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ignis fatuus

Kurzbeschreibung
SammlungAllgemein / P16 / Div
Anna Milton Lucifer Meg Masters Michael Ruby Sam Winchester
25.09.2013
11.08.2021
19
10.354
2
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
11.08.2021 1.035
 
charlie x meg | 15: a hope we don't get caught kiss
dieses twitter writing ding

für Nirax
schreibe zu wenig femslash, also ist hier femslash!

CN: Ein bisschen NSFW-ish



Im Dunkeln und im Schatten, woanders gibt Charlie sich nicht mit Meg ab, und irgendwann bemerkt Meg, dass sie die Ecken und Winkel des Bunkers sondiert, sich hinter Dean und Sam und Cas herschiebt und nur zwischen den Lampen stehen bleibt, wo das Licht sie nicht mehr erreichen kann.

„Wir werden erwischt werden“, flüstert Charlie in den winzigen Platz zwischen ihren Körpern, aber ihre Hand ist immer noch unter Megs Shirt und gefährlich nahe an ihrem Hosenbund.

„Dann musst Du wohl leise sein“, erwidert Meg schelmisch, bevor sie Charlies Mund mit ihrem eigenen verschließt und ihre Finger sich in Charlies Oberteil krallen, als wäre es möglich, sie dadurch noch näher zu ziehen, obwohl sie sich bereits so nah sind, dass Meg bezweifelt, es könnte noch ein Blatt zwischen sie passen.

Als sie von Charlies Lippen wieder ablässt, atmet Charlie so schwer, dass das Geräusch Megs ganzen Brustkorb füllt, und Meg hat das Gefühl, dass ihr eigener Atem viel zu langsam geht; beinahe so, als wäre sie vollkommen unberührt von Charlies Händen und Lippen und Herz.

Ihre Lippen finden ganz von selbst ihren Weg an die Stelle direkt unter Charlies Ohr, während sie Charlies Deodorant versucht zwischen Meeresbrise und Wasserlilie einzuordnen, aber gnadenlos daran scheitert.

„Wenn sie uns erwischen“, fragt Charlie und Meg kann sich kaum auf ihre Worte konzentrieren, weil Charlie beginnt, kleine Kreise mit ihrem Daumen in ihre Haut zu zeichnen, was sich viel zu liebevoll anfühlt, dafür, dass sie doch eigentlich nur Nähe und Küsse und Atem teilen, „was machst Du dann?“

Ja, was macht Meg dann?

Soll sie jubilieren, weil die Winchesters endlich mitbekommen, dass Meg noch das Reinste auf diesem Planeten verderben kann – sei es nun Deans Hausengel oder die Frau, die die beiden Jäger als neue Schwester auserkoren haben. Oder soll sie der Zeit des Herumschleichens und Lügens und der Heimlichtuerei hinterhertrauern, die sie bis in die letzte Faser mit Erregung erfüllen?

Sie weiß nicht, was sie dann macht.

„Das musst Du wohl auf Dich zukommen lassen“, antwortet Meg, weil es sie vielleicht zumindest rebellisch klingen lässt, statt absolut und vollkommen von Charlie vereinnahmt.

Charlie lacht leise und Meg zieht sie näher, um ihre Hände in Charlies roten Haaren vergraben zu können, weil sie sonst vielleicht etwas ganz Ungutes macht, wie ihre Hand auf Charlies Wange zu legen und ihr so tief in die Augen zu blicken, bis Charlie durch ihre menschlichen Augen direkt auf Megs abgrundtiefe, bodenlose Substanz blicken kann. (Sie glaubt nicht, dass Charlie bereit dafür wäre.)

Sie ist gerade dabei, Küsse auf Charlies Hals und Schlüsselbein zu verteilen, als Schritte auf dem Flur ertönen und Charlie ein erschrockenes Geräusch von sich gibt, das Meg eilig versucht mit ihrem Mund zu ersticken.

Mit der einen Hand zieht sie Charlies Kopf nach unten, damit Charlie nicht auf die Idee kommt, dass sie sich von Meg wegbewegen kann oder soll, und mit der anderen stellt Meg schnell sicher, dass sie Charlie, ohne sie zu verletzen, gegen die Wand hinter sich pressen kann, damit sie, wenn sie ein besonders glückliches Händchen haben, mit den Schatten verschmelzen können, ohne dass irgendjemand sie entdecken kann.

Charlie versucht, irgendetwas zu sagen, aber ihre Worte werden von Megs Lippen gedämpft, und die Schritte, die immer näher kommen, gehören unweigerlich zu den Winchester-Brüdern, die die allerletzten sind, die herausfinden sollten, dass Charlie sich in der wenigen freien Zeit, die sie hat, mit Meg vergnügt.

„Ich sage ja nur, Dean“, sagt Sam, kaum dass sie in Hörweite gekommen sind, „dass wir alle so schnell arbeiten, wie wir können.“

Charlie erstarrt in Megs Händen und Meg beißt in ihre Unterlippe, um Charlie nicht an den Strom zu verlieren, der sie sonst unweigerlich zurück vor ihren Computerbildschirm ziehen würde, um weiter zu coden und zu knacken und vielleicht endlich die Aufgabe zu erfüllen, für die sie hierhergekommen ist.

„Dann muss es eben schneller sein“, erwidert Dean unwirsch und Meg denkt amüsiert, dass Dean ihr manchmal der liebere von beiden Brüdern ist. „Das hat so keinen—“

Und dann biegen sie um eine Ecke und Deans Stimme wird von den hohen Decken so verzerrt, dass seine Worte nicht mehr verständlich bei Meg und Charlie ankommen, aber Charlie scheint noch immer ein bisschen zu konzentriert auf die Hoffnungslosigkeit und den Ärger in Sams und Deans Stimmen zu sein, als dass sie sich weiter Gedankenlos Megs Lippen und Worten zuwenden könnte.

„Was hättest Du gemacht, wenn sie uns erwischt hätten?“, fragt Meg nun und lehnt sich so weit zurück, dass sie Charlie all den Platz zum Nachdenken bietet, den diese sich wünschen könnte, weil sie gerade nicht einschätzen kann, ob Charlie sie wirklich fern von sich haben möchte oder doch eigentlich so nah, dass sie für einen Moment vergessen, dass sie in unterschiedlichen Körpern sind.

„Ich weiß nicht“, antwortet Charlie leise und dieser Umstand scheint ihr beinahe so viel Kopfzerbrechen zu bereiten wie der Code, von dem sie immer noch nicht gänzlich überzeugt ist, dass sie ihn knacken wird. „Aber gerade will ich es auch nicht herausfinden.“

Ihre Hände, die, während Sam und Dean vorbeigelaufen sind, von Megs Rücken gerutscht sind und lose auf ihren Hüftknochen auflagen, finden ihren Weg zurück unter Megs Shirt und streichen in festen, aber sanften Bewegungen über Megs Haut, als müsste sie nicht nur sich selbst beruhigen und ihre Gedanken zur Ordnung rufen, sondern auch Meg.

Aber Meg muss ihre Gedanken nicht ordnen und ihr Herz schlägt ganz regelmäßig und ruhig in ihrer Brust, weil sie, obwohl sie sich immer noch nicht entscheiden kann, ob sie erwischt werden möchte oder nicht, noch nicht ein einziges Mal Gedanken darüber gemacht hat, ob Charlie sich vielleicht von ihr abwenden würde, wenn irgendjemand hinter ihre Liaison kommen würde. Weil sie tief in ihrem Inneren bereits weiß, dass Charlie sie nicht einfach verraten und zurücklassen würde, um sich selbst in ein besseres Licht zu rücken.

Denn es ist doch so: Im Dunkeln und im Schatten, woanders gibt Charlie sich nicht mit Meg ab, weil Meg nicht die Einzige ist, die schon immer das Licht gescheut hat.
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