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Das Leben nach dem Sturm

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P12 / Gen
Brooke Davis Dan Scott Haley James Scott Lucas Scott Nathan Scott
20.10.2013
10.03.2014
16
14.787
 
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20.10.2013 903
 
Nathan

Ich streckte mich. Ich musste jetzt los zum Training.
Ich fuhr mir durch meine noch nassen Haare und suchte nach den Autoschlüsseln.
Das gab es doch nicht. Gestern hatte ich sie doch noch…
,,Richtig!“, sagte ich und rannte zurück zum Schlafzimmer und zur Nachtischschublade und machte sie auf.
Da lag er. Ich nahm ihn schnell. Wenigstens konnte ich Haley nach Hause fahren.
Ich dachte an sie, und wie glücklich wir waren, obwohl die Trauer um Peyton immer noch über uns lag.
Wir hatten vor einem Monat wieder geheiratet, diesmal vor all unseren Freunden und der Familie.
Selbst Lucas war da, nüchtern. Für diesen Tag vergaßen alle den schrecklichsten Tag unseres Lebens.
Ich dachte nicht mehr so oft an sie. Ich dachte natürlich noch an sie, aber langsam wurden die Erinnerungen schwächer.
Ich konnte noch ihr Lachen hören und ich wusste noch ein paar Erinnerungen, wie zum Beispiel, als ich gerade in ihr Zimmer kam und sie gerade ein Album in ihre Regale einordnete. The Cure-Desintegration.
Oder als ich noch mit ihr zusammen war und ein Basketballspiel stattfand und sie am Rand stand und als Cheerleader die Ravens anfeuerte.
Solche Momente hatte ich noch nie vergessen.
Oder den Moment, wo ich sie gefunden hatte. In ihrer eigenen Blutlache, das Gesicht bleich und die Lippen aufgesprungen, das linke Bein blutgetränkt.
Immer wenn ich daran dachte, setzte mein Herz kurz aus. Vor Schock, vor Trauer. Vor Angst.
Ich wachte wieder aus meinen Tagträumen und mir fiel ein, dass ich ja Training hatte.
Ich stand auf und ging aus der Wohnung heraus und zum Auto.
Ich hoffe, dass ich Haley bald etwas Besseres bieten konnte.
Vor allem, da wir bald Eltern werden. In ungefähr einem halben Jahr, denn Haley war im zweiten Monat schwanger, und wir wussten seit einem Monat, dass wir ein Kind erwarteten.
Klar, diese Information, die überrascht einen schon. So wie mich.
Doch ich freute mich. Haley und ich waren zwar noch auf der Highschool, aber ich weiß, dass wir das hinkriegen würden. Mit unseren Freunden und der Familie.
OK, mein Vater war mir zwar keine große Hilfe und meine Mutter auch nicht gerade, aber wir hatten noch unsere Freunde.
Ich drehte den Schlüssel um und der Motor startete.
Ich fuhr los und überlegte.
Die Saison schien für uns gelaufen zu sein.
Wir waren zwar noch dabei, doch wir verloren sehr oft. Ohne Luke lief gar nichts. Das wussten wir alle.
Doch trotzdem gaben wir nicht auf. Das durften wir nicht.
Ich musste so oder so weiterspielen, damit vielleicht ein Talentscout auf mich aufmerksam werden würde, denn ein Stipendium war meine einzige Chance aufs College zu kommen.
Ich kam an der Schule an und parkte.
Das Wetter war heute sehr kalt und es regnete.
Ich nahm meine Sporttasche und rannte schnell in die Umkleiden der Sporthalle.
Ich ging zu meinem Spind und zog mich da um.
Doch als ich gerade fertig mit umziehen war, klopfte mir jemand auf die Schulter. Dann nochmal. Und nochmal.
Bis ich mich genervt umdrehte und rief: ,,Verdammt, Tim, was auch immer du willst, es muss war-Luke?!“
Lucas stand vor mir. Nüchtern, umgezogen. Er hatte sein Ravenstrikot an.
,,Was…was machst du denn hier, Alter?“, fragte ich und umarmte ihn überrascht.
,,Ich bin wieder offiziell ein Raven“, antwortete er lachend.
,,Echt? Du bist wieder dabei?“, fragte ich erleichtert.
,,Ja. Ich…ich weiß, wie ich drauf war. Du weißt schon, letzte Zeit. Und ich wollte mich nur noch bei dir entschuldigen und mich bedanken, wie gut du dich in letzter Zeit um Haley gekümmert hast. Ich war ein Idiot“, sagte er.
,,Du warst ein Arschloch“, witzelte ich, ,,und willkommen zurück im Team.“
,,Danke, man“, sagte Lucas und schlug mit mir ein.
,,Kommt schon Jungs, was braucht das solange? Müsst ihr noch euer Makeup auffrischen?“, rief Whitey aus der Halle heraus und ein paar Teamkameraden lachten.
,,OK, komm“, sagte ich zu Lucas und wir gingen raus.
,,Weiß Brooke schon Bescheid?“, fragte ich, doch als ich das Cheerleaderteam mit Brooke, welche Lucas anlächelte, sah, brauchte ich keine Antwort.
Ich suchte in den Cheerleadern Haley, sah sie aber nicht.
,,Weiß es Haley schon?“, fragte ich Lucas und er schüttelte den Kopf.
,,Noch nicht. Ich wollte es ja, aber ich hab sie noch nicht gesehen.“
Seltsam.
,,Wo ist sie eigentlich?“, fragte mich Lucas.
,,Ich…ich weiß es nicht“, sagte ich verstört und ging zu Brooke.
,,Hey, Brooke.“
Sie drehte sich strahlend um. ,,Hi, Nathan!“
Sie war echt wie ausgewechselt.
,,Weißt du…wo Haley ist? Ich dachte, du hättest sie zur Schule mitgenommen, doch-“
,,Keine Panik, du führsorglicher Ehemann, Schrägstrich Daddy. Sie war noch kurz im Nachhilfecenter, um dort einige Unterlagen zu holen. Sie kommt gleich!“
Ich seufzte erleichtert und Brooke zog amüsiert eine Augenbraue hoch.
,,Was dachtest du denn, ist mit ihr passiert? Ein Überfall? Ich glaub, die hätten die mit den teuren Ohrringen mitgenommen“, sagte sie und strich sich eine Haarsträhne zurück, um ihre Ohrringe zu entblößen.
,,Sehr witzig!“, sagte ich, als Whitey schrie: ,,Nathan, Finger weg von den Cheerleadern und komm her!“
Ein paar Cheerleader kicherten und ich rannte schnell zurück.
,,Also“, fing Whitey an, ,,wie vielleicht manche von euch mitgekriegt haben, haben wir einen Neuzugang. Besser gesagt einen Altzugang. Lucas. Und ihr habt mitgekriegt, wie miserabel ihr gespielt habt in dieser Saison! Doch das wird sich nun ändern! Mit Lucas’ und euren Fähigkeiten werden wir dieses Ding gewinnen!“
Wir alle applaudierten und Whitey lächelte.
,,Na, dann los.“
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