MI-6 Mission

von Feyadora
GeschichteKrimi, Romanze / P12
April Jack Simon aka November 11 July
23.10.2013
21.04.2015
7
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23.10.2013 1.541
 
Schnell landete ich meine Pistole nach, mir blieb nicht viel Zeit, aber ich musste ruhig und konzentriert bleiben. Fehler wollte ich nicht machen, ich hasse es Fehler zu machen, ich trage nicht umsonst den Titel beste Kämpferin von ganz Scotland Yard, ich habe lange und hart für diesen Titel gearbeitet und ich trage ihn mit stolz. Ich schaue über die Mülltonen gerade so dass ich genug sehen konnte, etwas klackte, ich konnte einen Schatten aus machen, ich sprang auf und richte meine Pistole auf mein Ziel und drückte ab, und hockte mich wieder hin.
" Gut das war´s für heute Helena. Du sollst wenn du hier fertig bist ins Büro vom Chef gehen", dröhnte eine Stimme aus den Lautsprechern. Ich stand auf und guckte noch mal mein Ziel an und lächelte zu Frieden, ich habe ins Schwarze getroffen. Dann drehte ich mich um und ging aus der Halle.
Auf dem Weg machte ich kurz halt bei einen Verkaufsautomaten, ich hab mal wieder Heißhunger auf Schokolade, aber sich bei diesen Automaten zu entscheiden, was ich mir für einen Riegel kaufen soll, ist echt schwer, am liebsten würde ich alle kaufen aber ich habe nur Geld für einen, ich musste nachdenken.

" Du hast es mal wieder geschafft, du bist mal wieder die beste in diesem Jahr Helena", rief jemand von hinten und kam auf mich zu. Ich kannte diese Stimme nur zu gut, dass ich mich nicht umdrehen musste um zu erkennen zu wem sie gehörte.
" hey Maddy", sage ich " und wie ist es bei dir so gelaufen?" Sie stellte sich neben mich und legte mir ihre Hand auf meine Schulter.
" Naja, es war ganz ok bei mir, ich bin halt nicht so gut wie du."
"Hey, komm schon, du bist doch auch nicht schlecht. Ich hab dich schon mal schießen gesehen, da bist du echt gut drin", sage ich.
Ich mag Maddy sehr, sie ist eine Person die man einfach mögen muss, vielleicht ist es ihre offene Art oder ihre Freundlichkeit, dass alle sie mögen, aber ich hasse an ihr das sie sich immer klein macht und sich abwertet.

" Meinst du wirklich?", ich nickte und sie lächelte " hast du wieder dein Schokoladen Problem?", ich nickte wieder und diesmal lachte sie laut los.
Nachdem sie sich wieder eingekriegt hatte nahm sie die Hand von meiner Schulter
" Du weißt dass du den gleichen Riegel wie immer nehmen wirst. Also du musst eigentlich nicht darüber nachdenken welchen Riegel du kaufen wirst." Sie hatte recht.
Ich gab die Zahl ein und steckte das Kleingeld in den Automaten, dieser spuckte dann den Riegel aus. Ich nahm ihn und stopfte ihn in mich hinein. Als ich fertig war schaute ich sie an. Ihre braunen Haare hat sie ordentlich in einen Pferdeschwanz zusammen genommen und ihre grünen Augen funkelten mich an.
"Musst du auch zum Chef?", fragte ich sie und sie nickte, " komm dann lass uns zusammen zum Revier fahren." Sie lächelte mich an und wir gingen.
Im Auto schaltete ich das Radio an, unser gemeinsames Lieblingslied lief und ich drehte das Radio auf volle Lautstärke. Und wir sangen lauthals mit. Es dauerte gerade 5 Minuten bis wir am Revier waren, genau so viel Zeit um das Lied zu genießen.

Ich habe nicht viel, was mir Spaß macht. Ich lebe einzig und allein für meine Arbeit. Es geht manchmal schon so weit, das ich vom Arbeiten Träume, und ich kann nicht aufhören. Mein Leben besteht irgendwie nur noch aus Arbeit, aber ich bin so zufrieden. Ich will immer mein bestes geben, und das tue ich auch. Für andere Sachen ist kein Platz in meinen Leben. Aber manchmal bin ich einsam, und ich fühle mich allein, dann höre ich Musik und mir geht es wieder besser.

Am Revier angekommen, stiegen wir aus und gingen ins Büro des Chefs. Wir wussten nicht was er wollte, er ist eigentlich ziemlich direkt und hätte, wenn was besonderes wegen eines Falls gewesen wäre, angerufen oder das Schieß-Training unterbrochen und mich ins Büro bestellt, aber so ist es schon seltsam.
Als wir das Büro betraten sind da drei andere Kolleginnen, sie standen stramm in einer Reihe und mit ernstem Blick vor den Schreibtisch des Chefs. Er saß auf seinen Bürostuhl hinter dem Tisch und ein Bisschen abseits saß ein Mann, den ich vorher noch nie gesehen habe.
Mr. Roger, so hieß der Chef, ist ein kleiner Mann mit einem kleinen Bierbauch, er trägt seit Jahren dieselbe von waschen ausgebleichte braune Cordhose und ein ungebügeltes  Hemd. Er hat eine Halbglatze die immer so glänzt wie eine Bowlingkugel, nun glänzte sie ganz besonders durch den Schweiß, er war aufgeregt das sah ich ihn sofort an. Sein Blick war ernst und emotionslos. Wir stellten uns in die Reihe, genauso stramm wie die anderen, mit genau den gleichen Blick.
" Es sind nun alle da Mr. Reiner, das sind die besten Polizistinnen des ganzen Scotland Yards",
" Gut", ein Mann mittleren Alters erhebt sich von dem Stuhl, der etwas abseits in der Ecke stand und ging langsam vor den Schreibtisch von Mr. Roger.
Er hat rotes Haar, das er streng nach hinten gegellt hatte, er trug einen schwarzen teuren Anzug, der wahrscheinlich von irgendeinem Designer war.
" Guten Abend meine Damen! Nun ich denke sie wissen nicht warum sie hier sind, deswegen werde ich sie jetzt aufklären. Mein Name ist John Reiner ich bin vom MI-6, und es gibt einen Grund warum ich hier bin. Wir suchen einen neuen weiblichen Agent für eine Mission. Sie fragen sich wahrscheinlich warum wir einen neuen Agent bei der Polizei suchen. Nun ja, wir suchen jemand der Talent und Erfahrung hat, und es würde zu lange dauern einen neuen Agent auszubilden. Und sie haben beides Talent und Erfahrung genau das was wir jetzt brauchen. Jetzt müssen wir uns zwischen ihnen allen entscheiden. Ach ja, diese Mission wird übermorgen den 23.12. stattfinden und so lange gehen wie sie brauchen gehen, sie werden auch dementsprechend gut bezahlt. Also finden sie untereinander eine Entscheidung."
Wir sahen uns an. " Ich kann nicht ich feiere Weihnachten mit meiner Familie", sagte eine
" Ich ebenfalls, mein Sohn freut sich schon darauf, er sieht mich schon so selten", sagte eine andere.
" Helena und ich wollen in ein Spar es ist schon alles gebucht", sagte Maddy ich wollte was sagen doch sie kniff mir in den Arm, so dass ich meine Lippen zusammenpresste und fasst weinen musste.
" Ich kann auch nicht, ich fliege nach Amerika zu Verwandten, die ich schon seit Jahren nicht gesehen habe", sagte die, die bisher noch nichts gesagt hatte.
" Also sie können alle nicht, da gibt es nur eine Möglichkeit. Wir losen aus!", sagte Roger, und holt ein Stück Papier raus.
" Auf eine steht MI-6, und auf den anderen nichts, diejenige die MI-6 zieht wird es sein, egal was sie vor haben oder nicht".
Keine traute sich auch nur zu protestieren, wir haben viel zu viel Respekt vor Mr. Roger, wir wussten, dass er uns dazu zwingen konnte. Er bereitete die Zettel vor, als er fertig war stand er auf und stellte sich vor uns, jede von uns nahm sich einen Zettel. Wir warteten auf ein Signal das wir die Zettel öffnen konnten. Als alle Zettel verteilt waren gab Roger das Signal und wir öffneten unsere Zettel.
Ich war wie erstarrt, denn auf meinen Zettel, den ich gezogen hatte stand MI-6.
" Ich...ich bin es, ich werde gehen." Alle starrten mich an.
" Das ist doof ich hatte mich so sehr auf unseren Urlaub gefreut. Naja da kann man nichts machen", sagt Maddy und umarmte mich
" Pass gut auf dich auf, ja?" flüsterte sie in mein Ohr,
" ist gut", entgegnete ich.
In den Gesichtern der anderen sah ich Erleichterung, sie waren froh, dass sie es nicht geworden sind, ich kann es auch verstehen. Niemand will seinen Urlaub opfern und für eine ungewisse Zeit weg sein.
" Sie sind es also geworden Ms. Stricker. Gut dann wollen wir sofort gehen, alles was sie brauchen ist schon da", sagte Mr. Rheiner.
Er kam auf mich zu und legte mir eine Hand auf den Rücken zwischen meine Schulterblätter und drückt mich Richtung Tür. Ich ging mit ihm, ich warf noch einen Blick über die Schulter. Maddy war sichtlich getrübt und die anderen sahen zum Boden, sie hatten Glück. Sie müssen nicht auf eine Mission von der sie eigentlich nichts wissen.
Als wir aus dem Revier heraus kamen stand ein schwarzer Mercedes vor der Tür. Mr. Rheiner öffnete mir die Tür und deutete mir mit seiner Hand, dass ich einstigen sollte. Ich stieg ein und Mr. Rheiner gleich mit, ich schnallte mich an, und starrte aus dem Fenster, es hatte angefangen zu schneien. Vielleicht gab es ja mal wieder weiße Weihnachten. Aber dieses Mal würde ich mein Versprechen an mich selber brechen müssen. Ich würde nicht wie ich es gesagt habe, diese Weihnachten entspannt verbringen, sondern auf einer Mission von der ich nichts weiß und die unter Umständen gefährlich sein könnte. Mal schauen was dieser Abend mir noch bringen wird...
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