Tirea - die Geister Pandoras

GeschichteMystery, Romanze / P16
01.10.2013
29.10.2013
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Prolog

„Tirea!“, Tsu’tey rief schon zum wiederholten Male nach seiner Freundin, doch sie antwortete ihm nicht.
Neytiri stieß mit ihrem Suchtrupp zu ihm, aber sie schüttelte den Kopf, als er sie erwartungsvoll ansah: „Ich kann sie auch nicht finden. Wo kann sie nur hingegangen sein, Tsu’tey?“
Es gab noch einen letzten Ort, der dem jungen Jäger einfiel.
Er rannte zurück zum Heimatbaum, so schnell seine Füße ihn tragen konnten, und rief dort nach seinem Ikran.
Er sprang auf und mit ein paar anderen Kriegern des Clans machte er sich auf den Weg zum Baum der Seelen, dem Vitraya Ramunong.
Als er sein Ziel erreichte, stellte Tsu’tey wie erwartet fest, dass Tirea sich hier an Eywa gewandt haben musste. Doch zu seinem Entsetzen, war die Spur, die sie hinterlassen hatte, ihr eigener Bogen, den sie vor nicht allzu langer Zeit aus dem Holz ihres Heimatbaumes geschnitzt hatte. Daneben lagen eine Strähne ihres Haares und eine blutrote Feder.
Die Feder hatte er ihr vor ein paar Wochen geschenkt, nachdem sie ihre Prüfung bestanden und ihren eigenen Ikran gewählt hatte. Er hatte lange suchen müssen, ehe er ein Tier mit der richtigen Farbe gefunden hatte, um eine solche Feder zu bekommen.
Keines dieser drei Dinge lag zufällig dort, dazu waren es die falschen und ihre Lage und Anordnung waren dafür mit zu viel Bedacht gewählt worden.
Ungläubig griff Tsu’tey nach der schneeweißen Strähne und der Feder.
Tireas älterer Bruder Ral nahm ihm die Strähne jedoch aus der Hand und hob auch ihren Bogen auf, dann warf er ihm einen kalten Blick zu, den Tsu’tey nicht zu deuten vermochte, und stieg wieder auf seinen eigenen Ikran, um beide Fundstücke zum Kelutral und dort zu seinen Eltern sowie Eytukan und Mo’at zu bringen.
Ein anderer der älteren Jäger legte Tsu’tey eine Hand auf die Schulter und führte ihn vom Baum fort.
Der künftige Olo’eyktan wusste, was all diese Zeichen zu bedeuten hatten, doch er verstand den Grund nicht.
Tirea hatte sie verlassen und nur Eywa wusste weshalb.