Happy End

von Susa-chan
KurzgeschichteRomanze / P16
Benjamin Barker Johanna Barker Lucy Barker
12.10.2013
12.10.2013
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Hey^^
Hier ist ein Happy End für Familie Baker!
Ich weiß nicht, ob ich es unter P16 stellen kann.. schließlich ist der Film auch erst ab 16... Also habe ich es einfach mal dabei belassen.
Rechtschreibfehler könnt ihr behalten, und über Reviews würde ich mich freuen ;) Mit lieben Grüßen, Su-chan^^

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Todd stürmte durch die Tür zu seinem Salon. Dort stand eine Frau. Sie trug nichts als Lumpen und einen großen Hut, welcher ihr Gesicht verdeckte.
Verwahrlost, wie sie da stand, fragte sie ihn: „Kenne ich sie nicht, Sir?“
„Wer sind Sie? Ich bezweifle, dass sie eine Rasur nötig haben, Weib.“, ihm gingen Frage durch den Kopf.
Sie hatten den Jungen Toby immer noch nicht gefunden. Was würde Richter Turpin tun, wenn er dieses Waschweib hier sehen würde? Würde er wieder verschwinden? Dann könnte er niemals Rache nehmen! Und was wäre, wenn plötzlich Anthony mit Johanna, seiner Johanna, auftauchen würde? Was würde er selbst dann zu tun gedenken?
„Entschuldigt mein plötzliches auftreten, Sir. Mein Name ist Lucy.. Aber meinen Familiennamen habe ich schon lange verloren. Mehr als 15 Jahre ist es nun schon her, dass ich hier oben saß... Doch das ist jetzt nicht von Belangen-“
„Wie wollt Ihr mir beweisen, dass Ihr, gerade Ihr, Lucy seid? Ihr könnt sie nicht sein.. Lucy ist.. Lucy ist...“
„....Ben..jamin?“, fragte die Frau vorsichtig. „Benjamin Baker?“
„Wer sind Sie?! Und woher kennen Sie meinen echten Namen?!“, schrie der Barbier aufgebracht.
„Sie- Du bist es also wirklich? Benjamin Baker? Erkennst du mich denn nicht?“, die Fremde nahm ihren Hut ab.
„Lucy? Das- Nein! Das ist unmöglich! Lucy ist.. Lucy ist tot! Mrs. Lovett hat gesagt, dass...“
„Ich bin Lucy. Und ich bin nicht tot. Ich wollte vor so langer Zeit sterben. Doch es geschah nicht. Und selbst, als ich auf der Straße lebte, tötete mich niemand. Ich habe das sterben schon lange aufgegeben! Und.. Aber, was viel wichtiger ist, Richter Turpin hat sie, unsere Johanna!“
„Nein! Sie ist tot! Lucy ist tot! Mrs. Lovett hat mir gesagt, dass sie Gift genommen hat. Sie.. Du... kannst nicht mehr leben. Selbst wenn du Lucy wärst, dann wärst du wohl eher ihr Geist! Sonst könnte niemand von meiner Johanna wissen!“
„Ich bin kein Geist! Ich-“
Da knarrte es. Sie drehten sich zu der alten Kiste, welche an der Wand stand. Doch dann wurde die Tür aufgerissen.
„Mr. T! Der Rich...“, Mrs. Lovett wurde still, als sie Lucy erkannte.
„Mrs. Lovett. Lange nicht mehr gesehen.“, begrüßte die Frau kalt.
„Lu..cy Baker...“, stotterte die Rothaarige. „Nein.. Das.. Verdammt.“
Mrs. Lovett rannte schnell wieder die Treppe herunter.
„Heißt das... Du bist wirklich Lucy, meine Lucy, und noch am Leben?“, fragte Todd verwirrt.
„Das versuche ich dir doch die ganze Zeit zu sagen. Mrs. Lovett hat mich nicht hier nach oben gelassen, um dich vor ihr zu warnen. Sie half Turpin.. mich zu.... vergewaltigen...“, Lucy schluckte schwer, als sie die letzten Worte aussprach.
„Richter Turpin!“, fiel es dem Barbier wie schuppen von den Augen.
Bald würde der Mann da sein, der ihm sein altes Leben genommen hatte.
Die beiden sahen sich an. Das erste mal nach 15 Jahren konnten sie sich wieder richtig und mit Zuversicht in die Augen sehen.
Was sollten sie tun? Ein Versteck gab es hier oben nicht. Oder vielleicht doch?
„Kiste.“, sagte Todd schnell und schritt zu der Holztruhe neben der Tür.
Dann öffnete er sie. Doch sie war nicht leer.
Ein Junge saß darin.
„Mr. Todd?“, fragte er mit einer hellen Stimme, welche besser zu einem Mädchen gepasst hätte.
„Wer bist du und was hast du hier zu suchen, Junge?“, fragte der Angesprochene misstrauisch.
„Benjamin. Das ist doch..“, flüsterte Lucy.
Er drehte sich zu seiner Frau um.
„Mein Name ist Johanna. Und.. Anthony sagte, das ich hier warten solle.“, sagte die Person in der Truhe.
Todd drehte sich wieder zu der Kiste: „Johanna?“
Sie nahm die Mütze ab und das lange, hellblonde Haar viel ihr über die Schultern.
„Stimmt.. Stimmt es, das sie mein...Vater sind?“, fragte sie.
Dem Barbier blieb die Luft weg. Hatte er sie jetzt beide wieder?
Dann ging die Tür zum zweiten Mal mit viel Schwung auf.
„Wo ist sie?“, schrie der Mann, der gerade in den Raum gestürmt war.
Dann erkannte Richter Turpin Lucy.
„Was hat das zu bedeuten, Mr. Todd?!“, fragte er. „Was hat dieses alte Waschweib hier oben zu suchen?!“
„Dieses alte Waschweib ist meine Frau.“, Todd kam gefährlich langsam auf den Richter zu. „Oder haben sie Lucy, die Mutter ihres 'Mündels', etwa schon vergessen?“
„Sie- Benjamin Baker?!“
„Benjamin Baker!“, der Barbier zog eines seiner Rasiermesser.
„Nicht!“, Lucy wollte ihren Mann noch am Arm festhalten, doch es war zu spät.
Er hatte die Kehle des Richters bereits durchgeschnitten. Viel Blut spritzte aus der frischen Wunde und befleckten den Boden sowie Baker selbst.
„Oh Gott!“, Johanna machte sich in der Kiste ganz klein.
Der Körper des Toten viel nach vorne, wo Baker ihn aufhielt. Dann schliff er ihn bis zu dem umgebauten Stuhl, öffnete die Falltür und ließ den alten Richter in die Tiefen fallen.
„Benjamin.“, sagte seine Frau geschockt. „Wie konntest du nur?“
„Er hat mich für 15 Jahre unschuldig in der Hölle schmoren lassen. Er hat meine Frau vergewaltigt und meine Tochter als die seine aufgezogen. Dieser Mann hatte es nicht anders verdient.“, mit Schwung schloss sich die Bodenklappe wieder. „Ich dachte, ich würde euch beide nie wieder sehen.“
Er lächelte. Das erste mal, seitdem er wieder in London war. Das erste Mal, seitdem er zurück war. Es war das erste mal, das er wieder glücklich war.
Und Lucy erkannte den Mann, den sie einst geheiratet hatte, den fröhlichen Mann wieder. Abgesehen von dem Blut auf seiner Kleidung schien es so, als wären sie schon immer so zu dritt hier oben gewesen. Als hätte es diese 15 Jahre der Verzweiflung und des Kummers nie gegeben.
Und sie war glücklich. Darüber, dass sie ihren Mann wieder hatte, darüber, dass sie ihre Tochter wieder hatte. Nun konnten sie ein normales Leben führen.
Lucy ging zu Benjamin und umarmte ihn. Nach einem Kuss auf die Stirn sagte sie sanft:
„Du solltest dich umziehen. So erschreckst du noch die Kinder.“

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Wenn ihr meint, das Ende sei etwas komisch, dann ist es halt so `-´ Müsst ihr mit leben^^ Ich finde es lustig.
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