Spotlights

von - Leela -
KurzgeschichteAllgemein / P12
Eddie Futura Jake Tracy
15.09.2013
15.09.2013
2
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Diese Kurzgeschichtensammlung gehört zum Projekt »Meme 2«.

10 bestimmte Situationen sind vorgegeben. Anhand einer vorher festgelegten Liste von Charakteren wird ermittelt, was dabei auf welche Charaktere zukommt und welche Konstellationen sich daraus ergeben. Die Liste der Charaktere zu diesem Projekt lautet wie folgt:

1. – Spenser
2. – Floatzart
3. – Futura
4. – Apparitia
5. – Jake

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Situation 1

● Nr. 1 und Nr. 3 müssen zusammen an einem Projekt (egal wofür oder was für eines es ist) arbeiten. Wer geht wem zuerst auf den Wecker?
● Spenser und Futura müssen zusammen an einem Projekt (egal wofür oder was für eines es ist) arbeiten. Wer geht wem zuerst auf den Wecker?


Der Fluch der Göttin

Spenser war auf Besuch im Ghostkommando. Eddy freute sich sichtlich, seinen Vater einmal wieder zu Gast zu haben. Aber auch die anderen begrüßten ihn herzlich.
      „Dann können wir ja Kuchen besorgen und uns gemütlich zusammen setzen!“ schlug Futura vor. „Was haltet ihr davon?“
      Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen.
      Indes ging das Ansabone, und Jake nahm im Hintergrund das Gespräch an, während sich die anderen weiter unterhielten. Als er fertig war, machte er eine resignierende Geste. „Wir haben einen neuen Auftrag!“
      Eddy entglitten entsetzt die Gesichtszüge. „Jetzt?“
      „Ja, jetzt.“ seufzte Jake. „Ich hoffe, es geht so schnell, wie es sich gerade anhört.“
      „Wißt ihr was?“ meinte Futura. „Geht ihr nur! Ich kümmere mich so lange um unseren Besuch! Wir werden uns schon beschäftigen in der Zwischenzeit!“
      Die Jungs sahen sie überrascht an, aber auch mit einem dankbaren Lächeln.
      „Futura und ich werden uns schon gut verstehen.“ grinste Spenser.
      Es war, als würde das erst die Jungs zu ihrem Auftrag mobilisieren, sie klatschten mit einem lauten „Auf geht’s Ghostbuster!“ ein und rannten aus dem Büro, um sich umzuziehen.
      Futura und Spenser wechselten einen Blick und hoben die Schultern.
      „Tja, dann würde ich sagen, unterhalten wir uns noch ein bißchen!“ meinte Futura.
      Spenser schmunzelte. „Gerne!“
      Futura lehnte sich an das Regal hinter ihr. „Wie wäre es mit ein bißchen…“ Sie kam nicht dazu, ihren Satz zu vollenden, denn durch den Stoß gegen das Regal war eine Skulptur in’s Wanken gekommen und drohte, vom obersten Bord zu fallen. „Oh… Nein…“
      Die beiden beobachteten die Figur mit zusammengebissenen Zähnen, und einen Augenblick schien es, als ob sie sich fangen würde. Gerade als Futura aufatmen wollte, kam sie aber doch in’s Kippen.
      „Nein!“ rief sie panisch verbissen.
      Alarmiert beobachteten sie, wie die Skulptur dem Boden entgegenfiel, ohne daß sie etwas dagegen tun konnten.
      Spenser reagierte blitzschnell und fing sie aus einem Reflex heraus ab.
      Erleichtert atmeten die beiden auf.
      „Gott sei Dank! Tracy hätte uns umgebracht, wenn seiner Bananengöttin etwas passiert wäre!“ stieß Futura hervor. „Dann können wir ja jetzt Tee trinken gehen.“ führte sie ihren anfänglichen Gedanken zu Ende.
      „Das ist ein guter Gedanke!“ stimmte Spenser erleichtert zu und stellte die Bananengöttin auf ein freies Regalelement. Als er sich der Küche zuwenden wollte, blieb er aber an dem filigranen Gebilde hängen und riß es zu Boden. Mit lautem Scheppern zersprang die Göttin auf dem Boden und verteilte sich im ganzen Büro.
      Futura hatte geschockt die Hände vor’s Gesicht geschlagen.
      Spenser hockte sich bedächtig hin und nahm zwei Einzelteile in die Hände. „Ich denke, den Tee verschieben wir lieber…“

„Oh mein Gott, Tracy bringt uns um!“ jammerte Futura, während sie aufgewühlt durch das Büro lief.
      Spenser sammelte gerade die Einzelteile vom Boden auf und lagerte sie alle auf dem Schreibtisch. „Du bist gerade keine große Hilfe!“ meinte er verbissen.
      „Was sollen wir denn jetzt machen?“ hauchte Futura verzweifelt.
      „Versuchen, das beste daraus zu machen! Räumst du bitte mal den Schreibtisch ab, damit wir gleich mehr Platz haben?“
      Mit dieser klaren Anweisung konnte sie in ihrem desolaten Zustand tatsächlich etwas anfangen und begann, die Berichte und Schreibutensilien auf das Sofa zu räumen.
      Spenser sondierte derweil den Boden und fand immer noch mehr Einzelteile der Statue. „Okay, und jetzt hilf mir bitte mal danach zu gucken, ob hier noch Fragmente herumliegen!“ Er hatte schnell begriffen, daß er im Augenblick nur mit klaren Anweisungen bis zu ihr durchdrang.
      Futura beteiligte sich nun an der Suche, und kurze Zeit später lud jeder noch eine Handvoll Fragmentsplitter auf dem Schreibtisch ab. Futura wirkte, als stünde sie kurz davor, in Tränen auszubrechen. „Das bekommen wir nie wieder hin!“
      „Ganz ruhig, Mädchen! Wir schauen uns das ganze jetzt erst mal an!“ schlug Spenser vor.
      „Aber wir wissen doch gar nicht, wie das Ding im einzelnen vorher ausgesehen hat.“ bemerkte Futura.
      „Wir müssen nur ein bißchen logisch vorgehen. – Haben die Jungs zufällig Sekundenkleber hier?“ erkundigte sich Spenser.
      „Ich weiß nicht.“ hauchte Futura.
      „Ja, haben sie!“ sagte eine Stimme ganz nah und ließ die beiden zusammenzucken. Sie waren so in ihre Arbeit vertieft gewesen, daß sie Ansabone ganz vergessen hatten. „Das weiß ich aus eigener Erfahrung! Ich glaube, Jake bewahrt ihn in einer Schublade im Schreibtisch auf.“
      „Magst du mal nachsehen?“ bat Spenser, während er bereits versuchte, Stücke zu finden, die zusammenpaßten.
      Futura durchwühlte derweil die Schublade, in der alles mögliche durcheinandergeschmissen lag. „Das hier müßte es sein.“ sagte sie schließlich und reichte Spenser eine kleine Tube.
      „Ah, Power-Kleber!“ las Spenser. „Phantastisch!“ Jetzt begann er, erst einmal die großen Teile aus dem Scherbenhaufen herauszufischen und zusammenzusetzen. Vorsichtig testete er die Wirkung des Klebers an und stellte fest, daß die Jungs eine vernünftige Marke eingekauft hatten, denn der Kleber wirkte schnell und zuverlässig. „Okay, ich sollte aufpassen, daß ich die Stücke sofort richtig ansetze, sonst haben wir ein Problem.“ stellte er mehr für sich fest.
      Futura war derweil völlig aufgedreht, lief durch das Büro und sah alle paar Sekunden zur Shock Clock. „Oh mein Gott, hoffentlich kommen sie nicht allzu bald zurück…“ hauchte sie.
      „Futura, du machst mich wahnsinnig!“ knirschte Spenser, während er versuchte, ein weiteres Einzelteil anzukleben. „Mit deiner Panik ist niemandem geholfen!“ Er paßte vorsichtig ein weiteres Teil an und nickte schließlich leicht für sich, bevor er die Bruchstellen mit Kleber versah und miteinander verband. Dann nahm er das nächste Teil. „Könntest du dich bitte mal irgendwo hinsetzen?“ warf er ein, als Futura erneut aufgewühlt vor ihm langlief, und fügte nachdenklich an: „Wo gehört denn jetzt dieser Arm hin…?“ Er besah sich die ganze Statue genau und hielt nachdenklich inne. „Irgendwie muß noch ein Teil fehlen! Kannst du bitte mal nachsehen, Futura?“
      Futura reagierte sofort, allein schon, um wieder eine Aufgabe zu haben und suchte den Boden ab, während Spenser sich erst einmal weiter um die Teile kümmerte, die er bereits zuordnen konnte. „Ich habe hier noch eine Bananenstaude gefunden…“ verkündete sie nach einem Moment.
      Spenser schaute verblüfft auf.
      Futura rappelte sich vom Boden auf und reichte sie ihm.
      Spenser sah sich das Gebilde nachdenklich an. „Okay, und wo soll die noch hin…?“
      Futura richtete sich in eine kniende Position. „Ich glaube, die Statue hatte eine Bananenpalme, wo die dranhing.“
      Spenser war deutlich aus dem Konzept gebracht und sah die verbliebenen Einzelteile durch. „Dann muß das Palmenteil auch noch fehlen…“
      „Was suchst du denn noch?“ erkundigte sich Futura.
      „Eine Hand muß noch fehlen. Ich habe nur drei Hände hier!“
      „Das wird doch nie etwas.“ resignierte Futura. „Wir werden nie fertig, bis Tracy zurück ist.“
      „Würdest du jetzt bitte suchen?!“ fuhr Spenser sie an. „Entschuldige.“ fügte er an, als sich eine merkwürdige Stille anschloß, in der er feststellte, daß seine Reaktion nicht dazu geneigt war, daß Futura sich besser fühlte.
      Futura atmete durch, kam der Aufforderung aber nach. „Ich bezweifle ja immer noch, daß wir überhaupt alle Teile finden.“ meinte sie.
      „Ich habe das Gefühl, es wird immer mehr.“ meinte Spenser. Gerade versuchte er, Teile von den kleinen Splittern sinnvoll unterzubringen.
      Futura bemühte sich, sich zur Ruhe zu zwingen und versuchte, systematisch den Boden abzusuchen. „Ich glaube, ich habe ein Teil von der Palme gefunden.“ verkündete sie, als sie halb unter dem Sofa lag.
      „Sehr gut!“ lobte Spenser.
      Futura gab ihm das Teil. „Aber der Stamm fehlt!“
      „Das ist schlecht!“ kommentierte Spenser.
      Futura schob sich wieder unter das Sofa und tastete den Bereich ab.
      Spenser schaute derweil, ob er die Bananenstaude bereits an den Blättern anbringen konnte. Als er sich die Figur näher ansah, stutzte er plötzlich. „Äh, den Stamm brauchen wir nicht mehr!“
      Als Futura sich daraufhin aufrichten wollte, stieß sie sich den Kopf am Sofa und schrie auf.
      „Du kannst aber trotzdem weitersuchen. Uns fehlt noch die vierte Hand!“
      Futura stöhnte auf und krabbelte erneut unter das Sofa, bis nur noch die Beine zu sehen waren. ‚Vielleicht kann ich mich hier verstecken, wenn Tracy zu früh heimkommt.’ fuhr es ihr durch den Sinn.
      Spenser klebte derweil die Palmenblätter an den Teil der Figur, an dem er den Teil des Stammes ausgemacht hatte, der direkt an die Blätter anschloß. Er sah sich das Endergebnis bis dahin kritisch an. Es ließ sich nicht vermeiden, daß man die Bruchstellen sah, aber vielleicht, wenn man die Skulptur an ihren Platz auf dem Regal stellte, fiel das gar nicht auf. Er half Futura bei der Suche nach der Hand, doch auch Minuten später hatten sie keinen Erfolg.
      „Sieht man, daß die Hand fehlt?“ fragte Futura beklommen.
      „Naja. Das kommt darauf an, wie man das Ding hinstellt! – Was findet Tracy nur daran?“
      „Naja, es hat wohl einen ziemlich hohen symbolischen Wert.“ meinte Futura.
      „Ich wußte nicht mal, daß es eine »Göttin der Bananen« gibt!“ gestand Spenser.
      Futura blieb vor dem Schreibtisch stehen und sah das zusammengeklebte Gebilde kritisch an. „Sag’ mal… Sah das vorher schon genauso aus?“ fragte sie skeptisch.
      „Wie meinst du das?“ fragte er nachdenklich.
      Futura schwieg kurz, bevor sie sagte: „Das sieht irgendwie anders aus als vorher…“
      „Naja, ein bißchen läßt es sich nicht vermeiden, daß man die Klebestellen sieht. Ich finde, dafür ist es schon ganz ordentlich geworden! – Eddy malt doch, am besten bitten wir ihn, da ein bißchen nachzuarbeiten!“
      „Ja, aber ich habe die Figur ganz anders in Erinnerung!“ wandte Futura ein. „Die ganze Haltung war irgendwie anders!“
      „Meinst du? Ich habe da jetzt nicht so drauf geachtet…“
      Futura sah die Statue nachdenklich an. „Ich bin mir auch nicht ganz sicher…“
      „Die Klebestellen paßten jedenfalls!“ verteidigte sich Spenser.
      „Hm.“ Futura beschloß gerade, es nicht näher zu hinterfragen, als sie plötzlich scharf die Luft einzog. „Ich habe die fehlende Hand gefunden…“ Sie zeigte auf die Seite, wo eine einzelne, abgebrochene Hand in die Hüfte der Figur gestemmt war. „Ach du Sch…“ Sie versuchte, den Rest der Figur zuzusortieren. „Wir hätten irgendwie diesen Arm auf der anderen Seite an der Hand befestigen müssen, und der Arm hätte wahrscheinlich dorthin gehört…“
      Spensers Blick drückte aus, daß er ihr wohl zustimmen mußte. „Also, ich finde es eigentlich ganz hübsch so…“
      „Das fällt total auf!“ rief Futura elektrisiert.
      Spenser drehte die Figur etwas. „Dann müssen wir sie so hinstellen!“
      Futura seufzte schwer, als Spenser die Figur an ihren Platz zurückstellte und so hindrappierte, daß man die separierte Hand nicht sehen konnte.
      „Siehst du, wie neu!“ behauptete er.
      Futura biß die Zähne zusammen. „Das wird Tracy auffallen, ganz sicher!“
      Sie kamen nicht dazu, weiter darüber nachzudenken, denn eine alarmierende Geräuschkulisse zeigte an, daß das Team gerade zurückkehrte.
      Die drei lachten noch immer herzlich, als sie in das Büro kamen.
      „Na, das war ja mal ein schneller Auftrag!“ bemerkte Eddy erleichtert.
      „Ja! Ich habe keine Ahnung, was die alte Dame da gesehen hat, aber ein Geist war es sicher nicht!“ bemerkte Jake grinsend.
      Futura und Spenser hatten sich schnell unbedarft im Büro verteilt und gaben sich so natürlich wie möglich.
      „Klingt, als seid ihr ganz umsonst rausgefahren!“ bemerkte Futura.
      Tracy hob einen Daumen. „Oki Doki!“
      „Naja, Fehlalarm ist ja auch mal was schönes!“ behauptete Spenser. „Das bedeutet ja, daß nichts dramatisches passiert ist.“
      „Ja, es ist nur ärgerlich, gerade, wenn man eigentlich etwas schönes vorhat.“ meinte Jake. „Und, was habt ihr in der Zwischenzeit gemacht?“
      „Nichts besonderes!“ erwiderte Futura.
      „Wir haben uns nur nett unterhalten!“ wandte Spenser unschuldig ein.
      „Wir sind noch nicht einmal dazu gekommen, Tee aufzusetzen!“ warf Futura ein.
      „Dann sollten wir das jetzt nachholen!“ meinte Jake. „Wir haben von unterwegs Kuchen mitgebracht!“
      „Großartig!“ freute sich Futura, obwohl sie sich gerade nicht so sicher war, ob sie im Augenblick überhaupt einen Bissen würde herunterbekommen. Aber zumindest hatte sie es elegant geschafft, den Fokus aus dem Büro heraus in die Küche zu verlagern.
      Jake und Eddy legten die Ghostpacks ab und gaben den anderen einen Wink, sehr zur Beruhigung von Spenser und Futura.
      Plötzlich blieb Tracy vor dem Regal stehen und schaute nachdenklich nach oben.
      Futura spürte eine Schockwelle durch ihren Körper fahren und bemühte sich, sich nichts anmerken zu lassen. Sie wechselte einen beklommenen Blick mit Spenser.
      Doch Tracy hob nur kurz die Schultern und folgte den Jungs bereits in die Küche.
      Spenser und Futura blieben noch einen Moment zurück.
      „Ich hätte nie gedacht, daß es das wirklich gibt, daß eine Göttin einen Fluch über einen aussprechen kann.“ meinte Futura verzagt, als sie darüber nachdachte, daß sie nie wieder zusammen mit Tracy würde im Büro sein können, ohne ein dumpfes Gefühl aus latenter Angst in der Magengegend zu haben. „Aber es geht tatsächlich. Und wir haben jetzt den Fluch der Bananengöttin abbekommen.“
      Sie sah Spenser an, daß es ihm ähnlich ging, als er verhalten nach oben schaute. Dann sah er sie an. „Komm’, gehen wir beichten!“ meinte er mit einer beruhigenden Geste. „Tracy hat es gesehen!“
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