I want it back

von Tatja
GeschichteMystery, Romanze / P16
Elijah Mikaelson Hayley Marshall Niklaus "Klaus" Mikaelson
10.10.2013
20.04.2015
25
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Am nächsten Morgen stand ich an Kols Zimmertüre gelehnt und sah in sein Zimmer. Beobachtete ihn leicht spöttisch.
„Weißt du, ich hätte mir ja denken können, dass du es bist.“, begann ich leicht hin und ging in den Raum hinein, hielt noch immer meinen Blick auf den Ursprünglichen.
Grinsend saß er in dem Sessel, hatte ein Bein über das andere geschlagen und lehnte sich zurück:
„Und trotzdem hast du es nicht, Darling. Was willst du mir damit sagen?“
„Nicht mal der Tod kann den großen Kol Mikaelson verändern.“
„Warum sollte er auch? Ich war bereits über ein Jahrhundert erdolcht, dass kommt dem Tod ziemlich gleich.“, erwiderte der braunhaarige sofort.
„Du hast noch immer deinen Handschellen an, mein Lieber.“, zwitscherte ich lächelnd. „Du solltest nicht so frech sein.“
„Man sieht: Klaus färbt auf dich ab.“ Augenverdrehend setzte ich mich neben ihn hin. „Wie ist es, sein Schoßhündchen zu sein? Oder nein, warte, du nennst es ja jetzt Verlobte.
Sofort verschwand mein Lächeln und ebenso schnell hatte ich Klaus‘ Bruder an der Kehle gepackt und gegen die Sessellehne gedrückt.
Zuckersüß hauchte ich ihm ins Ohr:
„Ich bin jetzt stärker, als du und wenn ich daran denke, dass dich ein siebzehn-jähriger und ein Jungvampir schon mal ausgelöscht haben, kann ich das schon mit links. An deiner Stelle solltest du deine Zunge im Zaun halten.“ Dann stellte ich mich wieder gerade auf ihn hin und sah ihn eiskalt an. „Eigentlich wollte ich ja mit dir reden und mich für meine Geschwister entschuldigen, was sie dir angetan haben, aber wenn ich dich so anschaue, kann ich die Personen immer mehr verstehen, die dich abgrundtief hassen.“
Ich drehte mich auf den Absätzen um und stolzierte aus dem Zimmer.
„Und was, wenn du mir erlaubst zu fragen, war das, Liebes?“, fragte mein Verlobter auf einmal vor mir und sah mich hochgezogener Augenbraue an.
Gelangweilt zuckte ich mit den Schultern:
„Du hast ja gelauscht, also warum sollte ich es erklären?“ Plötzlich hatte der blonde mich am Oberarm gepackt und sah mir so tief in die Augen, dass ich das Gefühl hatte, er würde etwas suchen.
„Weißt du, du solltest mir endlich einmal sagen, was mit dir in letzter Zeit los ist, Jana.“
Grunzend riss ich mich von ihm los:
„Das sagt der Richtige.“


„Weißt du, ich versuche mich zwar aus dem ganzen Familiendrama namens Mikaelson fern zu halten.“, begann ich, während ich auf Klaus zuging. „Aber trotzdem habe ich ein gutes Gehör. Und ernsthaft? Foltern? Fällt dir nichts Besseres ein?“
Genervt sah der Hybrid zu mir auf:
„Du sagtest doch selber gerade, du willst dich da raushalten, also halte dich auch an deine Vorsätze.“
Ich hob eine Augenbraue:
„Geht leider schwer, wenn ich all das Gebrülle und Geschreie hören muss.“
„Dann verschwinde doch einfach wieder zu einen deiner Amokläufe und töte alles was dir in die Hände fällt.“, zischte er mir zu und stellte sich direkt vor mich hin, sodass ich hinauf schauen musste.
Mit verengten Augen verschränkte ich die Arme vor der Brust und schob mein Kinn nach vorne:
„Woher weißt du das schon wieder?“
„Ich bin der König von New Orleans. Ich sollte doch wissen, wenn meine Verlobte ein ganzes Restaurant abschlachtet.“
Sofort wurde mein Gesicht blass und ich ging einen vorsichtigen Schritt zurück. Verdammt! Ich hätte es wissen müssen. Ihm entgeht ja auch wirklich nichts.
Einmal atmete ich tief durch:
„Schön. Macht eh viel mehr Spaß, als euren ewigen Tiraden zu zuhören. Aber nur so als Tipp. Deine Brüder sind über tausend Jahre alt, sie werden sich nicht mehr ändern, sie stehen zu dem, wofür sie immer stehen. Ob lügen und tricksen, oder zu der bösen Mutter.“
Damit ließ ich ihn im Raum alleine.


„Wo hab ich es nur hingelegt?“, murmelte ich vor mich hin, während ich durch die Gänge und Räume streifte, da ich mein Handy suchte. Ich kam in die kleine Halle an und hörte Klaus mit Finn reden. Ich wusste, ich sollte nicht lauschen, aber ich konnte den Drang einfach nicht zurück halten, also schlich ich auf den Zehnspitzen in den Raum hinein, blieb genau dort stehen, dass mich der Hybrid nicht sehen konnte, selbst wenn er hinauf blicken würde.
„Und wollte sie aus Liebe mein Kind töten?“, hörte ich den blonden fragen, voll mit unterdrückte Wut.
„Sie wollte dich vor Dahlias Fluch schützen.“ Dahlia?! Warte, ich glaub ich hab den Namen schon einmal gehört. Klaus hatte mir vor kurzem von ihr erzählt. War das nicht Esthers Schwester oder so?
„Welcher Fluch?“, schrie Klaus auf einmal, sodass ich einen leichten Satz machte.
„Dahlia verlangte das Erstgeborene jeder Generation.“, kam es von Finn geschlagen. „Hätte dein Kind gelebt, hätte sie den Preis bezahlen müssen.“
Ich legte meine Hand auf den Mund, damit man mein schweres Atmen nicht hören konnte. Mein Kind? Diese Frau wollte mein Kind haben? Was ist nur los mit dieser Familie?
„Und wenn jemand versucht hätte, sie zu beschützen, würde Dahlia kommen und uns alle zerstören.“, erzählte Klaus‘ großer Bruder weiter.
Geschockt lehnte ich mich gegen die Wand und starrte vor mich hin.
Was können wir jetzt noch tun?


Abends hörte ich von unten einen ziemlichen Lärm und natürlich auch Klaus lautes Organ, aber auch Davina. Leise seufzend legte ich mein Buch beiseite. Weshalb kämpften die beiden heute wieder? Es verging kein Monat in dem die zwei nicht mindestens drei Mal oder so sich einander stellten. Anfangs war es lustig, aber irgendwann wurde nur noch lästig.
Ohne mich zu beeilen ging ich hinunter, um zu sehen, ob sie eh noch am Leben waren, doch als ich Marcel am Treppenanfang sah, nickte ich einfach nur wissend.
„Du spuckst so große Töne... aber du konntest noch nicht einmal Mikael umbringen, als du die Gelegenheit dazu hattest.“, sprach die kleine Hexe mutig. „Er hatte recht, was dich angeht.“
„Lass es, Davina.“, fuhr ich sie an, als ich in den Raum trat.
Kurz sah sie mich an, dann wandte sie sich Klaus wieder zu:
„Warum sollte ich? Er ist schwach.“
„Oh, das hättest du nicht sagen sollen.“, kommentierte ich leise lachend und schon stand der Ursprüngliche hinter ihr und biss ihr mit voller Wucht in die Halsschlagader. Zwar schrie das Mädchen wie am Spieß, tat aber nichts dagegen. Schon nach kürzester Zeit ließ Klaus von ihr ab und fiel einfach zu Boden.
„Was hast du gemacht?“, knurrte ich wütend und ging bedrohlich auf sie zu.
„Mein Blut ist Gift.“, erklärte sie schlicht und grinste selbstgefällig.
„Beeindruckend.“ Nickend sah ich zu ihr hinunter. „Und was willst du jetzt mit mir machen? Ich werde bestimmt nicht dein Blut trinken.“
„Oh, das weiß ich. Ich werde einfach das machen.“ Sie hob ihre Hand und machte eine Bewegung damit. Das letzte, was ich hörte, war mein Genick brechen.


Stöhnend wachte ich in meinem Bett auf, machte mir aber nicht die Mühe mich aufzusetzen.
„Wie geht es dir?“, hörte ich Klaus neben mir.
Ich sah zu ihm hinüber und hob eine Augenbraue:
„Musst du das wirklich noch fragen?“
„Du bist meine Verlobte, ich glaube es wäre angemessen.“
Ich krallte meine Finger in die Bettwäsche und stand eine Sekunde später vor ihm. Mit einem Ausdruck, der schon fast Irrsinn glich, starrte ich zu ihm hinauf.
„Na schön, du wolltest es ja nicht anders. Alle paar Tage wird mir mein verdammtes Genick gebrochen, ich habe überhaupt keine Ruhe mehr hier oder sonst wo. Fast jeden Tag werden wir von irgendjemandem bedroht, gefoltert oder sonst was. Meine Tochter ist sonst wo, mit einer Frau, die ich eigentlich nicht wirklich mag, der ich aber vertrauen muss, sonst bringt eure verrückte Mutter sie noch um. Ich habe so einen schlimmen Blutdurst, dass ich, sobald ich Blut rieche, mich nicht mehr zusammenreißen kann, ich verrückt werde und jeden aussauge, der nur irgendwie in meiner Nähe ist, weshalb ich mich fast nur in meinem Zimmer verkrieche und mich möglichst verhungern lasse. Und das Schlimmste ist, dass das höchste an Zuwendung, das ich von dir bekomme, ist wenn du mich fragst Wie geht es dir!“ Pro Satz wurde meine Stimme immer lauter, bis ich ihn im Endeffekt so anschreie, dass sie Wände fast bebten.
Sein Gesicht frei von Gefühlen starrte mich Klaus an:
„So siehst du es also?!“
„Ja.“
„Du hast gewusst, dass das Leben mit mir kein Zuckerschlecken wird. Du wusstest es, als du mit mir nach New Orleans gekommen bist und du wusstest es, als du meinen Antrag angenommen hast.“
„Tja, ich war halt so dumm und habe gedacht, dass du auch etwas Zeit mit mir verbringen wirst, aber nein, wir sehen uns nur ein paar Minuten pro Tag, reden nicht viel oder wir streiten. Weißt du was traurig ist? Wir sind seit über einem halben Jahr verlobt und haben nicht einmal wirklich darüber geredet.“
„Weil wir andere Dinge erledigen müssen.“, knurrte Klaus mich an.
„Oh ja, ich weiß. Die anderen sind immer wichtiger, als wir. Wie wir deine Mutter vernichten können, wie wir dein langsam zerbrechendes Königreich behalten können und so weiter und so fort.“
Klaus sah mich mit schmalen Augen an:
„So siehst du das also?“
„Ja, so sehe ich es.“
„Hast du sonst noch etwas zu sagen?“
Ich schürzte meine Lippen und sah ihn nur noch wütender an:
„Was soll ich denn sonst noch sagen?“
Kurz war es still, dann kam:
„Vielleicht solltest du dann gehen.“
„Vielleicht sollte ich das wirklich machen.“
Wir starrten einander an, doch keiner von uns hatte die Absicht wegzuschauen. Aber im Gegensatz zu seinen Augen füllte sich meinen mit Tränen, weshalb ich beschämt wegschaute und hinaus zum Balkon ging.
„Wir haben Probleme, Klaus.“
Ein leises Seufzend seinerseits.
„Ich weiß.“
„Wir müssen endlich einmal aufhören zu streiten.“ Ich spürte seine Hand auf meiner Hüfte und schmiegte mich an seinen Rücken. „Vielleicht ist es momentan wirklich etwas besser, wenn wir etwas Abstand voneinander halten. Vielleicht sollte ich ins Bayou gehen oder zum Landhaus.“
Ich spürte, wie sich sein Körper hinter mir verkrampfte. Langsam drehte ich mich zu ihm um und legte meine Hand auf seine Wange.
„Du weißt, dass es besser so ist. Überhaupt, ich mache hier gerade so und so nichts und stehe nur im Weg herum, während du die Welt vor deiner Mutter rettest.“ Ein träges Lächeln schummelte sich auf meinen Mund.
Sanft legte er seine Lippen auf meine, aber dieser Kuss verwandelte sich schon bald darauf in etwas Primitiveres und Leidenschaftliches. Jetzt brauchten wir nicht unsere Liebe, wir müssten einfach all die Last von unseren Schultern ablegen.


Am nächsten Tag war meine Tasche zusammen gepackt, doch ich starrte noch immer unzufrieden darauf hinunter.
„Du wirst schon alles haben.“, sagte Klaus schon zum hundertsten Mal.
Kurz sah ich zu ihm hin und gab mich schließlich geschlagen:
„Du hast Recht.“
Ohne etwas darauf zu sagen, half er mir mit dem Gepäck nach unten. Zum Abschied gab er mir noch einen Kuss.
„Ich liebe dich.“, hauchte ich ihm noch ins Ohr und verließ ihn mit diesen Worten.

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