What's been Lost...

von StillDoll
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16
OC (Own Character) Xerxes Break
13.10.2013
13.08.2017
11
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Guten Tag, liebe Leser :3
Willkommen zu meiner FF, für alle die sich hierher verlaufen haben
Naja, ein paar Worte vorneweg:
Diese FF schreibe ich schon seit... 2-3 Jahren.
Mit dieser FF habe ich auch mit dem Schreiben angefangen, deswegen sind die ersten Kapitel meiner meinung nach manchmal für ein Kopfschütteln gut XD
Ich war immer zu faul die FF hochzuladen und nun habe ich den Salat, es existieren schon 35 Kapitel wovon ich die Hälfte erst mal überarbeiten darf, weil es zu grottig ist  :D
Ich hoffe ihr habt trotzdem Spaß an meiner Version einer "Vorgeschichte" von Pandora :3
Ich hoffe euch gefällt es trotzdem ^^'

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Meine Schwester

Was passiert mit uns wenn wir sterben?
Meine Schwester erklärte es mir so: Wir alle sind ein kleiner Teil des Universums, die Wünsche und Träume der Menschen sind Sterne und wenn wir sterben werden wir zu einen Wunsch oder zu einen Traum und werden eins mit dem Himmel.
Wenn ein Stern verschwindet hat sich ein Traum oder Wunsch erfüllt. Für mich war nun die Frage ob wir wirklich nur geboren wurden um irgendwann einem Menschen seinen seligsten Wunsch oder gar Traum zu erfüllen?!
Das ist doch absurd, doch meine Schwester beharrte darauf.
Ich fragte sie dann was passiert wenn es keine Sterne mehr gibt am Himmel. Meine Schwester antwortete, wenn das passieren würde dann wären wir keine Menschen mehr denn, nur wer träumt und wünscht, ist ein Mensch!
Das wäre es was einen Menschen ausmachen würde, das wäre es, was die Existenz eines Menschens versichert.
Mich wunderte es das sie sich so etwas zusammenreimte, doch jeder der sie fragte, was doch der Sinn des Lebens wäre oder was nach dem Tod mit uns geschieht, erzählte sie diese Geschichte. Sie hatte überall den selben sprachlosen Eindruck hinterlassen.
Manche sagten, sie wolle sich den Tod schön reden, andere glaubten es tatsächlich und wieder andere schüttelten nur denn Kopf.
Ich gebe zu, am Anfang zählte ich zu denen die es nicht geglaubt haben. Doch, hinterher ist man immer schlauer. Jetzt glaube, nein, weiß ich das es stimmte, es stimmte tatsächlich was sie damals sagte.
Ich bin ein erbärmlicher Mensch, um ihr glauben zu können musste sie erst sterben.
Meine Schwester, meine Schwester Rochelle, sie war mein Grund zum Leben, denn sie war es, die mich am Leben hielt. Schon von klein auf war sie für mich da, als unsere Mutter sich umbrachte war ich gerade mal vier, sie war neun und übernahm schon so früh Verantwortung. Sie war nicht nur Verantwortungvoll, sondern auch hübsch und super talentiert.
Sie besaß alles, Charisma, Toleranz, Humor alles, einfach alles.
Dazu kam das sie die Gerechtigkeit in Person war. Sie liebte Kinder und war ziemlich vernarrt in allen Sachen die mit Zucker zu tun hatten.
Mit 39 Jahren starb sie, es ist traurig aber wahr.
Wir gehören zur Familie Regnard, einer Ritterfamilie, eine sehr edle Ritterfamilie. Natürlich musste einer aus der Familie dieses Ereignis weiterführen, auch das übernahm meine Schwester. Eigentlich ist dies Mädchen und Frauen nicht erlaubt, doch bei unserer Familie war es eine Ausnahme.
Hatte auch etwas mit unseren Kontakten und Vorfahren zu tun.
Die anderen Ritter guckten ganz schön blöd als Rochelle beim Traning auftauchte. Nun war sie etwas besonderes, sie war schon immer ein besonderer Mensch doch jetzt sahen es auch die anderen.
Und ich war so stolz auf sie. Sie war mein ein und alles. Ich habe mir so oft gewünscht, sie könnte mein Leben haben. Ich hab mein Leben nämlich falsch gelebt, Rochelle verdiente es nicht zu sterben. Sie verdiente es einfach nicht...

“Und hep“ machte Rochelle, “Ja schon wieder, voll ins Schwarze!”
Unsere Wohnung erlaubte uns nicht einen Garten zu haben, also mussten wir uns im Wald eine Stelle reservieren, auch wenn wir eine Terrasse zuhause hatten, der Garten blieb aus.
Ro hatte uns hier eine schöne Stelle gesucht und hatte sie etwas einladend verziert, mit einer kleinen Hütte, einen Tisch und zwei Stühlen, da es nur uns im Leben gab, wir waren das einzige in dem jeweils anderen Leben.
Natürlich trainierte sie hier auch immer, da es doch sehr schwer war, mit den ganzen arroganten Männern den ganzen Tag zu verbringen.
Was sie wirklich gut konnte, war Bogenschießen, sie war eine unheimlich gute Schützin!
Sie traf IMMER ins Schwarze, das war schon erstaunlich.
Ich sah ihr so gerne zu, ihre fliederfarbenen Haare band sie sich immer seltsam zusammen, damit sie nicht nervten. Immer in den Haaren war ein rotes Band, welches eine kleine Schleife war.  Zum trainieren trug sie immer Sachen, die eine Dame aus gutem Hause nicht einmal ansehen würde!
„Willst du auch mal Schwesterchen?”, fragte Ro und hielt mir den Bogen plus Pfeil hin, ihre roten Augen musterten mich und ihr Blick wurde strenger als sie sah, das ich die ganze Zeit faul auf dem Stuhl saß und Tee trank.
“Ähm... ich glaub nicht das ich das kann”, sagte ich und nippte an diesen. Ro blinzelte mich an dann lachte sie: “Ach Ami, das ist nicht schwer und außerdem habe ich nicht gesagt das du treffen musst”
Sie grinste mich an.
Ich seufzte und nahm ihr wiederwillig den Pfeil und Bogen ab, jetzt hatte sie es wieder geschafft mich rum zu kriegen, eine weitere Gabe, sie überredet jeden, einfach erstaunlich dieses Weib! Ich spannte den Pfeil und ließ los.
Total daneben.
Ro fing an zu lachen. War klar!
Sauer ließ ich Bogen fallen und ging zurück zum Tisch. “Ich hab dir gesagt ich kann das nicht!“, rief ich schnippisch.
„Jetzt lass dir das von einen Profi zeigen!”, sagte Ro und hob den Bogen auf, somit ignorierte sie meine Aussage.
Sie holte einen neuen Pfeil und sah auf die Zielscheibe. "Du musst das Ziel genau im Visir haben", erklärte sie ohne den Blick abzuwenden. Sie spannte langsam den Bogen, kniff die Augen zusammen und ließ los... Getroffen!
Voll ins Schwarze.


Sie hat zwar viel mit ihren können geprahlt, aber das auch nur bei mir und weil sie wusste das ich mich dann ärgerte da ich so etwas nicht konnte.
Sie war nicht nur meine Schwester, sondern auch meine beste Freundin, das wurde mir über all die Jahre wirklich klar, wie sollte es auch anders sein, wir hatten schließlich nur uns, ob wir wollten oder nicht, wir mussten miteinander auskommen.
Ich hatte nun mal dieses Glück das meine Schwester der warmherzigste Mensch, der ganzen Welt war.
Wir erzählten uns einfach alles.
Von unseren Lieblingsbücher bis zu unseren Zukunftsplänen hin.
Sie wollte Mutter werden, das hat sie sich gewünscht.
Sie konnte es nie werden, im Gegensatz zu mir.
Ich war den ganzen Tag zuhause, kümmerte mich um das wesentliche, sie trainierte und half wo sie nur konnte, für ein Sohn oder eine Tochter hätte sie keine Zeit gehabt, für beides überhaupt gar nicht.
Jedes Glück vergeht irgendwann, nachdem Ro gestorben ist, lernte ich einen netten jungen Mann kennen, wir heirateten und ich bekam einen Sohn...
Ein Sohn der mich mein ganzes Leben nicht vergessen ließ, warum er existierte, er quälte mich Tage, Wochen, Monate, nein, ganze Jahre!
Sein Vater tauchte erst gar nicht mehr bei der Geburt auf, wahrscheinlich war er sowieso tot.
Aber nicht er! Er lebte, bei mir, ich war diejenige die ihm alles beibringen musste, das schreiben, das lesen, das rechnen.
Er hatte viel zu viele Gemeinsamkeiten mit meiner Schwester, dafür hasste ich ihn so sehr! Sein liebreizendes Lächeln, seine Art und Weise, es war alles wie sie es tat. Als er älter  wurde bildete General Gaston ihn ebenfalls zum Ritter aus.
Er war zwar ein seltsamer junger Mann gewesen, er hatte es nicht leicht, nirgends, aber das war mir so egal gewesen!
Es war einfach schrecklich, es jeden Tag zu sehen, jeden Tag wurde ich an meinen schlimmsten Verlust des Lebens erinnert, er war eine schmerzende Erinnerung gewesen!  
Ich habe ihn gehasst, gehasst dafür das er Ro so ähnlich war, gehasst dafür das er lebte. Ich hatte ihm den Namen Kevin gegeben.
Ro hatte immer von diesen Namen geschwärmt, sie hatte ihn so toll gefunden, wenn sie einen Sohn hätte bekommen, würde er diesen Namen tragen. Ich wusste nicht warum aber, ich fande diesen Namen eigentlich immer schrecklich.
Es hört sich hart an aber, Kevin, war wie ein gezeichnetes Bild oder ein Lied, welches ich an Ro gewidmet hatte, mehr war Kevin niemals gewesen.
Er war immer nur der der gestört hatte und der mein Leben jeden Tag aufs neue ein klein bisschen ruiniert hatte.
Ich hatte ihn gehasst und das habe ich ihn meistens spüren lassen, das er eigentlich fehl am Platz war und nicht hierher gehörte...!

Ich saß am Esstisch und blätterte ein Buch durch.
Ich dachte, wie so oft auch, an meine Schwester.
Nun waren aber schon einige Jahre vergangen seitdem Rochelle gestorben war.
Doch trotzdem, wurde ich verflucht immer an sie denken zu müssen. Es ist wirklich nicht leicht, sich eine geliebte Person aus dem Kopf zu schlagen, ich meine immerhin war sie mein Leben gewesen.
Schritte ließen mich die Augen verdrehen und einen unerklärlichen Schmerz in der Brust spüren. Dieses Monster das Ro so ähnelte, es war wieder da, wieso konnte dieses kleine Biest nicht in seinen Zimmer bleiben!?
Er war schließlich der Grund warum ich jeden Tag unwillkürlich an Ro denken muss. Er war klein und verstand vermutlich überhaupt nicht warum ich ihn so hasste.
Seine weißen Haare, die in der Sonne im Fliederton schimmerten, fielen ihn zum Teil ins Gesicht und sie bewegten sich hin und her und auch er wippte fröhlich hin und her.
Ein Anblick der so glücklich wirkte, wahrscheinlich für jede Mutter, wenn ihr Kind so angelaufen kommt.
Doch nicht für mich, für mich war es ein Moment voller Hass und Erinnerungen an Ro.
Einfach schrecklich.
Das dieses Geschöpf sich auch noch einbildete, ich hätte ihn genauso lieb wie er mich...
Der fröhliche kleine Kerl blieb vor mir stehen und zeigte mir ein Bild, welches er gemalt hatte.
Er hatte dort drei Personen gemalt und eine schöne Landschaft, nagut was heißt schön er war vier. Es war ein Kritzelbild, ganz gewöhnlich für sein Alter, obwohl er ziemlich intelligent war. Öfter stöberte er in meinen Schlafzimmer herum und schaute sich die Fotos von Ro an.
Ich fotografiere leidenschaftlich alles was ich schön finde, und was ich unbedingt in Erinnerungen behalten möchte.
Halbherzig hatte ich ihn mal erzählt wer die Frau auf den Bild war, bin aber ganz sicher das er es schon wieder vergessen hatte.
Ich stöhnte.
Mein Sohn lächelte mich an und sagte: „Schau mal Mama, ich habe ein Bild gemalt!“
Ich schaute in mein Buch und merkte wie sich das Lächeln von Kevin in einen traurigen Blick verwandelte. Aber es war mir egal, allein wenn ich von ihm das Wort Mama höre, könnte ich aus der Haut fahren, warum lässt der Knirps mich nicht in Ruhe, so süß er auch scheinen mag!
Kevin gab nicht auf und legte sein Bild auf mein Buch.
Verwundert sah ich Kevin an, der nun schon wieder lächelte.
„Das bist du, ich und Tante Ro“, sagte er.
Ich starrte erneut auf das Bild, meine innerliche Wut wurde klar in meinen Gesicht und spannte meine gesamten Muskeln an.
Wut?
Ob es wirklich Wut war, es hätte auch genauso gut Trauer sein können.
„Gefällt dir das Bild Mama? Ich hab mir ganz viel Mühe gegeben“
Ich hob meine Hand und gab Kevin eine Ohrfeige, so fest das er hinfiel.
Ein paar Tränen waren mir gekommen und ich ballte nun die Hand zu einer Faust, es ist nicht das erste Mal das er meinen Hass auf ihn spürte und trotzdem sah er mich verwirrt an.
Aus seinen sonst so strahlenden roten Augen quolten Tränen hervor.
Ich kniff meine Augen zusammen. Dann sah ich ihn wieder an. Die Wange war rot geworden, knallrot, Verhängnis Farbe! Als das, gilt Rot doch immer!  
„Wage es noch einmal über deine Tante zu reden sonst...“, sagte ich und zog ihn an den Haaren wieder hoch.
„Aua“, schrie Kevin. Ich ließ ihn wieder los, schubste ihn dabei, das er erneut hinfiel. Die Tränen kullerten über sein rundes Gesicht.
Ich war wütend und war mir vielleicht nicht ganz im klaren was ich tat aber, denken konnte ich nun nicht.
Ich nahm das Bild und riss es in zwei Teile. Kevin sah zu wie die zwei Hälften auf den Boden fielen. Er sah mich wieder an, ich würdige ihn keines Blickes mehr und saß mich wieder auf den Stuhl. Kevin stand auf.
„Du bist so gemein!“, brachte er unter schluchzen hervor, hob die zwei Teile auf und rannte in sein Zimmer.
 

Ich hörte damit nicht auf, auch als er erwachsen war, für mich gab es fast immer einen Grund um ihn zu verschlagen.
Trotz alldem kam er immer wieder zurück, er zog weder aus noch fing er an mich zu hassen, nein, er gab mir ein paar Stunden Auszeit und kam mit einen Lächeln wieder zu mir. Er fragte, ob alles wieder gut sei, egal was für Schmerzen er davor hatte.
Dieses Lächeln, es war immer so real, so echt gewesen.
Er hatte mich so geliebt, für ihn war ich alles und viel mehr.
Ich war immer diejenige die er bewunderte, von die er lernen wollte, mit der er reden wollte. Dieser Respekt war für mich immer eine Selbstverständlichkeit gewesen, doch das war sie nicht! Er hatte mir mit vollsten Bewusstsein seine Liebe und den verdienten Respekt geschenkt.
Ganz freiwillig und von ganz allein.
Ich erinnere mich als er vor knapp drei Jahren selbst verschwand, weg war...
Ganz plötzlich hatte er mich alleine gelassen und ab da wurde mir bewusst, das plötzlich etwas in meinen Leben fehlte...                                
Dabei hatte er einer Familie ewige Treue geschworen...

Wie so oft auch saß ich auf den Dach und wartete bis es ganz dunkel wurde.
Dann sah ich mir wieder die Sterne an, ich zählte nach wie viele es waren, ich wusste nicht wieso, aber seit einiger Zeit saß ich immer hier und schaute ob ein Stern verschwand, Traum oder Wunsch, ob sich eines der beiden erfüllt hatte.
Auch ich hoffte das ich einen Stern dort oben habe.
„Ach, hier bist du Mama!“
Ich blickte mich um. Kevin, der inzwischen neunzehn war, kam zu mir aufs Dach und setzte sich neben mich.
Er war durch die Klappentür hierher gekommen.
„Du bist ziemlich oft hier...“, fing er ein Gespräch an, das von meiner Seite nicht stattfinden wird.
„Was willst du?!“, fauchte ich ihn an.
„Ähm... Ja genau ich wollte dir sagen das ich heute Besuch bekommen hatte und es war... also...“, fing er an.
„Spuckst aus!“, befahl ich.
„Der heutige Besuch war Teresa Sinclair, sie suchte einen edlen Beschützer, ich hatte gehört unsere Familie, inklusive Tante Ro hatte dieser Familie gedient, stell dir vor ich werde von General Gaston dieser Familie zugeteilt, eigentlich sagte er ist das selbstverständlich, da ich früher oder später eh zu dieser Familie gekommen wäre aber nun ist es offiziell,ich werde diese Familie morgen die ewige Treue schwören!“, erzählte er mit einen hämischen Grinsen im Gesicht.
„Was willst du damit erreichen!?“, fragte ich schnippisch, ich wollte seinen ganzen Stolz ertranken, in meiner Wut, die auf einmal wieder da war.
„Ich möchte mal so weit kommen wie Tante Ro, von ihrer Art gibt es keine Frauen mehr, außerdem sagst du doch immer, ich sähe ihr so ähnlich, gut möglich das ich das auch schaffe!“, sagte Kevin.
„Ich habe dir ausdrücklich verboten über deine Tante zu sprechen!“, schrie ich und gab Kevin eine Ohrfeige.
„Und noch was wenn dein Ziel wirklich ist, wie deine Tante zu werden, dann sag ich dir jetzt schon mal, Das wirst du nicht schaffen. Du wirst niemals wie deine Tante Ro! Sie war einzigartig und nicht so...so wie du halt!“
„Du wirst schon sehen!“, schrie Kevin mich zurück an. Und mit diesen Worten ging er wieder runter in die Wohnung. Es war so absurd das er so werden will wie Ro, wie meine Ro.
Ich hasse ihn so, ich hasse ihn so sehr, Ich werde niemals aufhören ihn so zu hassen!


Wenn Kevin eins mit mir gemeinsam hatte dann die Dickköpfigkeit, die Uneinsichtigkeit und die Unfreundlichkeit, die in den letzten Tagen seiner Anwesenheit öfter mal aufgekreuzt ist.
Und die Sinclairs, sie waren wie eine Familie für Ro.
Es war die Familie die sie beschützen sollte, schon seit Generationen sind die Regnards die treuen Diener dieser Familie.
Es einer der einzigartigesten Adelsfamilie die es gab.
Die Sinclairs sind ein Familienkreis der besonderen Art, jeder von ihnen ist etwas ganz besonderes.
Der Stammbaum fängt mit der Älteste Miss Marie Sinclair an. Sie hatte schon einiges erlebt und war eine gute Ansprechperson für meine Schwester.
Miss Marie hatte zwei Töchter und einen Sohn. Der Sohn Cedric hatte, nicht weit von dem Anwesen der Sinclairs, sein Familien Anwesen mit seiner Frau Ellen und der Tochter Helena.
Die erstgeborene Tochter Kamila lebte bei ihrer Schwester im Familien Anwesen.
Miss Kamila war noch nicht verheiratet und hatte auch noch keine Kinder. Die jüngste der Sinclairs Teresa hatte bis zu Ros Zeitpunkt eine Tochter, Sophia.
Sophia war aber mehr als nur die Tochter der Herrin, sondern auch Ros Freundin.
Miss Teresa war mit Roman verheiratet.
Er war auch das Oberhaupt der Familie Sinclair. Später als Kevin den Sinclairs diente, hatte Miss Teresa noch eine Tochter bekommen, Anastasia.
Ro hat sich dort immer zuhause gefühlt.
Sie hat mir immer davon erzählt, von ihren Tag bei den Sinclairs.
Es war wirklich wie eine Familie für sie geworden. Sie feierten mit ihr und auch mit mir alle Festlichkeiten die gerade anstanden, Geburtstage, Weihnachten, Thanks Giving, einfach alles.
Sie waren so entsetzt als sie hörten das Ro tot sei.
Am aller meisten hat Miss Sophia geweint.
Miss Sophia kannte Ro schon von klein auf. Bis Sophia erwachsen war, bis dahin hatte sie Ro immer an ihrer Seite.
Sie hat sie so sehr gemocht, ja auch ich konnte Miss Sophia gut leiden.
Geburtstage waren immer an schönsten.
Miss Sophia hatte immer gesungen, ihre Engelsstimme und die Fürsorglichkeit der Familie, ließen mich immer wissen, das Ro ihnen so unendlich wichtig gewesen war...

Es war der 26. Juli, Ros Geburtstag.
Wir waren bei den Sinclairs eingeladen, sie bestanden darauf bei ihnen auf den Anwesen zu feiern.
Ro hatte ein lindgrünes Kleid von Miss Marie bekommen, sie war es gerade am anprobieren.
Ich selbst habe mir ein schwarzes kurzes Kleid, mit meinen hochhackigen Schuhen angezogen, nichts besonderes.
Aufgeregt kam Miss Sophia zu mir gehopst.
Ihre langen braun-orange gelockten Haare waren hochgesteckt.
Außerdem ein schönes Seidenkleid an das mit den Farben Rot und grau sehr nach Herbst aussah. Dazu trug sie ihre Lieblingsohrringe, die sie jeden Tag trug egal ob sie passten oder nicht.
„Oh, man! Ich kann es kaum erwarten ihr auch Madam Amilie? Was meint ihr wie wird Ro aussehen!?“, fragte Miss Sophia.
Ich überlegte dann sagte ich spöttisch: „Ich vermute wie eine Sinclair!“
Miss Sophia fing an zu lachen. Miss Teresa klatschte in die Hände: „Alle mal herhören jetzt kommt unsere liebe Ro, und immer dran denken, sie hat heute Geburtstag also seit alle nett zu ihr!“
Sie wies auf die Treppe wo Ro herunter kam.
Ihre Haare waren offen und das Kleid harmonierte mit dieser Farbe hervorragend und Ohrringe zierten das Bild noch zusätzlich.
Ro sah wunderschön aus, das fand auch Miss Sophia denn diese schrie: „Oh, wow. Du siehst aber hübsch aus Ro!“
Als Ro unten angekommen war stellte sie sich vor Miss Sophia und sagte: „Danke, du siehst aber auch bildschön aus.“
Aus reiner Heiterkeit verbeugte sich Miss Sophia.
Daraufhin kicherte Ro.
Miss Marie weiste Ro auf eine Art Thron, es war ein Stuhl mit goldener Verzierung und rotem Polster.
Ro saß sich auf den Thron und Miss Sophia nahm ein Päckchen und ging damit zu Ro.
„Hier das ist ein Geschenk für dich von mir“, sagte sie und hielt Ro das Päckchen hin.
„Ach, das wäre nicht nötig gewesen.“, beharrte Ro und öffnete das Päckchen, sorgsam und langsam.
Der Inhalt war eine goldene Taschenuhr und ein Buch. Alice in Wonderland. Ro sah Miss Sophia dankbar an. „Danke Sophia...“


Ja, Alice in Wonderland. Das war Ros Lieblingsmärchen.
Die Taschenuhr war von Miss Sophia weil ihre Lieblingsperson das weiße Häschen mit der Taschenuhr war. Ros Lieblingsperson war der verrückte Hutmacher, war klar.
Sie hat jeden Abend das Märchen gelesen.
Sie hatte sogar selbst Angefangen Hütte zu nähen und zu verkaufen., das förderte zwar unser Einkommen noch etwas aber...
Das wurde ein schöner Zeitvertreib für sie, das dachte ich doch für sie war es mehr als nur ein Zeitvertreib sondern auch ein Hobby.
Sie hatte so viele Hütte gemacht das ich bei 50 aufgehört habe zu zählen.
Ich persönlich hielt nichts von diesen Märchen.
Immer dann wenn sie von diesen Märchen sprach, ja immer dann wurde mir bewusst das wir unterschiedlich sind.  
Die Dinge eigentlich grundverschieden sehen, und eigentlich fast niemals der eigentlich  Meinung waren. Wir waren unterschiedlich wie Tag und Nacht, aber genau das waren doch Geschwister...

Ro saß auf den Boden, angelehnt am Kleiderschrank.
Sie blätterte mal wieder in ihren Lieblingsmärchen.
Das tat sie jeden Abend bevor sie schlafen ging.
Ich saß auf der anderen Seite des Zimmers auf den Bett und beobachtete wie sie die Seite umblätterte.
„Du kennst das Märchen doch schon auswendig, wie oft willst du das denn noch lesen!?“, fragte ich mit einen genervten Unterton.
Ro sah mich an.
„Was ist deine Lieblingsperson?“, fragte sie ruhig und gelassen.
Ich wusste das sie auf irgendetwas hinaus wollte.
„Ich hab keine!“, antwortete ich. Ich habe dieses Märchen nur einmal gelesen, oder besser gesagt Ro hat es mir vorgelesen.
Ro sah mich eindringlich an, ich seufzte. „Also ich mag am liebsten...“, fing ich an.
Ro sah mich gespannt an ein sanftes Lächeln lag ihr auf den Lippen. Ich grinste: „The Cheshire Cat“
Ro lachte. „Ich hab's gewusst die Grins Katze!“, sagte sie, „Weißt du Ami, Lieblingspersonen haben immer etwas mit sich selbst zu tun, es sind Personen die wir am liebsten haben, weil sie in irgendeiner Art und Weise uns widerspiegeln“
Ich fing an zu lachen: „Was hast du denn mit Mad Hatter gemeinsam?“
„Bitte das ist ja wohl offensichtlich oder“, sagte sie empört. Dann lachte sie aber auch.
„Nein, ganz ehrlich du könntest auch Märchen schreiben Ro, was du so erzählst.“, sagte ich.
Ro sah mich wieder an, diesmal verträumt.
Sie machte die Schublade von Kleiderschrank auf und holte ihren Lieblingshut heraus.
Er war schwarz mit einen himbeerfarbenen Band, dass hinten zu einer Schleife gebunden war.
Es waren auch viele Blumen an dem Hut und eine Karo Karte hatte sie dahinein gesteckt.
Sie saß den Hut auf und grinste mich frech an.
„Na, wenn du es mir nicht glaubst dann... Das kommt auch noch, irgendwann wirst du es glauben.“, sagte Ro.
Sie schaute wieder ins Buch und las mir einen Satz vor: „Ich bin ganz deiner Meinung, sagte die Herzogin; und die Moral davon ist: `Scheine was du bist, und sei, was du scheinst`- oder einfacher ausgedrückt: `Sei niemals ununterschiden von dem, als was du jenem in dem, was du wärst oder hättest sein können, dadurch erscheinen könntest, das du unterschieden von dem wärst, was jenen so erscheinen könnte, als seiest du anders!“

 
Diesen Satz las sie mir oft vor, bis heute versteh ich ihn nicht.
Obwohl ich finde das er etwas magisches hat.
Früher hätte ich an Magische Sachen nicht geglaubt, magisch war für mich nicht mal ein Wort, doch jetzt seh ich die Welt mit ganz anderen Augen.
Ro sagte immer so seltsame Sachen.
Doch jetzt weiß ich, dass das Weisheiten waren.
Den Ro verstand es, ja Ro verstand die Welt. Und die Welt verstand sie.
Es war ein nehmen und ein geben.
Aber irgendwann, an jenen Tag verließ sie das Glück. Und sie sah die Welt nie wieder...
Es ist traurig welche Verluste sich in meinen leben gebildet hatten, aber ich denke das ich aus diesen Verlusten viel lernen kann.
Immerhin bin ich Amilie Regnard, nicht mehr und nicht weniger, aber genau das ist es, ich bin nicht mehr und nicht weniger...
Ich bin einfach nur Amilie Regnard...