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GeschichteDrama, Romanze / P16
12.10.2013
23.11.2014
29
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Vorwort:
Hallo meine Lieben!
Hier gibt es meine neue Story. Sie ist ein Beitrag zu einem Projekt von Pooky, das ich im Forum entdeckt habe. Falls ihr Interesse habt, könnt ihr ja mal reinschauen.(http://forum.fanfiktion.de/t/16059/1)
Kurz gesagt geht es darum, dass man 70 Buchzitate irgendwie in seine Geschichte mit einbaut  - dabei ist es egal, ob man sie als Kapitelüberschrift verwendet oder direkt im Text und die Reihenfolge spielt auch keine Rolle. Bei mir werden die Zitate aber wirklich, als Wörtliche Rede von den Personen, die in der Story vorkommen, verwendet. :)
Zudem werde ich die Songs aufschreiben, die ich gehört habe, als ich die Kapitel geschrieben habe. Ihr könnt ja reinhören, welche Stimmung vermittelt werden soll - aber das ist euch überlassen. ;)
Es wird in der Story aus verschiedenen Ich-Perspektiven geschrieben - aber ich denke es wird euch immer klar sein, in welcher Person ihr gerade steckt :D
Ach und alle Personen der Show (größtenteils die Coaches) gehören natürlich sich selber. Dana gehört aber mir und ihre Freunde, Bekannte auch.
Jetzt aber genug geredet: Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und hoffe, dass ihr Gefallen an meiner neuen Geschichte findet.
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Zitat: „Du verstehst wirklich nicht viel von Frauen, was?“ Grimmige Zeiten von Andreas Schlußmeier
Song: Marry the night - Lady Gaga




Laute Musik. Vibrierende Luft. Körper, die sich im Takt bewegen. Farbenfrohe Drinks. Angeregte Gespräche. Heiße Küsse.
Es war eine warme Sommernacht. Doch auf den Straßen Berlins tummelten sich nur wenige Leute. Das eigentliche Leben spielte sich in den Clubs und Bars und vereinzelten privaten Haushalten ab.
Berlin war für sein Nachtleben bekannt.
Und auch heute machte sich die Stadt ihrem Namen alle Ehre. Unzählige Leute befanden sich auf unzähligen Partys.
Der Alkohol floss. Die Leute hatten ihren Spaß.
Auch Alec und Sascha, die beiden Musiker, ließen es sich nicht nehmen in dieses Nachtleben mit einzutauchen.
Schon viele Nächte vorher, seit vielen Jahren, ließen sie sich mit der Partymasse treiben.
Tranken, rauchten, lachten, spielten Musik, schleppten die ein oder andere Frau ab, unterhielten sich gut mit ihren Kumpels.
Sie genossen diese Feiern. Sie genossen die Zeit. Sie genossen ihr Leben.
Und auch heute waren sie wieder mittendrin, statt nur dabei.


Ich ließ meinen Blick durch den Raum schweifen.
So viele Menschen. Es war nur noch eine einzige tanzende Masse. Die einzelnen Personen reihten sich nur an viele weitere.
In der Nacht verschwanden die Individuen und wurden zu einem sich bewegenden Brei. Nicht, dass alle gleich tanzten, doch von außen betrachtet, war alles eins.
Ich saß in einer Lounge. Nippte an meinem Bier und beobachtete das Treiben.
Das war ein Anblick. Ich hatte es schon so oft gesehen, doch ich wurde dem nicht müde.
So war ich. Ich brauchte das. Ich brauchte, dass die Musik in meinen Ohren dröhnte. Ich brauchte, dass ich die Bewegungen der Masse, meinen Boden zu schwingen brachten. Ich brauchte, dass die Luft so dünn wurde, dass man kaum noch nachdenken konnte.
Das war meine Welt. Und die Welt meiner Kumpel. Wir, die Cowboys der Großstadt, lieben es alle, in einen Club zu gehen.
Musik an – Kopf aus.
Spaß an – Sorgen aus.
Oh ja, das war ein Leben. Wenn wir nicht auf Tour waren, nicht selber Musik machten, dann fand man uns wahrscheinlich hier.

Ich schloss kurz die Augen. Spürte den lauten Beat und nickte im Takt zu der Musik. Die Nacht war noch jung, aber die Party war im vollen Gange.
Nachhause gehen, würden wir, wenn es wieder hell werden würde. Aber die Nacht gehörte der Party.
Meine Augen öffneten sich wieder, als ich eine Berührung auf meiner Schulter spürte. Mein Kopf drehte sich zur Seite, weg von der Tanzfläche und traf auf Sascha.
Ich begann zu grinsen.
„Was ist denn mit dir passiert? Schweißausbruch?“, ich zwinkerte meinem Kumpel zu.
„Haha“, Sascha nahm seine Hand von meiner Schulter und blickte über die Tanzfläche.
„Jetzt sei nicht eingeschnappt. Sag doch mal was passiert ist? Saßt du nicht gerade noch mit so einer hübschen Dame in der Ecke und hast dich gut unterhalten?“, meinte ich locker.
„Naja, bis sie mir ihren Drink ins Gesicht gekippt hat...“, grummelte Sascha und ich konnte mir ein herzhaftes Lachen nicht verkneifen.
„Sie hat dir ihren Drink ins Gesicht geschüttet? Ha, ich fass es nicht“, ich konnte mich nicht halten. Das war einfach zu herrlich.
Klar hatte Sascha, ich, nebenbei gesagt, auch, schon ein paar Körbe bekommen, aber noch nie hatte einer von uns einen Drink ins Gesicht bekommen. Und jetzt war es einfach zu genial, wie Sasch dastand.
Im Gesicht kleine Tropfen, die langsam über sein Gesicht liefen und dann abtropften. Vom Hals bis zur Brust war sein weißes Shirt durchlässt und auch der Kragen seines Jeanshemds zeigte Anzeichen für beschriebenes Szenario.
„Danke, Alec, du bist mal wieder eine super Hilfe“, knurrte Sascha zwischen die Zähne und wischte sich ein paar Tropfen von der Nase.
„Tut mir leid, Sasch, aber du musst zugeben, dass du auch gelacht hättest, wäre ich in deiner Situation gewesen“, entschuldigte ich mich und versuchte mir das Lachen zu verkneifen.
Böse funkelte mich Sascha von der Seite an. Als wäre es nicht so, aber ich war mir sicher, dass er genau so an meiner Stelle reagiert hätte.

„Und wie kam's dazu?“, wollte ich wissen.
„Ach, keine Ahnung, was die auf einmal hatte. Gerade war noch alles gut und auf einmal hab ich ihr Getränk im Gesicht und sie zischt wütend ab...“, er wand sich von der Tanzfläche ab und lehnte sich demonstrativ gegen das Geländer der Lounge.
„Du verstehst wirklich nicht viel von Frauen, was?“, fragte ich.
Wieder konnte ich es nicht verhindern, dass sich ein Lächeln in mein Gesicht schummelte. Sascha kniff die Augen zu Schlitzen zusammen.
„Ich verstehe nicht viel von Frauen? ICH verstehe nicht viel von Frauen? Alec, weißt du, was du gerade gesagt hast?“, erschüttert sah er mich an.
Oh, war da jemand im Selbstbewusst sein gekränkt worden?
„Jetzt reg dich nicht so auf, Großer, das war doch nur ein Spruch“, versuchte ich ihn zu beschwichtigen.
„Nur ein Spruch? Alec...“, er suchte nach den Worten, „ich bin ein Frauenversteher“, sagte er dann in einem Atemzug und klang dabei wie ein bockiger Junge.
„Frauenheld ja, aber Versteher...“, wägte ich spielerisch ab, worauf mich Sascha wieder böse ansah.
„Ach komm, ist doch gut. Ich zieh dich doch nur auf“, ich klopfte Sascha auf die Schulter. Der ließ sich wirklich leicht aufziehen, wenn er schon ein paar Bier intus hatte. Aber es machte immer wieder Spaß.
Gedankenverloren nickte Sascha.
„Komm, jetzt sei nicht so nachdenklich. Genieß' die Party hier, hab deinen Spaß. Du wirst schon noch eine andere finden. Andere Mütter haben auch schöne Töchter“, sagte ich und klopfte meinem Kumpel auf die Schulter.
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