I want it back

von Tatja
GeschichteMystery, Romanze / P16
Elijah Mikaelson Hayley Marshall Niklaus "Klaus" Mikaelson
10.10.2013
20.04.2015
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91.928
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10.10.2013 3.868
 
Tata, ich habs tatsächlich geschafft :D
hoffentlich gefällt's euch
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Mit offenen Augen lag ich im Bett, meine Hand fest auf meinen Bauch gedrückt, in der Hoffnung, die Schmerzen – die ich Dank Klaus hatte – irgendwie mildern zu können, aber es brachte rein gar nichts.
Flach stieß ich die Luft aus und drehte mich auf die Seite, blickte auf die leere Bettseite neben mir. Hoffentlich fanden wir Klaus bald, vor allem, da ich dieses Schmerzen nicht mehr aushielt. Es war so, als würde etwas in meiner Brust stecken, doch ich fühlte es bis hinunter in meinem Bauch – von der kam aber nur der Schmerz, ich fühlte es bis in die kleine Zehenspitze.
Schließlich rappelte ich mich auf und zog mich mit zusammengebissenen Zähnen an. Kurz strich ich dabei über meinen kleinen Babybauch und flüsterte:
„Daddy wird bald wieder zurück sein!“ Leicht lächelnd zog ich mein Shirt drüber und ging hinaus zum Balkon und blickte in den Innenhof, in dem Marcel mit ein paar Polizisten stand.
Da ertönten auch schon Schritte und Elijahs Stimme:
„Hast du etwas?“
Neugierig schaute ich zu den beiden Männern hinunter und spitzte meine Ohren.
„Die Tagwandler sprechen mit jedem Kontakt, den wir haben. Polizisten, Hafenarbeiter, Leute aus dem Tremé. Es läuft. Jeder, der versucht, sich einen Gefallen von mir zu verdienen, kriegt ihn auf Lebenszeit, wenn sie sie finden.“
„Gut, ich brauche Stift und Papier!“, wechselte der Ursprüngliche das Thema. Verwirrt blinzelte ich zu ihm hinunter und legte den Kopf etwas schief. Wie konnte uns das helfen, seine Geschwister wieder zu finden?
Da schaute Elijah zu mir auf:
„Und ich brauche deine Hilfe!“ Nickend ging ich hinunter und folgte den Vampiren in einen Nebenraum, während der braunhaarige sich seine Anzugknöpfe öffnete. Ich presste die Lippen zusammen, um nicht zu grinsen. Auch wenn ich mit seinem Bruder zusammen war, hatte ich mich schon immer gefragt, wie wohl sein Oberkörper aussah.
„Hey, nehme ich jetzt von dir Befehle entgegen?“, beschwerte sich Marcel. „Oder machen wir das zusammen?!“
„Stift und Papier, Marcel. Sofort!“, war Elijahs Reaktion darauf und legte sein Jackett beiseite. Grinsend schüttelte ich den Kopf.
„Ich will sie genau so sehr zurück, wie du, weißt du. Beide!“ Damit machte Marcel einen starken Abgang und ging ins Nebenzimmer.
Während sich der Ursprünglich seines Hemdes entledigte, setzte ich mich entspannt auf den Sessel und beobachtete ihn ganz ungeniert. Wenn ich ganz ehrlich war, er hatte schon ein paar schöne, ansehnliche Muskeln. Doch als ich Namen auf seinem Oberkörper geschrieben sah, zog ich eine Augenbraue hoch:
„Namen von deiner Exen?“
„Nicht wirklich!“, murmelte dieser und schaute mich nun an. „Geht es dir gut, Tatjana? Du schaust so bleich aus!“
Kopfschüttelnd fuhr ich mit meinen Fingern durch die Haare:
„Es ist nichts...“
„Ich weiß, dass du lügst!“
Schwer schluckend schaute ich auf meine Hände, biss mir dabei auf die Unterlippe.
Sollte ich es ihm sagen? Vielleicht konnte er mir ja helfen? Aber wie?
„Ich kann Klaus' Schmerz fühlen...“ Wie erstarrt schaute mich der braunhaarige an, öffnete den Mund, als Schritte zu hören waren.
„Elijah!“, erklang Heyleys Stimme und rannte praktisch in das Zimmer hinein, doch als sie den Halbnackten sah, bleib sie auf einmal wie angewurzelt stehen und verstummte. „Was ist passiert?“
„Das würde ich auch gerne wissen!“, stimmte ich ihr nickend zu und tat so, als wäre nichts gewesen. „Was machst du denn hier?“
Sie blinzelte ein paar Mal, dann erwiderte sie Schulter zuckend:
„Ich hab ein paar Sachen gehört, von wegen, dass ein Psycho- Hybrid entführt worden ist und da hab ich mir gedacht, warum nicht!“
„Ah!“, machte ich geistreich und lehnte mich entspannt zurück auf den Sessel. „Ich hab nicht gedacht, dass du dich so um unseren allseits geliebten Klaus kümmerst, wenn ich daran denke, dass du ihn vor einem Jahr in eine Box unter die Erde verfrachten wolltest!“
Die braunhaarige schaute mich einen Moment lang ausdruckslos an, dann unterbrach Elijah auch schon unser kleines Gezanke:
„Ihr müsst eine Liste diesen Namen machen. Bitte!“
Wie hypnotisiert klebte ihr Blick an ihm und ging auf ihn zu. Zwischen den beiden konnte man so die Funken fühlen.
„Okay!“, hauchte der Werwolf und ging langsam einmal um ihn herum, schaute dabei die Namen auf seinem Oberkörper etwas genauer an.
„Sabine? Elijah, was ist das?“
„Ich glaube, sie repräsentieren die Namen der Frauen, die Celeste in den letzten zwei Jahrhunderten bewohnt hat.“
„Es wird 'Devinette' genannt. Alte Schule. Eine Art Rätsel!“, erklärte uns Marcel, nachdem er zurück gekommen ist, und deutete auf die Namen auf Elijahs Körper. „Hexen nützen sie, um ihre Kinder zu unterrichten. Löse es und es verschwindet.“
„Wozu?“, fragte ich und stützte meine Ellbogen auf meine Knie.
„Celeste zwang mich, mich zwischen dir und meinen Geschwister zu entscheiden und nun legt sie es darauf an, diese Entscheidung zu verspotten, verhöhnt mich, mit einem Kinderspiel!“ Ich legte meine Stirn in Falten, als ich hörte, dass er mich seiner Familie vorzog. War es, weil ich seinen ex Geliebten bis auf Haar glich? „Je länger das Spiel, desto länger leiden sie.um Klaus und Rebekah zu finden, müssen wir dieses Rätsel lösen.“ Der Ursprüngliche hob seine Oberarme und begutachtete sie genauer. „Die Lösung liegt irgendwo in diesen Namen.“
Marcel deutete auf einen Namen auf seinem Arm:
„Der Name neben Sabine, Annie LaFleur. Sie war eine Hexe, die vor einem Jahr von unserem Zirkel ausgestoßen wurde. Ich wusste nie, warum, aber ich kann es heraus finden.“
Elijah nickte dem jüngeren Vampir zu, der sich zum Gehen wandte, als ein plötzlicher Schmerz durchzuckte, direkt dort, wo es mir eh schon so weht tat.
Schreiend schlang ich meine Arme um den Bauch und lehnte mich nach vorne.
„Tatjana!“, hörte ich Elijah am Rande geschockt. Ich presste meine Lippen zusammen, genau so wie meine Augenlider.
„Klaus!“; hauchte ich. „Er hat große Schmerzen..“
Auf einmal konnte ich etwas in mir herum wühlen fühlen. Eine.. eine Hand?
Scharf sog ich die Luft ein und krallte mein Finger in die Haare.
„Mach, dass es aufhört!“; flehte ich Elijah an und schaute ihn mit großen Augen an. „Bitte! Finde ihn! Schnell!“ Dann wurde das Ding, was in Klaus' Brust stecke, mit einem Ruck raus gezogen. Ich zuckte noch einmal zusammen. Kalter Schweiß rann mir über den Rücken und die Stirn, als ich es spürte und mir entwich kurz ein Schrei, dann ließ ich meine Schultern fallen und mein Kopf sank auf meine Knie hinunter. Erschöpft saß ich da und ignorierten die besorgten und geschockten Blicke, die auf mir lagen.
„Geht es dir gut?“, brach Heyley als erstes die Stille.
„Ich weiß nicht!“, murmelte ich mit rauer Stimme. „Aber es wird nicht das letzte Mal heute sein!“
„Soll ich dich in dein Zimmer bringen?“, meldete sich Elijah. Langsam setzte ich mich wieder auf und schüttelte leicht den Kopf.
„Nein!“, meinte ich stur und stand auf, nahm dabei kaum zu Kenntnis, wie wackelig meine Beine waren.
„Jana, hey, ruh dich erst mal aus!“, meinte Marcel und versuchte mich sanft wieder auf den Sessel zu drücken, doch ich schob grob seine Hand weg.
„Nein ist Nein!“, grummelte ich und ging an ihnen vorbei. „Sagt mir, wenn ihr etwas raus gefunden habt!“ Dann verließ ich den Raum und ging in mein Badezimmer, um den Schweiß von mir runter zu bekommen.
Schnell klatschte ich mir kaltes Wasser ins Gesicht und schaute kurz in den Spiegel. Ich sah wirklich furchtbar aus. Meine Haut war viel zu bleich und tiefe, dunkle Augenringe waren entstanden, in der kurzen Zeit.
Kopfschüttelnd ging ich in mein Schlafzimmer, gerade als zaghaft an meiner Türe geklopft wurde.
„Ja?!“
„Ich bin's!“, sagte Heyley und trat ein. „Ich wollte nur schauen, wie's dir so geht!“
Schulter zuckend verschränkte ich die Arme vor der Brust:
„Abgesehen, dass ich all die Schmerzen meines Freundes spüre und ich nichts machen kann.. hervorragend!“
„Elijah und Marcel werden Klaus und Rebekah schon finden..“
„Ich weiß!“, unterbrach ich sie und lächelte sie schwach an. „Du scheinst aber Elijah sehr zu vertrauen, oder?“
Mit offenem Mund sah sie mich an:
„Ähm.. ja, wieso nicht?“
Ich machte einen unschuldigen Gesichtsausdruck und ging langsam auf sie zu:
„Ist es nicht vielleicht auch mehr, als nur Vertrauen?“
„Woraufhin willst du hinaus, Jana?“
Lachend schüttelte ich den Kopf und klopfte ihr leicht auf die Schulter:
„Bin gespannt, wann du herausfindest, was ich meine.“
„Du bist ein bisschen schräg, oder?“
„Was soll ich sagen? Ich bin wer ich bin.. und ehrlich, wäre ich es nicht, wäre ich eine zweite Elena Gilbert!“
„Wer will das schon!“
„Genau!“, rief ich lachend aus.

„Annie La Fleur, ein Name auf meinem Arm, sie hat Selbstmord begangen!“, erklärte mir Elijah übers Handy.
„Was? Sie hat sich umgebracht?“, fragte ich geschockt und schaute zu Heyley, die alles gehört hat, da ich den Urvampir auf Lautsprecher gestellt habe.
„Ja, sie hat sich selber im Mississippi ertrunken, um genau zu sein.“
„Das macht es nicht besser!“, meinte ich trocken und verdrehte die Augen.
„Celeste war offensichtlich ihres Körpers müde und war dazu bereit, Sabine zu übernehmen.
„Was für eine Schlampe!“, zischte ich wütend und kniff die Augen leicht zusammen.
„Woher weißt du das?“, wollte der Werwolf wissen, während wir hinunter zum Innenhof gingen.
„Sie sprang von ebendiesem Ort in den Tod, wo Celeste und ich zum ersten Mal küssten.
„Oh, wie poetisch!“, lachte ich leise. „Sie ist eine echte Romantikerin.“
„All diese Namen, diese Leben, gestohlen, damit Celeste vielleicht ihre Rache bekommt. Ich schätze, wir haben keine Wahl, außer zu sehen, wo sie uns hinführt. Ich muss los. Ich rufe euch zurück!“
„Elijah, warte!“, meinte Heyley rasch, weshalb ich sie neugierig anschaute.
„Was ist?“
Kurz schaute sie die braunhaarige um und bat mit belegter Stimme:
„Frag Marcel, ob irgendetwas über einen Namen auf der Liste weiß. Brynne Deveraux. Sophie sagte, dass es ihre Blutlinie war, die den Fluch auf die Cresent Werwölfe legte, aber Celeste sagte, dass sie die einzige war, die ihn hätte brechen können. Falls Brynne Deveraux wirklich Celeste war, als sie den Spruch ausführte, dann kann Celeste ihn vielleicht immer noch brechen.“
„Ich werde schau, was er weiß!“, war seine Reaktion darauf.
„Elijah, es tut mir wirklich leid, dass du das durchmachen musst..!“
Einige Zeit lang kam nichts von ihm:
„Es ist nicht deine Schuld!“ Dann legte er auf.
„Also, was wirst du mit Celeste machen, wenn du sie findest?“, fragte ich frei raus und schaute sie abwartend ab.
„Ich werde sie dazu zwingen, mir zu helfen!“
„Ah, du nimmst also den besten Weg! Vielleicht werde ich dir helfen!“

„Wenn du böse Jungs machst, wird du meinen Bruder Kol lieben!“, sagte Rebekah. Sie saß gegenüber von einer rothaarigen Frau, inmitten einer Party im 20er Stil. Jazz Musik klang im Hintergrund, Menschen tratschten, tanzte und tranken Alkohol. Es wirkte alles so glücklich.
Verwirrt huschte mein Blick hin und her. Was machte ich hier? Wo war ich überhaupt? Und wie zur Hölle bin ich hier her gekommen?
„Wo ist dein geheimnisvoller Bruder?“, fragte die rothaarige und lehnte sich zu der Ursprünglichen über den Tisch.
„Er ist tot!“, meinte ich und stellte mich zu Rebekah, doch es war so, als wäre ich nicht hier. Niemand bemerkte mich. Also wirklich, langsam wurde ich wütend. Was sollte das für ein Scheiß?
„Es ist kompliziert!“, antwortete die blonde langsam und setzte ein falsches Lächeln auf. „Wie bei allen Geschwistern haben wir unsere Höhen und Tiefen! Familienstreitern.“
„Das ist wohl die Untertreibung des Jahrhunderts!“, schnaufte ich verächtlich.
„In der Tat versuche ich jemanden zu erreichen, den wir lange nicht gesehen haben. Ich habe gehofft, du würdest mir helfen, ihn zu kontaktieren!“
Ich legte meine Stirn in tiefe Falten und zog meine Augenbrauen:
„Bitte sag mir nicht, dass du meinst, was ich denke!“
„Aber es wäre eine Überraschung. Niemand darf davon erfahren.“
Die rothaarige grinste Rebekah breit an:
„Natürlich. Möchtest du, dass ich deinen Bruder Kol ausfindig mache?“
Ich biss die Zähne zusammen und ballte die Hände zusammen:
„Bitte, nicht...“
„Eigentlich möchte ich, dass du Mikael findest. Unseren Vater..“
Geschockt schaute ich von Rebekah auf und blickte wie starr in die Menge. Ich blickte in Klaus' geschockten Gesichtsausdruck. Aber war nicht wie damals gekleidet. Er trug das, in was ich ihm das letzte Mal gesehen habe und er sah auch schrecklich aus.
„Klaus?“, flüsterte ich und wollte auf ihn zu laufen, als das, worin ich mich auch immer befand, um mich herum verschwand.

„Jana! Komm schon! Hallo?“, rief Heyley und schnippte schon vor meiner Nase herum. Blinzelnd sah ich in ihre großen, braunen Augen.
„Ja?“, fragte ich und fuhr mir durch die Haare.
„Geht es dir gut?“
„Natürlich, worum solltest es mir nicht gut gehen?“, murmelte ich, biss mir dabei auf die Unterlippe.
Heyley schaute mich etwas genauer an:
„Du hast starr vor dich hingeschaut, dich für Minuten nicht bewegt.. du hast noch nicht einmal reagiert, als ich dich angeschrien hab!“
Ich atmete tief durch und lehnte mich etwas zu ihr nach vorne:
„Ich glaube, ich war gerade in Klaus' Kopf!“
„Was meinst du?“
„Ich weiß auch nicht so recht.. Es war, als wäre ich in seinem Kopf, aber.. ich glaub, ich hab Rebekahs Erinnerungen gesehen aus den 20er.“, versuchte ich so gut, wie möglich zu erklären.
„Ist das möglich?“
„Anscheinend. Hexen können ja so einiges!“ Ich machte eine kurze Pause. „Aber, wenn es wahr ist, was ich gesehen hab, wird Klaus rasend vor Wut sein!“
Heyley schien zu bemerken, dass ich nicht weiter über dieses Thema reden wollte und tippte weiter auf ihren Laptop herum.
„Wann sind wir eigentlich hier her gekommen?“, fragte ich verwirrt und wechselte so das Thema. Das Wolf- Mädchen saß hinter einem Schreibtisch und ich ihr gegenüber.
„Bevor du weggetreten bist!“, antwortete sie und schaute weiterhin auf den Bildschirm.
Da kam auch schon Elijah herein und die braunhaarige setzte an:
„Hey, schau, was ich gefunden hab...“
„Shh!“, meinte der Ursprüngliche und sprach leise weiter. „Du hattest Recht wegen der Deveraux- Hexe.“
„Hast du irgendetwas über Clara, die mysteriöse Hexe gefunden?“, fragte Marcel leicht gelangweilt und entnervt und trat ebenfalls ins Zimmer ein.
„Darüber hast du also recherchiert!“, meinte ich verwunderte und schaute sie aufmerksam an.
„Nicht viel! Sie war Krankenschwester an dem Fleuer-de-Iis Sanatorium. Erkennst du sie?“, fragte Heyley und blickte zu Elijah auf, der über ihre Schulter auf den Bildschirm schaute. „Obere Reihe, die Zweite von rechts.“
„Nein, tu ich nicht!“ Mit zusammengepressten Lippen ging der dunkelhäutige auf und ab und schaute dabei zu Boden. „Marcel.“ Er reagierte nicht. „Marcel!“ Langsam schaute er auf und der Urvampir ging zu ihm. „Muss ich dich daran erinnern, dass Niklaus und Rebekah irgendwo schrecklich leiden! Wenn du etwas weißt, dann rede!“
Während die beiden sich einen Starrwettbewerb widmeten, stand ich auf und ging um den Tisch herum, um das Bild anzuschauen. Eine nach der anderen sah ich an, bis ich dieses Gesicht sah. Leicht erstarrte ich, als ich es erkannte. Diese Frau.. die rothaarige.
„Das Sanatorium, dort wirst du sie finden!“, meint Marcel schließlich.
„Bist du dir sicher? Woher weißt du das?“, fragte Heyley argwöhnisch.
„Ich weiß es einfach!“
„Woher weißt du es?“, wiederholte Elijah ihre Worte.
Kurz schaute Marcel ihn stumm an, dann seufzte er leicht:
„Wenn ich Recht habe, musst du genau wissen, was auf uns zu kommt. Rebekah und ich haben etwas getan.“ Abwartend sah der braunhaarige ihn an und verschränkte die Arme vor der Brust. „Ich glaube, die Hexen versuchen, es gegen sie zu verwenden. Es ist etwas, was dir nicht gefallen wird.“
Abwartend sah ich den Vampir an und wartete darauf, dass er es aussprach.

Ich stand auf dem Lafayette Friedhof, vor mir standen Marcel und Rebekah, die rothaarige kniete vor einem Grabstein, Kerzen waren vor ihr angezündet und erhellten die Nacht ein bisschen. Langsam holte sie ein Stück Papier heraus. Einen Zeitungsartikel. Die Frau zerknüllte diesen, dann hielt sie die Spitze eines Messers in die Flamme, dann begann sie Wörter auf Französisch zu murmeln. Neben bei hielt Rebekah Marcel die Hand hin, die er nahm, dann sie sah ihn beunruhigt an. Die rothaarige hielt das zerknüllte Papier hin und auf einmal ging es in Flammen auf.

Geschockt riss ich die Augen auf.
„Was hast du nur getan?“, flüsterte ich Marcel zu. „Warum? Nur, damit du mit Rebekah zusammen sein kannst! Du wusstest, wie sehr Klaus Angst vor Mikeal hat!“
„Du würdest es nicht verstehen!“
„Familie die dein Liebesleben nicht unterstützen?“, fragte ich höhnisch und stemmte die Hände in die Hüfte. „Oh, du Armer! Die erste Person, der so etwas passiert.“
„Für den größten Teil eines Jahrhunderts habe ich mich gefragt, wie Vater uns gefunden hat, welche blöden Fehler wir machten, um die Zeit an dem einzigen Ort zu zerstören, an dem wir zu Hause waren. Wusstest du, dass ich mir eine Zeitlang die Schuld gab, Marcellus?“
Reuevoll sah der Angesprochene zu Elijah auf, als dieser ihn auf einmal an der Kehle packte, ihn gegen die Wand drückte und ihn in die Höhe hob.
„Elijah!“, rief Heyley erschrocken und lief auf ihn zu, doch ich unterstützte nur, was er da mit ihm machte.
„Niklaus hat dich wie einen Sohn behandelt. Rebekah..“ Wütend drückte er ihn noch mehr gegen die Wand, Stücke bröselten schon auf den Boden.
„Ich liebe sie. Ich liebe sie noch immer!“, keuchte der Vampir hervor. „Alles, was wir jemals wollten, war zusammen zu sein, aber solange Klaus in der Nähe war, wäre das niemals möglich gewesen. Aber hey, ich denke, du weißt nichts darüber..“ Schließlich ließ Elijah ihn los und sah ihn bedrohlich in die Augen:
„Wenn Niklaus die Wahrheit erfährt, wird sein Zorn grenzenlos sein. Ich werde nicht zulassen, dass meine Schwester unter dieser Wut leidet.“
Marcel ging ein paar Schritte von ihm weg:
„Dann müssen wir zu ihnen gelangen, bevor er die Wahrheit erfährt!“
„Ich glaube, dafür seid ihr schon zu spät!“, erklärte ich und ging mit verschränkten Armen vor der Brust auf sie zu.
Sofort schaute mich der dunkelhaarige an:
„Wovon sprichst du?“
„Ich bin in seinem Kopf den ganzen Tag gewesen und er hat Rebekahs Erinnerungen gesehen. Und lass mich dir sagen, du bist ziemlich am Arsch, Marcel!“

Ich stand mitten in einem Krankenhaus, umringt von bluthustenden, kranken Menschen. Mit gerümpfter Nase schaute ich mich um und versuchte niemanden zu berühren, auch wenn ich wusste, dass mir hier nichts anhaben konnte, ekelte mich der Gedanke etwas an.
„Genevieve, wir müssen reden. Vertraulich!“, sagte Rebekah zu der rothaarigen, mit ernsten, aber auch verängstigten Gesichtsausdruck. Wenigstens wusste ich jetzt ihren Namen.
Die Hexe drehte sich zu einer braunhaarigen:
„Ich werde das schon schaffen. Du kannst gehen!“
„Du solltest dich sowieso waschen!“, meinte diese, als die beiden gingen. „Hey, verbrenn das sobald wie möglich!“ Die braunhaarige nickte zu einem Tuch in ihrer Hand, in das gerade ein Kranker gehustet hat.
Plötzlich begann diese Frau zu flimmern und Sabine – oder eher Celeste – tauchte auf.
Ich ging ein paar Schritte zurück und zuckte kurz zusammen.
Aber dann stand ich nicht mehr inmitten der Kranken, sondern in einem eher abgelegeneren Raum und Genevieve fragte Rebekah entgeistert:
„Es absagen? Bist du verrückt?“
„Ich habe mich geirrt! Es war dumm und impulsiv...“
„Was du nicht sagst!“, meint eich dazwischen und lehnte mich gegen einen weißen Pfosten.
„Und es wird uns alle zerstören, Genevieve!“, sprach die blonde mit weinerlicher Stimme weiter. „Nicht nur Klaus, sondern auch Elijah!“ Mit traurigem Blick schaute die rothaarige zu Boden. „Ich riskierte, dass unsere Familie für mein eigenes, selbstsüchtiges Glück zerstört wird. Ich flehe dich an, bitte, bring Mikeal nicht hierher!“ Mit traurigem Blick schüttelte die Hexe ihren Kopf. „Wenn Klaus herausfindet, was wir getan haben, was du getan hast..“
Mit großen Augen sah sie Rebekah an:
„Klaus wird mich umbringen. Er wird meine ganze Familie töten.“
„Weshalb du es rückgängig machen musst!“
„So funktioniert das nicht. Man kann es nicht annullieren! Mikael wir kommen. Unsere einzige Hoffnung ist jetzt...wenn wir Klaus die Wahrheit sagen! Zu gestehen, was wir getan haben!“ Oh, dieses naive, kleine Ding. Süß irgendwie, dumm, aber süß.
„Das ist keine Option!“, schrie die blonde sie an. „Er wird mich erdolchen und für Jahrhunderte in einer Kiste versauern lassen.“ Drei Jahre später hat er es ja auch gemacht. „Du wirst kein Wort sagen!“
Genevieve drehte sich um und schaute starr die Wand an:
„Du hast mich benutzt! Die ganze Zeit. Unsere Freundschaft. Du wolltest nur einen Gefallen haben und jetzt willst du ihn zurücknehmen? Nun, das kannst du nicht. Und ich werde nicht leiden, weil ich so dumm war, dir zu vertrauen!“ Die Hexe wollte an ihr vorbei gehen, doch die Ursprüngliche packte sie am Handgelenk und meinte panisch:
„Es war ein Fehler! Das weiß ich jetzt. Aber diese eine Fehler wird uns alle zerstören!“
Leise murmelte wieder irgendwelche französischen Wörter, da schrie Rebekah auf und ließ sie los, um ihren Kopf zu halten.
„Du hast es dir selber eingebrockt!“, meinte die rothaarige ausdruckslos. „Ich werde nicht zusammen mit dir zerstört werden.“
Da schnellte Rebekah nach vorne, holte das blutige Tuch des Patienten aus Genevieves Tasche und drückte es ihr auf den Mund.
„Oh mein Gott!“, flüsterte ich geschockt.
„Es tut mir so leid, Genevieve! Aber wenn du Niklaus verrätst, dass du Mikael hierher bestellt hast, bist du sowieso tot.“
„Genevieve, ist alles in Ordnung?“, fragte Celeste besorgt und kam herein. Beide Frauen drehten sich zu ihr um und als diese sah, was hier vor sich ging, bleib sie wie erstarrt stehen und ließ die Flasche los, die auf den Boden sofort zersplitterte.
Kurz darauf stand ich wieder im Krankenzimmer, doch dieses Mal stand ich neben der braunhaarigen – die schon tot war - und Genevieve – sie hustete noch immer etwas Blut, doch sie war mehr tot, als lebendig.
Kopfschüttelnd legte ich meine Hand auf den Mund:
„Was hast du nur getan, Rebekah?!“

Ich stand vor dem alten Hospital und unwillkürlich lief mir eine Gänsehaut über die Haut. Es wirkte wie in einem Gruselfilm hier, jetzt fehlte nur noch der unheimliche Doktor, der gerne herum experimentierte – doch zum Glück hatten wir eine Hexe hier, die alles wieder wett machte.
„Wir sollten uns das Gebäude aufteilen!“, meinte Elijah und deutete auf das eine ende des Hospitals. „Ich starte an einem Ende, du an dem anderen.“
„Dann nimm ich wohl einfach einmal die Mitte!“, meinte ich, dann rannten wir auch schon die alten Stufen hinauf.
Während ich so herum schlich, versuchte nicht die alten Geister zu wecken, hörte ich auf einmal Rebekahs Schrei und ein Krachen von unten. Sofort drehte ich mich um und rannte in die andere Richtung, versuchte eine Treppe oder etwas der Gleichen zu finden.
Gerade, als ich die Stufen hinunter lief, bemerkte ich Klaus, der über Rebekah kniete und eine Art Messer hielt, doch es sah auch aus wie eine Knochen.
„Nicht!“, rief ich und lief auf ihn zu, als auf einmal Elijah auftauchte und sie in Klaus' Brust rammte. Gleichzeitig wie der Hybrid begann ich vor Schmerz zu schreien und fiel auf meine Knie, stolperte deshalb auch noch über die Stufen.
Mit feuchten Augen drehte sich Klaus zu seinem Bruder um, doch er meinte zu den beiden Geliebten:
„Geht!“ Sofort stand Marcel auf und half Rebekah auf ihre Beine, die noch immer vom gestrigen Angriff geschwächt war. „Ihr beide. Laut so weit weg und schnell wie ihr könnt. Lauft!“
Mit schwerem Atem beobachtete ich sie, wie sie abhauten und Elijah die Klinge weiterhin in Klaus' Brust drückte.

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