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Mein Leben bei den Expendables

GeschichteAbenteuer, Familie / P12 / Gen
Barney "The Schizo" Ross Gunnar Jensen Hale Caesar Lee Christmas Toll Road Yin Yang
05.10.2013
27.10.2013
2
2.267
 
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05.10.2013 959
 
Hei, du da. Genau du. Ich bin Veronica. Schön dich kennen zulernen. Du fragst dich, was ich von dir möchte? Naja, dass ist ganz einfach. Ich möchte dir von meinem Leben und meiner, wie soll ich's nennen, sogenannten Familie erzählen. Warum ich sage 'sogenannte Familie'? Sagen wir's so: Meine Eltern sind getötet worden als ich zwei Jahre alt war. Eine Söldnertruppe hatte da gerade einen Einsatz, sie sollten einen Mann namens Jean Villain ausfindig machen und dem FBI überbringen. Nun ja, meine Eltern und ich waren zur falschen Zeit am falschen Ort. Sie sind grade mit mir am Flughafen gewesen und wollten meinen Onkel abholen. Und dann ist es passiert. Meine 'Familie' hat mir nie alles erzählt. Sie sagen immer nur: Falsche Zeit, falscher Ort.
Auf jeden Fall hatten sie dann Mitleid mit mir und ich wurde adoptiert. Von wem fragst du dich? Von Barney Ross, natürlich. Dem Boss dieser ganzen verrückten Bande. Naja, praktisch sind alle mein Vater für mich. Bei Einsätzen ist immer einer bei mir geblieben und hat auf mich aufgepasst, und das auch zurecht. Und wenn sie dann alle da waren, hat sich jeder mit mir beschäftigt. Lee hat mir beigebracht mit Messern zu werden, Gunnar hat mir Chemie näher gebracht und es mir ermöglicht sogar in der Schule immer einsen zu schreiben in Chemie. Mit Hale, der erst etwas später dazu kam, hab ich immer fleißig Gewichte gestämmt, mit Toll hab ich gerangelt und auch etwas geboxt, Barney hat mir das Schießen beigebracht, Yang alles weitere was ich an Kampfkunst brauche. Tja, und mit Tool hab ich gezeichnet und an Motorrädern rumgeschraubt. Später, als Billy dann kurz nach meinem 18. Geburtstag dazu kam, hab ich mit ihm eigentlich immer nur dagesessen und geredet.
Meine Hauptaufgabe ist allerdings Kochen, Nähen, Waschen und Sauber machen. Mir macht es aber auch Spaß, die Jungs sind super nett und es gibt schon einige witzige Momente.
Wir wohnen alle zusammen in einem Haus. Oft ist es ziemlich Chaotisch, es scheint mir sogar, ich bin die einzige Person die organisiert, durchgeplant und ordentlich ist.
"HALE!", rief ich irgendwann morgens im Sommer. Die Sonne ging gerade auf, es war etwa halb fünf Uhr morgens. "Hale, verdammt nochmal!", rief ich erneut. Ein Poltern war zu hören und Hale sprang unerwarteterweise direkt vor mich. Wutentbrannt starrte ich ihn an, hob meine Hand und hielt ihm die Packung mit Munition unter die Augen.
"Ah, da sind die", grinste er dann und wollte nach der Packung greifen. Ich allerdings zog meine Hand zurück und hielt die Packung hinter meinem Rücken versteckt.
"Ja, und weißt du, wo ich die gefunden habe? Ich meinem Zimmer, vor meinem Bett. Da, wo sonst meine Hausschuhe stehen. Und weißt du auch wie ich die gefunden habe? Hm?! In dem ich schön drauf getreten bin ..." Ich funkelte ihn böse an und ein kleines, schuldbewusstes Lächeln bildete sich auf seinen Lippen. "Sorry, Rony, kommt nicht wieder vor"
"Will ich auch hoffen ... ", brummte ich und gab ihm die Schachtel mit dem Patronen wieder. Manchmal ist es wirklich so, dass die Jungs sich wie Kinder behandeln und ich wie ihre Mutter bin. Es ist anstrengend, aber was soll's?!
Ich machte mich weiterhin fertig für die Schule, so wie jeden Morgen sonst auch. Die Küche war wie immer unordentlich. Kaffee-Tassen stehen überall rum. Hier und da lagen Pizza Kartons. Auf dem Tisch lag eine von Barneys Waffen, Lee's Messer steckten teilweise in der Wand und Gunnar's Bierflaschen standen, wie immer geordnet, neben dem Kühlschrank. Irgendwie hat diese Unordnung Tag für Tag eine beruhigende Wirkung auf mich. Es zeigt mir jeden Tag aufs Neue, dass alles ok ist und ich  mir keine Sorgen machen muss. Wie jeden Morgen machte ich mir also mein Toast und meinen schwarzen Tee, aß gemütlich und ohne jede Spur von Stress oder Anspannung, wie sie wohl so einige andere verspüren würden, wenn neben ihnen eine Waffe auf dem Tisch liegen würde und Wurfmesser in der Wand nur wenige Zentimeter neben einem stecken würden.
Alles war leise, die anderen stehen immer erst später auf, aber ich muss früh raus um meinen Bus zu bekommen. Ich aß mein Toast auf und trank den Tee leer, verschwand in mein Zimmer und zog mich um. Dann fuhr ich zur Schule, langweilte mich dort den ganzen Morgen und fuhr wieder zurück. So läuft jeder Tag ab.
Nachmittags trainierte ich dann.
"Rony!", rief mich Barney. "Rony, wo steckst du denn?!" Ich eilte die Treppe runter in den Keller. Dort ist ein Schießstand. "Sorry", lächelte ich entschuldigend. Er musste auch grinsen, hielt  mir aber dann die Pistole hin. "Ich hoffe, du hast während unserer Abwesenheit ein wenig trainiert.", meinte er, stellte sich dann hinter mich und verschränkte die Arme vor der Brust.
"Klar hab ich. Jeden Tag mit Hale zusammen.", antwortete ich selbstbewusst, stellte mich an die Markierung und schoss. Direkt ins Schwarze. Wie die nächsten Male auch. Barney musterte mich weiterhin kritisch, lächelte aber stolz als ich die 30 Schuss alle ins Schwarze gesetzt hatte.
"Nicht schlecht, Rony. Du wirst immer besser. Ich denke, irgendwann können wir dich mal mit nehmen." Meine Augen weiteten sich. Mich mit nehmen? Verstehst du? Das ist das Größte! Mit meiner Familie einen Auftrag haben und mit ihnen den Auftrag dann ausfüllen! Ich habe solange dafür trainiert endlich mal mit ihnen auf eine Mission zu gehen, und vielleicht sogar endlich dem Mörder meiner leiblichen Eltern gegenüber zustehen. Verstehst du? Mein Herz rast immer noch wenn ich an sein Angebot denke ... Allerdings dauerte es noch etwas bis sie mich endlich mitnahmen.
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