Liebe oder Affäre?

von Sibunaxxx
GeschichteAllgemein / P16
Magnus von Hagen Nina Martens
24.10.2013
29.10.2013
2
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'Mein ganzes Leben zog an mir vorbei, wars das jetzt? Sollte mein Leben wirklich nach nur 24 Jahren vorbei sein?'

Ich traute mich nicht meine Augen zu öffnen. Ich spürte die kalte Spitze der Pistole an meiner Schläfe.

'Wie war ich hier nur rein geraten?'

Mir liefen ein paar Tränen die Wangen hinunter. Plötzlich knallte es laut und schallte durch die ganze Lagerhalle, ich zuckte  zusammen. War ich tot? Ich öffnete die Augen und sah neben mich. Der Kerl, der grad noch seine Pistole an meinen Kopf gehalten hatte lag neben mir.  Tot! Ich sah mich um, suchend nach der Ursache. Und sah ihn, meinen Retter. Ich konnte es nicht fassen und traute meinen Augen nicht. Nur ein paar Meter entfernt stand ein mir bekanntes Gesicht. Jedoch hätte ich nie gedacht ihn noch einmal zu sehen. Er  kam auf mich zu. "Alles in Ordnung?" fragte er und löste mich von meinen Fesseln. Ich blickte ihn verdutzt an, mein Blick  wanderte an seiner Polizei Uniform hoch. Als ich ihm in die Augen sah, lief mir wieder eine Träne die Wange hinunter. In dem
Moment kamen mehrere Schritte auf uns zu, zwei andere Polizisten rissen mich aus meinen Gedanken, ich sah mich um. Mein Held
lief schon weiter. Ich wurde aus der Halle gebracht und untersucht. Aber bis auf einen Schock war alles in Ordnung mit mir. Ich
wurde noch verhört und dann nach Hause gefahren. Ich versuchte den Rest des Tages so zu verbringen, wie ich es immer tat. Legte
mich dann aber doch in mein Bett und verfiel in Gedanken an meinen Helden. Er hatte sich äußerlich sehr verändert, aber ich hab
ihn erkannt an seinen blau-grünen Augen. Mein Herz raste, er war meine erste große Liebe. Vor 7 Jahren haben wir uns das letzte
Mal gesehen, damals haben wir uns nicht im Guten getrennt. Aber jetzt fühlte ich dieses Kribbeln im Bauch wie damals. Ich
wollte ihn wieder sehen, dieses Mal natürlich unter anderen Umständen.
Ich entschloss mich ihn morgen zu suchen und schlief ein. Am nächsten Morgen machte ich mich hübsch, frühstückte eine
Kleinigkeit und machte mich auf den Weg zum örtlichen Polizeipräsidium. Dort angekommen, kontrollierte ich noch einmal mein
Make Up und ging dann rein. An der "Rezeption" saß ein Mann, Mitte 40 und schon mit grauen Haaren bedeckt. Ich fragte ihn
höflich nach ob er den jungen Herren kennt, der mir gestern das Leben gerettet hatte. Er lächelte mich an drehte sich nach
hinten und rief :"Magnus! Kommst du mal bitte?" Mir wurd total schlecht vor Freude, als er dann endlich kam hüpfte mir mein
Herz durch den ganzen Körper. Er sah mich an und lächelte. "Nina!" sagte er und kam auf mich zu um mich in den Arm zu nehmen.
Meine Knie waren total weich und das Kribbeln im Bauch wurde immer schlimmer. Ich wusste nicht mehr was ich sagen wollte oder
sollte. Er grinste mich an sah auf seine Uhr drehte sich um und sagte: "Ich mach mal Mittagspause, Waldi." Er nahm mich bei der
Hand und zog mich mit nach draußen. "Was treibt dich hier hin? Was machst du so? Seit wann lebst du wieder hier im Ort? Und was
war das gestern?" fragte er wie ein Wasserfall. Ich wusste nicht ganz was ich zuerst beantworten sollte, konnte ich auch gar
nicht. Im selben Moment kam eine Frau um die Ecke. Plötzlich war ich uninteressant, er ging auf sie zu und küsste sie. In mir
drehte sich alles, er hatte eine Freundin. Ich hielt mir meine Tränen zurück und wartete. Nach kurzem Wortwechsel kam er wieder
mit der Frau an der Hand. "Nina, das ist Nadine. Meine Frau!" sagte er und strahlte. Nadine musterte mich von oben bis unten
und nickte mir nur zu. Magnus schien das alles nicht zu bemerken, er war wie geblendet. "Gut, ehm Nina. Sorry ich hab keine
Zeit mehr. Ich meld mich bei dir." sagte er und ging mit seiner Frau zu seinem Auto und fuhr davon. "Aber du hast meine Nummer
doch gar nicht." murmelte ich und ließ die Tränen dann endlich raus. Der Kerl war verheiratet! Und ich blöde Kuh hatte mir so
große Hoffnungen gemacht. Ich lief wieder nach Hause, schmiss mich in mein Bett und schrie in mein Kissen. 'Was dachte ich mir
auch dabei.'Mich verfolgte das Pech auf Schritt und Tritt. Das er verheiratet war wunderte mich kaum, er sah noch besser aus
als früher. Und schien auch seine kindischen Streiche hinter sich gelassen zu haben. Ich hätte aber nie gedacht, dass er
Polizist wird. Er, der kleine Schisser aus dem Internat, der Kerl wegen dem alle einmal die Herbstferien Hausarrest bekamen.
Woher kamen die plötzlichen Diziplin um Polizist zu sein. Und diese Uniform steht ihm so gut.' Ich merkte wie ich wieder anfing
zu schwärmen. Ich konnte noch so viel mir einreden, dass er verheiratet war. Ich durfte ihn nie wieder sehen. Nie wieder.'
Ein paar Wochen später, dachte ich immer noch an ihn, aber meine Gefühle schwächten ab. Dachte ich zumindest.Als ich morgens
zum Bäcker lief, fuhr ein Auto vor. Ich kannte es, aber im ersten Moment war mir nicht klar wer drin saß. Ich sah genau hin,
die Tür öffnete sich und ein lässiger bekleideter Mann und sofort bekam ich wieder weiche Knie, als ich sah das es Magnus war.
Er setzte seine Sonnenbrille ab und sah mich lächelnd an. "Hey Nina!" sagte er und nahm mich zur Begrüßung wieder in den Arm.
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