Was er sagt und was er meint

von - Leela -
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P12
Eddie Futura Jake Jessica Tracy
14.09.2013
14.09.2013
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Im Ghostkommando war heitere Stimmung angesagt. Heute stand das Konzert an, auf daß sie sich alle schon seit langem freuten: Zwei ihrer Lieblingsbands spielten, und sie waren sich alle nicht sicher, ob sie sich mehr auf die Vorband oder den Hauptact freuten.
      Eddy lehnte an der Küchenzeile, während Tasha die Zeit nutzte um noch etwas in der Küche aufzuräumen; und Futura und Jake standen bei ihnen, so daß sie sich die Wartezeit damit vertreiben konnten, sich zu unterhalten. Gerade warteten sie noch auf Jessica, und Jack und Arlene hatten zu ihrer Freude auch angefragt, ob sie mitkommen durften.
      Nachdem Tasha die Kaffeebecher im Schrank verstaut hatte, gesellte sie sich an Eddys Seite, und er zog sie sachte in seine Arme. Genießerisch ließ sie sich gegen ihn sinken, und auch wenn sie dem Gespräch durchaus noch folgten, versanken sie in ihren eigenen Gedanken.
      Jake sah derweil zur Uhr. „Ich werde Tracy eben vorsichtshalber mal fragen, ob er die Karten eingesteckt hat!“ fiel ihm geistesgegenwärtig ein.
      „Davon bin ich überzeugt!“ bemerkte Tasha.
      „Ja, ich auch, aber bevor wir nachher dastehen, und wir haben sie nicht…“ Er schickte ihr einen verheißungsvollen Blick und verließ die Küche.
      „Besser ist es!“ sinnierte Eddy. „Meistens passiert genau so etwas, wenn man am wenigsten damit rechnet!“
      „Okay… Da widerspreche ich ganz sicher nicht!“ lachte Tasha. „Man muß es nicht drauf ankommen lassen!“
      „So langsam könnten die anderen auch mal kommen.“ überlegte Futura, als sie ebenfalls auf die Uhr sah. „Wir haben ja genug Zeit, aber da wir ohnehin warten müssen, könnte man die Zeit auch nutzen und dort noch gemütlich etwas zusammen trinken, oder so!“
      „Ja, das hätte was!“ meinte Tasha, und grinste. „Obwohl ich warten mag…“ gestand sie ein und kuschelte sich in Eddys Arme.
      Futura grinste ebenfalls. „Ich schau mal, ob die beiden die Karten gefunden haben.“ meinte sie und zog sich diplomatisch aus der Küche zurück. Als sie aus der Küche ging, kam Jake ihr bereits wieder entgegen. „Und?“ fragte sie.
      Jake nickte und atmete durch. „Alles bestens! Aber es war gut, daß ich ihn angesprochen habe! Er hat nämlich nicht mehr gewußt, wo er sie hingetan hat!“
      „Na, dann kann ja jetzt nichts mehr schiefgehen!“ freute sich Futura.
      „Nein, zumindest solange Jessica und meine Eltern pünktlich sind!“ prophezeite Jake. Dann fragte er schmunzelnd: „Sind unsere beiden Schmusekätzchen immer noch am kuscheln?“
      Futura nickte. „Wenn ich Eddy und Tasha so anschaue, könnte ich richtig neidisch werden.“ sinnierte sie.
      „Wieso, du kannst doch auch jederzeit zu mir kommen.“ meinte Jake.
      Futura sah ihn kurz erstarrt an. Dann atmete sie demoralisiert durch. „Mmhm! Danke!“ meinte sie ohne jedes Lächeln, dafür mit einem Hauch von Sarkasmus in der Stimme, gerade so, daß jemand, der aufmerksam genug war es bemerken konnte.
      Jake sah sie perplex an, da wandte sie sich jedoch schon ab und ging zurück in die Küche. Er wußte noch gar nicht ganz, was da eben passiert war, er hatte nur gemerkt, daß gerade etwas völlig quergelaufen war – dazu ihr nachzugehen kam er aber nicht mehr, da Jessica gerade in’s Büro kam und ihn fröhlich begrüßte.
      „Hey, Jake!“ Jessica hielt inne und musterte ihn. „Alles in Ordnung? Du wirkst gerade etwas aus der Bahn!“
      Er sah sie hilflos an. „Wenn ich nur wüßte, was gerade passiert ist…“ Er versuchte, dieses merkwürdige unsichere Gefühl abzuschütteln. Es gelang ihm nicht ganz, dennoch ließ er es vorerst dabei bewenden, statt dessen begrüßte er sie erst mal richtig. „Hey, schön, daß du da bist!“
      „Das kann ich nur zurückgeben!“ lachte sie. „Sind wir vollzählig?“
      „Meine Eltern fehlen noch, aber das kann nicht mehr lange dauern. Eigentlich sind sie sehr pünktlich.“
      Jessica nickte. „Fein. Ich freue mich schon so auf das Konzert!“
      Jake versank kurz in Gedanken. Prinzipiell ging es ihm genauso, aber im Augenblick waren seine Gedanken etwas abgelenkt…

Futura war zu Tasha und Eddy zurückgegangen, die noch immer sanft umfaßt an der Arbeitsfläche lehnten. „Hey!“ Sie versuchte, ihren Frust nicht durchklingen zu lassen.
      „Hey! – Wo ist denn Jake?“ erkundigte sich Tasha.
      „Der kommt bestimmt gleich nach!“ erklärte Futura so neutral wie möglich.
      „Du hast ihn also gefunden!“ schmunzelte Tasha.
      „Ja, und Tracy hat die Karten gefunden!“ bestätigte Futura.
      Weiter kamen sie nicht, denn Jake und Jessica gesellten sich gerade zu ihnen. Die Journalistin begrüßte die drei herzlich.
      Jakes Blick ruhte auf Futura, doch sie konzentrierte sich im Augenblick auf Jessica. „Das ist das erste Konzert seit langem, zu dem mal nicht du uns die Karten besorgt hast!“ stellte sie fest.
      „Ha.“ meinte Jessica. „Es ist auch das erste Konzert seit langem, an dem ich mal keine Reportage darüber halten muß! Ich kann es einfach so genießen!“
      „Schön!“ freute sich Futura.
      In dem Moment klingelte es. Das ließ sich Jack der Höflichkeit halber nicht nehmen, auch wenn sie die Haustür extra offen gelassen hatten.
      Jetzt kam Leben in die Wartenden, als sie den letzten Fehlenden entgegengingen.
      Jack und Arlene hatten sich im Büro bereits mit Tracy getroffen und begrüßten die anderen nun auch. „Dann können wir ja los!“ meinte Jack, als er in die Runde sah.
      „Ja!“ bestätigte Tasha und wechselte einen Blick mit Tracy. „Wir treffen uns dann direkt auf dem Parkplatz, würde ich sagen!“
      „Oki Doki!“ bestätigte Tracy.
      „Dann müßt ihr euch nur noch aufteilen!“ bemerkte Tasha zu den anderen.
      Nachdem alle mehr oder minder murmelnd bekundet hatten, daß es ihnen egal wäre, wo sie mitfuhren, meinte Jessica: „Also, wenn ich die Wahl hätte, würde ich gerne mit 8y fahren!“
      „Oh, da mache ich mit!“ meinte Futura spontan.
      Tasha grinste. „Tja, damit haben wir’s wohl!“ Sie grinste Eddy frech an. „Du hast also den Luxus, allein mit vier Frauen unterwegs zu sein!“
      „Ich beschwere mich sicher nicht!“ schmunzelte der.
      „Also, bis gleich!“ verabschiedete sich Tasha, und die vier ließen den Rest der Truppe allein.
      „Na, wie gut, daß Futura sich angeboten hat.“ meinte Arlene. „Sonst wäre das ja gerade gar nicht aufgegangen!“
      Niemand merkte, wie Jake gerade der Mut sank. Das wußte er geschickt zu verbergen. Er war sich sicher, daß Jessicas Wahl seiner Freundin gerade gut zu Paß gekommen war.
      „Dann mal los!“ Tracy machte eine einladende Geste, und die vier gingen hinunter zu GBs Garage.
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