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A Walk On Earth

GeschichteSci-Fi / P16 / Gen
16.10.2013
29.07.2014
32
46.449
1
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39 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
16.10.2013 2.334
 
(so, ein paar chaps kommen definitiv noch, aber der große Endkampf sollte nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen ,) ..und weils ein etwas längeres chap geworden ist, hab ich es unterteilt. viel Spaß beim Lesen, glg)


- - -EINS- - -

Der Flugplatz war einer der gemütlicheren Orte gewesen, doch sie mussten weiterziehen. Die Dächer der Hallen waren kurz davor einzubrechen und boten den keinen Schutz mehr vor Unwetter. Weaver ließ die Menschen der zweiten Mass zusammenkommen, um einen neuen Platz zum Niederlassen aufzusuchen. Tom hatte ihn überreden können Richtung Norden zu gehen. So würde wenigstens die Entfernung zwischen der zweiten Mass und Hal, Dai sowie Kate nicht noch größer werden.

Das Trio war Thema Nummer Eins. Nur eine Person mied jegliches Gespräch darüber. Maggie grübelte allerdings über das Gerücht nach, dass Kate wie eine unvergessliche Brandnarbe hinterlassen hat. Die Slenders wollen ihre Skitters mit Masken ausstatten. Masken, die ihren empfindsamen Rachen schützen und beim Tot des Skitters wie eine Granate voll Napalm explodieren würden.
Maggie zog sich zurück. Tom schickte sie zwar mit anderen auf Patrouille, damit sie sich zu zwischenmenschlichen Kontakten zwingen musste. Doch sobald sie zur zweiten Mass zurückkehrte, sinnierte sie im Stillen vor sich hin. In ihrem Gesicht zeichnete sich keine Trauer oder Trübsal ab, stattdessen glänzten ihre Augen voll Kampfeslust und Sturheit.
Pope zeigte kein bisschen Mitgefühl und stachelte sie bei jeder guten Gelegenheit von Neuem an. Er wusste, ebenso wie Tom, dass der Blondine etwas fehlte. Maggie würde es nur nie zugeben. Sie war nach wie vor davon überzeugt, dass Hal und sie zwei viel zu unterschiedliche Weltansichten hatten. Doch sie machte sich Sorgen. Ihre Trennung war abrupt gewesen, noch schneller war bloß das Verschwinden von Hal mit Kate und Dai in die ewige Weite. Anfangs hatte Maggie es für gut befunden. Jedoch war der Zustand von Ungewissheit selbst für die toughe Frau bereits nach einer Woche vom Milden ins grauenhaft Unerträgliche gewandert. Ein einziges Mal vertraute sie sich jemandem an und es war keine geringere Person als die, die ihren Schmerz am ehesten nachvollziehen konnte. Sie meinte zu Tom, dass das Gefühl der Ungewissheit über das Befinden von Hal vergleichbar mit einer nagende Ratte am Fleische ihres Körpers wäre. Es war belastend so lange Zeit ohne Nachricht auszuharren. Hoffnung auf Nachricht, die niemals kommen würde. Bloß Rückkehr. Oder keine Rückkehr.

Die zweite Mass hatte wieder ein Schulgebäude in einem Kleinort aufgesucht, um dort ihre Zelte und Lagerstellen aufzuschlagen. Anne Glass fand brauchbare Medikamente und Antibiotika im kleinen Zimmer der Schulärztin. Ein paar Truppen wurden losgeschickt, um die restliche Umgebung auszukundschaften und etwaige Nahrungsmittel, Waffen, Munition sowie Öl für die Fahrzeuge einzusammeln.


- - - ZWEI- - -

Weaver hielt Tom den Trinkbecher hin. „Es ist nur ein kleiner Schluck, Tom. Einer der Professoren hatte den Whisky in seiner Schublade. Klischeehaft, unsere Welt.“
„Vergangene Welt.“ Tom spähte skeptisch auf das Glas. „Ein Schluck.“, und nahm damit den Becher an aus Höflichkeit an. Tom wahrte seinen Verstand lieber im Klaren.
Weaver ließ sich gegen die Fensterbank lehnen und starrte auf die Straße raus.
„Auf was trinken wir?“
Tom Mason ließ den dunkelgrauen Becher zwischen seinen Fingern nach rechts und links drehen, als könne ihm der Gegenstand die Antwort entgegen flüstern. Auf was kann man noch trinken in dieser Welt?
„Man kann immer auf den Alkohol trinken.“
Weaver hielt bereits seinen Becher etwas nach oben gestreckt, Tom neigte seinen Kopf leicht zur Seite und nickte. „Und danach auf den Weltfrieden.“, wobei es Tom eher nachdenklich und trübselig anfügte.
Weaver konnte den Zusatz nicht so im Raum stehen lassen und musste grinsen. „Aber in dieser Reihenfolge. Erst der Alkohol…“
Nun mussten beide lachen. Tom setzte bereits seinen Becher an seine Lippen, alt vertrauter Geruch brannte sich in seine Nase, da wurde die Türe des Direktorenzimmers aufgeschlagen.
Ein junger Rekrut stürmte herein.
„Captain Weaver.“
„Sie sind bewusstlos!“ Pope folgte ihm hinterher, lauthals schimpfend. „Es ist Quatsch und interessiert die beiden nicht.“
Tom stellte seinen Becher unberührt auf den Schreibtisch zurück und widmete seine volle Aufmerksamkeit dem jungen Rekruten. Indes kippte Weaver den Inhalt seines Becher hinunter, knallte den leeren Becher auf den Tisch und stierte erstmal zu Pope.
„Pope. Lass den jungen Mann ausreden oder verlass den Raum.“
Pope steckte seine mit unzähligen Ringen besetzten Hände in die Hosentasche, lehnte sich gegen die Wand neben der offenstehenden Türe und starrte murmelnd zurück. „Ist doch immer wieder das gleiche.“

Weaver nickte dem Rekruten zu, dabei entglitt ihm nicht ansatzweise ein Lächeln. Der Gesichtsausdruck des jungen Mannes ließ Weaver eher einen Schauer über den Rücken krabbeln. Der Rekrut war noch außer Atem. Der Grund könnte sein, dass er drei Stockwerke nach oben gerannt war, um zum Zimmer des Direktors zu gelangen. Oder schlicht die Tatsache, die ihm eben zu Ohren gekommen und sein Herz in Aufruhr versetzt hatte. Beunruhigt schlug seine Zunge Wellen.
„Captain. Captain Weaver. Da ist… es sind Fremde… zwei… und sie…“
Tom schritt näher zu ihm, legte eine Hand auf die Schulter des vielleicht 23-Jährigen Mannes und sah ihm in die Augen.
„Beruhigen sie sich. Holen sie mal Luft. So. Jetzt nochmal.“
Der junge Rekrut nickte, verschlang einen Happen Luft und begann erneut. Den Blick ließ er zwischen Weaver und Tom hin und her springen.
„Es sind zwei Burschen nahe der Waldgrenze, am Ende der Hauptstraße, aufgefunden worden. Sie lagen völlig erschöpft im Dreck. Wir haben sie ins provisorischen Medizinzimmer von Doktor Glass gebracht.“

Tom stand vor zwei zusammengeschobenen Tischen, die zu einem Krankenbett umfunktioniert waren. Daneben lag der andere Bursche, gleichfalls mit geschlossenen Augen und gleichmäßiger Atmung. Glass begutachtete zum wiederholten Male den Zugang am Arm. Sie schien unzufrieden mit ihrer eigenen Arbeit, oder sie versuchte sich abzulenken. Fremde waren immer eine Gefahr. Sie könnten Spione der Slenders sein. Sie könnten schlechte Nachrichten überbringen, Lügen erzählen, Fallen, Tote… Glass biss sich auf die Lippen und beförderte die schlechten Gedanken ins hinterste Stübchen ihres Gehirns.
Alle im Raum schwiegen, bis Weaver sich an das eine Ende eines der provisorischen Krankenbetten begab.
Anne sah auf. „Sie werde es schaffen.“ Sie schenkte auch Tom einen Blick, länger und intensiver als sie Weaver angesehen hatte. In ihren Augen zeichneten sich Sorgen ab. Tom hatte längst bemerkt, dass sich sein Gemütszustand und all die sorgenvollen Gedanken um Hal sich auf Anne abfärbten. Sie konnte Tom hin und wieder ablenken, aufmuntern oder wieder auf das Wesentliche, das Hier und Jetzt der zweiten Mass, aufmerksam machen. Doch allzu oft schlitterte Anne in die gleiche mit Sorgen und Ungewissheit gefüllte, dunkle Höhle, in der sich auch Tom befand.
„Sie sind dehydriert und völlig an ihren körperlichen Grenzen angelangt. Wir sollten ihnen ein paar Stunden geben.“

Genau dem war auch so. Bereits nach drei Stunden wurden Tom und Weaver benachrichtigt sich wieder im Krankenzimmer einzufinden.
„Sie wachen auf. Ich sollte sie ja holen.“
Weaver nickte dankend und stellte sich wie schon zuvor an das Ende eines der Betten. Einer der beiden Jungen zuckte und regte sich seitdem sie in das Zimmer getreten waren. Nun schlug er die Augen auf. Anne beugte sich fürsorglich zu ihm, eine Hand sanft auf seine Schulter gelegt.
„Hej. Na wie geht es dir?“
„Was…“ Orientierungslos und hektisch huschten die Pupillen des Jungen umher. Er schreckte hoch und versuchte sich aufzusetzen. „Wo bin ich? Wo ist Scott?“ Seine letzte Frage klang wütend. Er wusste nicht, ob er mit Feind oder Freund zu tun hatte. Anne deutete hinüber.
„Gleich neben dir. Siehst du. Er wacht gerade auf.“


- - - DREI- - -

Erst nach ein paar Minuten Aufklärung über die zweite Mass und mütterlicher Überzeugungsarbeit von Anne, ließen sich die Burschen zum Reden bringen.
„Jason. Jetzt erzählen sie mal, wo sie beide herkommen.“ Es war Tom, der ebenfalls harte Arbeit geleistet hat, um die beide Burschen von der Sicherheit der zweiten Mass zu überzeugen. Besonders Jason war skeptisch und hartnäckig geblieben, während Scott, ebenfalls nicht älter als 17 Jahre, weitaus schneller ein Vertrauen zu den neuen Menschen aufgebaut hatte.
„Wir kommen aus Oakley, im Westen.“, begann Scott leichtfüßig zu erzählen. „Wir waren unterwegs in den Norden wegen der Fa-“
„Sch! Wirst du wohl!“
Scott starrte erschrocken zu Jason, der ihm mit einem eindeutigen Blick das Sprechen verbot.
Aber Scott ließ sich nicht so leicht beirren. „Nein. Nein, sie sollen es wissen. Sie haben uns gerettet, du Idiot!“
Ehe Jason etwas erwidern konnte, wendete sich Scott wieder Tom und Weaver zu.
„Tut mir leid. Er ist so misstrauisch.“
„Ich bin immer noch hier.“ Jason dreht sich herum und ließ seine Beine vom Tisch baumeln. Mit eine missmutigen Blick studierte er die Waffen und Kleidung der unbekannten Personen.
Weaver hatte weniger Geduld als Anne und Tom. Er ignorierte Jason völlig und schenkte Scott einen ernüchternden Blick. „Also, was wolltest du sagen.“
„Es gibt da eine Fabrik… in Survilstate, heißt es. Dort soll eine Art Superwaffe, oder Maske oder sowas für die Skitterkreaturen gebaut werden.“
Tom nickte leicht. „Ja. Wir haben davon gehört.“
„Gut, gut.“ Scott nickte, verzog dann das Gesicht. „Oder schlecht.“
Weaver runzelte die Stirn. Seine Geduld schien mit jedem Wort des Jungen zu schrumpfen.
„Jason und ich wollten dorthin, als uns unterwegs neue Informationen erreichten.“ Scotts Tonlage hebte sich unwillkürlich an, seine Stimme klang alarmierend. „Diese Produktionsstätte existiert gar nicht. Es ist eine Falle.“
Tom warf Anne einen flüchtigen Blick zu. Sofort waren seine Gedanken bei Hal.
Der Blick entging auch Jason nicht. „Sie haben doch niemanden hingeschickt?“
Weaver trat einen Schritt nach vorn, um Tom unausgesprochen das Signal zum Stillschweigen zu geben. Zugleich schien Weaver eine Aura von Ruhe auszustrahlen, um zu zeigen wie schwer es war ihn, Captain Weaver, zu beunruhigen. „Was soll das für eine Falle sein? Von wem habt ihr dieses Gerücht?“
„Höchstoffiziell aus dem Weißen Haus.“
„Jason!“, zischte Scott rasch und blickte zurück zu Weaver. „Von einem Um-die-Welt-Streicher, was sonst. Das sind wir doch alle.“

Ein paar Sekunden stille umfloss den Raum, dann nahm Tom das Gespräch wieder auf.
„Und was ist nun?“
Scott zögerte. Die Lippen aufeinander gepresst, schenkte er seinem jüngeren Freund Jason einen vielsagenden Blick. Tatsächlich machte Jason den Mund auf, um die Fremden einzuweihen. Mit erstaunlicher Reife und Ruhe brachte er die Worte heraus.
„Die Aliens ließen dieses Gerücht zustande kommen, damit die Menschen ihre besten Kämpfer in den Norden schicken. Zu dieser angeblichen Fabrik. Aber dort wird nichts Gutes auf sie warten. Es ist ein Tötungskommando. Reiner Selbstmord.“
Scott nickte unnötig oft, um die Worte seines Freundes zu unterstreichen, und fragte schließlich, „Wie viele haben sie entsendet?“
Tom und Weaver entglitt in der gleichen Sekunde eine Antwort, allerdings nicht dieselbe.
„Zwei.“
„Drei.“
Stille. Scott starrte verängstigt von einem zum anderen. Nach all der Überzeugungsarbeit begann die Illusion dieser organisierten Gesellschaft, die zweite Mass, die eine Rettung für ihn repräsentiert hat, zu wackeln. Die Ranghöchsten der zweiten Mass waren sich nicht einig. Das war nicht vertrauenserweckend. Scott hatte das Gefühl weglaufen zu wollen.
„Sie wissen selbst nicht wie viele?“ So entsetzt sein Blick, so verwundert war auch der Klang seiner Stimme.
„Was geht bei ihnen ab. Zwei Männer und der kämpferische Geist?“ Jason rekelte sich auf dem provisorischen Krankenbett.
„Wirklich.“ Scott stimmte seinem Kumpel zu. „Sie schicken zwei ihrer, so nehme ich an, besten Kämpfer los… mit was. Einem Fremden?“
„Keine Begleitung ist die Hölle, ist die Beste...“ Jason begann vor sich hinzusummen.
Tom schüttelte den Kopf. Er blickte nicht einmal mehr zu Anne, sondern drehte sich wortlos um und verließ den Raum.


- - - VIER - - -

„Tom, warten sie.“
Weaver Stimme ließ seine Schritte langsamer werden. Tom Mason blieb stehen und drehte sich herum. Er hatte Kate verraten. Daniel Weaver zählte Kate nicht zur zweiten Mass, sondern sah sie bloß als Fremde oder gar als Bedrohung an. Somit hatte Weaver seinen geliebten Sohn Hal als auch Dai mit einer Gefahr losziehen lassen. Warum. Wollte Weaver nicht mehr gegen Tom argumentieren? War Weaver müde zu diskutieren? Demnächst plante er Strategien hinter seinem Rücken? Zweifel über das Urteilsvermögen und die Standhaftigkeit von Captain Weaver waren stetige Begleiter an Toms Seite gewesen. Doch nun fühlte sich Tom mehr und mehr als Einzelkämpfer. Sein Gesicht zeigte keine freundlichen Züge.
„Wir müssen sie einholen. Ihnen diese Nachricht überbringen.“
Weaver kam auf Tom zu und versuchte besänftigend, aber bestimmend zugleich, die Vernunft zurück zu bringen.
„Tom. Sie würden das Trio nicht rechtzeitig erreichen. Das wäre Wahnsinn. Es geht ihnen gut.“
Die Zweifel wuchsen stärker und schneller in Tom als gewollt. Die Verzweiflung über das Leben seines Sohnes waren so stark, dass er keinem von Weavers Worte Beachtung schenkte. Weaver hatte bloß wieder große Pläne. Kleine Leute retten war nicht sein Ding. War es nie gewesen. Krieg, Schlachtfeld, Sieg. Krieg. Kampf.
„Tom.“
„Hm.“ Es schüttelte Tom innerlich.
Weaver stand noch näher vor ihm und riss ihn aus seinen wirren Gedanken.
Tom fasste sich und sah Weaver in die Augen, dabei erblickte er Freund und Captain, Mensch und Militär.
„Daniel. Das wissen sie nicht. Wir müssen es versuchen. Ich fahre gleich los. Und nehme-“
„Nein.“ Weaver schaltete seine Befehlstonart ein, die keinen Widerspruch erlaubte. Die Situation wurde eng. „Ich brauche sie hier. Und wie der Junge da drinnen gesagt hat. Scotty, oder Scott oder wie auch immer…“
Tom nickte ungeduldig. „Es war Jason.“ Für Menschen und Persönlichkeiten hatte Weaver seit dem Überfall der Aliens auf die Erde nicht mehr viel übrig. Seit er seine Familie verloren hat, war Weaver nie wieder die gleiche Person gewesen. Tom wunderte sich, was Daniel Weaver vor dem Einbruch der Slenders für ein Mensch gewesen ist.
„Gut, ja. Dann eben Jason.“ Weaver sah seinen bisher so treuen Berater, Freund und Mitkämpfer Tom Mason bestimmend an. „Wir sollten keinem Fremden trauen. Wer weiß“, Weaver zeigte nach hinten, zur Türe des provisorisch eingerichteten Krankenzimmers, „ob diese beiden die Wahrheit sagen. Vielleicht sind sie von den Aliens manipuliert.“
Tom schluckte. Er sah sich um, ein paar wenige Menschen glitten über den Gang. Aus dem Fenster konnte er eine Großzahl der zweiten Mass im Vorhof des Geländes erblicken. Auch Maggie erblickte er inmitten all des Getümmels. Es war ausnahmsweise ein schönes Wetter. Doch der Himmel zeigte kleine, weit entfernte Wolken auf, die der Wind näher tragen würde. Noch heute Nacht folgt Regen.
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