I want it back

von Tatja
GeschichteMystery, Romanze / P16
Elijah Mikaelson Hayley Marshall Niklaus "Klaus" Mikaelson
10.10.2013
20.04.2015
25
91.928
6
Alle Kapitel
40 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
10.10.2013 3.594
 
Mit geschlossenen Augen saß ich im Bett und meinen Kopf gegen die Wand gelehnt. Einerseits wollte ich von Klaus weg, um meinen Kopf frei zu bekommen, andererseits konnte ich diesem schlafenden Gesicht nicht widerstehen.
Innerlich mit mir ringend öffnete ich wieder die Augen und schaute zu dem Hybriden hinunter, doch anstatt, dass er schlief wie angenommen, schaute er mich mit leicht amüsierten Funken in seinen Augen an.
„Morgen.“, begrüßte er mich und schlang einen Arm um meine Hüfte, zog mich dann ganz nah zu sich. Kurz hob ich eine Augenbraue.
Jetzt taten wir also, als ob es letzte Nacht nicht gegeben hätte? Gut, nicht nur er konnte dieses Spielchen spielen.
„Morgen.“, erwiderte ich leise gähnend. Grinsend küsste der blonde mich einmal lange. „Warum so gut gelaunt?“
„Ich hatte eine unglaubliche Nacht!“
Kurz lachte ich auf und schüttelte den Kopf:
„Das habe ich gehört.. hoffentlich haben wir die Mitbewohner nicht all zu sehr belästigt...“
„Ich glaube, sogar deine Schwester hat uns gehört.. besonders dich, Liebes!“, zog er mich auf, weshalb ich gespielt empört ihm auf die Schulter haute.
„Du konntest dich ja auch nicht zusammen reißen!“
„Warum sollte ich?“
Zustimmend nickte ich ihm zu und zog gedankenverloren Kreise mit meinen Fingern auf seiner Haut. Sollte ich letzte Nacht ansprechen? Ich hatte nicht vorgehabt so auszurasten und solche Sachen zu sagen, aber irgendetwas war in mir geplatzt und ich hatte es einfach nicht mehr geschafft, diese Wörter aufzuhalten.
Innerlich seufzend setzte ich mich auf und strich mir ein paar Haare aus dem Gesicht. Gespannt schaute mein Freund mich an, doch dann wandte ich mich wieder ab und ging ins Bad. Ich wollte gerade die Türe hinter mir schließen, da stand der Ursprüngliche auf einmal vor mir, so wie Gott ihn vor all diesen Jahrhunderten geschaffen hatte.
„Was..?“, fragte ich verwirrt und zog meine Stirn kraus.
„Irgendetwas ist los...“, murmelte Klaus. „.. mit dir. Sag es mir!“
Schnaufend verdrehte ich die Augen:
„Denk einmal darüber nach, dann reden wir weiter.“
„Also bist du noch immer wütend auf mich?!“, stellte der Mann vor mir fest.
„Bravo, Sherlock.“, erwiderte ich sarkastisch.
Nachdenklich legte er den Kopf etwas schief, begutachtete mich mit zusammen gekniffenen Augen:
„Was ist, wenn ich es heute wieder gut machen werde. Eigentlich wollte ich das schon vor ein paar Tagen machen, aber es ist immer etwas dazwischen gekommen...“
Jetzt hatte er mich an der Angel - ich war neugierig.
„Ach... und was wäre das?“ Ich lehnte mich zu ihm nach vorne und lächelte ihn unschuldig an, da ich wusste, dass es ihm dann immer schwer fiel mir etwas zu verweigern.
Ein paar Momente lang kam nichts von ihm, dann lachte er leise auf und strich mir übers Haar:
„Meine liebe Jana, so schnell klopfst du mich nicht weich. Du musst bis heute Abend warten, weil ich heute mit dir ausgehen werde.“
Ich riss meine Augen etwas auf und meine Kinnlade fiel wortwörtlich hinunter:
„Nicht dein Ernst, oder?“
„Mein vollkommener Ernst.“, erwiderte er todernst.
„Du hast mich noch nicht ausgeführt.. also so ein echtes Date..“ Normalerweise haben wir uns irgendwo getroffen, oder ich musste ihn wieder einmal ablenken, aber ein echtes Date.. nein, so etwas hatte ich mit ihm noch nie gehabt.
„Das wird sich heute Abend ändern.“ Klaus lehnte sich zu mir runter und legte seine Lippen sanft auf meine, aber schon kurz darauf änderte sich das, da ich meine Finger in seine Haare krallte und ihn hart zu mir hinunter zog.
„Duschen?“, nuschelte ich unter dem Kuss.
„Ich dachte, du würdest nie fragen!“ Ich konnte sein Grinsen regelrecht spüren.
„Als ob du um meine Erlaubnis bitten würdest..“

„Ohne Rebekah ist es hier langweilig!“, maulte ich Elijah an und tippte genervt mit meinem Fuß auf den Boden. „Warum musste sie auch unbedingt das Weite suchen? Gerade, als wir Freunde wurden!“
„Du weißt, dass sie schon lange davon träumt.“, rief mir der Urvampir in Erinnerung, weshalb ich auch die Augen verdrehte. Warum musste dieser Mann auch immer Recht haben? Schrecklich! Ich hätte Klaus wahrscheinlich schon längst den Kopf abgerissen, wenn er immer so wäre.
„Trotzdem..“, erwiderte ich bockig und verschränkte die Arme vor der Brust. „Ach ja.. weißt du zufällig, was Klaus heute Abend mit mir vorhat?“
Überrascht schaute mich der braunhaarige an:
„Wovon sprichst du, Tatjana?“
„Er hat's dir nicht erzählt? Schade...“
Leicht enttäuscht wandte ich mich wieder zu den Arbeitern, die gerade damit beschäftigt waren, dieses alte Anwesen wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.
Kurz nachdem die Bohrer-Geräusche begonnen hatten, kam auch schon Klaus aus seinem Arbeitszimmer heraus und schrie:
„Genug mit all dem Lärm!“
„Gibt es ein Problem, Bruder?“, fragte Elijah ihn scheinheilig und schaute zu ihm hinauf. „Meine Herren, bitte.“
Aus dem Augenwinkel konnte ich diese rothaarigen Hexe aus dem Raum kommen sehen, aus dem mein Freund gerade gekommen war und folgte ihm hinunter zum Innenhof.
„Ich stimmte einem generellen auf Vordermann bringen zu, nicht einem dreimanegigen Zirkus.“, nörgelte der Hybrid wieder einmal.
„Wenn du willst, dass dieses Haus weiter herunter kommt, bitte.. wir können es auch sein lassen!“, meinte ich und schaute ihn herausfordernd an.
„Marcel und seine Lakaien misshandelten unser Zuhause für den Großteil eines Jahrhunderts. Du magst damit zufrieden sein, in erbärmlichen Verhältnissen zu leben. Weder Tatjana noch ich nicht.“, erklärte Elijah ihm schlicht.
„Ich stimme deinem Bruder zu!“, mischte sich Genevieve über begeistert ein.
„Juhu!“, klatschte ich ihr leicht Beifall. „Darauf habe ich mein ganzes Leben lang gewartet.“
Der rothaarige Teufel warf mir einen tödlichen Blick zu, dann setzte sie wieder ihre freundliche Maske auf.
„Es ist eine neue Ära im französischen Viertel. Dieses Haus könnte eine Verschönerung vertragen!“
Klaus lehnte sich etwas zu seinem Bruder nach vorne:
„Vorsicht, Elijah. Wenn sie dir zustimmt, dann ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass sie etwas will.“
„Damit kennst du dich am besten aus, hab ich nicht Recht?“ Ein kurzes Lächeln huschte über mein Gesicht.
„Wahrscheinlich!“, erwiderte mein Freund und ging auf mich zu, um mir dann einen Arm um meine Schulter zu legen.
„Ich habe tatsächlich ein Anliegen.“, begann die Hexe und wandte sich zu dem älteren Ursprünglichen zu. „Mir wurde gesagt, dass unser Zirkel nicht in der Lage war, Festtage öffentlich zu feiern, seit Marcel die Magienutzung beschränkte. Jetzt mit dem neuen Frieden würde ich das gerne ändern.“
„Kann ich davon ausgehen, dass du einen bestimmten Festtage im Sinn hast?“, wollte dieser wissen und schaute die Frau ausdruckslos an.
„Das fête des bénédictions.“ Da begannen sowohl Klaus als auch Elijah zu lachen, anscheinend kannten sie es und fanden es lächerlich. Unbeirrt sprach sie weiter. „Das Fest der Segnung. Früher wurden den Hexen von Mitgliedern der Gemeinschaft Geschenke im Austausch für Segnung angeboten. Wir möchten dies als Forum nützen, um unsere jungen Ernte-Mädchen in die Gesellschaft einzuführen.“
„Dein Zirkel versuchte, meine Familie zu zerstören und du selber hieltest meine Geschwister unter unsagbaren Qualen fest.“, erinnerte Elijah sie mit verschränkten Armen vor der Brust. „Und jetzt hättest du gerne eine Party für die Hexen.“ Zusammen mit meinem Freund begann ich zu lachen, weshalb Genevieve sich zu uns umdrehte.
„Ich habe bei deinem Bruder Wiedergutmachung geleistet.“ Dann drehte sie sich zurück zu Elijah. „Warum denkst du nicht noch einmal darüber nach?“ Damit machte die rothaarige einen starken Abgang und verließ das Haus.
„Ich weiß nicht wieso, aber ich kann diese Frau immer weniger ausstehen.“, bemerkte ich trocken und sah Elijahs Gesichtsausdruck, weshalb Klaus sofort meinte:
“Sei doch nicht so steif, Elijah. Die Touristen lieben ein gutes Festival. Was gibt es außerdem für eine bessere Möglichkeit, die Solidarität zu festigen, als einem einstigen Feind gegenüber Vertrauen zu zeigen?“
„Ein einstiger Feind, mit dem du äußerst widerlich vertraut geworden bist.“ Sofort versteifte ich mich bei diesen Worten, was der Hybrid sofort bemerkte, und begann meine Schulter sanft zu streicheln, doch es half einfach nichts. Der Gedanke – die beiden zusammen – bleib in meinem Kopf hängen und wollte nicht mehr weg.
„Wer sagt, dass Verbindungen aufrechterhalten nicht Spaß machen kann?“, fragte Klaus rhetorisch und schaute seinem Bruder tief in die Augen.
„Okay, das ist genug! Mehr will ich nicht wissen! Da würd ich mir lieber die Ohren auskratzen!“, unterbrach ich ihr beider Wortgefecht. „Ich geh jetzt mal!“ Dann schaute ich noch zu Klaus. „Vergiss unser Date nicht!“
„Ich würde es nicht wagen!“ Grinste der blonde mich breit an, als ich mich umdrehte und mich aus dem Staub machte.

Nach einer etwas längeren Autofahrt, stand ich schließlich mitten im Wald vor einem kleinen heruntergekommenen Häuschen.
„Jana? Was machst du hier?“, fragte Hayley überrascht und kam aus diesem Häuschen raus. Schulter zuckend schlenderte ich auf sie zu und steckte meine Hände in die Jackentasche:
„Warum nicht? Es gibt grade nichts für mich zu tun..“
„Also hast du gedacht, du besuchst einmal dein Rudel.“
„Genau!“, stimmte ich ihr Kopf nickend zu. „Also, gibt’s was Neues?“
„Nein, eigentlich nicht, seit dem die Wölfe wieder Menschen sind...“
„Ah ja..“, zog ich es etwas in die Länge. „Wie geht’s dir und Jackson?“ Grinsend ließ ich meine Augenbrauen in die Höhe hüpfen.
Augen verdrehend strich die Werwölfe ein paar Strähnen aus dem Gesicht:
„Da gibt es nichts zwischen uns beiden!“
„Stimmt. Weil du in Elijah verliebt bist!“, sang ich breit grinsend.
„Jana.“, wurde ich hinter mir begrüßt.
Sofort drehte ich mich zu dieser Stimme und schaute in Jacksons warme Augen:
„Hey, wie geht’s?“
„Wie immer.“
„Das ist gut.. oder?“
Lachend stellte er sich neben Hayley hin. Erst jetzt bemerkte ich Oliver, der hinter dem braunhaarigen hinter her trottete.
„Also ist hier wirklich gar nichts passiert?“, bohrte ich etwas weiter und schaute jeden etwas genauer an, jedoch schüttelten alle drei den Kopf.
„Wow.. wie langweilig.“, lachte ich kurz auf.
Kurz darauf stand Elijah bei uns und besprach mit den Wölfen dieses Hexenfest:
„Ihr seid in der besonderen Lage, ein Beispiel für den Rest des französischen Viertels zu sein. Weshalb es wichtig ist, für die Wölfe zu erscheinen.“
„Danke, aber nein danke?“, erwiderte Hayley darauf.
„Lass den Mann aussprechen.“, meinte Oliver zu ihr.
„Die Hexen sind die, die euer Rudel verflucht haben. Und sie haben mir nichts als Ärger gebracht, seit ich in die Stadt kam. Nein.“, verteidigte sie ihre Entscheidung. „Wir werden nicht gehen!“
„Es ist ein neuer Tag im Viertel, Hayley.“, meinte nun auch Jackson. „Ich stimme Oliver zu. Wenn wir nebeneinander leben wollen, müssen wir Ball spielen. Wir werden einen Vertreter schicken, mit einem Geschenk.“
Argwöhnisch sah ich die beiden an, da ich wirklich nicht geglaubt hätte, dass sie so schnell kooperieren würden. Ich dachte wirklich, sie würden irgendwie... wütend werden.
Ohne ein weiteres Wort zu sagen, ging Hayley davon. Ich nickte Elijah kurz zu, dann folgte ich der Werwölfin. Kurz darauf ging ich neben ihr her.
„Ich traue ihnen irgendwie nicht.“, murmelte ich ihr zu, worauf hin ein Nicken von ihr kam. Da stand der Urvampir schon wieder vor uns.
„Das war zu leicht.“
„Vielleicht haben sie etwas vor.“, sagte ich und schaute kurz über meine Schulter, zu den beiden Männern.
„Vertrau ihm nicht!“, schärfte Elijah Hayley ein. „Vertrau niemanden von ihnen.“ Damit wandte er sich von uns ab und ging davon.
„Was wäre ein Tag ohne Drama?“ Verdrehte ich die Augen.

Zusammen saßen wir in dem kleinen Haus und sahen einander an, versuchten uns auf das Geflüstert von vor dem Haus zu konzentrieren.
„Die beiden haben so was von etwas vor.“, zischte ich wütend und sprang von dem Sessel auf, ging mit schnellen Schritten zur Türe.
Sobald Oliver und Jackson merkten, dass wir raus kamen, drehten sie sich ganz unauffällig von einander weg, als ob sie gerade gar nicht gesprochen hätten.
„Was ist das? High School?“, bemerkte Hayley ironisch.
„Warum verstehst du nicht den Wink und kümmerst dich um deinen eigenen Kram?“, fuhr Oliver sie an. Der blonde ging an uns vorbei, was ich sofort als Chance sah und ihn gegen die Hauswand drückte. Er begann leise zu stöhnen, als ich ihm den Arm schmerzhaft nach hinten verdrehte.
„Dann hättet ihr es nicht so auffällig machen dürfen!“, knurrte ich ihm zu.
„Kein Grund, verärgert zu werden. Das ist nicht gut für dich, Jana!“, versuchte Jackson mich zu besänftigen.
„Hayley und ich.. wir beide haben versucht nett zu sein. Und nur so ein Hinweis, im letzten Schwangerschaftsmonat habe ich ziemlich viele Stimmungsschwankungen.. besonders Wutanfälle, also wenn du deinen Arm behalten willst, schlage ich vor, dass du auf der Stelle schön alles ausplauderst!“
„Du kannst zur Hölle fahren!“
„Hör auf damit!“, meinte Jackson einfach. „Es gibt keinen Grund, es den beiden zu verheimlichen!“
„Ich kann mir einen Grund denken. Groß und unsterblich und trägt einen Schal!“ Oliver versuchte sich aus meinem Griff zu wehren, doch ich drückte ihn weiterhin erbarmungslos gegen die Wand.
„Ihr beide gehört zu uns. Ihr verdient es, es zu wissen. Komm schon!“ Langsam schaute ich zu dem braunhaarigen, dann zu Hayley, die mir kurz, aber mit ernster Mine, zunickte.
Zwar weigerte sich mein Inneres, Oliver einfach los zu lassen, doch ich zwang meine Hand es einfach zu tun. Dann drehte ich mich zu Jackson und schaute ihn erwartungsvoll an..
„Wir haben ein Bündnis gemacht, das wird alles ändern für die Wölfe.“
„Ein Bündnis mit wem?“, fragte Hayley skeptisch.
„Klaus!“
„Seid ihr verrückt?“, zischte ich ihm zu.
„Erzähl mir alles darüber!“, verlangte die braunhaarige.
Und so erfuhr ich, dass mein Freund Jackson ein Angebot gemacht hatte, dass er den Wölfen einen 'Mondring' oder so etwas machen würde. So etwas wie der Schutzring für die Vampire.. halt nur gegen den Vollmond. So würden die Werwölfe ihre Kräfte nicht nur mehr zu der einen Zeit im Monat benützen können, sondern immer.

Während der Fahrt nach Hause überlegte ich krampfhaft, wieso das der Hybrid machte, doch mir fiel kein Grund dazu ein.
Schließlich kam ich zuhause an, als es schon zum Dämmern begann. Verwirrt sah ich mich in dem Innenhof um, da er festlich geschmückt wurde und Dinge aufgestellt wurden.
„Was zur Hölle geht hier vor sich?“, murmelte ich vor mir her und ging in mein Schlafzimmer.
„Ah, Jana, gut, du bist hier!“, begrüßte mich Klaus.
„Warum wird unten geschmückt? Für unser Date? Du weißt, dass ich nicht viel erwarte!“, klärte ich ihn auf.
„Es tut mir leid, aber das Hexenfest findet heute statt..“
Ich presste meine Lippen zusammen und verschränkte die Arme vor der Brust:
„Und du musst dabei sein, weil du der König bist..“
„Und du, weil du die König bist!“, küsste er mich auf die Schläfe.
Augen verdrehend schob ich den blonden von mir weg:
„Versuch hier nicht Süßholz zu raspeln; du hast es versprochen!“
„Es tut mir leid, Liebes, wirklich. Morgen, ich schwöre es.“
Verächtlich schnaufte ich und ging zu dem Schrank:
„Lass mich raten – Abendkleid?“
Aus dem Augenwinkel sah ich sein breites Grinsen, dann stellte er sich hinter mich, legte eine Hand auf meinen Bauch - sodass ich gegen seine Brust gedrückt wurde - und zeigte auf ein cremefarbenes, bodenlanges Kleid.
Skeptisch hob ich eine Augenbraue:
„Echt?“
„Mhm“, kam von ihm.
Unbekümmert zuckte ich mit den Schultern:
„Okay.“

„Ich schau aus wie eine griechische Göttin.“, kicherte ich und drehte mich vor dem Spiegel herum. „Und der Bauch schaut nicht einmal so furchtbar aus!“
„Also war nicht so schlecht von mir, es dir zu kaufen.“, unterbrach Klaus meine Begeisterung und grinste mich breit an.
Ich drehte meinen Kopf zu ihm:
„Wusste ich es doch! Das Kleid kam mir so unbekannt vor!“
Ohne ein weiteres Wort darüber zu verlieren nickte mein Freund in Richtung Türe:
„Komm, ich höre schon einige Gäste unten.“
„Können wir nicht später runter? Du weißt doch: Die wichtigsten Personen kommen immer als letztes.“
Sofort trat dieses Lächeln auf sein Gesicht und plötzlich stand er direkt vor mir:
„Was würdest du denn gerne machen?“
Der Hybrid strich mir eine Locke hinters Ohr und näherte sich meinem Gesicht gefährlich nahe.
„Nun..da gäbe es so einiges..“

Während ich mich auf dieser Feier königlich langweilte hatte Klaus wieder einmal seinen Spaß und bedrohte junge Vampire und wiederauferstandene Hexen – wie zum Beispiel Josh und Davina.
Gerade im Moment zog er diesen Vampir in den Raum und ging ein paar Stufen der großen Treppe hinauf.
„Meine Damen und Herren, könnte ich bitte Ihre Aufmerksamkeit haben?“, ertönte seine Stimme und sofort drehten sich alle zu ihm um und es wurde still. „Wir haben uns hier heute versammelt, um unsere geliebten Hexen zu huldigen..“ Pff, ja, sprich für dich selber. „..aber eine ganz besondere Hexe wurde vollkommen ignoriert.“ Also war ihm das auch schon aufgefallen. War wahrscheinlich Genevieves Idee, so hinterhältig wie diese Frau war. „Das scheint mir ein wenig unfair zu sein.“ Er ging wieder die Stufen hinunter, stellte sich vor Davina und hielt ihr ein Schächtelchen hin. Doch das Mädchen schüttelte den Kopf:
„Nein.“ Sofort verschwand Klaus' freundschaftliches Lächeln. „Ich möchte dein Geschenk nicht haben.“
„Ich verstehe, warum du mich angesichts unserer Vergangenheit ablehnen würdest.“, begann er und steckte die Schachtel wieder ein. „In der Tat haben viele der hier heute Anwesenden innerhalb des Kopflinks Unrecht getan, den der Vertrag meines Bruder beendet hat. Dein Freund Josh war bei einer Verschwörung mich zu töten, beteiligt. Es wäre mein gutes Recht, ihn auf der Stelle hinzurichten.“ Sofort begann Aufruhr und die Leute hier begannen zu tratschen. „Aber..“ Klaus hob bedeutungsvoll seinen Zeigefinger in die Höhe. „... im Sinne der Gemeinschaft und zugunsten von dir, Davina, begnadige ich ihn hiermit.“ Dann legte er seine Hand auf die Schulter des Vampirs. „Josh.. von diesem Tag an, hast du nichts mehr vor mir zu befürchten.“ Wieder holte er das blaue Schächtelchen heraus und hielt es der jungen Hexe hin. „Bitte.“ Nach kurzen Momenten nahm Davina es schließlich an.

Ich hielt Klaus am Arm fest, nachdem ich ihn eingeholt hatte und baute mich vor ihn auf:
„Nicht, dass ich es nicht gut finde, aber was war das?“
Amüsiert schaute er zu mir hinunter:
„Ich fühle mich großzügig heute Abend..“
Kurz lachte ich auf:
„Ja, genau. Was willst du von ihr?“
„Ist es so schwer zu glauben, dass ich einmal einen guten Tag habe? Und überhaupt, ich wollte Genevieve eines auswischen.. es ist nicht fair eine Hexe so außen vor zu lassen.“
„Oh.. ja.. das ist ein guter Grund!“ Ich nickte ihm zustimmend zu. Da hörten wir auf einmal Trommelgeräusche von der Treppe her. Sofort schaute ich in diese Richtung und sah ein paar dunkelhäutige Menschen sie hinunter gehen.
„Ein fröhliches fête des bénédictions!“, rief einer dieser Männer. „Wir haben für euch alle eine Nachricht von Marcel Gerard.“ Augenblicklich weiteten sich meine Augen. Was hieß nichts gutes – ohhh, nein, überhaupt nichts Gutes! Langsam wanderte mein Blick zu Klaus, der genau so geschockt war.
Wieder begannen die Leute um uns herum zu wispern.
Da holte auf einmal jeder einzelne dieser Männer ein Klappmesser heraus und im ersten Moment glaubte ich, dass sie hier waren um die Gäste abzuschlachten. Doch sie taten das komplette Gegenteil. Sie schlitzten sich selber das Handgelenk auf.
Nicht wirklich geschockt – jedoch überrascht – schnellte meine Hand sofort zu Klaus' und umschlang meine Finger um seine.
Auch wenn das jetzt das letzte sein sollte, woran ich denken sollte, aber das Blut würde man unglaublich schlecht aus dem Boden raus bekommen, wenn es erst zu trocknen beginnen würde.
Doch ehe ich mir weiter Sorgen um den Boden machen konnte, hörte ich das Fauchen von hungrigen Vampiren.
Elijah traut langsam in die Mitte zu den Menschen und sprach:
„Habt euch unter Kontrolle. Dies ist ein gemeiner Trick. Wir werden nicht unsere Vereinbarung verletzten!“ Ganz plötzlich gingen alle Lichter aus und natürlich begannen alle zu kreischen und schreien – aber ich hörte auch das Geräusch, wenn Vampire tranken.
„Hayley!“, hörte ich Elijah von weitem.
„Lass meine Hand unter keinen Umständen los, verstanden!“, flüsterte mir Klaus in mein Ohr, doch ich konnte seine Anspannung spüren. Ich nickte hastig, dann fiel mir jedoch wieder ein, dass es dunkel war und murmelte:
„Ja.“
Dann waren auch schon wieder alle Lichter an. Sofort schaute ich mich um und bemerkte, dass praktische jedes lebende Wesen aus dem Raum gerannt war, jene die es nicht geschafft hatten lagen jetzt tot am Boden.
„Elijah!“, rief Hayley nach den Urvampir, der sofort zu ihr rannte.
„Geht es dir gut?“, erkundigte sich mein Freund.
„Mhm..“
„Komm, lass uns verschwinden.“ Ich nickte nur schwach und ließ mich aus diesem Raum führen, in dem es jetzt so sehr nach Blut roch. Doch bevor wir ganz draußen waren, fiel mein Blick noch auf eine Wand, auf der mit großen, roten Buchstaben stand:
Es wird keinen Frieden geben

Klaus brachte mich in unser Schlafzimmer, doch kurz darauf verschwand er wieder, mit der Entschuldigung, dass er noch etwas zu tun hätte.
Ich kramte in Klaus' Schrank nach einem T-Shirt - da ich vor kurzem heraus gefunden hatte, wie bequem es eigentlich war, in ihnen zu schlafen.
Nicht ganz bei mir in Gedanken riss ich eines einfach so raus, weshalb gleich ein ganzer Stapel auf mich fiel.
„Hmpf“, machte ich und schaute unzufrieden auf den Haufen vor mir. Schließlich ergab ich mich und hob sie wieder auf. Da fiel mir ein kleines, rotes Schächtelchen in die Hand.
Mit gerunzelter Stirn sah ich es an und vergaß komplett, was ich gerade machen wollte.
Was da wohl drinnen war? Sollte ich... nein.. es gab bestimmt einen Grund.. aber ich würde so gerne...
Zähneknirschend verlor ich gegen meine eigene Neugierde und legte meine zweite Hand auf den Deckel. Kurz atmete ich einmal durch und presste meine Lippen zusammen.
Fast hätte meine Hand zu zittern begonnen, doch ich konnte den Drang gerade einmal so unterdrücken.
Komm schon! Du schaffst das, Jana!
Schließlich öffnete ich sie und es verschlug mir regelrecht den Atem.

_______________________________________________________________________________________

Und, was glaubt ihr ist da drinnen ;)

http://www.polyvore.com/first_date/set?id=123937807&lid=3016807
Review schreiben