Without Hope we have nothing

GeschichteDrama, Romanze / P16
23.09.2013
22.08.2014
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7
Dieses Kapitel
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Yukina Victoria Celaya
Wird meist nur Yuki, Vic oder Tori genannt.
Ist 18 Jahre jung.
Sie ist offen, stur und frech.
Ihre dunkelblonden bis hellbraunen Haare bringen ihre braunen Augen gut zur Geltung.
Yukina ist Straßensängerin und lebt von ihrem Gesang.



Cover



Kapitel 1



Der Tag brach an.
Ein erneuter Tag, an dem ich mir meine Brötchen auf der Straße verdienen musste. Ein erneuter Tag, an dem ich mein Hobby ausleben durfte. Ein erneuter Tag, an dem ich von Menschen für meine Stimme belohnt werde. Ein erneuter Tag, an dem ich versuchte zu überleben im Großstadtdschungel.

Aber am besten erzähl ich euch erst mal wer ich bin und von was ich hier rede. Also mein Name ist Yukina Victoria Celaya. Ich bin 17 Jahre jung und lebe auf den Straßen Englands. Genau genommen auf den Straßen Londons. Ihr habt schon richtig verstanden. Ich lebe auf der Straße. Meine Familie kenne ich nicht. Jedenfalls bis auf meinen Vater. Aber der ist mir egal. Er ist starker Säufer und Dealer. Mit so was will ich nichts zu tun haben. Ich glaub das könnt ihr alle verstehen. Jedenfalls wisst ihr jetzt eigentlich das gröbste.

Ich lebe auf der Straße und überlebe mit dem Geld welches ich von beeindruckten Leuten bekomme, die mir beim singen zu hören. Damit verdiene ich mir mein Lebensunterhalt. Mit singen. Das einzige was mein leben lebenswert macht. Ohne das singen wäre mein Leben mir nichts wert.

Ich hatte keine Freunde. Noch nie. Schon von klein auf war ich immer alleine. Meine Mutter ist kurz nach meiner Geburt gestorben, wofür mein Vater mir die Schuld gegeben hat. Meine große Schwester kam bei einem Busunfall während ihrer Klassenfahrt ums Leben. Mein großer Bruder hat die Familie verlassen als er es nicht mehr mit unserem Vater ausgehalten hat. Wie schon erwähnt ist dieser starker Säufer und Dealer. Er hat sich nie für uns Kinder interessiert. Meistens war er in den dunkelsten Ecken Londons und dealte dort. Wenn er mal zuhause war, hat er uns eigentlich nur geschlagen. Deswegen bin ich dann auch irgendwann abgehauen. Und hier bin ich nun. Mitten auf den dreckigen Straßen Londons.

Gerade bin ich in einer belebten Straße und stehe an einem Gebäude, das aussieht, als würden nur Geschäftsleute drin sitzen. Das Viertel in dem ich momentan bin, ist das Canary Wharf. Ein reines Geschäftsviertel. Nur wohlhabende Leute und Leute die hier arbeiten. In einem besseren Viertel kann ich nicht auftreten. Hier könnte ich am meisten Geld verdienen.

Mein Blick beobachtete die ganzen Leuten vorbei, die an mir vorbei gingen und teilweise liefen und mir dabei einen Blick zuwarfen der so viel heißen sollten wie >Du bist hier nicht erwünscht< oder >Du gehörst hier nicht rein<. Diese Blicke war ich schon lange gewöhnt. Gerade von wohlhabenden Leuten, die sich immer für was besseres hielten. Mir sollte es egal sein. Ich weiß wie die Leute denken. Alle sind Fremde bis auf die Familie. Das ist nun ein mal so.


Let's dance in style
Let's dance for a while
Heaven can wait we're only watching the skies
Hoping for the best but expecting the worst
Are you gonna drop the bomb or not?

Let us die young or let us live forever
We don't have the power but we never say never
Sitting in a sandpit
Life is a short trip
The music's for the sad man

Forever young
I wanna be
Forever young
Do you really want to live forever
Forever
Forever young

Some are like water, some are like the heat
Some are like the melody of some other beat
But sooner or later they all will be gone
Why don't they stay young?

It's hard to get old without a cause
I don't want to perish like a fading horse
It's like diamonds in the sun
And diamonds are forever

Forever young
I wanna be
Forever young
Do you really want to live forever
Forever
Or never?

Forever young
I wanna be
Forever young (forever)
Do you really want to live forever
Forever
Or never?

So many adventures couldn't happen today
So many songs we forgot to play
So many dreams are swinging out of the blue
We let 'em come true

Forever young
I wanna be
Forever young
Do you really want to live forever
Forever
Or never?

Forever young
I wanna be
Forever young Do you really want to live forever
Forever
Or never?

Forever young
I wanna be
Forever young (forever)
Do you really want to live forever
Forever
Or never?

Forever young
I wanna be
Forever young (forever)
Do you really want to live forever (forever)
Forever (forever)
Forever young..


Forever Young
. Das Lied ist wundervoll. Ich liebe dieses Lied wirklich sehr. Genauso wie die Band die es singt. One Direction. Diese fünf Jungs sind einfach unglaublich. Harry, Niall, Liam und Zayn sind absolute Traumtypen. Aber der aller süßeste von ihnen ist ganz eindeutig Louis. Ich weiß nicht wieso ich das finde aber er ist einfach süß. Ich hab zwar kaum was über die Jungs gehört oder gelesen aber trotzdem liebe ich sie.

„Was für eine wundervolle Stimme.“ hörte ich einige Passanten begeistert sagen, während sie Geld in meinen kleinen Plastikbecher warfen. „Mehr als wundervoll. Sie würde es weit bringen als Professionelle Sängerin.“ sagten wiederum andere die ebenfalls Geld in den Becher warfen. „Schade, dass sie ein Straßenkind ist.“ hörte ich einige dazwischen sagen.

Diese Sätze kamen fast täglich. Immer wieder wurde ich gelobt für meine Stimme. Viele sagten auch ich wäre bei einer richtigen Plattenfirma gut aufgehoben. Doch wie eben auch kamen dann die Gespräche mit dem Thema Straßenkind. Viele Menschen fragten mich täglich wieso ich ein Straßenkind sei und nicht bei einer Plattenfirma einsteige. Meine Antwort fiel immer knapp aus. Meist sagte ich, dass meine Eltern gestorben seien und ich keine Verwandte mehr hätte, was ja auch eigentlich wahr ist. Zu der Frage, wieso ich nicht zu einer Plattenfirma gehe, war meine Antwort immer nur, dass ich lieber nur in meiner Freizeit singe, also als Hobby.

Ich verbeugte mich lächelnd und nahm den Becher hoch. Lächelnd entfernte ich mich von den Passanten und ging zu einem kleinen Park. Er war nicht groß. Eigentlich waren es nur ein paar Bäume und eine kleine freie Wiese. Aber mir genügte es. Was besseres war ich gar nicht gewohnt. Ein Bett hatte ich schon seit Jahren nicht mehr. Das letzte mal, wo ich in einem richtigen Bett geschlafen hatte war vor drei Jahren bei meinem Vater zuhause. Seitdem ich abgehauen bin, hab ich auf Parkbänken, alten Zeitungen in engen Gassen oder in Treppenhäusern geschlafen. Alles nicht sehr luxuriös.

Ich zählte das Geld in dem Plastikbecher und musste lächeln. Ganze 60 Pfund (Ca. 87€). So viel hatte ich noch nie zusammen bekommen. Sich in das Viertel zu stellen, hat seine Vorteile. An die Blicke hatte ich mich ja eh gewöhnt. Vielleicht sollte ich mich öfter in das Viertel stellen. Dann müsste ich eigentlich ganz gut über die Runden kommen können. Aber für ein zimmer in einem Hotel oder so was reicht es trotzdem nicht. Es wäre schon schön mal wieder in einem richtigen Bett zu schlafen. Gerade weil es gerade anfängt zu regnen.

Ich zog mir die Mütze meines Hoodies über den Kopf und hielt meinen Blick auf meine Füße gerichtet. Diese wurden von mittlerweile kaputten Turnschuhe „geschützt“. Was man unter geschützt versteht. Der Hoodie ist auch nicht mehr im besten Zustand. Er hat etliche Löcher und ist total schmutzig. Wasserfest war er auch nicht. Das war allerdings nicht wirklich wichtig. Solange ich wenigstens nicht innerhalb von einer Sekunde bis auf die Unterwäsche nass bin, erfüllte er seinen Zweck. Meine Hose hatte ihren Geist auch schon aufgegeben. Sie war zerrissen und auch übelst dreckig.

„Was machst du denn hier draußen? Bei dem Wetter holst du dir den Tod.“ hörte ich dann eine besorgte, freundliche Männliche Stimme sagen. Sofort sah ich hoch und erblickte einen etwa mittelgroßen Jungen, der sich etwa in meinem Alter befinden müsste. Vielleicht auch ein zwei Jahre älter. Anfang 20 höchstens. Sein Gesicht erkannte ich kaum. Es wurde von einer schwarzen Kapuze, die zu seiner schwarzen Jacke gehörte die er trug. Er war nicht Muskelbepackt aber sah trotzdem ganz okay aus. Jedenfalls der Teil den ich erkennen konnte.

„Komm mit. Ich nehm dich mit zu mir. Du kannst doch nicht bei Regen hier draußen sitzen.“ sagte er, zog seine Jacke aus und legte sie mir um. Ich verspürte nicht den Hauch von Angst. Der Junge gab mir das Gefühl von Sicherheit. Wieso er mir dieses gab, wusste ich nicht, aber ich war froh darüber. Mit Angst hatte ich in den ersten paar Wochen kämpfen müssen nachdem ich abgehauen war. Mittlerweile hatte ich kaum mehr Angst.

Der Junge zog mich sanft hoch und führte mich zu einer befahrenen Straße. Wieso half er mir? Warum hatte er mich bemerkt? Alle hatten mich stets ignoriert wenn ich im Regen irgendwo saß. Niemand kam und fragte wieso ich im regen saß. Niemand half mir bei Regen, oder bei Gewitter. Sie ließen mich alle in ruhe und ignorierten mich. Das war ich gewohnt. Aber Hilfe zu bekommen, war ungewohnt. Ich war es wirklich nicht gewohnt. Ich hatte noch nie Hilfe bekommen. Von niemandem. Weder von Passanten, noch von meiner Familie. Ich hatte mich damit abgefunden allein zu sein. Dass dieser Junge mir jetzt half, war überraschend. Nie hätte ich gedacht, dass sich mal jemand um mich kümmern würde, sei es auch nur mich fragen würde, wieso ich im Regen sitze. Doch er hatte mir sogar seine Jacke gegeben, obwohl er jetzt total nass wird. Das tat mir leid. Ich war immer diejenige die anderen half, obwohl sie selbst nicht viel hatte. Ich sah es als Pflicht anderen zu helfen. Wenn ich anderen nicht helfen würde, würde ich mir leer vorkommen. So wie ohne meine Musik.




Hey Leute :3

Hab diese Idee schon länger auf meinem Lapi und hoffe, dass ihr die FF gerne lest und mir vielleicht eine kleine Review hinterlasst, damit ich weiß wie ihr sie findet :3

VLG eure xxLirryxx