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KurzgeschichteRomanze / P12 Slash
Dr. John Michael "J.D." Dorian Dr. Percival Ulysses "Perry" Cox
28.09.2013
28.09.2013
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JD hörte nur einen Pfiff und er wusste, dass er ihm galt. Und von wem er kam wusste er natürlich auch; wer sonst behandelte ihn nach all dieser langen Zeit auch sonst noch immer so respektlos…

„Melinda, hierher!“, ertönte die Stimme von Dr. Cox, als JD seiner Meinung nach wohl zu langsam auf den Pfiff reagierte. „Wie du weißt habe ich viel zu tun und man sollte meine kostbare Zeit nicht verschwenden. Und das hier ist wichtig, also setz deinen Arsch in Bewegung und folge mir, los!“, fuhr der Chefarzt im Vorbeigehen fort und JD tat wie man ihm befahl.

Nach einigen Schritten machten die beiden Ärzte vor einer Abstellkammer halt und Dr. Cox öffnete die Tür. „Na komm schon, rein da!“, sagte dieser und zeigte in den kleinen Raum. JD schaute sich im Flur um, als würde er dort vielleicht einen Grund für diese seltsame Situation finden, doch niemand war in der Nähe. Als Dr. Cox schon ziemlich ungeduldig aussah, entschied JD sich einfach dafür, in den Raum zu gehen, um ihn nicht zu verärgern. Dr. Cox folgte ihm, verschloss die Tür und atmete einmal kurz tief durch.

Im nächsten Moment spürte der junge Arzt auch schon die warmen Lippen seines Vorgesetzen auf den seinen. Sie pressten sich stark, aber liebevoll gegen seinen Mund und öffneten sich dann leicht, wodurch JD seine Lippen ebenfalls öffnen musste und er somit den feuchten Atem seines Gegenübers in seiner Mundhöhle wahrnehmen könnte. JD wusste nicht, was hier gerade passierte, und schon gar nicht warum, aber er fühlte sich wie im siebten Himmel und er wollte alles tun, damit Dr. Cox dies auch bemerkte und ihm zu spüren geben, dass er diesen Kuss zu schätzen wusste. Er drehte den Kopf leicht zur Seite und schloss seine Lippen auf denen von Dr. Cox, um diesen zu küssen und er war dabei, nun seine Lippen wieder zu öffnen, um eventuell seine Zunge einzusetzen, doch hier stoppte JD. Er hatte etwas Angst, denn er wusste nicht, wie weit er gehen durfte. Er hatte schließlich keine Ahnung, was das hier sollte und wenn er zu weit ging, dann würde er alles ruinieren.

Doch kaum hatte JD diesen Gedanken gefasst, spürte er die Hand des älteren Arztes auf seinem Gesicht, scheinbar um JD ein Gefühl der Sicherheit und Gewissheit zu verleihen, denn kurz darauf begann Dr. Cox seinen Schützling intensiver und ein wenig heftiger zu küssen. In diesem Augenblick fand JD sich gegen ein Regal gepresst wieder. Die Bretter schmerzten  ihn etwas an seinen Schultern, was ihn wieder in die Realität zurückholte. Aufgrund dessen wurde der  junge Arzt leicht panisch, was zur Folge hatte, dass seine Knie weich wurden und er etwas nach unten sank. Dass der junge Mann so offensichtlich emotional überwältigt war, brachte Dr. Cox zum Lächeln und er öffnete seine Augen. Nun sahen sich die beiden an, was Dr. Cox als Gelegenheit nahm, um sich zu erklären:

„Ich wusste, du würdest dich freuen“, begann er seine Begründung, als er den erröteten JD sah. Er fuhr fort: „Hiermit wollte ich dir danken. Einfach dafür, dass du immer noch hier bist. Dir bei der Arbeit zuzusehen macht mich… glücklich. Du versprühst so viel Freude bei dem, was du tust, und ich wüsste nicht, was ich machen würde, wenn du nicht mehr hier wärst. Danke, für dein Durchhaltevermögen, denn obwohl ich nie nett zu dir bin, bist du trotzdem an meiner Seite geblieben, da du wahrscheinlich doch irgendwie mitbekommen hast, dass ich dich leiden kann. Also…danke.“

Anschließend sah Dr. Cox zu Boden, weil es ihm natürlich nicht leicht fiel und es ihm auch unangenehm war, so etwas zu sagen. Er zwang sich nun noch einmal zu einem Grinsen, weil er verbergen wollte, wie unwohl er sich fühlte, und öffnete schließlich rasch die Tür. Ohne sich noch einmal umzudrehen, verließ er den Raum und ging schnell zurück in die Richtung, aus der die beiden vorher gekommen waren.

JD stand noch immer wie angewurzelt in der Kammer mit der offenen Türe und starrte in den leeren Flur. Kurze Zeit später kam Elliot vorbei und erblickte den träumerisch dreinblickenden Dorian.

„Hey, JD! Alles klar bei dir?“, versuchte sie, ein Gespräch zu starten. Doch als JD nach einigen Sekunden immer noch keine Antwort gab, sondern dieser nur noch mehr grinste und nun völlig abwesend wirkte, machte die blonde Ärztin einen Schritt auf ihren Kollegen zu, schüttelte ihn sanft und versuchte es ein weiteres Mal: „JD, ist alles okay mit dir?“.

Er erschrak und merkte jetzt erst, dass Elliot vor ihm stand und sagte leicht verwirrt: „Ja…ja, alles okay.“

„Das war wohl ein SEHR beeindruckender Tagtraum, was? Du warst ja wie weggetreten!“, sagte Elliot kichernd.

„Da muss ich dir gewissermaßen zustimmen…“, gab JD zu und ergänzte noch: „Es war… sehr real und doch ziemlich unwirklich“.

~ ENDE ~
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