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The wall that protects my heart

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P16 / Gen
Asahina Futo Asahina Hikaru Asahina Tsubaki Asahina Ukyo Asahina Wataru Asahina Yusuke
25.09.2013
15.02.2015
14
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25.09.2013 3.827
 
Kapitel 1

Neues Heim mit 14 Geschwistern


Die Fahrt dauerte nun schon knappe 3 Stunden und so langsam hielt es die Schwarzhaarige nicht mehr aus. Sie saß hinten im Auto und hörte den Erzählungen ihrer neuen Eltern zu. Die beiden laberten wirklich zu viel für ihren Geschmack. Eigentlich wollte sie nur ihre Ruhe haben und es wäre ihr auch lieber gewesen weiter im Waisenhaus zu leben, als sich jetzt mit neuen Geschwistern rumschlagen zu müssen. Noch dazu kommen tut, das ihre Eltern nicht bei ihnen wohnten, sondern 4 1/2 Stunden weit entfernt. Sie sah sich die vorbeiziehenden Geschäfte, Häuser, Leute und alles was sie noch so sah an. Es würde sicher nicht leicht werden in so einer großen Stadt den Menschen aus dem Weg zu gehen. Ein leiser Seufzer schlich sich über ihre Lippen und sie legte ihre Stirn an die Autoscheibe. Es lief doch alles so gut für sie, warum musste man sie jetzt aus ihrem Vertrautem Umfeld reißen und in diese große Stadt bringen?

"Naoko? Wir sind da." Beide stiegen aus und holten die drei Taschen heraus. Naoko stieg nur wiederwillig aus. Sie wollte hier nicht sein. Wieder in einer großen Stadt, so wie damals. Es würde alles wieder schlimmer werden und auch die Träume würden wieder Vollständig sein. Es hatte 4 ganze Jahre gebraucht, bis sie die schlimmsten Szenen ausblenden konnte und es nicht mehr vor ihrem inneren Auge sah, doch hier wird sie sicher wieder alles daran erinnern. Schweigend folgte sie ihren Eltern. Gemeinsam betraten sie das große Gebäude und Naoko staunte nicht schlecht. Sie wusste zwar das sie Reich waren, doch so ein Komplex kostete ein halbes Vermögen. Nicht das sie es nicht gewohnt war, immerhin ist sie selbst auch in einer Wohlhabenden Familie aufgewachsen. Vor einem Fahrstuhl bleiben sie stehen. Ihre Mutter fügte beiläufig hinzu das sie jetzt in den 5-ten Stock fahren, um dort ihre Söhne und Stieftochter zu treffen. Doch Naoko hatte keine Lust und das konnte man förmlich spüren. Die Spannung in der Luft stieg mit jeder Sekunde an und die beiden Erwachsenen waren froh, als sie aus dem Fahrstuhl konnten. Schon vom Flur aus konnten sie aufgeregte Stimmen hören. So etwas wie: `Sie haben ein Mädchen adoptiert?!´, `Wir bekommen noch eine Schwester?!´, `Ich hoffe sie hat schönes Haar.´ und noch ein paar andere Bemerkungen, doch eine ging ihr besonders nahe. "Hoffentlich ist die nicht so dumm wie Ema." Alle Anwesenden, bis auf Naoko, wussten das dies nicht Ernst gemeint war. Doch eben da Naoko es nicht wusste, verhärtete sich ihre Mauer noch mehr gegenüber ihren neuen Geschwistern.

"Wie schön euch mal alle wieder zu sehen." Die Blonde drückte jedes ihrer Kinder der Reihe nach und sie taten es ihr gleich. Naoko jedoch blieb weit abseits stehen und sah zum Boden. Sie kam sich hier so fehl am Platz vor, genau wie damals. Ein weißhaariger Mann merkte es und wollte ihr sogleich eine Begrüßungsumarmung zukommen lassen, nicht zuletzt zur Aufmunterung. Doch ehe er sie zu greifen bekam, war sie ihm ausgewichen und er knallte volle Kanne gegen die Wand. "Auaaa~! Das war nicht nett~.", entgegnete er ihr mit weinerlicher Stimme, doch ihr Blick blieb kalt und sie wendete sich von ihm ab. Da stand auch schon der nächste vor ihr. "Tsubaki.", sagte dieser mit einem kleinen Seufzer. "Das kommt davon wenn man keine Ahnung von Frauen hat." Der Blonde beugte sich zu ihr runter und wollte gerade ihre Hand küssen, da warf sie ihn gekonnt über ihre Schulter und er kam ziemlich hart auf dem Boden auf. Die meisten anderen sahen nur entsetzt zu, doch Tsubaki, Fuuto und Yuusuke lachten laut los. "Wer kann hier nicht mit Frauen, Kana-nii~?", fragte ihn Tsubaki, leicht spottend. "Imouto-chan~, du hast mich wirklich überrascht." Kaname sah etwas verletzt zu Naoko, doch auch dies ließ sie kalt. Sie hasste Körperkontakt ohne Vorwarnung. Um die Situation etwas zu entspannen schlug ihre Mutter vor, dass sie erst einmal in ihr Zimmer gehen sollte um sich etwas auszuruhen. Sie nickte nur und nahm die Tasche. Ihr Vater nahm die anderen beiden und führte sie zu dem Zimmer in dem sie ab sofort leben würde. Dort angekommen ließ er sie erst einmal einen Moment alleine, um sich ein wenig zu erholen.

Sie sah sich im Zimmer um und das Erste das einem ins Auge fiel war die gelbe Farbe an den Wänden. Nicht gerade ihre Lieblingsfarbe, aber sie hasste sie auch nicht. Der Rest der Möbel war in buchefarbenem Holz gehalten, was das Zimmer noch heller und freundlicher wirken lies. Alles in allem war das Zimmer in Ordnung, doch es könnte auf jeden Fall besser sein. Naoko setzte sich auf das Bett und bemerkte das sie sich mit der Einrichtung wirklich viel Mühe gegeben haben, denn überall waren kleine Details zum Beispiel Vasen zur Deko, Pflanzen, ein Poster ihres Lieblingssängers und überhaupt sah es aus, als wäre das Zimmer mit viel Bedacht und Liebe eingerichtet worden. Innerlich lächelte sie, doch nach außen hin konnte man davon nichts sehen. Nach kurzem Überlegen ging sie aus dem Zimmer und entschloss sich zu den anderen zu gehen. Als sie im Flur war konnte sie hören wie sie sprachen und da sie wissen wollte, über was sie redeten blieb sie stehen und lehnte sich gegen die Wand.

"Ich hoffe ihr gefällt das Zimmer." Ein wenig besorgt sah sie zu Boden und Rintarou legte ihr eine Hand auf die Schulter. "Du solltest dir nicht zu viele Sorgen machen. Es wird ihr sicher gefallen." Mit diesen Worten versuchte er sie aufzumuntern, doch ihre Sorge überwog. "Ich kann einfach nicht anders. Sie ist ein so wunderbarer Mensch. Kannst du dich noch an das erinnern was uns die Heimleiterin erzählt hat?" Sie wand sich zu Rintarou. "Sicher. Du meinst das Tierheim das sie errichtet hat." Miwa nickte nur und fügte noch hinzu: "Sie liebt Tiere wirklich sehr und will Tierärztin werden." Jetzt reichte es Naoko. Sie wollte nicht das sie noch mehr über sich ausplauderte und stieß sich leicht von der Wand ab, um in das Wohnzimmer zu gehen. Als sie jedoch die kleine Treppe runter wollte, rutschte sie auf irgendetwas aus und fiel die letzten Stufen hinab. Dies erregte die Aufmerksamkeit der Anwesenden.

"Was zum Teufel war das denn?!" Naoko schaute sich um und fand einen Bonbon neben sich liegen. "Ein Bonbon?!!" Unbändige Wut brodelte in ihr auf, doch sie unterdrückte sie mit einem tiefem Atemzug. "Alles klar bei dir?" Neben ihr stand ein Mann mit braunem Haar und er reichte ihr eine Hand, doch sie ergriff sie nicht und stand selber auf. "Es geht mir gut, jedoch würde ich gerne wissen wer diesen Bonbon vermisst." Sie hielt den Bonbon hoch sodass ihn jeder sehen konnte und sogleich rannte der Kleinste auf sie zu. "Den habe ich vorhin schon gesucht! Er muss mir aus der Tasche gefallen sein." Naoko nickte einmal kurz und fing dann mit ihrer kleinen Predigt an. "So ist das. Wenn ich mich recht erinnere bist du Wataru-chan, nicht wahr?" Der Kleine nickte nur vor ihr und lächelte sie fröhlich an. "Gut. Dann werde ich dir jetzt mal was sagen, Wataru-chan. Ich HASSE Süßigkeiten und wenn ich dann noch auf einem Bonbon ausrutsche, mich dadurch auch noch verletze, fange ich an Süßes noch mehr zu hassen. Doch das aller schlimmste an der Sache ist, dass dir dieser Bonbon aus deiner Tasche gefallen ist. Weißt du worauf ich hinaus will?" Ihr Ton war eiskalt und Wataru war schon leicht den Tränen nah, doch sie ließ sich davon nicht beirren und wartete auf seine Antwort. "Du kommst wohl nicht darauf, was?" Sie atmete einmal tief ein und wollte ihm gerade erklären worauf sie hinaus wollte, als sich ihre anderen Geschwister einmischten. "Du bist viel zu hart zu ihm.", kam es von Tsubaki und die anderen pflichteten ihm bei. Miwa und Rintarou sahen sich alles von weitem an. "Ich bin nicht zu hart zu ihm, aber ihr seit zu weich. Wenn ihr euren Bruder weiter so in Watte packt, dann wird nie ein anständiger Mann aus ihm." Stille breitete sich im Raum aus. Sie wussten nicht was sie darauf antworten sollten und es hätte eh keinen Sinn gemacht, da Naoko sicher ein Gegenargument gefunden hätte. "Wataru-chan?" Sie wendete sich wieder dem Jüngsten zu und er nickte nur, von Traurigkeit keine Spur mehr. "Willst du wissen was ich gemeint habe?" Ihr Gesichtsausdruck war ernst. Diesmal jedoch ließ Wataru sich nicht von dem Klang ihrer Stimme beeindrucken, denn die Worte die sie vorher zu ihren Brüdern gesagt hatte, veranlassten ihn dazu ihr zuzuhören. Immerhin hasste er es wie ein kleines Kind behandelt zu werden. "Dann werde ich es dir erklären. Du bist zwar nicht direkt an meinem Sturz schuld, doch indirekt trifft dich eine Mitschuld, kannst du mir soweit folgen?" Er nickte kurz und sie fuhr fort. "Wenn ich zum Beispiel einen Steinboden putze und in keinster Weise auf die Rutschgefahr hinweise, kann mich dies in arge Bedrängnis führen. Genau so ist es bei deinem Bonbon. Es ist nicht das Selbe, doch im Prinzip sehr ähnlich und andere könnten es missverstehen, wenn du dich nicht richtig dafür rechtfertigst. Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen das es sogar Leute gibt die dich deswegen Anzeigen und dich vor ein Gericht zerren, obwohl du nur mit der Murmel gespielt hast und es nicht deine Absicht war das jemand darauf ausrutscht, dieser sich zufällig dabei ein Bein bricht. Also, was ist jetzt dein Part?" Naoko sah zu Wataru, welcher ihr sehr gut zugehört hatte. "Es tut mir aufrichtig leid das ich nicht aufgepasst habe und du deshalb auf dem Bonbon ausgerutscht bist." Sie nickte verstehend und klopfte ihm aufmunternd auf die Schulter. "Den kannst du jetzt jedoch vergessen.", sagte sie zu ihm und gab ihm den Bonbon. Wataru freute sich und umarmte Naoko. Seine Geschwister hielten den Atem an und auch ihren Eltern stockte er einen Moment, wussten doch mittlerweile alle was passieren konnte. Doch ihre schlimmsten Befürchtungen trafen nicht ein im Gegenteil, sie erwiderte sie. "Könntest du mich jetzt loslassen? Mein Rücken tut ziemlich weh, wenn du ihn so drückst." Sofort ließ der kleine Sonnenschein los und sah besorgt zu seiner neuen großen Schwester auf. "Du hast dich doch nicht etwa schwer verletzt, Onee-chan?" Naoko wehrte diese Theorie mit einer Handbewegung ab, doch sie hatte die Rechnung ohne Masaomi gemacht, welcher sie jetzt durchchecken wollte. "Ich will mir nur deinen Rücken ansehen.", sagte er mit einem Lächeln. "Nein." Naoko drehte sich auf dem Absatz um und wollte gerade die erste Stufe herauf gehen, als sie von einem stechendem Schmerz der ihr vom Bein bis in die Seite zog aufgehalten wurde. Sie ging wieder zurück und sagte nur `Gut´. "Was hat dich veranlasst deine Meinung zu ändern?", wollte Ema, ihre einzige Schwester wissen. "Dieser stechende Schmerz der durch meinen Körper zog, als ich die Treppe hoch wollte." Masaomi führte sie in einen Raum in welchem er alles mögliche an medizinischem Kram lagerte. Nachdem er fertig war und ihr einen Verband mit einer Salbe angelegt hatte, gingen sie wieder zu den anderen.

"Und, was hat sie?" Miwa sah besorgt zu ihrer Tochter. "Es ist eine starke Prellung mit ein paar Schürfwunden, doch nichts ernstes. Ich denke das sie in einer Woche wieder fast Schmerzfrei ist." Erleichtert atmete sie auf und entspannte sich mit einem Schlug Tee. Masaomi setzte sich wieder auf das Sofa und Naoko wollte sich gerade neben ihn setzen, als ihr Handy klingelte. "Moshi, moshi......Okitsu-san, was gibt es?...........Ja? Es hat sich also jemand an Firmengeheimnissen zu schaffen gemacht?.............Verstehe.......Nein, ich würde vorher gerne mit ihm reden.....Ich bin mir sicher. Bestellen sie ihn doch bitte für morgen Früh in mein Büro........Gut. Wir sehen uns morgen....Sayonara!" Als sie auflegte merkte sie, dass wieder alle Aufmerksamkeit auf ihr lag. "Was?!", fragte sie etwas genervt. "Du führst die Firma also schon?", fragte sie Miwa überrascht, doch Naoko schüttelte den Kopf. "Eigentlich nicht, doch da sie mir rechtmäßig zusteht und ich Okitsu-san seit meiner Geburt kenne, will er das ich mit entscheide und so gleich lerne eine Firma solchen Ausmaßes zu führen. Und da ich jetzt hier in der Stadt lebe, werde ich dort auch mein Büro beziehen können." Als sie fertig war setzte sie sich neben Masaomi und hatte immer noch alle Blicke auf sich liegen. Was daraufhin folgte waren haufenweise Fragen zu dem Thema und so verging die Zeit wie im Fluge. Als Watarus Magen knurrte merkten sie erst das es schon nach 13 Uhr war. Ukyo machte sich deshalb mit Ema auf den Weg in die Küche und kümmerten sich um das Essen. Nachdem die beiden ein paar Minuten in der Küche waren, folgte die Frage die Naoko am meisten hasste. "Du bist sicher stolz eine so große Firma leiten zu dürfen, nicht wahr?" Diese Frage kam von Fuuto und er sah sie mit einem schelmischem Lächeln an, woraufhin Naoko einen genervten Seufzer von sich ließ. "Im Gegenteil, ich empfinde diese Firma als große Bürde die mir im Weg steht mein eigentliches Ziel zu erreichen." In diesem Moment bekam sie eine Nachricht
und ihr Gesichtsausdruck verfinsterte sich als sie diese las. Ihr Gesicht war leicht Rot angelaufen, was zur Folge hatte das Masaomi seine Hand auf ihre Stirn legte um zu fühlen ob sie Fieber hatte. "Du scheinst Fieber zu haben.", sagte er besorgt, doch Naoko schüttelte den Kopf. "Ich bin wütend, mit Fieber hat das nichts zu tun. Wenn ihr mich entschuldigen würdet, ich muss mich abreagieren." Somit ging sie und lies die anderen ziemlich verwirrt zurück. Ema kam gerade wieder um alle zum Essen zu holen, als sie bemerkte das Naoko nicht da war.

"Ich denke sie wird so schnell nicht wieder kommen." Rintarou setzte sich an den Tisch und die anderen kamen auch nach einander. "Dann werde ich ihr etwas zu Essen zurückstellen." Ema nahm sich einen Teller und wollte ihn gerade füllen, als Miwa sie zurück hielt. "Ema-chan, könntest du das Fleisch weglassen? Ach ja, denn Fisch bitte auch!" Ema sah sie etwas überrascht an. "Ist sie Vegetarierin?" Doch Miwa schüttelte den Kopf und sagte nur: "Nein, doch sie mag keinen Fisch und Donnerstags ist sie auch kein Fleisch." Als alle fertig waren machte Ukyou den Abwasch und die anderen gingen wieder ins Wohnzimmer. Die Zeit verging wie im Fluge und Wataru fielen schon die Augen zu, da klingelte das Telefon. Kaname nahm ab und war ziemlich überrascht wer am anderen Ende war. "Imouto-chan~, sag wo bist du um diese Uhrzeit?...........Du bist bitte wo?!.....Ja, sicher. Bleib einfach wo du bist, ich hole dich ab. Bis gleich, Imouto-chan~." Nachdem er aufgelegt hatte wendete er sich zu seinen Geschwistern und Eltern. Er erklärte ihnen die Situation und schon war schallendes Gelächter von Fuuto zu hören. "Sie ist noch dümmer als Ema!", konnte man zwischen seinem Lachen vernehmen und Kaname hatte sich schon auf den Weg gemacht.

In der Zwischenzeit bei Naoko
Das Mädchen hatte sich auf eine Bank gesetzt und wartete geduldig darauf abgeholt zu werden. Es war still und man konnte das Rascheln der Blätter hören, wenn der Wind durch diese strich. Als sie zum Himmel aufsah konnte sie den Mond sehen, doch diesmal war er nicht von Wolken bedeckt, sondern schien frei auf die Erde hinab. Wie sie so dasaß kamen wieder Erinnerungen an vergangene Zeiten hoch und es fiel ihr schwer die Tränen zu unterdrücken. Zu schmerzlich waren diese Erinnerungen und so schaffte sie es nicht die Tränen aufzuhalten. Was sollte es auch, sie war ja alleine und niemand würde ihre Tränen sehen, also konnte sie sie auch laufen lassen. So saß sie eine ganze Zeit da und sah zum Mond, immer wieder flossen Tränen ihre Wangen hinab. So bemerkte sie nicht das sich Kaname ihr näherte. "Imouto-chan?" Nur langsam näherte er sich Naoko, da sie ihm nicht geantwortet hatte, doch als sie ihn bemerkte wischte sie sich schnell die Tränen aus dem Gesicht. Sie versuchte so zu tun als wäre alles in Ordnung, doch Kaname konnte den Menschen ansehen, wenn ihnen etwas auf dem Herzen lag. "Wenn dir nach weinen ist, dann weine. Auch wenn ich der Meinung bin das dir ein Lächeln besser stehen würde." Sanft berührte er ihre Wange und wischte eine kleine Träne weg, welche sich ihr im Augenwinkel gebildet hatte. Naoko wollte sich nicht von den Worten anderer einlullen lassen, doch seine Worte strahlten so viel Wärme und Mitgefühl aus das sie nicht anders konnte, als wieder loszuweinen. "Onii-san?" Es überraschte ihn sichtlich das sie ihn so nannte, denn selbst Ema hatte damit Schwierigkeiten und bei Naoko hatte er gedacht das sie sich noch schwerer damit tun würde, doch es freute ihn sehr. "Was hast du?", fragte er mit einem besorgtem Lächeln und im nächsten Augenblick fiel ihm Naoko um den Hals. Er zögerte keinen Augenblick, schloss sie in seine Arme und lies sie weinen. Sanft strich er ihr dabei über ihr Haar um sie zu beruhigen. Die beiden verweilten eine Weile so, bis sich Naoko aus seiner Umarmung löste. "Entschuldige.", sagte sie nur und sah zu Boden, doch Kaname schüttelte nur seinen Kopf. "Für was entschuldigst du dich den jetzt? Es ist vollkommen in Ordnung, wenn du weinen musst." Wieder strich er ihr über den Kopf und Naoko hob ihren Kopf. Naoko sah ihm in seine Augen und musste sich eingestehen das dieser Braunton wirklich wunderschön war. Da sie ihm in die Augen starrte sah Kaname es als seine Chance, Naoko näher zu kommen. Ohne darüber nachzudenken was diese Aktion für Auswirkungen haben könnte, legte er seine Lippen auf ihre und ehe er sich versah hatte sie ihm eine Ohrfeige verpasst. Sie stand auf und ging in die Richtung aus der er gekommen war, drehte sich jedoch noch einmal um, um Kaname mit einem tödlichem Blick zu besehen.

Inzwischen bei den anderen
Miwa und Rintarou hatten sich mittlerweile auf den Weg in ihr Hotel gemacht und bis auf Wataru, waren noch alle im Wohnzimmer und warteten auf Kanames Rückkehr. "Meint ihr Kana-nii hat sich ebenfalls verlaufen? Er braucht ziemlich lange.", kam es von Yuusuke und man konnte im gleichen Moment ein wütendes Stampfen hören. "Naoko-chan!" Sofort sprang Tsubaki auf und wollte sie wiedereinmal in seine Arme schließen, als er etwas hartes in seinem Gesicht spürte. Naoko hatte ihre Faust in seine Richtung gestreckt und er war natürlich voll in diese hineingelaufen. "Das solltest du lieber lassen, wenn du den morgigen Tag noch erleben möchtest!", sagte sie nur als Kommentar und ging wütend in Richtung ihres Zimmers. Sie sahen ihr nur hinterher, denn nach dieser Ansprache wollte sich ihr niemand mehr in den Weg stellen, geschweige den zurückholen. Ukyou wand sich sofort zu Kaname, welcher sich in die Küche begeben hatte, um sich ein Kühlakku zu holen. "Was hast du getan?!" Doch Kaname hob nur seine freie Hand und sagte: "Das einzige was ich getan habe war sie zu trösten." Nun mischte sich auch Hikaru ein. "Du bist dir sicher das du nicht mehr getan hast?", fragte er mit seiner hohen Frauenstimmer. Niemand wusste das Naoko noch oben stand und ihre Geschwister beobachtete. Doch Kaname wehrte diese Vorwürfe nur ab, wodurch in Naoko die Wut fast überkochte. Schnellen Schrittes ging sie wieder hinunter und verpasste Kaname einen saftigen Schlag gegen den Hinterkopf. "Wofür war das denn?!", fragte er sie entrüstet, doch er traute sich nicht noch mehr zu sagen, da sie wieder ihren tödlichen Blick auf ihn gerichtet hatte. "Das war dafür das du nicht den Arsch in der Hose hast für deine Fehler einzustehen!" Sie hatte die Arme vor der Brust verschränkt und ging wieder in Richtung Treppe, blieb jedoch auf halbem Weg stehen. "Übrigens solltest du mir ab sofort lieber nicht mehr nahe kommen, sonst kann ich für nichts mehr garantieren!" Damit ging sie und ließ sie alleine unter sich, auch Ema machte sich auf den Weg in ihr Zimmer.

"Und du bist dir absolut sicher das du nichts weiter getan hast, als sie zu trösten?", fragte ihn Natsume etwas ungläubig. Mittlerweile waren nur noch Masaomi, Ukyou, Kaname, Hikaru, und Natsume da. Sie saßen auf dem Sofa und wollten den wahren Grund für Naokos Wut wissen. Kaname seufzte und gab sich endlich geschlagen, denn seine Brüder würden ihm keine Ruhe lassen. "Eigentlich könnt ihr euch doch wohl denken was passiert ist, oder nicht?" Hikaru legte seinem Bruder einen Arm um die Schulter und näherte sich seinem Ohr. "Das könnten wir, doch es ist viel amüsanter es aus deinem Mund zu hören." Wieder seufzte er. "Gut, gut. Ich gebe es zu, ich habe echt Mist gebaut, doch ich konnte einfach nicht anders und habe sie geküsst." Ukyou war aufgestanden und baute sich bedrohlich vor Kaname auf. "Du verdammter Lüstling! Wir kenne sie noch nicht mal 24 Stunden und du musst versuchen sie dir zu krallen! Noch dazu das sie jetzt unsere Schwester ist!" Bevor er noch etwas unüberlegtes machen konnte, ging er und mit ihm auch Masaomi. Hikaru und Natsume bedachten ihn noch mit einem vielsagendem Blick und machten sich auf den Weg. Kaname beschloss sich auch auf sein Zimmer zu begeben und hoffte das er Naoko auf dem Weg nicht mehr begegnete.



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Hallöchen!^^
Endlich habe ich das erste Kapitel hinter mich gebracht und ich hoffe es gefällt euch.
Nun habe ich noch eine Frage an euch Leser: Mit wem wird Naoko sich einlassen und warum? Wer wird als Erstes ihr Lächeln sehen und wer schafft es sie zum Lachen zu bringen? Schreibt mir eure Antworten einfach als Mail, mit dem Betreff: BroCon.
Ich freue mich schon gespannt auf eure Antworten. :D

Bis zum nächsten Kappi,
Nila^^


P.S.: Hier noch ein Bild wie Naoko aussehen soll: http://www.fotos-hochladen.net/uploads/naokoqop9wijaec.jpg

Und so sieht ihr Zimmer aus: http://www.fotos-hochladen.net/uploads/naokoszimmeryu3q9a1dni.jpg
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