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Distracted

OneshotLiebesgeschichte / P16 Slash
Jackson "Sonny" Kiriakis William "Will" Horton
17.10.2013
17.10.2013
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Hallo, zusammen!
Hier gibt's mal einen kleinen OS, den ich gestern auf der englischen FF-Seite entdeckt habe, und zwar zu meinem aktuellen Lieblingspairing: Will & Sonny aus Days of our Lives.

Autor: wilsonstories

Link zur Original-FF: http://www.fanfiction.net/s/9670337/1/Distracted

Disclaimer: Die Figuren der Serie "Days of our Lives" gehören den verantwortlichen Produzenten, Ted Corday und Betty Corday, bzw. dem US-Fernsehsender NBC. Weder ich noch der Originalautor dieser FF, wilsonstories, verdienen Geld mit dieser Geschichte.
Der Originalautor, wilsonstories, hat sich mit einer Übersetzung meinerseits, Mozambique, einverstanden erklärt.

Ich hab die Geschichte teilweise etwas frei übersetzt, da es sich sonst sehr gestelzt angehört hätte.


Sonny’s POV

A/N: Als Will den MP3-Player bekommen hat, ist er zum Coffee House gegangen. Er und Sonny haben sich – als Freunde – an einen Tisch gesetzt und über einen Song geredet, den Will über seine Kopfhörer gehört hat.

Will: „Erinnerst du dich an die Nacht, als du den Song fünfmal hintereinander abgespielt hast?“

Sonny: „Na ja, das war ja nicht meine Schuld, da ich ... ähm ... beschäftigt war ... und ich hab nicht gemerkt, dass er auf Dauerschleife eingestellt war.“


Hat sich irgendjemand noch gewünscht, dass wir gesehen hätten, was ihn so abgelenkt hat? Hier ist meine Sicht der Dinge ...



Ich bin gerade dabei, einige Zeitschriften aufzuheben und noch einmal zu prüfen, ob der Raum aufgeräumt ist und einladend aussieht. Obwohl Will und ich jetzt schon seit zwei Monaten zusammen sind, bin ich immer noch nervös, wenn er zu mir kommt. Wir haben entschieden, heute nur zu Abend zu essen und zu entspannen, da wir beide müde von der hektischen Woche sind und wir uns fünf Tage lang nicht gesehen haben.

Als ich am Spiegel vorbei gehe, vergewissere ich mich, dass meine Haare sitzen, und eine Minute lang überlege ich, mein Shirt zu wechseln. Aber dann höre ich ein Klopfen an der Tür, und ich spüre, wie sich mein Puls noch mehr steigert, während ich zur Tür haste, um Will herein zu lassen. Sein Lächeln ist süß und wunderschön, und ich verliebe mich noch ein bisschen mehr in ihn, als ich ihn in seine Lippe beißen sehe, woran ich wortlos erkennen kann, dass er genau so nervös ist wie ich.

„Hi.“

„Hi.“

Er geht an mir vorbei und ich schließe die Tür hinter ihm. Er steht in der Mitte meiner Wohnung und er scheint sich unsicher zu sein, was er tun soll. Sein Blick trifft meinen und wir lächeln, und dann gebe ich ihm mit einer Hand zu verstehen, dass er seine Jacke ausziehen soll. Er geht dem nach und legt seine Jacke über den Stuhl vor meinem Schreibtisch. Meine andere Hand befindet sich noch immer am Türknauf, während ich die Sicht auf meinen schüchternen, süßen Freund genieße, der so verunsichert und nervös ist.

Als sein Blick erneut auf meinen trifft, entschließe ich mich, ihm ein bisschen zu helfen. Ich gehe zu ihm hinüber, nehme sein Gesicht zwischen meine Hände und küsse ihn mit Bestimmtheit. Seine Hände liegen an meinen Hüften, und als unsere Lippen den Kontakt verlieren, lächeln wir beide.

Er flüstert: „Hi.“

„Hi.“

Ich bemerke plötzlich, dass wir uns bereits begrüßt haben, und kann nicht glauben, wie weit weg mein Ich ist, wenn es um William Horton geht. Also reiße ich mich am Riemen und lenke unsere Aufmerksamkeit auf das Essen.

„Hunger?“

„Ja... Was hast du gekocht?“

„Lachs-Pasta.“

„Hört sich gut an.“

Wir gehen in meine Küche und er linst in den Topf. Ich schüttele meinen Kopf und beginne, den Tisch für zwei zu decken. Während er sich umdreht, um mir dabei zu helfen, hält er plötzlich inne. „Ich hab was vergessen.“

Ich runzele die Stirn, nicht wissend, wovon er redet, aber bevor ich ihn fragen kann, ist er schon raus aus der Tür. Ich weiß nicht, was ich denken soll, aber die Tatsache, dass er die Tür einen Spalt offen gelassen hat und seine Jacke sich immer noch hier befindet, beruhigt mich insofern, dass er höchstwahrscheinlich gleich zurückkommen wird. Ich decke den Tisch fertig und rühre die Pasta noch einmal um, bevor ich den Topf auf den Tisch stelle.

Will kommt wieder herein, und als ich aufschaue, kann ich nicht anders als zu erröten. Er hält eine rote Rose in der Hand und wie vorhin, als er in meiner Tür stand, beißt er in seine Unterlippe. Er deutet zum Tisch und sagt: „Ich dachte, sie würde ... ähm ... gut auf den Tisch passen ...“

Er schaut mich an und ich sehe, wie verunsichert er ist, wie er mich fast anbettelt, mich nicht über ihn lustig zu machen. Und ich verstehe nicht, weshalb er so schüchtern ist, da dies das Romantischste ist, was je jemand für mich gemacht hat. Er kommt auf mich zu, gibt mir die Rose und ich lächle, während ich versuche herauszufinden, was ich sagen soll.

„Danke. Das ist perfekt.“

„Ja?“

„Oh, ja.“

Sein Lächeln lässt mich beinahe ohnmächtig werden – und zu sehen, wie sich sein Gesichtsausdruck von verunsichert zu glücklich und stolz verändert, bringt mein Herz zum Hüpfen. Ich lehne mich vor und küsse ihn sanft auf die Lippen, dann hole ich eine Vase und stelle die rote Rose auf den Küchentisch.

„Siehst du... Ich habe dir gesagt, sie würde gut auf den Tisch passen.“

Ich lächle einfach wieder und schüttle den Kopf: „Wie kannst du nur so niedlich sein?“

„Sei still ... Lass uns essen.“

Wir setzen uns gegenüber an den Tisch und füllen unsere Teller mit Pasta. Wir beginnen still zu essen und wenn unsere Blicke sich treffen, lächeln wir beide schüchtern. Und als er seinen Kopf schüttelt, habe ich plötzlich das dringende Bedürfnis, wissen zu müssen, was er gerade denkt.

„Was?“

„Nichts...“

„Komm schon, Will. Worüber denkst du nach?“

„Es ist nur... Wir sind jetzt schon seit zwei Monaten zusammen… Und ich bin immer noch nervös… Sehr nervös...“

Seine Hände spielen mit einer Serviette und ich greife über den Tisch um eine seiner Hände in meine zu legen. Mit einem großen Lächeln im Gesicht beruhige ich ihn: „Mir geht es genauso, Süßer.“

„Ja?“

„Ja... Hast du das nicht bemerkt?“

„Nein... Ich schätze, nervös zu sein, hält mich auf Trab.“

„Na dann lass mich dir sagen, dass ich seit vier Uhr nachmittags am Aufräumen bin, dass ich ungefähr eine Million Mal in den Spiegel geguckt habe, bevor du gekommen bist, und dass ich, seit du hier bist, versuche, meinen Atem unter Kontrolle zu halten...“

Er schaut auf und seine Augen funkeln, als sein Blick von meinen Augen zu meinen Lippen und wieder zurück zu meinen Augen wandert. „Mach dir keine Sorgen, Schatz, all die Blicke in den Spiegel haben ihren Zweck erfüllt... Du siehst toll aus.“

Ich erröte schon wieder, während ich mein Herz in meiner Brust springen spüre. Ich kann kaum glauben, dass er es fertig gebracht hat, mich zweimal in einer halben Stunde zum Erröten zu bringen – wo ich doch normalerweise kaum rot werde.

Seine Stimme ist zärtlich, als er weiter spricht. „Aber mir gefällt das... Ich mag es, dass wir immer noch nervös sind.“

„Ich auch.“

Ich muss ihm einfach zustimmen. Ich denke, nervös zu sein, ist romantisch und süß, und ich hoffe, dass ich für den Rest meines Lebens nervös sein werde, wenn wir ein Date haben. Wir genießen unsere Pasta und reden über unsere hektischen Wochen. Es ist einfach – und ich stelle fest, dass es mir Spaß macht, ihm zuzuhören, mehr von ihm zu hören, mehr über ihn zu wissen. Und die Art, wie er zuhört, wenn ich von meinem Leben erzähle, gibt mir das Gefühl, als wäre ich die wichtigste Person in seinem Leben, als würde nichts anderes für ihn existieren. Seine blauen Augen sind sanft und hell, fast durchsichtig, und ich könnte stundenlang in ihnen versinken. Aber ich reiße den Blick von ihnen los und sage mit einem Seufzen: „Lass uns diese dreckigen Teller loswerden.“

Ich stehe auf und mache den Tisch sauber, dann hole ich den Nachtisch aus dem Kühlschrank. Ich habe keine Mühen gescheut, um diesen zu bekommen, und ich hoffe, Will gefällt die Überraschung. Ich spüre seinen Blick in meinem Rücken, während ich zwei Schälchen hervor hole, und das macht mich innerlich vollkommen glücklich. Als ich mich umdrehe, fange ich seinen Blick ein, kurz bevor er schüchtern nach unten sieht, als ob er sich erwischt fühlen würde. Ich beschließe, ihn nicht zu necken, sondern stelle stattdessen ein Schälchen vor ihn.

„Wehe, dir gefällt es nicht, denn es war nicht leicht, es zu bekommen.“

Seine Augen werden groß und ein Lächeln strahlt mir entgegen. „Willst du mich auf den Arm nehmen? Das ist perfekt...“

Ich nicke und setze mich mit meinem Schälchen in der Hand hin, ohne meinen Blick von ihm zu nehmen. „Wow, du siehst aus wie ein Kind in einem Süßigkeitenladen...“

„So fühle ich mich auch.“

In seinem Schälchen befindet sich eine Portion von köstlichem Schokoladentrüffel, welches er einmal gegessen hatte, als er während seiner Europareisen mit seiner Tante und seinem Onkel in England gewesen war. Er hatte mir davon erzählt und ich habe es genutzt, um ihn zu überraschen. Gestern war ich in der Villa und habe den Koch gebeten, zwei schöne Portionen für unser heutiges Date zu machen – und natürlich war er froh darüber, mir helfen zu können.

Hier sitzen wir also, genießen unseren englischen Schokoladentrüffel – und Wills glückliches Gesicht zu sehen, bringt mich dazu, mich wie ein Held zu fühlen. Als er seinen Nachtisch aufgegessen hat, sieht er mich an. Dann steht er auf und zieht mich von meinem Stuhl hoch.

„Danke dafür. Ich kann kaum glauben, dass du dich daran erinnert hast.“

Ich lächle nur und lege meine Hände an seine Hüften, während seine Ellbogen auf meinen Schultern liegen und seine Hände in meinen Haaren versenkt sind.

„Ich glaube, du hast dir einen Kuss verdient...“

„Ja... Das denke ich auch.“

Seine Lippen sind sanft und süß und schmecken noch nach Schokolade. Seine Zunge ist warm und als er sie benutzt, um meine langsam zu liebkosen, spüre ich zahlreiche Schauder, die meine Wirbelsäule hinuntergleiten. Seine Hände befinden sich noch immer in meinem Haar und sein Körper lehnt sich gegen meinen. Als seine Lippen meine verlassen, lasse ich mich von ihm in eine enge Umarmung ziehen, und flüstere sanft in sein Ohr: „Wow, wenn dieser Nachtisch dich dazu bringt, das zu tun, werde ich ihn im Kühlschrank stapeln...“

Er drückt mich nur fest an sich und ich genieße seine starken Arme um mich. Er schnüffelt mit seiner Nase an meinem Hals und ich spüre seinen warmen Atem an meiner Haut. Mein Blick richtet sich unwillkürlich auf mein Bett und ich seufze, wissend, dass ich noch eine Weile warten sollte, da die Nacht immer noch jung ist. Ich ziehe mich zurück und lächle.

„Sorry, Süßer... Aber lass uns aufräumen.“

Sein Gesicht spricht Bände, aber er hilft mir, die Teller ins Spülbecken zu stellen. Ich entscheide, dass ich jetzt nicht abwaschen werde, sondern einfach nur Kaffee für uns beide zu machen, während Will sich vor meinen Fernseher setzt. Neben meinem Fernseher bewahre ich all meine CDs und DVDs auf und ich sehe, dass er sie durchschaut. Als ich seinen Kaffee neben ihn stelle, schaut er auf und lächelt.

„Ich hatte nie die Zeit, das hier durchzuschauen. Ich hab immer das Gefühl, man kann durch CDs, DVDs und Bücher viel von einer Person erfahren.“

Ich grinse. „Und was hast du bis jetzt erfahren?“

„Dass dein Musikgeschmack seltsam ist.“

„Hey, warte. Mach dich nicht über meine Musik lustig.“

Er hält zwei Alben hoch und schüttelt den Kopf. „Wirklich, Sonny?“

Ich zucke mit den Schultern und sage nur: „Ich mag sie.“

Er lacht jetzt und wendet seine Aufmerksamkeit wieder meinen CDs zu, also schnappe ich mir die Fernsehzeitung um zu sehen, ob heute Abend etwas Gutes kommt. Während Wills Blick auf meine Musiksammlung fokussiert ist, sagt er: „Top gear kommt heute Abend. Ich würde das gern sehen, wenn’s okay ist?“

„Sicher. Wann kommt das denn?“

Er guckt auf die Uhr und steht auf. „Jetzt.“

Ich lange nach der Fernbedienung und schalte den Fernseher an. Als ich mich mit dem Rücken an die Kopflehne meines Bettes setze, merke ich, dass Will sich neben mich setzt.

„Du brauchst wirklich eine Couch.“

„Du hast auch keine Couch.“

„Das ist nicht der Punkt.“

Ich schüttle meinen Kopf und sehe ihn an. Seine Augen lächeln und dann sagt er sanft: „Wie auch immer... Lass es uns gemütlich machen.“ Er hebt meinen Arm hoch und legt ihn um seine Schultern. Sein Kopf ruht auf meiner Brust und sein Haar kitzelt etwas an meinem Hals. Er streckt seine Beine aus, sodass wir praktisch aneinander liegen. Ich spüre mein Herz wieder springen... Die Tatsache, dass er den Anstoß dazu gibt, um während seiner Lieblingsfernsehsendung mit mir zu kuscheln, lässt mich mein Innerstes fühlen, und ich ziehe ihn ganz nah an meine Brust.

Ich versuche mich auf den Fernseher zu konzentrieren, aber das Gefühl, Will entspannt und warm in meinen Armen zu haben, ist zu ablenkend. Sein Haar riecht einfach nach Will und sein Körper fühlt sich an wie der Himmel auf Erden. Ich erinnere mich selbst daran, dass die Sendung immer eine Stunde lang geht und dass ich mich zumindest bis dahin zusammenreißen sollte. Der Abend ist immer noch jung und wir haben genug Zeit für all die Dinge, die meine Fantasie gerade in Besitz nehmen.

Wills Hand gelangt an meinen Arm, der auf seiner Brust liegt, und er seufzt zufrieden: „Das ist schön.“

Ich küsse seine Schläfe und drücke ihn sanft. „Das ist es.“

Wir genießen die Sendung. Autos, Geschwindigkeit und Motoren sind immer interessant, und am Ende der Sendung weiß ich, dass Wills Lieblingsauto ein McLaren ist und dass er gerne mal bei einem Rennen mitmachen würde. Ich habe mir eine mentale Notiz gemacht und werde dafür sorgen, dass eins unserer Dates auf einer Rennbahn stattfinden wird. Wir starren auf den Fernseher, und während die Werbung anfängt, lasse ich meine Hand durch Wills kurzes blondes Haar gleiten.

Er lächelt und schaut auf. „Normalerweise mache ich das.“

„Was?“

„Normalerweise berühre ich dein Haar.“

Ich lächle und packe eine Handvoll von seinem Haar. „Jetzt bin ich dran, Süßer.“

Als ich los lasse, lehnt er sich zurück an meine Brust und schließt seine Augen.

„Bist du müde?“

Ich muss ihn fragen, und ich warte etwas beunruhigt auf seine Antwort. Ich hoffe, er hat jetzt nicht vor, einzuschlafen.

„Nein... Nur glücklich, schätze ich.“

Mein Herz macht wieder einen Sprung und ich hoffe, dass er es nicht durch meine Brust gespürt hat. Ich vermute nicht, weil er einfach fortfährt: „Unsere Dates sind immer entspannend... und einfach... ich weiß nicht... leicht.“

„Und dennoch sind wir immer nervös...“

„Ich weiß. Das ist so seltsam...“

Ich küsse wieder seine Schläfe und atme dann tief durch. „Möchtest du was trinken?“

„Ja. Was auch immer du hast, ist okay.“

Ich nehme etwas zu trinken aus dem Kühlschrank sowie eine Tüte Chips und werfe beides aufs Bett.

Ich gehe zu meinen CDs und lächle meinen Freund an: „Ich werde dir zeigen, wie gut meine Musik ist.“

Er greift nach der Fernbedienung und schaltet den Fernseher aus. Dann sieht er mich an. „’Tschuldige, Süßer… ich glaub nicht, dass ich besonders begeistert davon bin.“

„Keine Vorurteile, Will. Nur keine Vorurteile.“

„Okay, ich versuch’s...“

Ich bücke mich, um die CD zu finden, die ich suche, und höre Will plötzlich sagen: „Nett.“

Während ich weiterhin meine Sammlung durchsuche, frage ich: „Was?“

Jetzt lacht er, und weil er nicht antwortet, stehe ich auf und runzle die Stirn. „Was?“

„Nichts... Du hast es gerade versaut.“

„Ich habe keine Ahnung, wovon du redest.“ Ich schüttle den Kopf und bücke mich erneut – und höre Will sagen: „Da ist er wieder.“

So langsam werde ich ein bisschen ärgerlich, deshalb sehe ich ihm erneut ins Gesicht und gebe ihm zu verstehen, dass ich wissen will, worum es geht. Ich kann jedoch nicht lange ärgerlich bleiben, weil sein Lächeln sehr süß ist und seine Augen funkeln. Er beißt sich wieder auf die Unterlippe, obwohl ich nicht glaube, dass es dieses Mal aus Unsicherheit ist. Allerdings meidet er meinen Blick, während er sagt: „Ich mag deinen Hintern...“

„Was?“ Ich hab gehört, was er gesagt hat, aber ich bin sehr überrascht. Will ist nicht die Art Person, die so etwas einfach sagt, und das helle Rot, das jetzt seine Wangen erreicht, ist offenbar der Beweis dafür.

Er zuckt mit den Achseln. „Ich kann nichts dafür.“

Wiedermal beginnt mein Herz zu hüpfen und ich entscheide, dass ich lange genug gewartet habe, und dass, obwohl die Nacht noch vor uns liegt, ich nicht länger warten werde. Nur um ihn zu reizen, bücke ich mich noch einmal und finde endlich die bestimmte CD. Und obwohl ich Will nicht anschaue, weiß ich, dass er mich anschaut – oder besser gesagt, meinen Hintern.

Ich lege die CD in den CD-Player und spüre Will auf einmal hinter mir. Der plötzliche Zusammenstoß unserer Körper bringt mich dazu, mich etwas vorzulehnen und zufällig irgendwelche Knöpfe am CD-Player zu drücken. Die Musik beginnt trotzdem, und es könnte mich nicht weniger kümmern, welche Knöpfe ich gerade gedrückt hatte. Mein Gehirn ist vernebelt, jetzt, wo ich endlich Wills ganzen Körper an meinem spüre, und zu wissen, dass er für die kommenden Stunden mir allein gehört, lässt mich alles um mich herum vergessen. Sein Kuss ist heiß und sexy, und ich bin unfähig zu denken. Er schiebt uns langsam aufs Bett zu, während er weiterhin meinen Mund mit seinem liebkost, während seine Hände sich an meinem Shirt zu schaffen machen, in dem erfolglosen Versuch, es auszuziehen.

Bevor er mich er mich aufs Bett drängen kann, unterbreche ich unseren Kuss und er wimmert leise. Aber als ich lächle, mein Shirt über den Kopf ziehe und meine Hose und Boxershorts auf den Boden fallen lasse, ändert sich sein Wimmern in ein zufriedenes Brummen. Er folgt meiner Darbietung und drängt mich aufs Bett, dabei sicher gehend, dass sein nackter Körper meinen komplett bedeckt.

Unser Sex ist heiß und es ist offensichtlich, dass wir uns ein paar Tage lang nicht gesehen haben. Ich weiß, dass ich nicht lange brauchen werde, und ich flüstere es in sein Ohr, als ich merke, dass mein Höhepunkt unter Wills Stößen naht. Nachdem wir zusammen gekommen sind, und er wie eine persönliche Decke auf mir liegt, versuchen wir, zu Atem zu kommen.

Langsam wird mir unsere Umgebung bewusst und ich höre im Hintergrund leise die Musik spielen.

„Also, was denkst du über meine Musik?“

Er lacht in meine Arme und ich streichle seinen Rücken. „Warum ist das so witzig?“

„Ich weiß ja nicht, was mit dir ist, Süßer... aber für Musik war in meinem Gehirn gerade eben nicht wirklich viel Platz.“

Ich lächle und kneife mit einer Hand leicht in seine Pobacke.

Seine Lippen befinden sich wieder an meinem Hals und er findet langsam seinen Weg über mein Schlüsselbein zu meiner Schulter. Ich weiß, dass er gerade Runde zwei einläutet, und ich beschwere mich definitiv nicht. Seine Lippen, seine Zunge und seine Zähne bearbeiten meine Brust und meinen Hals und im Moment verliere ich mich selbst. Er nimmt sich Zeit, und als sein Atem meine Nippel erwärmt, stöhne ich leise.

Nach einer Weile kommt er nach oben und sein Gesicht ist genau über meinem. Er lächelt und ich lächle einfach zurück.

„Du bist so gut darin...“ Er küsst mich sanft und als er es zulässt, sehe ich in seinen Augen, dass er dabei ist, mich zu necken.

„Worin, Will?“

„Wie viele Songs sind auf dieser CD?“

„Ich glaube, 15 oder 16. Warum?“

„Ich bin ziemlich sicher, dass wir die ganze Zeit denselben Song gehört haben.“

„Was? ... Nein!“

„Doch, Süßer.“

„Ich bin sicher, dass ich das bemerkt hätte.“

Sein Lächeln ist jetzt schon fast teuflisch, aber nichtsdestotrotz niedlich. „Du hättest es bemerkt... richtig. Angesichts der Geräusche, die du gemacht hast, bin ich ziemlich sicher, dass du ein bisschen abgelenkt warst...“

Ich spüre, wie sich meine Wangen aufheizen und ich beiße in meine Unterlippe. „Ich kann nichts dafür... Ich mag es, wenn du... ähm...“

Die Farbe meiner Wangen musste der der roten Rose auf meinem Küchentisch ähneln, und ich versuche, Wills Blick zu meiden. Seine Hände umschließen mein Gesicht trotzdem, und er dreht es in seine Richtung. „Weißt du, dass Songs oft wegen der Erinnerung, die wir mit ihnen verbinden, gemocht oder nicht gemocht werden?“

Meine Hand ruht auf seinem Rücken und ich murmle: „Nein.“

„Na ja... so läuft es jedenfalls bei mir. Also mach dir keine Sorgen, Süßer... Ich bin ziemlich sicher, dass ich diesen Song für den Rest meines Lebens mögen werde.“

Ich lächle. Mein Herz hüpft wieder auf und ab.





A/N: Ich weiß, Will hat gesagt, dass der Song fünfmal gespielt wurde. Und in meiner Geschichte muss es ein paarmal mehr gewesen sein. Aber ich glaube gerne, dass er auch ein bisschen abgelenkt war.
Hoffe, niemand ist genervt von dieser freien Interpretation... Und danke an jeden, der meine OneShots liest/kommentiert/etc. Tausend Dank.
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