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Fairyworld

GeschichteHumor, Fantasy / P12 / Gen
Jared Grace Malory Grace Simon Grace
17.09.2013
06.07.2014
5
9.466
1
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
17.09.2013 2.160
 
Vorwort:
Diese Geschichte ist nach den Büchern 'Die Spiderwick Geheimnisse' und  'Elfentochter' von Holly Black geschrieben.

Ich hoffe euch gefällt meine Geschichte, ja es sind ein paar Dinge dabei, die vielleicht merkwürdig scheinen, aber hey, lasst eurer Fantasie einfach freien Lauf, ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und würde mich über Reviews freuen, und besonders, wenn ihr mir Tipps geben würdet, wie ich die Geschichte verbessern könnte;)
Außerdem entschuldige ich mich schonmal für sämtliche Rechtschreibfehler, ich konnte es einfach nicht erwarten, das erste Kapitel zu veröffentlichen und hoffe daher das ihr verständnis dafür habt.. also dann, viel Spaß! Eure Anna <3


Kapitel 1 :
Ich fahre erschrocken hoch, als mir plötzlich einer meiner Kopfhörer aus dem Ohr gerissen wird. Und als ich die Augen öffne grinst mich mein kleiner Bruder mit seinem süßen Zahnlückenlächeln an und ruft begeistert: „ Wir sind da! Hör auf zu schlafen!“ Noch leicht durch den Wind schnall ich mich ab und streiche mir die Haare zurecht, obwohl ich nicht glaube das die   'Frisur' heute noch zu retten ist. Ich steige aus dem Auto und der  Anblick draußen haut mich halb um.
Das Haus, das sich vor mir befinden, hat einen hinreißenden Baustil.
Ich bin schon mal froh endlich in einem eigenen Haus zu wohnen, darauf sparen meine Eltern nämlich schon lange und jetzt da Dad Befördert wurde können wir es uns endlich leisten. Der einzige Haken an dem ganzen, wir müssen einmal komplett das Land wechseln, von Paris in eine kleine Stadt nahe Frankfurt, wo mein Dad demnächst arbeiten wird. So ganz damit abgefunden hatte ich mich noch immer nicht, weil ich auch auf eine neue Schule gehen müsste und das ohne meine beiden besten Freundinnen Lilou und Floriane. Ich freue mich zwar immer über neue Freunde, aber ich bin eher schüchtern, deshalb fällt es mir nicht leicht schnell gute Freunde zu finden. Bekannte ja, aber Freunde...  
„Na Prinzessin, gefällt es dir?“, fragt mein Dad und stellt sich neben mich. „Hm ganz in Ordnung.“ Wir hatten das neue Haus noch nicht sehen dürfen, deswegen waren Mum und Dad auch so nervös gewesen, ob es uns gefällt oder nicht. Doch scheinbar war das umsonst gewesen. Mein Bruder tollte schon freudig mit unseren Hund Toto über die Wiese. Und ja unser Hund heißt so wie der von Dorothy aus der Zauberer von Oz, weil das eines von Mums Lieblingsbüchern war, die sie uns früher vorgelesen hat. „Gehen wir auch heute noch rein?“, fragt meine Schwester leicht genervt, aber mit einem Grinsen im Gesicht. Fragt mich nicht wie sie das hinkriegt, wenn ich genervt bin schaff ich's nicht zu lächeln, also keine Ahnung. „Klar“, antwortet meine Mum und holt freudig ihren Schlüsselbund aus der Jeanstasche und öffnet die Tür.
Dahinter liegt ein kleines Treppenhaus, wo man die Jacken aufhängen und die Schuhe ausziehen kann. Von hier aus führen eine Treppe in den 1. Stock nach oben und eine hinunter in den Keller, wie ich vermute. Außerdem gibt es eine Tür, in deren Mitte sich lange Glasscheiben befinden. Ich gehe auf diese Tür zu und öffne sie. Doch gerade als ich hindurch gehen will, stürmt mein kleiner Bruder an mir vorbei, gefolgt von einem schwarzen Fellknäul das an meinen Knien vorbei wuselt. „Hey Gabriel!“, rufe ich, aber dieser beachtet mich gar nicht. Und als ich auch mal einen Blick auf den nächsten Raum werfen kann, wird mir auch klar wieso.
Der Raum ist wirklich wunderschön gestaltet, schade das meine Mum keine Innenarchitektin geworden ist, das hätte ziemlich gut zu ihr gepasst. Man hat direkt beim Reinkommen einen Blick auf die Rückwand des Hauses, die fast komplett aus Glas zu sein scheint, was wiederum eine gute Aussicht auf unsere Veranda bietet. „Wir können ja beim Frühstücken Fernsehen gucken!“, ruft mein Bruder freudig, der gerade entdeckt hat, das Küche und Wohnzimmer durch ein riesiges halbkreisförmiges Loch in der Wand verbunden sind.
Mir wollte auch gerade ein Lob entfahren als ich dem Blick meines Vaters begegne, der mich hoffnungsvoll anlächelt. Nein, so leicht würde ich es ihnen nicht machen. „Sind wir aufeinmal reich, oder wie kommt es das wir uns so ein Haus leisten können?“, frage ich stattdessen. Okay je nachdem aus welcher Sicht man es betrachtet ist hier auch ein Kompliment an das Haus versteckt.
„Nein wir sind nicht reich, aber es gibt dieses Jahr wohl keine Geschenke zu Weihnachten“, antwortet mir meine Mum. „Was?!“, ruft mein Bruder entsetzt dazwischen. „War ein Scherz“, antwortet mein Dad lachend und legt einen Arm um meine Mum, „ Wir sind einfach nur froh das wir so ein Schnäppchen machen konnten, der Mann der es uns verkauft hat, war ziemlich froh das er es losgeworden ist, denn es heißt hier würde es spuken, aber mal ehrlich, es gibt keine Geister.“ Das klingt eindeutig nach der naiven Denkweise meines Vaters.. irgendeinen Grund muss es haben das dieses Haus so günstig war, ich glaube nicht an solche Zufälle. Und wenn der Verkäufer der Meinung ist, hier wäre etwas nicht ganz in Ordnung, wird das wohl so sein, denn wer verkauft schon so ein hübsches Haus aus Spaß für so einen niedrigen Preis? Aber ich habe keine Lust darüber zu diskutieren, also schultere ich einfach meinen Rucksack und gehe auf die Verandatür zu. „Ich geh mich draußen ein bisschen umsehen“. „Aber was ist mit deinem Zimmer, willst du es denn gar nicht sehen?“, fragt meine Mum verdutzt. „Das läuft sicher nicht weg“, antworte ich und schließe die Verandatür hinter mir, bevor mein Dad irgendwelche Einwände äußern kann.

Der Hauch einer leichten Sommerbrise streift meine Schultern. Ich schaue mich um.Eine große grüne Wiese geht in einiger Entfernung in einen Wald über. Da endet dann unser Grundstück würde ich dann mal sagen. Es ist ein ganz hübscher Garten, mit Blumenbeet, und allem was zu so einem typischen Garten dazu gehört. Also beschließe ich lieber durch den Wald zu laufen. Es ist eigentlich ein recht schöner Sommertag. Und auch die Gegend ist, wie ich nur sehr ungerne zugebe faszinierender als Zuhause, obwohl das auch daran liegen kann, das es dort einfach schon alles normal war.
Zuhause... wenn ich daran denke, habe ich das Gefühl als würde mir jemand kleine Nadeln ins Herz stechen. Irgendwie vermisse ich es. Es macht mir zwar nichts aus das ich das Land wechseln musste, Deutsch spreche ich genauso gut wie Französisch, weil meine Mutter in Deutschland geboren wurde und meinen Dad in ihrer Zeit als Au-pair Mädchen kennen gelernt. Ich hing auch nicht allzu sehr an unserer letzten Wohnung, denn umgezogen waren wir schon häufiger, von einem 'Quartier' in Paris in ein anderes. Aber ungewohnt ist es schon. In Paris kannte man trotzdem verschiedene Menschen. Hier kenne ich nur meine Großeltern und die wohnen oben Richtung Nordsee. Wie aufs Stichwort vibrierte mein Handy. Ich fische es aus meiner Jeanshosentasche und wischte mit dem Finger über das Display um es zu entsperren. Eine neue Nachricht von Floriane. Salut mon coeur! Ca va? J'espére tu es bien. Et qu est-ce que avec tes nouvelle maison? C'est null sans toi. Lilou et moi manquent toi beaucoup! Grand Hug ta Floriane!:*  (für alle die kein Französisch können: Hallo mein Herz! Wie geht’s dir? Ich hoffe du bist in Ordnung! Und was ist mit dem neuen Haus? Es ist schrecklich ohne dich. Lilou und ich vermissen dich sehr! Große Umarmung deine Floriane!:*)
Schnell tippe ich eine Antwort, die nicht zu traurig klingt, aber in der ich ausdrücke, wie dankbar ich bin, dass Floriane an mich gedacht hatte. Sie und Lilou sind zwar meine besten Freundinnen, aber manchmal habe ich das Gefühl eher die daneben stehende zu sein, nicht direkt wie das fünfte Rad am Wagen, das hört sich zu hart an, aber so ähnlich schon.
Nachdem ich auf senden gedrückt habe, durchsuche ich meine Tasche nach meinen Kopfhörern.
Ich beobachte die Landschaft und stelle mir vor, so schön zeichnen zu können. Die in einander verschlungenen Äste und das niemals gleiche grün der Blätter. Der Weg macht eine Biegung und endete auf einer kleinen Lichtung, mit einem See. Es war ein stink normaler See, weder besonders sauber und klar, noch besonders groß, aber irgendwie schön auf seine eigene Art.
Urplötzlich überkommt mich die Lust schwimmen zu gehen, ich weiß selber, dass das jetzt total bescheuert klingt, aber ich weiß auch nicht. Ich schwimme total gerne und dieser einsame See sieht eben sehr verlockend aus... ach scheiß drauf, ich geh jetzt schwimmen, auch nicht lange, nur mal kurz abkühlen, es ist nämlich, trotz das es schon abends ist, verdammt warm.
Schnell schlüpfe ich aus meinen Sachen und setzte vorsichtig einen Fuß in das Wasser. Es ist angenehm, weder warm noch kalt. Mit ein paar schnellen Schritten bin ich drinnen. Es tut wirklich gut, nach diesem anstrengenden Tag schwimmen zu gehen. Während ich also ein wenig umher schwimme, hänge ich meinen Gedanken nach und versuche mich damit anzufreunden jetzt hier zu wohnen, bis ich plötzlich Stimmen höre. Erschrocken versuche ich schnell ans Ufer zu schwimmen. Die Stimmen kommen immer näher, also beschließe ich schnell meine Klamotten in die Hand zu nehmen und in die entgegengesetzte Richtung ins Gebüsch zu rennen. Ohje, das fängt ja schonmal gut an. Schon am ersten Tag renne ich nackt über eine wildfremde Lichtung, weil ich Stimmen höre. Bravo Geneviève, wirklich eine Glanzleistung.
Ich fange an zu sprinten und lande gerade noch so mit einem Hechtsprung hinter dem ersten Busch. Von dort aus krieche ich auf allen Vieren tiefer hinein. Eilig schlüpfe ich in meine Unterhose und Shorts, als ich plötzlich jemanden in schallendes Gelächter ausbrechen höre. Scheiße sie haben mich gesehen. Vorsichtg versuche ich zwischen den Blättern hindurch zu schauen.
Zwei Jungen stehen auf der Wiese. Beide etwa in meinem Alter. Sie haben dasselbe braune Haare, aber bei dem einen ist es etwas strubbeliger als bei dem anderen. Generell sehen sie sich verdammt ähnlich... und als ich genauer hin sehe kann ich auch den Grund für ihr Lachen erkennen. Der eine mit den strubbeligen Haaren hält einen türkisfarbenen Spitzen BH hoch. Komisch der sieht genauso aus wie meiner... dann druchzuckt mich die Erkenntnis und ich durchwühle die paar Sachen die ich noch bei mir habe... kein BH. Scheiße. Ich überschlage im Kopf die Möglichkeiten die sich mir jetzt bieten. Entweder, ich ziehe mir mein Top über und gehe hin und verlange ihn zurück, schlechte Idee, zu peinlich. Ich könnte mein Top überziehen, um die Lichtung herum schleichen und hoffen das mir auf dem Weg nach Hause keiner begegnet, wäre eine Option, oder warten bis sie weg sind und hoffen das sie den BH dann einfach liegen lassen, ich hasse warten.
Die Entscheidung wird mir abgenommen als ich eine dritte Stimme höre, eine mir sehr bekannte Stimme. „Hey ihr da! Tut mir leid wenn ich euch bei euren, äh.. Spielchen oder was immer ihr da macht, ich wills gar nicht wissen, störe, aber habt ihr zufällig meine Schwester gesehen? Braune Haar, blaue Augen, ein Mädchen halt?“.  Ich brauche gar nicht erst nach zu sehen wem die dritte Stimme gehört. Es ist die meiner Schwester Emma. Ich versuche mich nur noch kleiner zu machen und hoffe das sie nicht im Busch nach mir sucht oder sonst irgendwelche peinlichen Aktionen startet. Bitte bitte bitte Erdboden tu dich auf! Ich schließe die Augen und versuche meine ganze Gedankenkraft in dies Bitte zu legen, doch vergeblich. Dieser fiese Erdboden bleibt wie er ist. Bestimmt lacht er mich auch noch aus, Frechheit. „Nein das einzige was mit dem Wort Mädchen zutun hat was wir gesehen haben ist das hier“, höre ich jemanden sagen. Vermutlich der, der eben meinen BH durch die Gegend geschwungen hat. Kindisches Verhalten. „Ach das ist nicht eurer?“, höre ich die belustigte Stimme meiner Schwester. „Nein nein!“, antwortet eine bestürtzt klingende Jungenstimme, „ mein Bruder fand es nur äußerst witzig ihn durch die Gegend zu schwingen.“ Hey moment, klaut der mir da meine Gedanken? „Nur weil du so spießg bist und ihn höchstens mit Gummihandschuhen angefasst hättest Simon“, entgegnet die Stimme die als erstes gesprochen hat. „Ahja okay? Naja wie auch immer Jungs, ich geh dann mal weiter nach meiner Schwester suchen. Tschüss“.
Ich schließe die Augen und warte einen Moment. Dann gucke ich wieder zwischen den Blättern hindurch und sehe nur die beiden Jungen. Sie reden miteinander, aber zu leise, als das ich sie verstehen könnte. Dann legt Strubbelkopf den BH auf die Wiese, schaut sich noch einmal suchend um, wobei ich schnell den Kopf einziehe als er in meine Richtung schaut, und dann gehen die beiden wieder. Ich zähle bis 120, dann halte ich mir das Top vorne vor und renne zu meinem BH, kehre der Richtung, in welche die Jungen verschwunden sind, den Rücken zu und ziehe ihn mir über. Danach noch das Top. Ich sehe mich noch einmal um, ob mich auch ja keiner gesehen hat, doch da ist niemand.
Da meine Shorts sich ziemlich feucht anfühlt, weil ich ja kein Handtuch zum abtrocknen hatte, beschließe schnell nach Hause zu gehen.
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