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Das Streben nach Glück

von Herzlos
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Het
Eva Brenner John Kosmalla
15.10.2013
13.04.2014
13
17.757
1
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Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
15.10.2013 1.343
 
Das Streben nach Glück


Autor: Herzlos

Titel: Das Streben nach Glück

Thema: TV-Show - Zuhause im Glück

Pairing: Eva Brenner x John Kosmalla

Rating: P16



Disclaimer: Alle Handlungen sind von mir frei erfunden und ich stehe in keinerlei Verbindung zu den genannten Personen. Ich verdiene kein Geld mit dem Schreiben dieser Fanfiction.


Kapitel 1 – Überstunden. Die Suche beginnt.


Eva hob die schwere Couch an, um den lila-grünen Teppich darunter zu schieben. Sie stöhnte über das enorme Gewicht, während sie den Teppich geschickt mit dem rechten Fuß unter dem Möbelstück platzierte. John betrat den Raum und lief sofort zu der blonden Frau.

"Warte, ich helf dir!" Er eilte zu ihr und hielt die Couch hoch.

"Danke John", lächelte die Blonde und schob den Teppich noch ein Stückchen weiter. "Perfekt."

John ließ die Couch sinken und besah sich Eva's Werk. "Sieht toll aus." Er lächelte.

"Danke." Eva ließ sich mit leisem Stöhnen auf die Couch fallen, fuhr sich müde durchs Gesicht und musste prompt gähnen. John setzte sich neben sie und streckte sich kurz aus, ehe er einen Blick auf die Uhr schmiss. Es war bereits nach 23 Uhr; die beiden hatten mal wieder eine Nachtschicht eingelegt. Alle anderen Teammitglieder waren längst Zuhause. John und Eva hatten immer ein schlechtes Gewissen, wenn einer der Handwerker Überstunden schieben mussten – lieber packten sie selbst an. So wie heute.

"Schon ganz schön spät", kommentierte Eva, als sie John's Blick sah. Dieser nickte und ließ sich von Eva's vorigem Gähnen anstecken.

"Wollen wir für heute Feierabend machen?", fragte John und lächelte sein typisches, sanftes John-Lächeln, als er Eva anschaute. Eva liebte dieses ganz besondere Lächeln.

"Ja, besser wär das...", murmelte sie müde und ließ ihren Kopf auf John's Schulter sinken. "Den Rest hier im Wohnzimmer mache ich morgen fertig. Ich denke, ich fang ein bisschen früher an."

John legte, wie ganz selbstverständlich, seinen Arm um die schmalen Schultern der jungen Frau und zog sie ein bisschen näher zu sich. "Übernimm dich nicht so. Wir werden doch trotzdem immer rechtzeitig fertig, weißt du doch." Er lächelte und sah nicht, dass sie es auch tat. Eva schmiegte sich unauffällig an ihn, roch sein mildes Parfum und spürte die Wärme, die von ihm ausging. Sie fühlte sich wohl; hätte noch ewig hier so sitzen bleiben können.

"Ja, ich weiß...", murmelte sie lächelnd und hob dann den Kopf, um ihn anzusehen. Ein breites Grinsen ihrerseits folgte.

"Was ist?", fragte John und musste automatisch mitgrinsen.

Eva hob ihre Hand und berührte sanft John's Wange. Der Ältere zuckte durch diese ungewohnte Berührung kaum merklich zusammen.

"Du hast Farbe im Gesicht", grinste sie und fuhr zärtlich über die betroffene Stelle. "Hat Betti dich wieder geärgert?"

John's Grinsen wurde bereiter. "Ich hab sie geärgert." Er ließ seinen Daumen über Eva's Schulter gleiten; streichelte sie sanft. "Aber sie hat gewonnen."

Eva lächelte. "Tut sie immer." Es war nur noch ein Flüstern, das sie rausbekam, als ihr bewusst wurde, wie nah sie John war. Er sah sie durchdringend an – und doch hatte sein Ausdruck diese gewisse Sanftheit, die sie so liebte. Noch immer streichelte er zärtlich über ihre Schulter, ließ seine Hand wie in Zeitlupe an ihren Rücken wandern, um die sanften Streicheleinheiten dort fortzuführen. Eva's Herz raste. Sie war dem dunkelhaarigen Architekten noch nie ganz abgeneigt gewesen, aber diese Situation überstieg ihre Vorstellungskraft. Er machte sie unheimlich nervös. Dennoch versuchte sie, sich nichts anmerken zu lassen, nahm stattdessen ihren Mut zusammen und begann, zärtlich über John's Wange zu streicheln, während sie eisernen Augenkontakt zu ihm hielt. Sie fuhr sanft die Konturen seines Gesichts nach, spürte die rauen Bartstoppeln, die warme Haut und schließlich die leicht widerspenstigen Haare, die John erst frisch dunkelbraun nachgefärbt hatte. Das stand ihm hervorragend, fand Eva. Es machte ihn jünger. Alles andere würde überhaupt nicht zu seinem Typ passen, da war sie sich sicher. Noch während sie gedanklich über John's Haare philosophierte, hatte der Ältere seine Hand an Eva's Oberarm wandern lassen. Er zog sie noch ein kleines Stückchen näher zu sich. Eva ließ sich darauf ein. Als sie ihre Hand mutig in John's Nacken wandern ließ, brach das Eis endgültig. John umfasste ihren schlanken Körper, ließ seine linke Hand zu ihrer Wange wandern und legte seine Lippen hungrig auf ihre. Eva hielt vor Nervosität den Atem an. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals und sie hatte Angst, er könnte es bemerken. Könnte bemerken, wie unsagbar aufgeregt sie war; wie verrückt er sie machte. Sie wühlte sich vorsichtig in seine Haare, während ihre andere Hand auf seinem Oberkörper ruhte. John's Lippen fühlten sich überraschend weich an. Er küsste sie wieder und war dabei mit einem Mal ungeheuer zärtlich. Als wollte er sie nicht verschrecken mit seiner anfangs so 'feurigen' Art. Nein, er musste sich zusammenreißen, wollte jetzt nicht alles kaputt machen. Also streichelte er mit rauen Handwerkerfingern über ihre samtweiche Haut, sog ihren betörenden Geruch tief in sich ein und genoss einen Kuss, der ihm den Atem raubte.

Eva schob ihn plötzlich mit sanfter Bestimmtheit von sich, blickte ihm atemlos in die Augen und zerschmolz bei diesem Anblick. Seine Haare waren leicht zerwühlt, die Lippen rot vom küssen, der Mund leicht geöffnet, die Augen stechend, wach und wunderschön. "John", keuchte Eva leise, "was machen wir denn hier?" Sie versuchte, der Situation entsprechend zu reagieren, doch in Wahrheit hätte sie ihn am liebsten gleich wieder geküsst. Sie wusste, dass es unangemessen war; dass das ein Fehler war, doch als John seinen Griff um ihren Körper verstärkte, war es ihr schon wieder ganz egal.

"Wir küssen uns", flüsterte er und legte erneut seine Lippen auf ihre.

"Das... geht nicht... John", flüsterte Eva zwischen den Küssen und hatte keine Ahnung, dass sie John damit total anmachte. Der Ältere umfasste ihr Gesicht mit beiden Händen und küsste sie, dass sie fast den Verstand verlor. Das letzte Fünkchen Selbstbeherrschung, dass ihr noch übrig blieb, nutzte sie nun aber, um John sanft von sich zu schieben. "John", flüsterte sie und wartete, bis er sie ansah. "Das geht nicht..."

"Warum nicht?" John war im Eva-Rausch. Es gab keinen Ausweg.

"Wir sind Kollegen... wir werden täglich bei unseren Tätigkeiten gefilmt... was soll das werden, wenn wir jetzt weitermachen... und nicht an genau dieser Stelle aufhören...?" Sie sah ihn gequält an.

John verstand. Er nickte nachdenklich, während er sie noch immer im Arm hielt. "Du hast ja recht... Aber..." Er kämpfte mit sich, zögerte, sah sie schließlich an und streichelte ihre Wange. "Ich hab so lange auf das hier gewartet... ich hab mir das hier schon so oft vorgestellt..." Er flüsterte.

Eva's Herz pochte laut. Sie lächelte, wurde gleich darauf aber wieder ernst. "Ich auch, John..." Sie nickte. "Ich auch."

Trotzdem trennten die beiden sich in dieser Nacht ohne weitere Vorkommnisse. "Wir können das hier jetzt nicht mehr ungeschehen machen... und das will ich auch gar nicht...", hatte Eva gesagt, "aber wir müssen uns zusammenreißen... Das muss eine Ausnahme gewesen sein... Okay?" Und sie hatte gewartet, bis John zögerlich nickte. Er sah traurig aus und es brach ihr das Herz. Sie fragte sich sofort, ob er denn tatsächlich bereit war, etwas Ernstes aus dieser Sache zu machen? Das gesamte Ausmaß der Situation begriff sie erst, als sie am Abend im Bett lag und alles noch einmal Revue passieren ließ. Sie hatten sich geküsst. Sie und John. Ihr Kollege. Es war einfach so passiert. Ihre Augen weiteten sich, als sie den Ernst der Lage begriff. Sie starrte in die Dunkelheit; bereitete sich auf eine schlaflose Nacht vor, als die Bilder in ihrem Kopf wieder lebendig wurden ...

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