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Gruppe 03: Wer bin ich?

von MDU-Story
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
19.10.2013
19.10.2013
10
6.496
 
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19.10.2013 507
 
Kapitel 2 - Catastrophic in love (Existiert nicht mehr)


Das Klingeln meines Handys als Marie, meine Schwester, anruft, lenkt die Aufmerksamkeit der fünf Typen auf mich. Als ich sie alle auf mich zu kommen sehe, lasse ich vor Schrecken das Handy fallen, mit dem ich gerade noch die Polizei rufen wollte. Sobald mein Handy auf dem Boden aufschlägt ist ein großer Riss auf dem Display sichtbar. Der Bildschirm wird schwarz. Ich will am liebsten laut aufschreien, aber die Typen sind schon viel zu nah an mir dran, als das ich Zeit dafür hätte. Stattdessen renne ich weg. Oder besser sollte ich wegrennen. Aber meine Beine fühlen sich an wie Pudding und alles was ich machen kann ist hinter dieser dämlichen Hecke zu hocken und darauf zu warten das sie mich erreichen. Mich erreichen und genau das mit mir machen was sie zuvor mit der nun still auf dem Boden liegenden Person gemacht haben. Die Zeit, die vergeht bis der erste von ihnen mich erreicht hat, fühlt sich an wie Stunden.
Dann packt mich eine große Hand am Arm und reißt mich in die Höhe. Als ich herumwirble um zu sehen wie er aussieht, löst sich ein Strähne aus meinen Hochgesteckten Haaren. Er greift mit seinen dreckigen Fingern danach und steckt sie mir hinters Ohr.
„Was haben wir denn hier für eine Schönheit?“, fragt er und sein Atem riecht nach Alkohol und Zigaretten. Ich starre ihn nur stumm an, unfähig etwas zu sagen, da die Angst mir die Kehle zuschnürt. Ich weiß was er meint ohne an mir runter zu blicken und frage mich wie das später auf die Polizei wirken wird, wenn sie meine Leiche finden. Ein Mädchen in meinem Alter, nur mit einem Top, einem Bolero und einem Rock, bei dessen Länge meine Mutter nur den Kopf geschüttelt hätte, bekleidet, Nachts in einer einsamen Seitengasse. Niemand würde mich beim ersten Blick für eine seriöse Studentin halten, die sich auf dem Weg zu ihrem Date verlaufen hat.
Mein Date. Bei dem Gedanken an Tobias schöpfe ich neue Hoffnung. Vielleicht macht er sich sorgen um mich und geht mich Suchen? Ich hoffe bloß das er nicht auf diese Typen trifft.
Die Stimmen hinter mir verraten mir, dass der Rest der Gruppe bei mir angekommen ist. Vorsichtig drehe ich mich um und schaue in die Runde. Bei dem schwachen Licht kann ich kaum etwas erkennen, aber von dem was ich sehe, wird mir schlecht. Die Typen sind alle größer als ich und muskulös. Sie scheinen alle gleich gekleidet zu sein, wobei ich nicht wirklich erkennen kann was sie genau tragen.  
„Was haben wir den hier? Wolltest die Polizei für deinen Kumpel holen, oder was?“, fragt einer der Typen und tritt mit einem schweren Stiefel gegen mein Handy um es endgültig zu zerstören.
„Er ist nicht mein Kumpel“, bringe ich hervor, „I-i-ich kenne ihn noch nicht mal.“
„Ihr seid alle ganz schön feige“, sagt ein anderer, „Die ganze Sippschaft von Euch!“
Ich schaue ängstlich umher, während sie lachen. Wo bin ich hier nur hinein geraten?, denke ich.
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