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Die Verbündung

GeschichteDrama, Fantasy / P16 / Gen
13.10.2013
13.10.2013
1
937
 
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13.10.2013 937
 
Also, hallo! :) Das ist meine erste MH fanfiction und ich hoffe sie gefällt euch^^ da ff.de mir erzählt, meine Kurzbeschreibung beinhalte zeilenumbrüche, hab ich sie halt hier hin gepackt^^:  



Nach dem Sieg der Gilden über den Wüstendrachen Jhen Mohran scheint es endlich wieder Frieden geben zu können. Die junge Jägerin Lin, die sich bei dem Großen Kampf eine schwere Verletzung zugezogen hat, hofft sich in der belebten Wüstenstadt von ihren Leiden erholen zu können, doch schon bald kommen wieder Unruhen in der von Monstern und Verrat geprägten Welt auf. Die Fassade der angeblich friedfertigen Regierung zerbröckelt mehr und mehr und aus dem Untergrund erhebt sich eine Rebellen-Gilde, die damit droht, die schützenden Mauern um die Stadt zu zerstören, und damit den Untergang der scheinbar unschuldigen Bevölkerung zu besiegeln.
Lin, die jüngste Jägerin, die es je geschafft hat in einer der berüchtigsten Gilden des Landes aufgenommen zu werden, gerät unfreiwillig in einen Sog aus Verrat und Heimtücke, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Dabei kommen Zweifel in ihr auf: Ist der König wirklich so unschuldig und tugendhaft wie er zu sein vorgibt? Und wer steckt hinter der Rebellion der Jäger? Und ist diese Widerstandsbewegung der wahre Feind des Volkes?



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1.

Es ist schon lange dunkel, als ich mich endlich auf den Heimweg mache. Schnell und leise bewege ich mich durch die staubigen Marktstraßen, die daliegen wie ausgestorben. Niemand verlässt um diese Zeit noch das Haus. Nicht seit alles...aus dem Ruder läuft.
Fröstelnd ziehe ich mir den dünnen Lederumhang enger um die Schultern und zucke unwillkürlich zusammen, als dabei die verheilende Haut an meinem Rücken schmerzhaft spannt. Der weiße Atem, der aus meinem Mund strömt, steigt weit hinauf und vermischt sich mit dem Rauch aus den Schornsteinen über mir. Ich blicke nach oben, in die vollkommene Dunkelheit, einzig und allein durchbrochen von den abertausend Sternen, funkelnd wie eine explodierende Blitzbombe. Bei dem Gedanken an dieses nützliche Jagdinstrument verzieht sich mein Gesicht zu einem bitteren Lächeln. Das Jagen kann ich für mindestens zwei Monde vergessen, hat mir die Medi-Katze meines Viertels vorhin freundlich mitgeteilt. Verdammte Wunde, was muss sie sich auch nach drei Wochen erfolgreicher Abheilung plötzlich entzünden?! Weder ich noch Jeff, mein Gilden-Vorgesetzter haben diese Nachricht sonderlich gut aufgenommen. Nach dem Großen Kampf vor beinahe einem Mond, bin ich eine der wenigen noch einsatzbereiten Jäger gewesen. Bis jetzt.
Ich fluche leise. Wenn noch mehr Jäger aus meiner Gilde ausfallen, sind wir sehr bald in der Unterzahl und dann haben diese verfluchten Wyvernlyncher freie Hand. Die Wyvernlyncher und die Rotschuppen. Seit ewigen Zeiten schon konkurrieren diese zwei Gilden um den Platz der Vollmacht. Vor vier Jahren, ein Jahr vor meinem Eintritt, haben es die Rotschuppen geschafft, diesem Stand in der Gildenreihung  habhaft zu werden, aber der Feind schläft ja bekanntlich nie und so ist uns die gegnerische Gilde ständig auf den Fersen. Ein weiterer Jäger-Verlust unsrer Seite könnte den König zweifeln lassen, ob die Rotschuppen für diese Verantwortung geeignet sind. Und da würden sich die Wyvernlyncher natürlich sofort dazu bereiterklären, eben jene zu übernehmen.
Wütend trete ich gegen einen leeren Holzstand, der bedenklich wackelt, aber stehen bleibt. Plötzlich höre ich ein Geräusch hinter mir, reflexartig drehe ich mich um und ducke mich gerade rechtzeitig  unter einem mit Nägeln besetzten Holzbrett weg. Ich blicke auf und starre einem klobigen Kerl mit bösartig funkelnden Augen ins Gesicht. Hinter ihm bauen sich zwei nicht minder muskulöse Männer auf und schwingen bedrohlich ihre primitiven Äxte. Der Gorilla direkt vor mir, offenbar ihr Anführer, fängt an zu reden und pustet mir damit seinen fauligen Atem ins Gesicht. "Na was haben wir denn hier? Eine kleine Rotschuppe, ganz allein im Dunkeln unterwegs! Wo ist denn dein Meister?"
Verächtlich starre ich zurück. "Ich bin kein Lehrling mehr, du Affe!" Die Männer brechen in Gelächter aus. "Kein Lehrling mehr, was? Hahaha, was du nicht sagst! Habt ihr schon mal so einen jungen Jäger gesehen, Jungs?" Seine Kumpanen schütteln ergiebig den Kopf. Ihr Anführer schnalzt missbilligend mit der Zunge. "Ts, sowas aber auch! Ein Lügner bist du auch noch? Dir sollten wir mal eine kleine Lektion erteilen!"
Er gibt seinen Untergebenen ein Zeichen und sofort stellen sie sich links und rechts von mir auf und versperren mir so einen Fluchtweg. Ich grinse nur abfällig und stelle mich etwas breitbeinig hin, um einen stabileren Halt zu haben. Kaum holt einer der Gorillas aus, habe ich ihm schon meinen Ellbogen in den Bauch gerammt und er geht stöhnend in die Knie. Mit einem lauten Kampfesgebrüll geht der nächste auf mich los und liegt schon bald entwaffnet und entzahnt auf dem Wüstenboden. Der letzte Verbliebene Koloss, der Anführer, hebt sein mit Nägeln bewehrtes Brett und macht Anstalten, es mir mit voller Wucht über den Schädel zu ziehen. Ich ducke mich erneut weg und hebe die Arme, um ihm den Arm zu verdrehen. Plötzlich schießt ein abscheulicher Schmerz durch meinen Rücken und raubt mir für einige Sekunden das Bewusstsein. Mein Kopf schlägt hart auf dem staubigen Boden auf und schwarze Punkte tanzen vor meinen Augen. Als ich sie wieder öffne, sehe ich nur noch, wie der Koloss erneut ausholt, ein dreckiges Grinsen auf dem breiten Gesicht. Da trifft ihn von links ein riesiger Schatten und er geht ebenfalls zu Boden. Ein gedämpfter Schrei ertönt, ein    Geräusch wie von Metall auf Knochen, und dann ist es still. Benommen nehme ich wahr, wie sich ein verhülltes Gesicht über mich beugt und ein von einer Schwertklinge reflektierter Lichtstrahl erhellt für eine Sekunde eisblaue Augen, die mich besorgt ansehen. Dann verliere ich endgültig die Besinnung.
 
 
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