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Die Herde von Cimarron

GeschichteAbenteuer, Familie / P12 / Gen
Rain Spirit
23.10.2013
23.04.2014
15
16.804
1
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
23.10.2013 1.103
 
Das hier ist nicht meine FF, es ist lediglich eine genehmige Übersetzung. Die Verfasserin ist StokinDembers , den Originaltext findet ihr hier . An mich gehen lediglich die Rechte für die Übersetzung, wenn man denn dafür Rechte kriegt. Falls ihr ein Kommentar schreiben wollt, macht das einfach ganz normal, auch mit du und so weiter, wenn ihr die Autorin direkt ansprechen wollt. Sie bekommt alle Reviews in Übersetzer Form von mir. Solltet ihr lieber selber mit ihr sprechen wollen, Englisch beherrschen und einen Account auf fanfiction.net haben, könnt ihr sie natürlich auch selber anschreiben.
Ansonsten: solltet ihr irgendwelche Fehler in der Übersetzung bemerken, schreibt diese einfach ans Ende vom Review, ich bessere sie dann aus.




Kapitel 1: Wachsende Aufregung

Der süß duftende Wind wehte sanft, wobei er in einer grünen Welle entzückter Chöre durchs Gras raschelnd über das ganze Feld reiste. Die Sonne spähte gerade erst in diesem Moment hinter den weit entfernten, hohen blauen Bergen hervor, helle Farben explodierten durch den Himmel und erhellten freudig den neuen Tag. Die Herde von Pferden, die über das Feld verteilt waren, sonnte sich im Morgenlicht. Einige kauten auf taubedeckten Gras herum, während andere ihre aufgefrischte Energie herausließen, indem sie einander anstießen, traten und Rennen liefen. Die Leitstute, ein heller Palomino, spielte jedoch nicht. Sie stand in der Mitte der Herde, die Ohren gespitzt und der Blick auf einen Wald konzentriert, der in nicht allzu weiter Entfernung angesiedelt war. Sie wartete auf etwas; lauschte eingehend wegen einer Hoffnung, die sie nicht aufzugeben wagte. Ihr Sohn...der Hengst der Herde, war in der Nacht zuvor aufgebrochen, um die Quelle eines merkwürdigen glühenden Lichts zu erforschen, das er und seine Mutter, Esperanza, entdeckt hatten.
Der Hengst war noch nicht zurückgekehrt, und wegen seiner anhaltenden Abwesenheit war Esperanza aufgeregt. Wenn Esperanza nervös war, dann wusste es die ganze Herde. Eines dieser Herdenmitglieder war eine junge, dunkel schokoladenfarbene Stute namens Breeze. Sie war eine Halbschwester von Spirit, die denselben Vater hatte, jedoch von einer anderen Mutter geboren worden war. Breeze hatte einen stämmigen, glatten Körperbau, elegante Beine und ein hübsches Gesicht. Ihre lange, dicke, blonde Mähne fiel ihr über den Hals, während sie graste und gelegentlich mit dem Schweif nach einer vorwitzigen Fliege schlug. Hin und wieder schüttelte sie ihren Kopf, um den dicken Pony aus ihren Augen zu befördern. Doch selbst während sie die frühmorgendliche Saftigkeit frischen, nassen Grases genoss wanderten ihre dunkelbraunen Augen nie zu weit von der Leitstute weg. Breeze war höchst empfindlich gegenüber ihrer Umgebung, schwang die Ohren vor und zurück, behielt die ganze Zeit im Blick, wo die anderen Mitglieder der Herde sich befanden und hob hin und wieder den Kopf, um den Wind und Geruch nach irgendwelchen Merkwürdigkeiten zu durchsuchen.
Natürlich war es nicht Breezes Aufgabe, Wache zu halten, es war der der Leitstute...aber während der Hengst weg war, fühlte sie sich einfach weniger sicher, weniger beschützt. Es war Esperanzas Aufgabe, eine Übersicht über die Herdenmitglieder zu behalten, sie zu dem besten Gras und Wasser zu führen...dafür zu sorgen, dass kein Fohlen aus der Reihe tanzte, wenn es sein musste, und Herdenmitglieder zu bestrafen, die sich daneben benahmen. Aber die eine Sache, die eine Leitstute nicht tun konnte, war, die Herde zu beschützen. Das war die Aufgabe des Hengstes. Wenn er weg war, waren die Möglichkeiten für Gefahren viel höher als normalerweise. Breeze dachte nicht, dass das zusätzliche Augenoffenhalten, um Esperanza zu helfen, zu sehr auf die Aufgabe der Leitstute einwirkte.  Wie lange würde der Hengst, genannt Spirit, eigentlich weg sein? Plante er, sie alleine zu lassen, während er zu irgendeinem Abenteuer aufbrach und seine Pflichten vergaß? Bis jetzt hatte Breeze gedacht, dass Spirit gute Arbeit dabei geleistet hatte, die Herde zusammenzuhalten und sie zu beschützen, wenn beängstigende Ereignisse geschahen.
Plötzlich wieherte Esperanza der Herde zu. All die Pferdeköpfe hoben sich als Antwort, Breezes mit eingeschlossen. Es war Zeit, weiterzuziehen. Esperanza stampfte auf den Boden auf und wieherte erneut leise, wandte ihren Kopf in Richtung der Wälder und brach in einen raschen Trab aus. Die Herde, ohne einen Grund, ihrer Anführerin zu trotzen, hob ebenfalls ihr Tempo an und folgte der Palomino. Breeze war da langsamer, zu folgen. Wieso bat Esperanza sie, sich näher dorthin zu bewegen, wo Spirit verschwunden war? Wenn er immer noch nicht hier war...das könnte bedeuten, dass die Gefahr dort geradezu auf sie wartete! Breeze, die diese Entscheidung nicht im Geringsten gutheißen konnte, wieherte protestierend, bäumte sich auf und stampfte auf den Boden auf, bevor sie mit einem schnellen Kanter loslief, um die Spitze der Herde zu erreichen. Als sie an Esperanza vorbeikanterte, wirbelte sie auf der Hinterhand herum und hielt genau vor der Leitstute an, wo sie ihren Einwand laut und klar heraus wieherte.
Unnötig zu sagen, dass Esperanza nicht sehr glücklich über die Tatsache war, dass diese jüngere Stute ihre Autorität herausgefordert hatte. Esperanza war entschlossen, ihren Sohn zu finden, selbst wenn es hieß, dass sie die Herde näher an diese argwöhnisch aussehenden Wälder heranführen musste. Als ihr eigener Sohn bedeutete Spirit ihr alles, und ohne ihn wäre die Herde anfällig dafür, von jedem übermäßig selbstbewussten einsamen Hengst übernommen zu werden, der ihres Weges kam. Esperanza würde das nicht geschehen lassen. Sie würde Spirit finden. Sie war sich absolut sicher, dass es ihm gut ging und er ein wenig abgelenkt worden war. Oder vielleicht hatte er sich verirrt und versuchte jetzt, den Rückweg zu finden? Ja, die Leitstute war sich sicher, dass die Dinge sich zum Guten wenden würden. Also warum stellte Breeze sich dann gegen sie? Dieser Akt des Trotzes würde nicht toleriert werden...Esperanza schnaubte warnend, legte die Ohren an und schenkte der jungen Stute einen missfälligen Gesichtsausdruck.
Breeze senkte den Kopf, da sie nicht bei Esperanza in Ungnade fallen, sondern die Leitstute einfach zur Realität zurückbringen wollte. Sie wieherte leicht, bittend, deutete mit ihren Nüstern wieder zurück auf die lauernden Wälder hinter ihnen, mit einem verängstigten Schimmer in ihren Augen. Esperanza atmete durch die Nase aus und schlug mit dem Schweif, beachtete Breezes Unwohlsein jedoch nicht weiter. Die Palomino trottete direkt an der jungen Stute vorbei, während der Rest der Herde wieder aufmerksam würde und ihre Bewegung über das Feld wieder aufnahm. Breeze reihte sich ziemlich am Ende ein und ihr Kopf hing geschlagen herunter. Kein Pferd hörte ihr jemals zu...Sie schüttelte ihren Kopf, so dass ihre Mähne auf die andere Seite von ihrem Hals hüpfte, und spornte sich schließlich dazu an, positiv zu denken. Esperanza war aus gutem Grund Leitstute. Sie wusste es am Besten und Breeze würde ihr einfach vertrauen müssen. Aber dennoch...Breeze fragte sich, ob sie in größere Schwierigkeiten geraten würden, als irgendeiner von ihnen voraussehen konnte...
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