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Gruppe 03: Wer bin ich?

von MDU-Story
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
19.10.2013
19.10.2013
10
6.496
 
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3 Reviews
Dieses Kapitel
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19.10.2013 904
 
Stolz präsentiere ich, Seaside, euch nun Gruppe 03 des Meine, deine, unsere Story-Projekts von LilliAngel und wünsche euch allen ganz viel Spaß beim Lesen dieser Story.

Die Liste der beteiligten Autoren wurde leider gelöscht, bevor ich sie gespeichert habe. Aber wenn ich mich nicht irre, müsste sie so aussehen.

1. Seaside
2. Catastrophic in love
3. inuzukagirl
4. Muileh
5. Sabilein
6.  -DarkAngel-
7. Oki-Chan
8. NamiraKayleighFaolan
9. allosaurus
10. Mysery-girl

Falls ich jemandem ein falsches Kapitel zugeordnet habe, dann bitte Bescheid geben. Dann werde ich das ändern. :)



Kapitel 1 - Seaside


Es ist viel zu dunkel, um mich zu orientieren, und der Verdacht, mich verlaufen zu haben, beschleicht mich immer mehr.
In dieser kleinen Seitenstraße, in der ich mich gerade befinde, ist die Bar, die ich suche, definitiv nicht.
So viel kann ich trotz der Dunkelheit erkennen.
Wenn hier irgendwo eine Bar in der Nähe wäre, hätte ich sie mit Sicherheit schon längst entdeckt.
Kurz entschlossen zücke ich mein Handy. Das aufleuchtende Display spendet mir genügend Licht, um durch mein Nummernverzeichnis blättern zu können, da die Straßenlaternen, bis auf zwei Ausnahmen, funktionsuntüchtig zu sein scheinen.
Als Tobias' Nummer schließlich auf dem Display erscheint, drücke ich auf den Hörer.
"Jetzt sag bloß nicht, dass du unser Date absagen willst", werde ich sofort begrüßt und ich muss unweigerlich lächeln, denn auch wenn mir in dieser Situation eigentlich gar nicht zum Lächeln zumute ist, freut es mich irgendwie, dass er befürchtet, ich könne unser Date absagen wollen. Denn daraus schließe ich, dass ich ihm nicht ganz unwichtig sein kann, andernfalls wäre es ihm wohl egal, ob ich auftauche oder nicht.  
"Nein, das will ich ganz sicher nicht", lache ich. "Nur müsstest du mir, glaub ich, noch mal den Weg etwas genauer beschreiben. Ich scheine irgendwie falsch abgebogen zu sein oder so...keine Ahnung."
"Wo bist du denn jetzt?"
"Ich bin in der Brückenstraße in so 'ne kleine Seitengasse eingebogen, so wie du es mir gesagt hast, aber diese Bar, von der du mir erzählt hast, ist hier weit und breit nicht zu sehen."
"Hmm...weißt du, wie diese Straße heißt, in die du eingebogen bist?"
"Nee, hier ist es viel zu dunkel, um irgendwas erkennen zu können. Hier ist auch überhaupt nichts los. Keine Menschenseele weit und breit."
"Dann bist du sicher in die falsche Seitenstraße eingebogen. Am besten, du gehst wieder zur Brückenstraße zurück. Wenn du magst, mache ich mich auch eben auf den Weg zur Brückenstraße und nehme dich dort an der Straße, in der sich die Bar befindet, in Empfang."
"Das wäre lieb, ja!"
"Okay, dann bis gleich. Ich freu mich."
"Ich mich auch."
Ich lege auf und stecke mein Handy wieder zurück in meine Tasche. Vorfreude macht sich breit.
Viel zu lange habe ich mich auf diesen Abend gefreut, darauf, mich endlich mal allein mit ihm zu treffen, nachdem wir uns bisher hauptsächlich an der Uni gesehen haben und dort ständig von anderen Leuten umgeben waren, so dass ungestörtes Reden kaum möglich war.
Doch gerade, als ich mich auf den Weg zurück zur Brückenstraße machen möchte, höre ich ein merkwürdiges Geräusch, eine Art Wimmern, das jedoch sofort von mehreren Stimmen übertönt wird.
Automatisch bleibe ich stehen, drehe meinen Kopf in sämtliche Himmelsrichtungen, doch weit und breit ist niemand zu sehen.
Meine innere Stimme rät mir, abzuhauen, doch anstatt auf sie zu hören, bewege ich mich auf die Stimmen zu, die immer lauter werden, je näher ich ihnen komme.
Einzelne Bruchstücke sind alles, was ich höre, Wortfetzen, auf die ich mir keinen Reim machen kann, und ehrlich gesagt auch gar nicht machen will, denn das, was ich höre, reicht schon aus, um mir Angst einzujagen.
Trotzdem bewege ich mich weiter auf sie zu, ganz leise und so unauffällig wie möglich.
"Wenn du wirklich glaubst, du kannst uns verarschen, dann hast du dich getäuscht!"
"Ich hatte dich ja gewarnt, dich mit uns anzulegen!"
Und dann sehe ich sie. Über eine niedrige Hecke kann ich auf einen kleinen Parkplatz blicken.
Fünf große, irgendwie furchteinflößende Typen, stehen um jemanden herum, der auf dem Boden liegt und sich vor Schmerzen krümmt.
Abwechselnd treten sie ihn, immer fester, so scheint es.
"Kommt! Lasst uns abhauen! Er bewegt sich nicht mehr!"
Hilflos sehe ich mich um. Weit und breit ist niemand zu sehen, der mir helfen könnte. Ich kann es unmöglich allein mit diesen Typen aufnehmen. Aber ich kann auch nicht tatenlos dabei zusehen, wie die auf dem Boden liegende Person so übel zugerichtet wird. Mit zittrigen Händen hole ich mein Handy wieder aus der Tasche, diesmal um die Polizei zu rufen.
Bevor ich jedoch dazu komme, 110 zu wählen, klingelt es. Wer ruft mich denn ausgerechnet jetzt an?
"Marie ruft an" steht auf dem Display und ich stöhne reflexartig auf..  
Meine Schwester. Was will die denn jetzt?
Ganz egal, was es ist. Es muss warten. Hastig drücke ich sie weg und noch bevor ich die Nummer der Polizei in mein Handy eingeben kann, stelle ich fest, dass das klingende Handy die furchteinflößenden Typen auf mich aufmerksam gemacht hat
"Hinter der Hecke, da ist jemand", höre ich einen von ihnen rufen und als ich sie allesamt auf mich zukommen sehe, fällt mir vor Schreck das Handy aus der Hand.
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