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Tote Jungen Lügen Nicht!

von Noah Rook
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16
27.09.2013
19.01.2015
22
35.743
3
Alle Kapitel
92 Reviews
Dieses Kapitel
10 Reviews
 
 
27.09.2013 1.430
 
Heiho *.* Jaa, wie meine treuen Leser vielleicht merken bin ich ein wenig am Neues ausprobieren. Hallo :D Freut mich, dass du das hier liest :*
<3
Die Geschichte ist vom Buch *Tote Mädchen lügen nicht" inspiriert und dessen Rechte gehören Jay Asher. dem Autor des Originals :D
Ich habe mir vorgestellt wie es wäre, wenn ein Junge statt Hannah sich das Leben genommen hätte und das Ergebnis kommt hier nach und nach zustande :D
Meine Personen gibt es nicht im Buch--sie sind freigewählt. :D
UND WAS WICHTIG IST, DAS THEMA MIT DEM SICH DIE GESCHICHTE BEFASST IST NICHT FÜR JEDERMANN UND MEIN ERSTES KAPITEL BESCHÄFTIGT SICH SEHR DAMIT--
(Ich hadere noch mit der Altersfreigabe!!!)


Denen, die trotzdem weiterlesen wollen (ich warne einfach vor-weil Thema Selbstmord für manche vielleicht zu hart ist!)wünsche ich
Viel Spass beim Lesen <3

*Popcorn und Kekse hinstell*



                     PROLOG


Seine Schritte hallten bedrohlich laut auf dem nassen Beton.
Der Wind pfiff ihm um die Ohren und strich ihm über das kurze blonde Haar, als wolle er ihn zu seiner Tat ermutigen.
Kleine Steinchen knirschten unter seinen Schuhsohlen.
Die Lichter der Strasse und Häuser tauchten die Stadt in eine Welt, die von Schönheit und Harmonie gezeichnet war.
Sie machten die Stadt und alles in ihr, schön und unschuldig und verbargen die grausame Wahrheit, die in ihr schlummerte.
Die Wahrheit, die von vielen verschleiert und mit einem abgeklärten Lächeln verdeckt wurde.
Die Wahrheit, die nur er kannte.
Die Wahrheit, die sein Leben zerstört hatte.
Er warf einen Blick auf den Mond, der rund und voll über ihm strahlte und ihm den Abschied erschweren wollte.
Er glänzte so wundervoll, dass er an seinem Vorhaben gezweifelt hätte, wäre ein Rückzug zur Auswahl gestanden.
Wäre er nicht so tief unten gewesen.

Es gab kein Zurück mehr.
Nichts und niemand würde ihn nun noch aufhalten können.
Er lief weiter, weiter und weiter bis er mit dem Becken an das Geländer der Brücke anstieß.
Unter ihm verliefen die Strassen, die überfüllt waren vom Abendverkehr.
Die Lichter trübten seine Sicht und und trugen ihn weit weg, zurück in seine Träume.
Zurück....in die Vergangenheit.

Zurück in die Zeit, als alles noch anders war.
Als es noch einen Ausweg gab.
Hätte er ihn doch nur wahrgenommen.
Ein kräftigerer Windstoß als zuvor trug ihn noch ein Stück näher an sein Ziel.

Jetzt lag es an ihm.
Jetzt fehlte nur noch ein letzter Schritt.
Ein Schritt....und alles wäre vorbei.

Er vergaß zu atmen und schluckte den Klos in seinem Hals hinunter.
Er hatte Angst. Furchtbare Angst.
Er hatte keine Angst vor der Entscheidung.
Oder vor der Ungewissheit, was danach geschehen würde, was geschehen würde, nachdem er gesprungen war.
Nein, er hatte Angst, dass sein Plan fehlschlagen würde.
Dass das Päckchen sein Ziel nie erreichen würde.

Er warf einen letzten Blick zum Mond, schweifte ab und schaute hinab in das glitzernde Lichtermeer der Stadt. Unwillkürlich tastete er nach der Kette um seinen Hals.
Sie war noch da.
Sie würde mit ihm sterben. Sie, und alles wofür sie stand.

Dann zögerte er keine Sekunde mehr.
Kraft und eiserner Wille durchfluteten ihn und er schloss die Augen.
Er setzte einen Fuß vorwärts, schwang sich über das Geländer.
Noch ein Schritt, und ein weiterer war nicht mehr nötig.

Er flog und fiel gleichzeitig.
Er flog hoch in den Himmel hinauf, hinauf zu den Sternen, hinauf zum Mond. Hinauf ins Glück und weit weg von der Erde, die ihn in den Tod getrieben hatte.


KAPITEL 1

"Stirb Wecker!! Stirb!!"
war mein erster Gedanke, als ich an diesem Dienstagmorgen aus meinen Träumen gerissen wurde.
Als Entschuldigung für diese miese Tat könnte man doch eigentlich denken, dass mich ein strahlend blauer Himmel erwarten würde, als ich mich auf den Weg zur Arbeit machte.
Aber nein--Totale Fehlanzeige!!
Die Einzigen, die auch nur im Entferntesten einen Grund zum Strahlen hatten, waren die halb verdörrten Pflanzen und Blumen, die diesen Herbstregen schmerzlich herbeigesehnt hatten.

Im Gegensatz zu mir.

Ich wusste schon von vornherein, dass dieser Tag in einer Katastrophe enden würde.
Und das sage ich nicht, weil ich das normalerweise  JEDEN Tag weiß.
Heute fing das schon bei der Arbeit an.
Der Blumenladen zur *glücklichen Schildkröte* (sagt am Besten gar nichts, ich weiß das der Name schrecklich ist!!) öffnet immer um Punkt 9 Uhr morgens. Ich betrat eine halbe Stund zuvor den Laden um Klarschiff zu machen, ehe mein völlig verschlafener Chef herein kam und erstmal eine halbe Ewigkeit lang nach seiner Brille suchte, bis ihm einfiel dass er diese ja auf seiner Nase sitzen hatte.
Bis dato nichts ungewöhnliches.
Ungewöhnlich war jedoch, die Anzahl Menschen, die in unserem Blumenladen nach weißen Rosen verlangten. Weiße Rosen, Lilien, Glockenblumen, was es war, war den Kunden eigentlich egal. Hauptsache, die Blumen waren weiß.
Je mehr Blumen ich schnitt, bündelte und verkaufte, und je mehr geknickte Menschen unseren Laden betraten um weiße Blumen zu bestellen, desto unruhiger wurde ich.
Hatte ich irgendwas verpasst?
Und da betrat Melina den Laden.
"Melina." begrüsste ich sie erfreut--doch mein Lächeln erstarb augenblicklich als ich in ihr Gesicht schaute.
Verquollene Augen, fleckiges, rotes Gesicht. Tränenspuren auf den Wangen.
Oh mein Gott!!
Und da erfuhr ich es.
Direkt, aus dem Mund seiner Schwester.

Er war tot.
Nevan Fisher hatte sich umgebracht.
Dieser Idiot!


In derselben Woche fand ich das Päckchen.
Meine Mutter hatte es mir eines Abends säuberlich vor die Zimmertür gestellt, bevor sie zur Nachtschicht gefahren war und mit großen, krakeligen Buchstaben *Für Dich* darauf gepinselt.
Für mich?
Wer schickte MIR denn bitte ein PÄCKCHEN?
Neugierig suchte ich in meiner Schreibtischschublade nach einer Schere und schlitzte damit, dass Päckchen, dem Klebestreifen entlang auf.
Während ich mich fragte, was sich wohl darin befand öffnete ich die Kartonschachtel....
....und erblickte 3 Kassetten,
auf einem Schaumstoffbett darin.

Die Kassetten waren nummeriert.
Die Zahlen 1-3 sind auf der ersten, 3-6 auf der zweiten und 6-9 auf der letzten Kassette.
Kassetten.
Ich schnitt dem Päckchen eine ungläubige Grimasse. Wer verschickte heute denn noch Kassetten?
Heute, wo iTunes und Youtoube, Spotify, MP3 Players und Handys ein alter Hut sind?
So ein Glück, dass ich eine Art Messi-Eigenschaft besaß und meinen alten Kassettenrekorder noch immer in meinem Zimmer hortete.
Wofür eine 18jährige den noch braucht, fragte mich meine Mutter ein ums Andere Mal.
Na, um heimlich Simsalagrimm oder Räuber Hotzenplotz zu hören, wozu denn sonst?

Ich schnappte mir den Schuhkarton mit den Kassetten und trug sie auf mein Zimmer. Plötzlich gab es für mich nur noch die Kassetten.
Vielleicht hatte die mir ja irgendein Agent geschickt, der mich im Laden gesehen und meine Loyalität für gut befunden hatte. Vielleicht wollte mich das FBI ja für seine Dienste einspannen....und ihre Forderungen waren auf den Kassetten?
Ich grinste in mich hinein.
Und wenn ich mir die Haare blau färben oder mein Tattoo auf dem Nacken entfernen lassen müsste--ich wäre sofort dabei!!!
Meinetwegen würde ich sogar nach Timbuktu auswandern.
In meinem Zimmer angekommen stellte (bzw. schmiss) ich den Karton aufs Bett und nahm die erste Kassette raus. Diese spannte ich in den Rekorder und schloss die Klappe. Mit erwartungsvoll gespannten Ohren drückte ich auf "Play" und lauschte dem Rauschen der Kassette.
Wartete darauf, dass aus dem Rauschen ein Ton, oder eine Melodie wurde.
Oder eine Stimme.
Das Rauschen klang ein wenig ab und tatsächlich. Eine Stimme trat an den Vordergrund.
Doch bei der Stimme auf dem Band blieb mir das Herz stehen.


<<Hallo zusammen. Ich bins Nevan. Nevan Fisher.>>

Was zum...???.

<<Ich hoffe ihr kommt jetzt nicht auf die blöde Idee-die Kassette auszuschalten und in den nächsten Mülleimer zu werfen! Das wäre nämlich ein fataler Fehler!! Denn es gibt einen Grund, warum ihr die Kassetten bekommen habt, ich will euch den Grund nennen.“>>

Das…das konnte nicht sein. Nevan....
Es war SEINE Stimme. Seine. Und nur seine.
Aber wie war das möglich?
Ich hatte ihn gesehen. Ich hatte seine Leiche gesehen. Hatte um ihn geweint. Hatte geschrien, die Menschen wahnsinnig gemacht.
Er war tot.

<<Ihr fragt euch was für einen Grund? Nun….(an dieser Stelle hörte ich ihn leise lachen) eigentlich sind es mehrere Gründe. Die Gründe, für das, was geschehen ist.  Die Gründe, warum mein Leben ein Ende fand. Und wenn du diese Kassetten erhalten hast….bist du einer davon.>>

Hastig drückte ich auf *Stopp* und meine Finger fühlten sich an, als hätten sie sich am Rekorder verbrannt. Dann warf ich mich aufs Bett.
NEIN!! dachte ich. NEIN!!
DAS KANN NICHT SEIN!!



So das wärs fürs Erste :* Kommis sind erlaubt <3
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