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ignis fatuus

Kurzbeschreibung
SammlungAllgemein / P16 / Div
Anna Milton Lucifer Meg Masters Michael Ruby Sam Winchester
25.09.2013
11.08.2021
19
10.354
2
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25.09.2013 415
 
Prompt: Sam x Gabriel | Spielhalle

Wordcount: 400 Wörter


ignis fatuus
[
Spielhalle ]

Es gibt Tage, die besser laufen als andere, und Gabriel ist davon überzeugt, dass dieser Tag dazu gehört. Die Spielhalle hat zehn Minuten früher geöffnet als sonst, der Besitzer hat eine Aushilfskraft eingestellt, die ihn noch nicht kennt, und er hat in seiner Lollipop-Sammlung eine Geschmacksrichtung entdeckt, die er noch nie zuvor probiert hat.
Die Wolken am Himmel machen einen großen Bogen um die Sonne und keinen Moment lang bezweifelt Gabriel, dass dies ein unfassbar guter Tag werden wird. Und wenn er es nicht von allein wird, dann wird Gabriel ihn einfach dazu machen. Punkt. So einfach würde das sein.

»Wie heißt du?« Gabriel grinst und lässt den Lollipop von der linken auf die rechte Seite wandern. Der Mann mit den braunen Haaren und dem karierten Hemd lächelt freundlich, irgendwie geschäftsmäßig – er ist schließlich gerade bei der Arbeit. Aber er wäre kein Loki, wenn er einfach aufgeben würde.
»Und was machst du, wenn du nicht in Spielhallen arbeitest?«
Er antwortet, dass er in Stanford studiert.
Ein kluger Bursche, die mag Gabriel am liebten. Die lassen sich aus reiner Neugier auf ihn ein, ohne zu bemerken, was vor sich geht. Die sind am spannendsten, weil der Nervenkitzel das Beste daran ist.

Nachdem er sich mit dem jungen Mann namens Sam unterhalten hat, hat er ihm (unbemerkt von allen anderen) Streiche gespielt. Keine Lebensgefährlichen wie die, die er normalerweise spielt. Nur Kleinigkeiten wie wilde Mäuse auf den Tresen. Oder ein als Clown verkleideter Mann, der ab und an in Sams Augenwinkel auftaucht, nur um dann wieder zu verschwinden.
Er sieht verschreckt aus, aber es ist alles harmlos und wirklich nur Spaß – für Gabriel.
Einmal hat er auf Sams Schulter einen kleinen Engel erscheinen lassen, der ihm Perversitäten ins Ohr geflüstert hat, die ihn rot werden ließen.
Es war eine wahre Freude. Wirklich.

Eigentlich weiß er gar nicht so genau, wie es passiert ist oder warum es passiert ist, aber er ist sich ziemlich sicher, dass es passiert sein muss, denn sonst würde er gerade nicht mit Sam in einer Besenkammer stehen und wild und hemmungslos herumknutschen.
Wobei das an sich Gabriel ja egal wäre, weil er nicht sonderlich zwischen den Geschlechtern unterscheidet. Er umgibt sich einfach gern mit Dingen, die er schön findet. Und Sam ist schön.
Aber was nun das wie und warum in den Hintergrund rückt, ist, dass diesmal etwas entscheidend anders ist.
Er empfindet zu viel dabei.
Verdammt auch.
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