Alea iacta est Die Würfel sind gefallen

KurzgeschichteDrama, Romanze / P16
Johanna von Ingelheim Johannes Markgraf Gerold Papst Sergius Richild
09.10.2013
09.10.2013
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Hallo ich danke euch das ihr meine Kurzgeschichte liest ich hoffe sie gefällt euch und ihr hinterlässt ein paar Reviews!

„Wir müssen Wasser vom Bach holen um die Apparatur in Gang zu setzten.“ „Dann holen wir es eben.“ Johanna war schon los als Gerold ihr noch hinterher sah, was für ein schönes Mädchen dachte er, schon seit Jahren begehrte er seine Ziehtochter doch er wollte nicht das zarte Band das zwischen ihnen war zerstören also verdrängte er diese Gedanken wenn sie in ihm aufkeimen. Als er am Bach ankam stand sie schon im kalten Wasser und schöpft es in die zwei Eimer, er gesellt sich zu ihr und betrachtete die Wasserperlen die an ihren Beinen runter rannen. Johanna sieht zu ihm auf: „Was bedrückt euch?“ Er sieht auf den Grund des Sees und entdeckt eine Perle er holt sie aus dem schlammigen Grund und sieht sie sich genauer an. Die Sonne scheint und spiegelt sich im Wasser und lässt einen Heiligenschein auf Johanna fallen, er watet zu ihr und nimmt ihre Hand. „Hier die ist für dich, sieh ist so rein und schön wie du.“ Sie hält sie in ihrer Hand und betrachtet sie, sie wusste nicht was sie sagen sollte, sie umarmte ihn und spürte wider dieses vertraute Gefühl zwischen ihnen das sie seit Jahren kennt. Als sie sich löst hält er sie weiter in seine Armen und betrachtet sie und beugt sich über sie, sanft drückt er seine Lippen auf ihre. Johanna erwiderte den Kuss zaghaft hat sie zuvor noch niemand geküsst, doch sie spürte das Gerold der richtige ist obwohl er ihr Ziehvater ist. Er beendet den Kuss viel zu früh, sein Atem ging schneller: „Es tut mir leid, ich höre lieber auf bevor ich mich versündige.“ Johanna wollte nicht das er aufhört, zu lange quälte sie diese Gefühle die über all die Jahre noch grösser geworden sind, sie schüttelte den Kopf und sagte: „Nein, hör nicht auf. Ich will es, bitte küss mich noch einmal.“ Sie sprach die Worte aus die er schon seit Jahren von ihr hören wollte, er sah sie fragend an und als sie nickte presste er ein weiters Mal seine Lippen auf ihre, dieses Mal aber ist er flehender, drängender und leidenschaftlicher als der zuvor. Sie drängt sich noch näher an ihn und spürt seine Muskeln die sich hart unter ihren Händen anfühlten, sie lösten sich von einander und er zog sie ans Ufer wo er sie auf das weiche Moos drückt. Von oben betrachtete er Johanna und lächelte sie liebevoll an, ihr Gesicht war so schön und er bedeckte es mit zärtlichen Küssen. Seine Hand glitt über ihre Brüste hin bis zu ihren Röcken die er sanft zur Seite schiebt. Ihr Atem beschleunigte sich bei seinen Berührungen, und als er unter den Rock griff stockte es ihr den Atem. Verlangen brannte in ihr lichterloh und frass sich hinauf bis es ihren ganzen Körper brennen liess. Er drückte ihre weiche Haut oberhalb des Bauchnabels und sie stöhnte auf, das Feuer des Verlangens brannte auch in ihm und drohte ihn zu übermannen. Er entledigte sich seiner Kleidung und schob ihre Röcke nach oben und drückt ihre Beine aus einander,  sanft glitt er in sie hinein und bewegte sich in ihr. Sie schrie auf als er sie ausfüllte noch nie hat sie jemand berührt, Blut rann ihren Schenkel hinab und versickerte im Boden. Ein rasendes Gefühl beflügelte sie und sie hatte das Gefühl zu schweben, ihr Geist flog über ihnen und erhellte den Wald. Als sie gleichzeitig die Erlösung fanden küsste er sie leidenschaftlich, danach sackte er über ihr zusammen und beide warteten das ihre Atem sich wider normalisierten.

Sie lagen zusammen im weichen Moos und sahen den Wolken zu wie sie weiter ziehen, sie wusch sich im Wasser und er kleidete sich wider vollständig an. Danach ritten sie zurück zu ihrer Burg, seit diesem wunderschönen Tag im Wald sind immer wider neue dazu gekommen. Drei Jahre sind vergangen und keiner wusste das sie sich immer wider heimlich trafen und sich liebten, nicht einmal seine Frau mit der er das Bett nur noch gelegentlich teilte um keinen Verdacht aufkommen zu lassen. Schon lange liebt er seine Frau nicht mehr, aber seit dem ersten Tag an liebte er Johanna. Sie waren wider im Wald und als sie vereint im Gras lagen sagte er in die Stille hinein: „Der Krieg ist ausgebrochen, ich muss in zwei Tagen aufbrechen.“ Sie setzte sich auf und sah ihn an: „Das kann nicht sein, du darfst nicht gehen ich brauche dich doch.“ Er setzt sich ebenfalls auf und erwiderte: „Ich muss ich bin ein Diener des Kaisers, ich muss ihm gehorchen. Ich werde wider kommen das verspreche ich dir.“ Zum Zeichen küsste er sie und hielt sie fest bis ihre Tränen versiegt waren. „Komm lass uns noch zwei schöne Tage mit einander verbringen und denken an etwas Schöneres.“ Johanna nickte und die Tage verflogen zu schnell und der Tag des Abschieds ist da, sie umarmt ihn und küsst ihn ein letztes Mal bevor er davon ritt. Drei Monate sind seit dem vergangen und sie betet jeden Tag zum Herrn, doch es half nichts auch nach über drei Monaten war noch nichts von ihm zu hören. Eine Woche nachdem er in den Krieg gezogen war stellte sie fest das ihre Monatsblutung ausblieb auch nach einem weiteren Monat war sie nicht eingetroffen und der Verdacht bestätigte sich, sie bekam in sieben Monaten ein Kind von Gerold. Da niemand etwas erfahren durfte entschied sie sich des still Schweigens und bereitete alles vor, als sie im sechsten Monat war und auch unter den weitesten Kleidern eine Wölbung zu erkenne war trat sie die Reise an. Mitten in der Nacht schlich sie sich weg und lief Flussabwärts zu einem angelegenem Kloster und wartete dort auf ihre Niederkunft. Monate vergingen und sie hatte immer noch kein Lebenszeichen von Gerold. Der Tag der Geburt ihrer kleinen Tochter war vorüber als sie eine schreckliche Nachricht erhielt, er war von ihrem Bruder der ihr leider mitteilte das ihr Ziehvater gefallen sei. Tage der Trauer wichen Tage der Schuld und eines Nachts hatte sie einen Traum, eine Erleuchtung. Nur zwei Tage später liess sie ihre Tochter die übrigens den Namen Hannah die Liebreizende trug im Kloster zurück und trat ihren Weg als Mönch verkleidet nach Rom an wo sie Jahre später zum Papst gekrönt wurde.

Sie herrschte unter dem Decknamen Johannes Anglicus, eine Zeit des Friedens und der Eintracht bis fünf Jahre nachdem sie zum Papst gewählt worden war, der Kaiser ihr den Krieg erklärte. Einen  Monat später ritt Kaiser Lothar mit fünftausend Mann in Rom ein und klagt den Papst an die Heiden bei sich aufzunehmen. Johanna die alle Menschen achtete egal welche Religion sie hatten, erkannte den Hauptmann als ihren Gerold. Bilder die sie vor Jahren glücklich gemacht hatten brannten wie Nadelstiche in ihrem Herzen. Sie wollte nicht kämpfen sie wollte verhandeln und bat den Kaiser in den Vatikan. Der Kaiser wollte sich zuerst ausruhen nach dieser anstrengenden Reise, was ihr ein wenig Zeit verschaffte ihren einst tot geglaubten Gerold zu suchen.  Sie fand ihn in der Kappelle, kniend vor dem Altar er hielt etwas in seinen Händen es waren Kornblumen die sie ihm einst vor Jahren geschenkt hatte bevor er in den Krieg gezogen war. Zögernd blieb sie hinter ihm stehen: „Gerold bist es du?“ Er drehte sich zu ihr um und als er seine geliebte Johanna erkannte nahm er sie stürmisch in seine Arme, nach all den Jahren der Trauer hielten sie sich wider in den Armen. „Johanna, ich dachte du seihst fortgegangen weil du dich verliebt hättest.“ „Nein Gerold das ist nicht wahr, ich musste fort denn ich konnte nicht mehr nur an mich denken. Oh Gott ich dachte du seihst gefallen, ein Brief von meinem Bruder enthielt das du im Krieg gegen die Heiden gefallen bist. Aber du bist hier, hier bei mir und ich bin Papst.“ Er betrachtete sie und strich ihr sanft über ihre Wange: „Das kann nicht sein denn ich kam nach einem Jahr zurück und musste feststellen das du fort warst und das dein Bruder dir einen Brief geschrieben hat das kann gar nicht sein. Denn er ist tot, eine Grippe hat ihn dahingerafft, es tut mir so leid für dich. Was heisst du konntest nicht mehr nur für dich denken, heisst es das was ich denke?“

Sie sah ihn schuldbewusst an: „Mein Bruder ist tot, ich dachte wirklich das er ihn geschrieben hat. Aber wer soll den Brief geschrieben haben? Ja ich war schwanger, darum bin ich in ein Kloster gegangen dort habe ich eine Tochter geboren ich habe ihr den Namen Hannah gegeben. Tage vergingen dann habe ich den Brief erhalten, danach bin ich durch die Hölle gegangen und eines Nachts hatte ich einen Traum eine Erleuchtung der bin ich dann gefolgt und habe Hannah dort gelassen. Ich habe mich einer Pilgergruppe angeschlossen und bin nach Rom gekommen, als Mönch verkleidet bin ich in die Gunst des Papstes gekommen und nach seinem Ableben haben mich die Bürger Roms als neuen Vertreter des heiligen Stuhls erkoren, seit dem Tag an dem ich erfahren habe das du nie mehr wider bei mir sein würdest habe ich mir die Schuld gegeben.“ Er sah sie sprachlos an und erwiderte: „Es ist nicht deine Schuld sondern die meine, ich habe da so einen Verdacht meine Frau hat es rausgefunden und dich von mir fern gehalten, sie hat es zwar nicht zugegeben aber an ihrem Sterbebett hat sie immer wider Bussgebete an den lieben Gott gerichtet. Das heisst also das ich Vater einer Tochter bin, die aber seit Jahren in einem Kloster aufwächst?“ „Ja Gerold das stimmt, ich habe solche Schuldgefühle doch seit dem ich Papst bin ist es unmöglich zurück zukehren. Ich habe vor dem ganzen daran gedacht sie in meine Obhut zu nehmen hatte aber zu grosse Angst was sie dazu sagen würde. Ich hatte Angst das sie es nicht verstehen würde wieso ich sie weggeben habe.“ Tränen rannen ihre Wangen hinunter und Gerold der überglücklich aber auch ein wenig verstimmt war wischte sie weg und küsste seine Johanna. Als sie sich liebten war es als würden sie das Band das sie einst zusammen hatten wider auferstehen und noch fester werden. Gemeinsam planten sie fort zu gehen wenn sie dazu bereit war, doch dazu sollte es nie kommen denn bei der Prozession wurde Gerold in einen Hinterhalt gelockt und brutal ermordet. Zur gleichen Zeit erlitt die schwangere Johanna eine Fehlgeburt und starb an ihr. Und jetzt nach fast zwanzig Jahren nach dem Johanna und Gerold gestorben sind trete ich in die Fussstapfen meiner Mutter, ich bin Papst Hannes der dritte!
Ende!
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