My life was yours.. still?

von ReitaxKai
GeschichteDrama, Freundschaft / P18 Slash
08.10.2013
10.06.2015
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„Ich habe dir mein Leben, mein Körper und meine Liebe geschenkt! Ich habe dir vertraut und dich geliebt! Waren das alles nur Lügen, als du mir gesagt hast, dass du mich liebst?!“ fragte ich Reita und spürte wie mir  Tränen über die Wangen liefen.

Er sagte nichts und sah mich auch nicht an. Nur die Wand neben mir und sein Gesichtsausdruck verriet mir nichts davon, was gerade in ihm vor ging. Nicht mal reue, für das was er getan hatte, konnte ich erkennen.

Ich habe nichts anderes erwartet, aber trotzdem hatte ich gehofft, das wenigstens ein „Es tut mir Leid“ über seine Lippen kommen würden. Mit dem Handrücken wischte ich mir die Tränen weg und griff nach meiner Jacke. Ich wollte, nein musste hier raus. Fort von diesen ganzen Erinnerungen, dem Duft von ihm und dem was er mir angetan hatte.

Er zeigte keine Reaktion und sah mir nur zu, wie ich mir die Jacke anlegte und zur Tür ging. Erst, kurz bevor sie ins schloss fiel, hörte ich wie er leise meinen Namen sagte:
„Kai...“.

Es hatte alles so schön angefangen. Wir waren an der Hochschule für Musik die besten Freunde geworden, hatten sogar beide Musik studiert. Wenn ich Probleme hatte, war er für mich da und genau so war es  umgekehrt auch. Wir hatten nie wirklich streit, ausser bei meinen Kochkünsten, die er einfach nicht zu schätzen wusste. Doch selber konnte er auch nicht kochen, also gewann dann meistens ich.

Als wir es dann schafften, mit Ruki, Aoi und Uruha, auch ein paar Freunde  aus der H eine Band bei der PSC zu gründen, war ich mir noch nicht klar darüber, was das für Auswirkungen auf unsere derzeitige Beziehung hatte...

<Flashback>


„Wir haben es geschafft!“ ruft Ruki durch die ganze Bar in der wir wegen dem unterschrieben Vertrag ausgiebig feiern.
„Ja und jetzt lassen wir es krachen!! Ich gebe die erste Runde aus!“ kam es auch gleich von unserem Schwarzhaarigen Gitarrist.

Wir setzen uns mit unserem Bier an einen Tisch, stossen auf unseren Erfolg an und stellen uns die nächste Zeit als Band vor.
„Vielleicht haben wir in einer Woche schon unser erstes Konzert!“ ruft Uruha in die Runde und Reita fängt an zu lachen.
„Bist du etwa nach einem Bier schon blau? Natürlich werden wir jetzt wohl zuerst Lieder schreiben und aufnehmen.“

„Er hat recht. Es wird jetzt wohl eine menge Arbeit auf uns zu kommen.“ stimme ich ihm zu und ergänze noch: „Aber mit euch wird auch die harte Arbeit Spass machen und ich kann es kaum abwarten endlich am Montag damit anzufangen! Und ein paar Lieder hat Ruki ja auch schon geschrieben.“
„Aber die können wir doch nicht nehmen! Das sind nur so Texte und überhaupt keine guten!“
„Oh doch Ruki. Ich habe sie mir durchgelesen und ein paar hast du mir ja auch vorgesungen. Es wäre eine Verschwendung, wenn wir nicht mindestens die Hälfte nehmen würden!“

Verlegen sieht er auf den Tisch und erwidert auf meine Worte hin:
„Aber die meisten sagen viel über meine Gefühle aus und ich will nicht das jeder weiss was ich so durch gemacht habe..“
„Keine Angst, das wird niemand merken, da es nur wir wissen und dich niemand da draussen kennt.“

Ruki war eher ein Aussenseiter und redete nicht oft mit fremden Leuten. Sein Vater war Alkoholiker und hatte ihn früher missbraucht, bis er es eines Abends schaffte die Polizei zu rufen, die ihn dann sofort abführten und ins Gefängnis steckten. Er hatte ihn nur noch zweimal im Gerichtssaal gesehen wo er dann für 5 Jahre auf Bewährung (sorry habe keine Ahnung von dem Zeug..) verurteilt wurde.
Das war jetzt auch schon drei Jahre her.

„Ausserdem wäre das ein sehr guter Anfang für unsere Band!“ fand Aoi und wir alle stimmen ihm in dieser Sache zu.
Auch Ruki hatte sich nach den flehenden Blicken von uns allen und nach reichlich Überlegung überreden lassen und wir bestellen uns sofort eine neue Runde Bier. Später dann gleich nochmal und nochmal, wobei ich danach lieber darauf verzichtete.
Es sollte sich ja wenigstens einer noch daran erinnern  was passiert war, obwohl ich gern darauf verzichtet habe, wenn ich gewusst hätte, was noch alles passieren würde.

Im laufe des Abend machten unsere Gespräche immer weniger Sinn da sonst alle schon recht zu waren.
Ruki hatte es sich auch schon mit dem Kopf auf seinen Armen bequem gemacht und schlummerte friedlich vor sich hin.
Plötzlich vernehme ich Reitas lallende stimme neben mir
„Keine Ahnung wie ich das geschafft habe!“
„Was denn?“ Ich bemerke das auch ich ganz leicht nuschle und leicht benebelt war.
„Na das!“ Grinst er dümmlich und irgendwie auch pervers, als er an sich runter zeigt.
Über seinen Schritt spannt sich der Stoff der eigentlich recht weiten Hose und lässt mich stocken.
OH MEIN GOTT! Wieso macht mich das gerade so an?!

„Reita du perverses Schwein!“ rufe ich mit knallrotem Gesicht und presse mir die Hand auf den Mund. Das sollte vielleicht nicht jeder hier drin wissen.
„Ich kann doch nichts dafür!“
„Das kann man bei dir ja nie wissen!“
Reita war immer einer der gerne einen perversen Witz brachte und uns seine neuesten Bettgeschichten und Eroberungen auftischte.
„Hä?! Ich bin ein Engel in Person! Ich frage mich eher wo unsere kleinen Ferkel hin sind.“

Damit meinte er Aoi und Uruha, die erst seit kurzem zusammen waren uns so ziemlich keine Sekunde ausliessen sich zu befummeln. Uns störte das nicht und Reita genau so wenig. Der war ja auch selber Bisexuell oder was auch immer. Es wusste eigentlich keiner von uns so richtig was
er war.

„Egal, kennst sie ja. Wir warten einfach hier, Ruki ist ja noch da.“
Mit einem kurzen Blick zu ihm rüber vergewisserte ich mich, das er noch da war und plötzlich spüre ich eine Hand in meinem Nacken und Lippen auf meinen eigenen. Ich reisse die Augen auf und sehe in die halb geöffneten von Reita.
Seine andere Hand streichelt meinen Oberkörper und ich bin einfach nicht fähig irgendwas dagegen zu tun,  oder gegen dieses Gefühl, dass sich langsam in mir breit macht und alles kribbeln lässt.

Seine Zunge fuhr auf einmal federleicht über meine Lippen und ohne nach zu denken, öffne ich sie. Der Kuss ist Leidenschaftlich und fordernd und unsere Hände fangen während dem auch an den anderen zu erkunden.

Doch plötzlich löst er den Kuss, nimmt seine Hände von meinem Körper und wendet sich von mir ab. Unser Atem geht schnell und er legt eine Hand auf sein Mund. Als würde er es nicht fassen was gerade passiert war. Ich kann es auch kaum glauben und so starre ich einfach auf den Tisch.

Kurze Zeit später, als wir uns etwas beruhigt haben, kommen Aoi und Uruha endlich wieder und wir gehen alle nach Hause. Blöd nur das ich und Reita zusammen wohnten weil wir uns noch keine eigene Wohnung leisten konnten und sowieso schon immer eine zweier WG wollten.
Der Abend konnte ja noch heiter werden..
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