Mit kombinierter Kraft

von - Leela -
GeschichteMystery / P12
Eddie GB Jake Tracy
18.10.2013
18.10.2013
2
7760
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Epilog

Nachdem das formelle abgewickelt war, hatte sich das Team direkt auf den Heimweg gemacht, um sich von dem Tag zu erholen. Die nächste Zeit würde die Universität geschlossen bleiben, aber sowohl Tasha, als auch die Jungs wußten, daß trotzdem eine Menge Arbeit auf sie zukommen würde, wenn sie mit den Untersuchungen über das Phänomen beginnen würden. Diesen Tag brauchten alle aber, um das Geschehene erst einmal zu verarbeiten.
      Nach einer angenehmen Dusche fanden sich alle zu einem beruhigenden Tee im Büro ein.
      Tasha nahm von Tracy dankbar einen Becher entgegen und setzte sich in Fred, der sich schon für sie positioniert hatte.
      Eddy und Jake ließen sich auf das Sofa sinken, und Tracy nahm sich den zweiten Sessel.
      „Also, diese Dinger machen mir echt Angst!“ gestand Tasha.
      Eddy machte eine kategorische Geste. „Dem schließe ich mich bedingungslos an!“
      „Ich auch!“ warf Tracy gleich ein.
      Jake starrte vor sich auf den Fußboden und atmete durch. „Ich muß ja zugeben, hin und wieder ist mir ja auch nicht ganz wohl bei unseren Aufträgen – das vorhin hat aber so ziemlich alles getoppt, was ich bislang so erlebt habe! Ich glaube, ich war noch nie so erschüttert, wie als ich den Dingern gegenüberstand.“
      „Dafür bist du aber ziemlich cool geblieben!“ schmunzelte Eddy. „Du warst ja kaum von den Kolossen wegzubewegen!“
      „Na, es mußte ja einen Ausweg geben, um die Dinger zu bekämpfen!“ verteidigte sich Jake. „Ich wollte sie ja loswerden, und mich nicht vor ihnen verstecken!“
      „Trotzdem! Bevor ich mich plattmachen lasse, flüchte ich lieber!“ bekannte Eddy.
      „Nur keine falsche Bescheidenheit.“ meinte Jake. „Wenn jemand nicht zu toppen gewesen ist heute, dann bist du es. Als du dich über Tasha geworden hast, dachte ich echt, ich bin im falschen Film. Ganz ehrlich, bei aller Liebe, das hätte ich dir in der Situation so nicht zugetraut! Selbst mir ging der Arsch auf Grundeis, für dich muß das der blanke Horror gewesen sein!“
      Eddy schüttelte leicht den Kopf. „Meine Angst um mich oder mein Leben kann nie so groß sein wie die Angst um die Frau die ich liebe!“
      Nicht nur Tasha schauderte leicht, vor allem bei dem Tonfall, auch Jake und Tracy waren davon ergriffen und atmeten erst mal durch.
      „Was können wir denn tun, um solchen Ereignissen vorzubeugen?“ fragte Eddy nun. „Kann man das irgendwie messen? Man muß doch irgend etwas tun können, damit es gar nicht erst soweit kommt!“
      „Das müßte man ausprobieren!“ sagte Tasha. „Bislang können wir ja schon froh sein, daß es Analysen über das Phänomen gibt. Das alles ist noch im Anfangsstadium der Forschung. Aber wenn es eine Möglichkeit gibt, den Fluß von Seelenanteilen zu messen, dann gibt es vielleicht auch eine Möglichkeit, Plätze, die davon betroffen sind, davon zu bereinigen!“
      „Hey, wäre das nicht eine tolle Aufgabe für euch beide?“ frotzelte Jake, indem er Eddy und Tasha ansah. „Ihr geht mit eurem Meßgerät von Friedhof zu Friedhof und bereinigt den Boden, damit die Welt von solchen Monstern verschont bleibt!“
      Eddy schauderte. „Ohne mich, Partner! Ich koordiniere die Einsätze vom Büro aus!“
      „Ich würde es machen!“ schmunzelte Tasha. „Der Witz ist nur, daß wir gar nicht auf die Friedhöfe müßten. Dort ist alles in bester Ordnung! Da, wo diese Gefahr herkommt ist, wo einmal ein Friedhof oder ein ähnlicher Platz war, der neu aufgearbeitet wurde. Wo mit Maschinen im Erdboden herumgefuhrwerkt wurde, und Seelen zerstört wurden. Und das kann überall sein!“
      Damit hatte sie Jake soweit; als sie ihm das vor Augen führte, bekam selbst er eine Gänsehaut.
      „Wenn man so etwas machen wollen würde, dann müßte man also überall auf die Suche gehen!“ spezifizierte Tasha. „Das wäre eine Lebensaufgabe. Ich denke, es ist gut, wenn wir um das Problem wissen, und wir sollten auch noch mal schauen, ob wir so ein Meßgerät bauen können, um solche Phänomene lokalisieren zu können. Präventiv werden wir aber nicht viel mehr machen können, als das Verfahren einzusetzen, wenn wir so ein Phänomen bemerken. Jake hat schon Recht, wir haben jetzt eine Möglichkeit gefunden, um diese Art von Geistern zu bekämpfen. Und das finde ich schon sehr beruhigend.“
      „Gut, schreibst du einen Bericht darüber?“ fragte Jake.
      „Ja, mache ich!“ sagte Tasha sofort zu.
      Jake stutzte. Er hatte es eigentlich als Scherz gemeint, wußte aber auch, daß Tasha das leidenschaftlich gern tun würde. „Das kann ja Thema deiner Abschlußarbeit werden!“ setzte er nach.
      „Keine Chance!“ Sie schüttelte den Kopf. „Bei aller Liebe, aber das sicher nicht! Das ist mir eine Nummer zu heavy!“
      Jake und Eddy wechselten einen Blick. „Wir haben etwas gefunden, was Tasha aus der Geisterwelt echt aus den Latschen kippt!“ meinte Jake beeindruckt.
      „Habt ihr bezweifelt, daß es so etwas gibt?“ fragte sie überrascht.
      Die beiden schwiegen nachdenklich und zögernd. „Naja…“
      Sie konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. „Das Bild gefällt mir, das ich bei euch hinterlassen habe. Hier muß ich aber wirklich passen, Leute. Mir schaudert’s jetzt noch, wenn ich darüber nachdenke. Das ist mir eindeutig zu grotesk! Apropos: Wenn wir in den nächsten Tagen wirklich loslegen und den Boden untersuchen wollen, dann könnten wir schon ein Meßgerät gebrauchen, um den Fluß spektraler Energie zu lokalisieren. – Tracy, das wäre doch eine Aufgabe für dich, meinst du, du kannst so ein Meßgerät bauen?“
      „Oki Doki!“ meinte der Affe bedächtig. „Werde sehen, was ich tun kann!“
      Tasha sah Eddy an. „Und wir recherchieren mal darüber, ob wir etwas über das Gelände herausfinden können? Vielleicht finden wir ja raus, was sich dort früher einmal befunden hat!“
      Eddy nickte, wenn auch ganz leicht beklommen, als wäre ihm allein dabei schon unbehaglich.
      „Und was mache ich?“ rief Jake.
      „Du kaufst ein und verköstigst uns, wenn wir wieder zurück sind!“ schlug Tasha vor.
      Auf Jakes entsetzten Gesichtsausdruck hin mußten alle lachen. Allein das war es wert gewesen, war es doch das erste Mal an diesem Tag, daß es sie die erschütternden Ereignisse vergessen ließ…
Review schreiben