworen sie zu beschützen und vor allem, ihr eine Kindheit zu bieten. Sie sollte nicht so aufwachsen, wie er es hatte tun müssen. Er wollte ihr ein Leben bieten, für das es sich lohnte zu leben. Sie sollte niemals mehr um ihr Leben bangen und um ihr das zu bieten, würde er   alles geben.

Er fühlte sich nicht wirklich wie ihr Vater, doch er wusste, dass sie zu ihm aufsah und sich auf ihn verließ. Und auch wenn sie nicht wirklich seine Tochter war, sondern die eines völlig anderen Gohans, aus einer völlig anderen Zeit, so hatte sie einen Teil seines Herzens an sich gerissen.  

Eine kleine Stimme in ihm versuchte ihm zu sagen, dass er nicht stark genug war, um gegen seinen Gegner zu gewinnen. Ein Gegner, dem es bereits gelungen war Vegeta zu besiegen.

Gohan verdrängte alle Gefühle, die ihm im Weg stehen könnten.

Allem voran, Angst.

„Ich werde eure Rasse auslöschen, Saiyaaffe! Du hast keine Chance gegen mich. Selbst deinem Prinzen ist es nicht gelungen, also wie könnte es einem mittelstarkem Affen wie dir gelingen?“.

„Wir werden noch sehen. Mach dich lieber bereit, anstatt dumm herum zu reden!“.

Sein Gegner schrie auf und attackierte ihn von hinten. Er brauchte nur wenige Sekunden, um hinter Gohan zu erscheinen. Zu seiner Missgunst musste er sich eingestehen, dass sein Gegner sehr schnell, fast viel zu schnell war.

Ein Tritt in seinen Rücken ließ ihn durch den gesamten Raum fliegen. Er stand schnell wieder auf und machte sich auf einen weiteren Angriff gefasst. Er ließ nicht lange auf sich warten.

Gohan hatte Probleme mit seiner Geschwindigkeit mitzuhalten. Hinzu kam noch, dass er ihn nicht lokalisieren konnte. Er durfte seinen Gegner auf keinen Fall unterschätzen.

In der Klasse waren Laute des Schocks zu hören. Sie konnten nicht fassen, dass Gohan nach einer solchen Attacke wieder aufstehen konnte.

Gohans Gegner erschien neben ihn, viel zu schnell um rechtzeitig reagieren zu können. Mit einem Tritt in die Seite, flog er ein weiteres Mal durch den Raum und riss Tische und Stühle mit sich.

Die Schüler hatten sich eng in eine Ecke des Raumes zusammen gezwängt und versuchten nicht in der Schusslinie zu stehen.

Pan fühlte sich nutzlos, ein Gefühl, dass sie mit Videl zu teilen schien.

Beide Mädchen versuchten dem Kampf zu folgen. Eine Menge bekamen sie jedoch nicht mit. Viel zu schnell bewegten sich die Kämpfer. Sie mussten sich eingestehen, dass sie selbst nicht gegen ihn bestehen könnten, wenn sie müssten. Und nun mussten sie mitansehen, wie Gohan sich mit ihm abplagte. Denn es war äußerst klar, wer die Oberhand in diesem Kampf hatte.

Videl sah keine Chance mehr für ihren geheimnisvollen Mitschüler.

Pan jedoch kannte ihren Vater und setzte alle Hoffnungen auf ihn. Er hatte noch nicht seine gesamte Kraft ausgeschöpft, ganz im Gegenteil, er schien sich noch zurückzuhalten.

Gohan ließ seinem Gegner die Oberhand. Er wollte beobachten, zu was er im Stande war. Er ließ zu, durch den Raum getreten zu werden und steckte seine Angriffe gekonnt weg, ohne es sich anmerken zu lassen. Sein Gegner sollte lernen ihn zu unterschätzen.

Das was ihm bei den Cell Spielen widerfahren war, durfte sich nicht ein weiteres Mal wiederholen.

Sein Stolz und seine Ehre machte ihn Blind. Doch dieses mal, wollte er die Oberhand behalten.

Cell hatte Angst vor seinen Fähigkeiten bekommen und setzte in seiner Notsituation eine seiner gefährlichsten Waffen ein.

Gohan konnte es sich einfach nicht leisten, dass sein Gegner frühzeitig von seinen Kräften verschreckt wurde.

Zu viele Möglichkeiten gab es, um ihn in eine Ecke zu drängen.

Er könnte eine Geisel nehmen, oder seine Mitschüler attackieren. Er könnte sich auf Pan stürzen und ihn dann zwingen Sachen zu machen, zu denen er in normalen Situationen nicht in der Lage wäre. Er könnte ihn zwingen seine Mitschüler zu töten, im Tausch dass er Pans Leben verschont. Und Gohan wusste er würde es tun um sie zu beschützen.

Diese ganzen Szenerien liefen in seinem Kopf und er versuchte angestrengt eine Möglichkeit zu finden, dies nicht geschehen zu lassen.

Er musste einen Weg finden. Das verlangte seine Ehre!

„Sag mal, was ist denn mit dir los, Affe? Der Affenprinz hat sich sehr viel besser geschlagen, als du es tust. Und wie kommt es, dass du noch immer in deiner ersten Affenform kämpfst? Der erste Affe schaffte es in die zweite Form. Sag mir jetzt nicht, dass du dazu nicht in der Lage bist!“, Gohans Gegner lachte ihn aus.

„Sag du mir zuerst, was dieses ganze Affengetue soll. Affe hier, Affe da. Kann es sein, dass du einen persönlichen Rachefeldzug gegen Saiyajins führst? Sag mir, was haben sie getan? Ich glaube dir nicht, dass es hier nur um Stärke geht.“.

„Kluger Affe! Kämpfen kannst du nicht, aber wenigstens denken. Vor vielen Jahren wurde unsere Heimat von euch blutrünstigen Affen zerstört! Ihr hattet keine Gnade, habt alles getötet, was sich euch in den Weg stellte. Uns blieb nichts anderes übrig, als euch die Zerstörung zu gewähren und weiter zu ziehen. Fast unsere gesamte Spezies wurde eliminiert. Und nun verlange ich Rache, für das was ihr uns angetan habt. Ihr werdet nicht nur büßen, nein, ihr werdet komplett ausgelöscht! Und lass dir gesagt sein, wir sind nicht die einzige Spezies, die sich darüber freuen würde. Ihr habt euch viele Feinde geschaffen während der Zeit und nun müsst ihr mit den Konsequenzen leben.“, erklärte er.

„Das ist nicht richtig! Wir haben nichts getan und haben immer versucht in Frieden zu leben!“, rief Pan.

„Ihr habt noch nichts getan, das stimmt. Doch jemand muss für die Fehler eurer Vorfahren gerade stehen. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch ihr zu euren blutrünstigen Wurzeln findet!“.

„Absoluter Blödsinn! Dies hier ist unsere Heimat. Es tut mir leid, was mit deiner passiert ist, aber wir sind nicht daran Schuld! Wir können nichts an den Fehlern unserer Vorfahren ändern!“, schrie Pan ihn an.

„Halt deinen Maul, Affe und mach mich nicht wütend! Ich bin nur hier um euch Saiyajins zu töten, aber wenn du noch weiter redest, werde ich die gesamte Erde zerstören. Ihr nennt diesen Planeten Heimat, dann sollte ich auch diesen beseitigen!“.

Pan zuckte erschrocken zusammen. Ihr rannen Tränen über das Gesicht.

„Du willst also Rache, an unsere Rasse? Dann lass die Kinder dabei raus. Trunks, Goten und Pan kennen Planeten Vegeta nicht einmal. Sie sind noch kleine Kinder, die noch nie wirklich gekämpft haben. Außerdem fließt nur ein kleiner Teil Saiyajinblut in ihnen, die andere Hälfte ist menschlich. Sie sind hier aufgewachsen und haben keine Verbindung zu unserem alten Folk. Deine einzigen Gegner sind ich und Vegeta. Also lass sie in Frieden hier weiter leben!“, versuchte Gohan auf ihn einzureden.

„Nein, Papa! Nein! Auch du bist nur ein halber Saiyajin! Auch du bist hier aufgewachsen! Oma ist ein Mensch!“, schrie Pan.

„Ja, das stimmt. Ich bin hier aufgewachsen und meine Mutter ist ein Mensch. Aber ich habe bereits gegen andere gekämpft und an meinen Händen klebt das Blut meiner Gegner und Feinde. Mir wurde früh gezeigt wie man kämpft und wie man zu überleben hat. Mir wurde früh gezeigt, wie man tötet. Ihr dagegen seit unschuldig. Ihr seit nicht in der Lage zu töten, weder du noch Goten und Trunks. Ich bin ein Krieger, ihr nicht! Also ist meine einzige Bitte, die Kinder in Ruhe zu lassen.“, Gohan schaute seinen Gegner flehend an.

Er würde die Konsequenzen seiner Vorfahren tragen und die Verantwortung dafür übernehmen. Doch würde er es nicht zulassen, dass die noch kleinen Kinder, die davon überhaupt keine Ahnung hatten, es taten.

Gohans Gegner schien wirklich darüber nachzudenken. Sein blick war zu seinen Füßen gerichtet, als er ganz plötzlich den Kopf erhob.

„Nein, ich lehne ab. Die Saiyajins müssen aussterben! Es soll kein Tropfen Affenblut mehr existieren. Egal ob es noch Kinder sind oder nicht. Es wurde auch keine Rücksicht auf unsere Kinder genommen. Ihr müsst heute alle sterben und wenn ihr dabei keine Probleme macht, lass ich die Erdlinge in Frieden weiter leben.“.

Die Schüler konnten nicht wirklich verstehen, worum es in dieser Angelegenheit wirklich ging.

Sie konnten nicht fassen, dass sich Gohan ein Krieger nannte und dass er sagte bereits im jungen Alter gekämpft zu haben und sogar zugab an seinen Händen Blut kleben zu haben.

Ein weiterer Aspekt, den sie nicht verstanden war das Gerede über diese Saiyajins. Ein Folk über dass sie noch nie gehört haben.

Es hörte sich fast so an, als würden sie über Aliens reden und dabei zugeben, dass sie auch welche waren.  

„Es tut mir leid dies zu hören.“, sagte Gohan ehrlich.

Er rannte auf seinen Gegner zu und attackierte ihn. Beide Krieger wechselten Schläge und Tritte aus. Sie wichen aus und steckten ein. Gohan jedoch mehr, als sein Gegner.

Er wusste, dass ihm keine andere Wahl blieb, als die nächste Stufe seiner Kräfte zu wecken.

Beide Kämpfer trennten sich von einander und fanden sich jeweils am anderen Ende des Raumes wieder. Beide sahen sich angestrengt an.

Gohans Kleidung lag in Fetzen und entblößte einen Großteil seines Oberkörpers. Er riss sich die letzten Fetzen seines Shirts vom Leib und ließ seine Arme in völliger Ruhe neben sich gleiten.

Er nahm einige Male tief Luft und konzentrierte sich auf die gefesselte Energie in seinem Körper, hob seine Arme an und verwinkelte sie in Brusthöhe.

Er schien in perfekter Kontrolle über sich und seinen Körper zu sein.

„Pan! Ich möchte, dass du eine Energiebarriere um dich und den Schülern aufbaust. Ich weiß, dass du nicht gut darin bist, aber das muss jetzt klappen. Hast du das verstanden?“, verlangte Gohan.

„Ich kann das nicht! Du hast doch selbst gesagt, dass ich wahrscheinlich noch zu jung dafür bin und dass ich meine Energie einfach noch nicht genug unter Kontrolle habe. Ich weiß nicht, wie ich sie machen soll!“, rief Pan panisch.

„Hör mir zu! Du schaffst es jetzt, weil du musst. Ich hasse es dich in diese Situation zu bringen, aber wenn du es nicht schaffst, werdet ihr gleich alle ungünstig im Kampf verwickelt sein. Du stellst dich jetzt auf und schließt die Augen. Konzentriere dich auf dein Chi. Wenn du es fassen kannst, sollst du es nicht gleich raus ziehen. Du konzentrierst dich darauf es sacht zu zerren und über euch zu spannen. Die Herausforderung besteht daran die Energiebarriere konstant über euch zu halten. Du schaffst das, Pan. Du bist die Enkelin eines legendären Kriegers!“.

Pan folgte den Anweisungen ihres Vaters und stellte sich auf. Sie konzentrierte sich auf ihr Chi. Sie zog es sacht aus ihrer Körpermitte raus und fixierte eine Barriere über die Schüler und sich selbst. Sie regulierte die Schwachstellen und beobachtete ihren Erfolg.

„Gut gemacht. Du hast es perfekt geschafft, Pan!“, freute sich Gohan.

„Du hast eine Sache vergessen, Papa!“, sagte sie grinsend.

„Und die wäre?“, fragte er mit hochgezogener Augenbraue.

„Ich bin nicht nur die Enkelin eines legendären Kriegers. Ich bin auch die Tochter eines unschlagbaren Vaters!“, rief sie.

„Das wird sich noch zeigen!“, schrie er und wechselte in den Supersaiyajin zwei Modus.

Der gesamte Raum wurde von einer gewaltigen Energiewelle erfasst, die von strahlend hellem Licht begleitet wurde.

Der kompletten Klasse blieb vor Staunen der Mund offen stehen. Gohan, der Schulaußenseiter,  hatte sich vor ihren Augen in den goldenen Kämpfer verwandelt.

Videl konnte ihren Augen nicht mehr trauen.

Gohan war der goldene Kämpfer!

Nicht nur dass er gegen einen Gegner kämpfte, den sie nie in ihrem Leben besiegen könnte. Nein!
Er war auch noch so viel stärker als sie selbst!

Sie war sich sicher gewesen, dass Gohan der große Saiyaman war und ihrer Meinung nach bestätigte diese Verwandlung nur ihre Vermutung. Der letzte Auftritt des goldenen Kämpfers, war auch die Geburt des großen Saiyamans. Mit dem Verschwinden eines Helden, tauchte auch schon ein neuer auf. Ein Zufall, den sie nicht glauben wollte.

Hoffnung keimte in Videl auf.

Wie oft hatte Gohan ihr schon bereits geholfen? Und wie oft schon gerettet?

Sie war sich sicher, dass er auch diese Situation meistern würde. Das was er wollte, hat er auch immer bekommen. Er würde sie alle nicht im Stich lassen.

Davon war sie überzeugt!

„Ja! Das ist das, was ich sehen wollte! Na endlich können wir ebenbürtig kämpfen. Ich habe schon lange darauf gewartet!“, rief Gohans Gegner, der das Geschehen gespannt verfolgt hatte.

Beide Krieger nahmen erneut den Kampf auf. Doch nun war es für Gohan ein leichtes, sich gegen ihn zu behaupten. Und es schien sogar so, als habe er in diesem Kampf nun endlich auch die Oberhand.

Die Kämpfer tauschten Tritte und Schläge aus. Sie wichen aus und steckten ein. Die Zuschauer konnten dem Geschehen schon lange nicht mehr folgen.

„Sag mal, Mädchen? Kannst du was erkennen?“, fragte Videl Pan.

Pan schaute sie aus großen Augen an. Erst jetzt realisierte sie, wer vor ihr stand.

Wie lange hatte Pan sie nicht mehr gesehen?

„Ähm … ähh ...“, ihr schnürte sich die Kehle zu und die Worte blieben ihr im Munde stecken.

„Was ist denn mit dir los? Hast du Angst? Ich bin mir sicher, dass Gohan es schaffen wird. Also mach dir keine Sorgen.“, Videl lächelte sie aufmunternd an.

Pan nickte bloß. Zu mehr war sie nicht in der Lage. Außerdem machte ihr die Barriere noch Probleme und verlangte ihre gesamte Aufmerksamkeit.

Videl schaute erneut auf den Kampf, auch wenn sie nichts sehen konnte. Ihre Augen waren dabei zusammengekniffen und sie biss sich auf die Lippe.

Eine Angewohnheit die auch Pan mit ihr teilte.

„Wie macht er das bloß?“, flüsterte Videl an niemanden gerichtet.

„Du wirst noch alles erfahren. Vertrau mir.“, antwortete ihr Pan keuchend.

Sie litt unter der Belastung der Barriere und spürte wie ihre Energie nachließ. Sie fiel laut atmend auf ihre Knie.

Videl eilte schnell an ihre Seite und versuchte sie ab zu stützen.  

„Verdammt!“, schrie das kleine, schwarzhaarige Mädchen.

„Was ist los?“.

„Meine Energie lässt nach! Wenn mein Chi verbraucht ist wird meine Barriere in sich zusammenfallen. Ich kann sie nicht länger aufrecht hallten!“, rief Pan und schaute Videl flehend an.

Ein großer Knall lenkte die Aufmerksamkeit wieder auf das Geschehen im Kampf.

„Papa!“.

„Was ist geschehen? Gohan?“, schrie Videl.

„Mir geht es gut.“, sagte Gohan der nur einen Meter vor ihnen stand.

Über seinen Körper zogen sich Spuren von Blut und Verbrennungen. Er hielt sich die rechte Seite seines Oberkörpers.

Sein Gegner stand erneut am anderen Ende des Raumes. Zu aller Vorteil sah es nun wirklich so aus, als ob Gohan die Oberhand in dieser Runde gehabt hatte.

„Pan...“, Gohan wurde von ihr unterbrochen.

„Mir geht es gut, ich schaff das schon. Ich habe dir gesagt, ich würde dir helfen. Ich schaff es wirklich, vertrau mir. Beeil du dich nur, bitte. Sehr viel länger kann ich die Energiebarriere nicht aufrecht halten.“, sagte Pan grinsend.

Sie wusste genau, dass ihr Vater gewinnen würde. Ein Blick zu seinem Gegner zeigte ihr, dass er sich kaum noch aufrecht halten konnte.

„Ich verlass mich auf dich, Pany!“, nickte Gohan seiner noch kleinen Tochter zu.

Pan sammelte ein weiteres Mal ihr gesamtes Chi und schuf eine noch stärkere Barriere.

Videl rannte schnell zu Gohan. Sie sah, dass er zu fallen drohte, schob einen Arm um seine Mitte und half ihm sich aufrecht zu halten.

„Danke Videl, aber das ist ehrlich nicht nötig. Geh lieber zu den anderen Schülern. Ich hab Angst, dass du dich sonst noch verletzt.“.

„Und was ist mit dir? Du bist schon längst verletzt, also mach dir mal lieber Sorgen um dich!“.

Die Tatsache zu hören, dass er Angst hatte um sie, ließ sie eine leichte Übelkeit verspüren. Eine Übelkeit, die jedoch nicht unangenehm war. Sie selbst konnte dieses Gefühl nicht wirklich zuordnen.  

Plötzlich wurde sie zur Seite geworfen und landete hart auf dem Boden. Sie verstand nicht, was  eben geschehen war. Alles ging zu schnell und sie musste sich eingestehen, dass sie ein wenig abgelenkt war.

„Videl! Steh auf und geh zu den anderen!“, schrie Gohan.

Videl musste zusehen, wie Gohan Angriff für Angriff für sie abfing und abwehrte. Angriffe, die ihr Vater immer als Lichteffekte darstellte, die keinen wirklich schaden konnten.

Doch nun wurden ihr die Augen geöffnet und sie musste sich die Wahrheit eingestehen, dass ihr Vater auf jeden Fall falsch lag. Diese Angriffe waren nicht nur Lichteffekte und sie waren auch sicherlich in der Lage zu verletzen.

Hätte Gohan sie nicht aus dem Weg geschubst, hätte sie an ihrem eigenen Körper feststellen müssen, wie gefährlich und vor allem auch tödlich sie waren.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       
„Videl! Jetzt beweg dich!“, schrie ihr Retter.

Videl jedoch konnte sich nicht mehr bewegen. Sie war gelähmt von all der Erkenntnis und vor allem der Angst. Sie hatte die Augen weit aufgerissen und konnte nur zusehen.

Gohan sah, dass sein Feind eine gewaltige Attacke plante und sie direkt auf Videl zielte. Im letzten Moment konnte er sich noch auf sie schmeißen und sie mit seinem Körper vor weiteren, schwerwiegenderen Verletzungen wahren.

Er musste die volle Wucht der Attacke einstecken und konnte nichts dagegen unternehmen, dass es ihn direkt an der rechten Seite seiner Brust erwischte, ihn fast durchbohrte.

Gohan verwandelte sich langsam wieder in seine normale Form. Erst erstarb das Leuchten um ihn herum und dann wurden seine Haare wieder schwarz. Nun drückte er Videl unfreiwillig mit seinem eigenen Gewicht zu Boden und presste sie zwischen ihm ein.

Videl spürte, wie etwas warm flüssiges sich in ihrem Oberteil einsog. Sie schaute schnell hinunter  und begriff nicht sofort, um welche Flüssigkeit es sich hier wirklich handelte. Erst nach wenigen Momenten, sickerte die Erkenntnis ein und sie riss panisch die Augen auf.

„Gohan!“.

Gohan verlor eine große Menge Blut. Er musste sich beeilen, bevor sein Gegner einen weiteren Angriff startete. Noch länger konnte er einfach nicht mehr überstehen.

Er stand langsam und vor allem auf wackligen Beinen auf und stellte sich vor Videl. Er nahm seine zwei Hände zur rechten Seite und bündelte seine letzte Energie in seinen Handflächen.

„KA ME HA ME HAAA!“.

Die gesamten Trümmer des Raumes wurden in dem hell gleißendem Licht von Gohans Attacke eingetaucht. Niemand konnte noch etwas sehen. Eine bedrohliche Stille herrschte und alle warteten auf das Ergebnis des Kampfes.

Noch niemand konnte wirklich verstehen, was so eben passiert war. Gohans Fähigkeiten konnten sie alle weder begreifen, noch glauben.

Langsam gewöhnten sich die Augen aller und konnten das gesamte Ausmaß der Zerstörung beurteilen. Der Raum konnte nun nicht mehr als vorheriges Klassenzimmer identifiziert werden.

Doch die Aufmerksamkeit lag sicherlich nicht auf den Raum, sondern auf den Jugendlichen, der schützend vor ihnen stand.

Seine Arme waren nach vorne gestreckt und die Handflächen bildeten eine Kuppel, als habe er gerade etwas daraus abgeschossen.

Gohan bewegte sich nicht, atmete nicht einmal. Er war sich noch nicht sicher ob sein Gegner endlich besiegt war. Er würde seine Deckung erst dann runter lassen, wenn er sich absolut sicher war, dass er ihn beseitigt hatte.

Sein Gegner lag bewegungslos auf den Boden. Gohan konnte noch nicht einmal mehr seine Energie wahrnehmen. Er war sich ziemlich sicher, dass er endlich besiegt war. Er schien auch nicht mehr zu atmen.

Er ignorierte den komischen Stich, der durch seinen Körper zog. Er kannte dieses Gefühl nur zu gut. Diese Schuldgefühle waren schon immer ein Teil von ihm. Seit dem sein Vater starb, wusste er nicht mehr, wie es sich anfühlte ohne sie zu leben. Nun musste er einen weiteren Namen zu seiner Liste hinzufügen, einer Liste die aufwies, wen er bereits getötet hatte.

Einige Momente verstrichen, ohne das sich der Feind irgendwie zu erkennen gab.

Gohan ließ seine Arme sinken, seine Schultern sackten nach vorne und er schaute einfach nur zu Boden. Aus seiner Wunde floss noch immer Blut und er fühlte, dass er bereits zu viel verloren hatte. Doch das alles interessierte ihn nicht wirklich.

„Papa?“, flüsterte eine bleiche Pan, die auf dem Boden kniete.

Durch ihre Barriere hatte sie jeden beschützen können, außer natürlich ihren Vater. Sie war noch immer erschöpft von dem hohen Energieverbrauch.  

„Bist du in Ordnung?“, fragte Gohan zurück.

„Ja, mir geht es gut. Ist er ...?“, Pan stellte ihre Frage nicht zu ende, sie konnte spüren, dass der Feind nicht mehr lebte.

„Er ist tot.“, versicherte er ihr.

Seine Stimme klang gleichgültig, doch Pan wusste, dass es ihn mitnahm.

„Das hast du gut gemacht, Pan. Ich hätte es nicht besser machen können. Leg dich einfach hin, dann geht es dir gleich wieder besser.“, lobte Gohan das kleine Mädchen aus der Zukunft.

Pan befolgte die Anweisung ihres Vaters. Sie war einfach viel zu müde um zu widersprechen.

Videl lag noch immer auf den Boden hinter ihrem Retter. Sie konnte einfach nicht realisieren, was gerade geschehen war. Gohan hatte nicht nur sie alle gerettet und sich in ihr Schussfeld gestellt, er hat sich praktisch selbst geopfert. Sie war zwar kein Arzt, doch konnte sie sehen wie tödlich seine Verletzungen waren und nur sie allein war Schuld daran.

„Videl, geht es dir gut?“, fragte Gohan.

„Ja! Ja, es geht mir gut.“, rief sie und rannte schnell auf ihn zu, doch einen Schritt vor ihm blieb sie stehen.

Etwas hielt sie davon ab, sofort zu ihn zu rennen und es schockte sie sogar noch mehr. Erst in seiner Nähe bemerkte sie seine wahre Verfassung und sie dachte dabei nicht nur allein an seine körperliche Verfassung.

Er sah mental gebrochen aus. Ein gebrochener Mann stand vor ihr. Ein Kämpfer, der an seine Grenzen gestoßen war.

Sie schüttelte diesen Gedanken ab und überquerte den Schritt. Er war an ihrer Seite gewesen und nun musste sie dies auch für ihn sein.

„Gohan, du musst dich auf den Boden legen. Komm, lass mich dir helfen.“.

Videl drückte eine Hand an seine blutende Wunde und versuchte somit die Blutung zu stoppen.

„Jemand muss den Notarzt rufen!“, schrie sie.

„Nein! Ich komm zurecht.“, stoppte er sie.

Gohan legte seine Hand auf die ihrige, die auf seiner Wunde lag und schaute sie flehend an. Nach wenigen Momenten schob er ihre Hand weg und drehte sich in Richtung der anderen Schüler.

Er schleifte seinen Körper zu Pan und kniete sich neben sie. Sie war vor wenigen Augenblicken eingeschlafen vor Anstrengung. Er strich ihr sacht über die Haare und nahm tief Luft.

„Tut mir so leid, Pany.“, flüsterte er.

„Sie ist wohl wirklich erledigt gewesen, wenn man bedenkt das sie dir unbedingt helfen wollte.“, sagte Videl.

„Sie hat mir geholfen. Sie hat euch beschützt und ist dabei über ihre Grenzen hinaus gewachsen. Ihr konntet nur nicht sehen, was für eine Leistung sie gebracht hat.“, antwortete Gohan.

„Sie ist ein starkes Mädchen, so wie ihr Vater.“, sagte Videl und betonte dabei das letzte Wort.

„Ich weiß worauf du hinaus möchtest, Videl, aber es ist kompliziert zu erklären.“, erklärte Gohan  und man hörte ihm deutlich an, dass es ihm schwer fiel zu reden.

„Du musst unbedingt ins Krankenhaus, Gohan. Mit diesen Verletzungen könntest du womöglich noch sterben.“, versuchte sie ihn zur Vernunft zu bringen.

Gohan antwortete nicht. Er schob seine Arme unter das schlafende Mädchen und hob sie behutsam hoch. Er stand wackelig auf, doch er merkte, dass er umfallen würde.

Videl sah, dass Gohan nicht auf sie hören würde und eilte an seine Seite. Als sie sah das er schwankte, stützte sie ihn ab.  

„Gohan, sei vernünftig! Du verblutest noch! Lass dich endlich behandeln!“.

„Das geht nicht, Videl! Ich kann nicht in ein gewöhnliches Krankenhaus gehen. Es geht einfach nicht!“, schrie er sie an.

„Aber du wirst sterben!“, schrie sie zurück.

Gohan schaute auf den Boden und überlegte. Er nahm einen zittrigen Atemzug.

„Fein. Hat hier jemand ein mobiles Telefon?“, fragte er.

Videl nickte, kramte in ihrer Hosentasche und holte ein Handy heraus. Gohan nannte ihr eine Nummer, die sie wählen sollte.

„Gut und nun verlange Bulma ans Telefon.“.

Videl kam den Anweisungen nach. Sie riss geschockt die Augen auf, als sie herausfand nach welcher Bulma sie verlangen sollte.

„Sie wollen mich nicht verbinden., Gohan!“, rief sie verzweifelt.

„Sag ihnen, dass ich nach ihr verlange.“, sagte Gohan ruhig.

Gohan setzte sich auf den Boden, Pan noch immer in seinen Armen. Es wurde immer schwerer für ihn sein Bewusstsein zu behalten.

„Sie glauben mir nicht!“.

„Dann stell auf Lautsprecher. Ich rede selber.“, Gohan klang genervt.

„Guten Tag. Sie sind verbunden mit der Zentrale von Capsule Corporation. Wie kann ich ihnen helfen?“, fragte die Sekretärin, nachdem Videl die Nummer ein weiteres mal gewählt hatte.

„Hier spricht Son Gohan. Ich verlange sofort mit Bulma zu sprechen.“.

„Haben sie einen Termin, Sir?“.

„Nein, dies ist ein Notfall! Verbinden sie mich schnellstmöglich!“.

„Miss Briefs ist gerade beschäftigt. Kann ich ihr etwas ausrichten.“.

„Nein! Sagen sie ihr, dass ich am Telefon bin!“.

„Ich bitte Sie um einen Moment Geduld.“, Gohan wurde in die Warteschlange gestellt.

Wenige Augenblicke später, meldete sich die selbe Stimme.

„Es tut mir leid, dass Sie warten mussten, Mister Son Gohan, Sir. Sie werden unverzüglich durchgestellt. Ich wusste leider nicht, dass Sie eine Sondergenehmigung besitzen. Das wird nicht noch einmal geschehen.“, entschuldigte sich die gestresst klingende Frau und stellte ihn schnell zu Bulma durch.

„Gohan?“.

„Ja, ich bin es.“.

„Hat dich Pan ausfindig machen können? Vegeta und Trunks wurden angegriffen. Ich musste sie in die Genesungstanks stecken. Sie sind noch immer darin. Vegeta hatte keine Chance gegen ihn. Ich habe Pan nach dir suchen lassen, um dir Bescheid zu geben. Gohan, dieser Feind ist so stark. Wir müssen ihn auf jeden Fall aufhalten!“, endete Bulma ihren Monolog.

„Ja Bulma, ich weiß. Mach dir keine Sorgen mehr um ihn, ich habe ihn bereits besiegt.“.

„Wie das?“.

„Pan hatte mich in der Schule gefunden, doch leider war unser Gegner schnell. Wir mussten hier kämpfen.“, erklärte er.

„Du hast ihn besiegt? Um Dendes Willen! Wie hast du das denn geschafft?“, fragte sie geschockt und freudig zugleich.

„Na wie wohl!“.

„Ist er …?“, fragte Bulma zögernd nach.

„Ja, er ist tot.“, antwortete er streng.

„Oh Gohan, mach dir keine Vorwürfe! Du musstest tun, was du tun musstest. Er hätte uns sonst alle noch getötet. Du hast absolut das Richtige getan.“, versuchte sie ihn zu trösten.

„Ja, ich weiß. Du brauchst mir das nicht erklären.“.

„Gohan, ich kenne dich! Du machst dir Schuldgefühle.“.

„Das ist jetzt wirklich nicht von Belang, Bulma! Du musst uns jemanden mit zwei magischen Bohnen senden.“, lenkte Gohan zum Hauptthema.

„Seit ihr verletzt? Was ist los? Wo ist Pan? Geht es ihr gut?“.

„Ja, es ist nicht so schlimm. Pan schläft gerade. Beeile dich nur einfach.“.

„Bist du verletzt, Gohan?“.

„Ich sah schon schlimmer aus.“.

„Das heißt nichts, Gohan!“, schrie Bulma.

„Er ist sehr schlimm verletzt, Miss Briefs. Er hat eine tiefe Wunde an seiner Schulter und wenn Sie mich fragen, hat es seine Lunge erwischt. Außerdem verliert er sehr viel Blut, er kann noch nicht einmal mehr stehen. Er ist kreideweiß! Sagen Sie ihm also bitte, dass er in ein Krankenhaus muss!“, mischte Videl sich ein.

„Gohan, seit wann lügst du mich an? Das hat dir deine Mutter aber besser beigebracht! Wie schlimm ist es wirklich? Und diesmal die Wahrheit!“, schrie Bulma ins Telefon.

„Es ging mir auf jeden Fall schon mal besser. Bring mir einfach die Bohnen.“.

„Ok, ich sende dir sofort jemanden, der sie dir bringt.“, damit hatte Bulma aufgelegt.

Gohan schaute Videl fragend an.

„Son Gohan! Du hast deinen Zustand bis ins Unendliche heruntergespielt. Du musst unbedingt behandelt werden!“, schrie Videl ihn an.

„Jetzt hör auf dir unnötig Sorgen zu machen, Videl. Ich war schon in weit schlimmerer Verfassung.“.

Gohan lehnte sich an die Wand und schloss seine Augen. Plötzlich hatte sich alles angefangen zu drehen. Er hielt Pan noch immer in seinen Armen, darauf bedacht, sie nicht mit seinem Blut in Berührung zu bringen. Seine Wunde hatte noch immer nicht aufgehört zu Bluten.

Die Klasse stand noch immer in der gleichen Ecke des Zimmers. Sie wussten nicht was sie tun oder sagen sollten, deswegen blieben sie einfach still und ruhig stehen.

Auch Gohan bemerkte dies. Dieser Zustand war ihm äußerst unangenehm.

„Videl, wir brauchen unsere Ruhe.“.

Videl verstand sofort und verscheuchte die Zuschauer aus dem Raum. Danach setzte sie sich zu ihm.

„Du solltest auch gehen.“.

„Ich werde auf keinen Fall gehen!“, schrie sie.

„Ok! Ist ja schon gut!“.

Stille breitete sich über sie aus. Nach wenigen Augenblicken konnte Videl es nicht mehr ertragen.

„Es tut mir wirklich so Leid, Gohan!“, platzte es aus ihr heraus.

„Was meinst du?“, fragte er nichtsahnend.

„Es tut mir Leid, dass ich dir nicht helfen konnte, dass ich dir im Weg stand und dass du mich hattest beschützen müssen, so dass du so schlimm verletzt wurdest.“.

„Nichts davon war deine Schuld, Videl. Mach dir keine Schuldgefühle. Du und die gesamte Klasse wurdet in einen Kampf verwickelt, in dem ihr nichts zu suchen hattet.“.

„Könntest du mir vielleicht erklären, was da überhaupt geschehen ist und warum? Und wie du so stark sein kannst? Und warum du deine wahre Identität geheimgehalten hast? Und wer die Mutter von Pan ist?“.

Videls Neugier und Sturheit schien Gohan keineswegs zu verschrecken. Es erinnerte ihn ein wenig an seine eigene Mutter und selbst Pan schien sich diese Angewohnheit anzueignen. Ein kleiner Teil in ihn bewunderte sie sogar dafür.

„Hmm, vielleicht ein anderes Mal.“, antwortete er.

Plötzlich überkam Gohan ein Hustanfall und spuckte zusätzlich noch Blut.

„Gohan!“, schrie Videl.

„Ist schon gut. Es kommt gleich jemand der mir ein Heilmittel bringt. Er ist nicht mehr weit. Es wird alles gut, das verspreche ich dir.“, beruhigte er sie, nachdem der Anfall nachgelassen hatte.

Videl nahm ihm Pan aus den Armen und hob sie auf ihren Schoß, um ihm ein wenig Belasst abzunehmen. Diese kuschelte sich sofort an sie.

„Mama ...“, hauchte Pan leise und seufzte glücklich.

„Sie ist ja echt herzergreifend, Gohan.“, flüsterte Videl.

Sie trug ein Lächeln auf ihren Lippen und strich Pan über den Haaransatz. Gohan jedoch riss seine Augen erschrocken auf.

Nun ergab alles Sinn für ihn.

Videl griff nach seiner Hand und drückte sie sanft. Gohan wurde rot und schaute schüchtern zu ihr rüber. Sie lächelte ihn an.

„Du hast Recht. Es wird alles wieder gut.“.
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