Royal Pains

von Eilinel
GeschichteRomanze / P16
Allan A Dale Maid Marian Prinz John
20.09.2013
19.07.2014
17
21027
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Hi. ^^
Wie schon in der Kurzbeschreibung gesagt, ist das hier die Fortsetzung zu meiner Story "Rochdale Folks". Wer sie nicht gelesen hat, hier ist der Link: http://www.fanfiktion.de/s/518fb49a000246f10652d692/1/Rochdale-Folks

Ich möchte mich hier auch einmal bei meinen drei treuesten Reviewern bedanken: Lady Olesia, Falabella und heartofblood.
Ich hoffe, dass euch allen die Fortsetzung gefällt. Lasst bitte ordentlich Reviews da, wenn's euch gefällt, aber auch, wenn es euch nicht gefällt.

LG Eilinel
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Nottingham
Brianne erwachte an einem kühlen Herbstmorgen in dem Gemach, dass John und sie sich in ihrer Hochzeitsnacht geteilt hatten. Diese Nacht war jetzt einen Tag her. Am Mittag des vorigen Tages war John nach York aufgebrochen und Brianne alleine zurückgeblieben. Nicht, dass sie das auch nur im Geringsten störte. Sie war froh noch ein paar Tage für sich zu haben. Und vor allem noch ein paar Tage mit Allan. Wenige Tage vor ihrer Hochzeit, seit der sie nun offiziell Prinzessin des Reiches war, hatte sie Allan gesagt, dass sie sich bis zur Hochzeit nicht mehr sehen sollten. Das hatten sie seitdem auch nicht. Es war nur der winzige Augenblick gewesen, für den sie ihn an ihrem Hochzeitstag gesehen hatte.
Sie hatte entschieden, dass sie ihn heute wiedersehen würde. Gleich nach dem Frühstück wollte sie in den Wald reiten. Aber zuerst musste sie aufstehen und sich ankleiden. In London würde sie dafür eine Zofe haben, aber in Nottingham verzichtete sie gerne noch auf eine.
Nachdem sie ein warmes purpurnes Kleid angezogen und ihre langen braunen Haare zu einem Zopf geflochten hatte, verließ sie ihr Gemach und schlug den Weg in Richtung der Großen Halle ein. Auf diesem begegnete sie Lady Marian. Die beiden Frauen begrüßten sich herzlich und fingen sofort ein Gespräch an.
„Wirst du Allan heute sehen?“, fragte Marian flüsternd, damit niemand von dem Geliebten der Prinzessin etwas mitbekam.
Brianne lächelte und nickte.
„Ich will gleich nach dem Frühstück zu ihm.“
„Ich mache dir einen Vorschlag: Wir reiten zusammen los und ich nehme dich mit zum Camp. Ich kann Robin sehen und du Allan.“
Brianne stimmte begeistert zu. Sie verbrachte unglaublich gerne Zeit mit Marian, ihrer einzigen weiblichen Freundin. Und die Tatsache, dass sie einiges gemeinsam hatten, machte Marian zu der perfekten Gesprächspartnerin. Schließlich war sie ebenfalls in der Situation gewesen, einen Outlaw zu lieben und einen Adligen heiraten zu sollen. Nur mit dem Unterschied, dass ihre Geschichte ein glückliches Ende genommen hatte. Denn nachdem nun James Troughten, der Berater von Prinz John, Sheriff geworden war, hatte er Marians Vater aus dem Kerker befreien lassen und den Wiederaufbau von Nighton Hall veranlasst. Hinzu kam, dass Sir Guy Marian nicht mehr den Hof machen konnte. Er war zusammen mit dem Prinzen abgereist. Er war inzwischen schließlich der Leiter der dritten Einheit und damit gehörte er nach London und nicht länger nach Nottingham.
Es kamen viele Dinge zusammen, wegen denen Brianne eigentlich furchtbar eifersüchtig auf Marian hätte sein müssen, aber sie war es nicht. Sie gönnte Marian ihr Glück.

Das Frühstück nahmen die beiden Frauen zusammen mit James ein. Alexander Boyd, ein Ritter der königlichen Leibgarde und ein guter Freund von Brianne, wäre auch dabei gewesen, aber er hatte es vorgezogen, nach London zu reiten und alles für die Ankunft des Prinzen und seiner Frau vorzubereiten.

Sofort nach dem Frühstück brachen Brianne und Marian auf. Begleitet wurden sie von Briannes Hund Timmy, ihrem treusten Freund. Er lief schwanzwedelnd neben ihnen her und schnüffelte da und dort. Als sie sich dem Camp näherten, fing er an zu bellen. Er witterte die Outlaws. Das Gute daran war, dass die Männer und Djaq ganz von alleine aus ihrem Versteck kamen, ohne dass die beiden Frauen auf sich aufmerksam machen mussten.
Timmy sprang sofort auf Allan zu und ließ sich von ihm streicheln, während Brianne aus dem Sattel glitt und ihrem Liebsten um den Hals fiel. Er lachte, ein Geräusch, das Brianne so vermisst hatte, und zog sie noch näher an sich. Er hielt sie fest, als würde sie im nächsten Augenblick verschwinden, wenn er sie losließ.
Brianne rang lachend nach Luft.
„Allan, deine Liebe erdrückt mich“, scherzte sie. Sie spürte wie er schmunzelte, bevor er sie losließ. Erst jetzt bemerkte Brianne, dass alle anderen sie mit einen Lächeln beobachteten. Sie wurde ein wenig rot und griff nach Allans Hand.
„Vielleicht sollten wir woanders hingehen“, flüsterte sie ihm zu. Er nickte mit einem Blick auf die anderen.

Sie gingen ein Stück in den Wald hinein und setzten sich dann auf einen umgestürzten Baumstamm. Allan strich Brianne sanft über die Wange und küsste sie. In ihrem Bauch flatterten Schmetterlinge, wie jedes Mal, wenn sie sich küssten. Das war der Unterschied zwischen Allan und jedem anderen Mann, den Brianne kannte. Niemand außer ihm konnte dieses Gefühl von Glück in ihr auslösen. Er war der einzige. Dabei hatte sie eigentlich nie an die einzig wahre Liebe geglaubt.
Doch es stand mit ihrem Wiedersehen auch eine Antwort aus. Das letzte Mal, als sie sich gesehen hatten, hatte Allan mit ihr nach London gehen wollen. Brianne hatte ihn angefleht, es nicht zu tun. Sie hoffte inständig, dass er inzwischen seine Meinung geändert hatte. Mit diesem Gedanken im Kopf löste sie den Kuss. Sie öffnete ihre grau-grünen Augen und blickte direkt in seine blauen.
„Du willst wissen, ob ich meine Meinung geändert habe, richtig?“, las er ihre Gedanken. Brianne nickte.
„Ich muss dich enttäuschen. Ich werde mit dir nach London gehen.“
Brianne fühlte sich, als hätte er ihr ins Gesicht geschlagen. Sie wollte schon etwas erwidern, doch er kam ihr zuvor: „Du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Wir werden alle gehen.“
Brianne brauchte einige Augenblicke, um zu verstehen, was er ihr gerade gesagt hatte. Sie dachte zuerst, er würde einen Witz machen, aber in seinem Blick sah sie, dass er es ernst meinte.
„Du meinst, Robin und die anderen werden mit dir gehen? Robin Hoods neues Zuhause wird London?“, fragte sie schließlich, um sich zu vergewissern, dass sie alles richtig verstanden hatte.
Allan nickte lächelnd. Brianne erstarrte einen Moment, dann fiel sie ihm glücklich um den Hals, wobei sie ihn fast von dem Baumstamm schmiss.
„Gott sei Dank“, murmelte sie, das Gesicht in seiner Halsbeuge vergraben. Einzelne Freudentränen liefen ihr die Wangen hinunter. So wenig sie auch gewollt hatte, dass er sein ganzes Leben wegschmiss, nur um bei ihr zu sein, sie war überglücklich, dass er in London sein würde. Und sein Leben hatte dort trotzdem einen Sinn, wenn Robin entschieden hatte, das Revier von Robin Hood auf London zu verlegen. Eine bessere Nachricht hätte man gar nicht für sie haben können.
„Ich hatte gehofft, du würdest dich freuen“, flüsterte Allan in ihr Haar. Er schob sie ein Stück von sich und wischte mit seinem Daumen die Tränen aus ihrem Gesicht. Kurze Zeit schwieg er und betrachtete sie.
„Hatte ich dir eigentlich schon gesagt, dass du die schönste Braut auf dieser Welt warst?“
Brianne lachte geschmeichelt.
„Das lag an deinem schönen Blumenkranz.“
Er schmunzelte.
„Ich liebe dich.“
„Ich liebe dich auch.“
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