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Angriff der Geißel - Die Schlacht um Goldhain (The Ayron Saga 1)

von Ayron1986
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Fantasy / P12 / MaleSlash
07.10.2013
07.10.2013
10
11.625
 
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07.10.2013 700
 
Am späten Nachmittag war Ayron mit seiner Arbeit fertig und sein Vater gab ihm den Rest des Tages frei. Daraufhin verließ er die Schmiede und machte sich auf den Weg nach Hause. Da er das schöne Wetter genießen wollte, unternahm er einen Umweg zur kleinen Brücke, die über den Dorfteich führte. „Hey, Ayron, warte mal!“, hörte er eine Stimme hinter sich. Er drehte den Kopf und erblickte seinen langjährigen Kumpel Eric. In seiner Hand hielt er ein zerknittertes Pergament. „Hallo, Eric! Wie… “ Eric war total aufgeregt und viel ihm ins Wort. „Schau mal, das diesjährige Turnier fängt schon morgen an. Jeder zwischen 12 und 15 Jahren…. Also du jetzt auch… dürfen sich eintragen lassen. Morgen früh um 09:00 Uhr beginnt es.  Als Ausrüstung ist eine Übungswaffe aus Holz vorgeschrieben. Die Teilnehmer werden durch Zufallsprinzip ausgewählt und treten nacheinander an. Dem Sieger winken  zehn Goldstücke! Na, das ist doch was! Ich hab mich schon eintragen lassen!“ Ayron musterte die Ausschreibung, die ihm Eric in die Hand gedrückt hatte. Er setzte zu einer Antwort an, kam aber nicht dazu, da eine Stimme seinen Gedankengang unterbrach.

„Ja, sieh mal einer an, wen haben wir denn da? Die zwei Dorfbabys!“, lachte ein bulliger Jugendlicher mit kurz geschorenen braunen Haaren und einer Salve Sommersprossen im Gesicht. Er überragte die beiden um mehr als einen Kopf. Ayron und Eric blickten wütend. Sie kannten ihn. Es war Robert, der sich immer wieder einen Spaß daraus machte, Jüngere zu ärgern. Er schlenderte gelassen auf die beiden zu, entriss Ayron das Pergament, warf einen Blick darauf und brach in einen zweiten Lachanfall aus. „Waas?? IHR wollt da mitmachen? Ihr schafft doch nicht mal die erste Runde! Aber gut, macht ruhig mit, dann hab ich die Gelegenheit, euch zwei Schwachmaten platt zu machen!“ „Verbreite deinen Mist woanders! Gib mir das Pergament zurück!“, forderte Eric und griff nach dem Papier. Robert wehrte mit der rechten Hand, in der er die Ausschreibung festhielt, den Angriff ab und verpasste Eric mit der linken Faust einen ausgeholten Schlag aufs Auge. Eric stolperte rückwärts über einen niedrigen Holzzaun. „Ganz ruhig bleiben, Baby. Sonst sorg ich dafür, dass du erneut das Gehen lernen musst…. Mit einem Holzbein! HAHAHAHA!“ Ayron starrte Robert wütend an, ballte eine Faust und sprach: „Das machst du nicht noch einmal!“ „Was, das andere Baby kann auch schon sprechen? Alle Achtung!“ Ayron duckte sich, zum Angriff bereit, Robert grinste ihn nur dämlich an. Gerade als Ayron vorschnellen wollte, packte jemand von hinten Robert an der Schulter und drehte ihn herum.

„Dir macht es wohl Spaß, Kleinere zu schikanieren. Ein kaltes Bad wird dir guttun!“, sprach der Mann, packte mit der anderen Hand Robert´s Hüftgürtel und schmiss ihn kopfüber im hohen Bogen in den Teich. Kurz darauf tauchte der klobige Kerl wieder auf und hustete Wasser. „Das werden Sie mir büßen, Krighton! Falls Ihr Sohn die Dummheit besitzt, morgen beim Turnier anzutreten, mache ich ihn fertig!“, schimpfte er, während er ans gegenüberliegende Ufer schwamm. Dann machte er sich hastig aus dem Staub. „Danke, Mr. Krighton!“, sagte Eric, als Ayron´s Vater ihm die Hand zum Aufstehen hinhielt. „Nicht der Rede wert. Aber sagt mal, was hat das mit dem Turnier auf sich, von dem der Dicke gesprochen hat?“

Ayron erklärte rasch und deutete dabei auf das Informationsschreiben. „Ich darf doch mitmachen, Vater?“ „Na, klar, Sohnemann. Dieses Turnier wird helfen, aus dir ´n waschechten Kerl zu machen. Es wird eine wertvolle Erfahrung für dich sein, für gute Leistung zusätzlich Geld zu verdienen. Außerdem….“ Er beugte sich lächelnd zu den beiden Jungen runter „… würde ich gerne sehen, wie du diesem dummen Halbstarken eine Lektion erteilst. Ich kann dich ja nicht ewig beschützen.“ Ayron nickte seinem Vater zu. „Einer von uns beiden wird ihn besiegen, das verspreche ich!“, sagte Ayron entschlossen und blickte auf Eric´s gerötetes Auge.

Ayron saß in seinem Zimmer auf einem Stuhl und beobachtete nachdenklich sein Holzschwert, das er aus zwei Stück Holz geschnitzt hatte. Es beschrieb eine Länge von einem Meter. Die hölzerne Parierstange war in richtiger Höhe aufgenagelt und um den Schwertgriff einen Lederriemen gebunden, damit es ihm während des Kampfes nicht aus der Hand rutschen konnte. Mit gemischten Gefühlen legte er sich schlafen und erwartete den nächsten Morgen…
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