Auf ewig

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Ares Gabrielle Xena
14.09.2013
16.09.2013
14
29323
4
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Disclaimer: Alle Charaktere aus XWP gehören MCA/ Universal & Ren Pics. Ich habe nicht vor mit dieser Geschichte irgendein Copyright zu verletzten, geschweige denn, das Ansehen der Charaktere bzw. der Darsteller. Es ist eine rein erfundene Geschichte, die nur geschrieben wurde, um die Fantasie der Leser zu beflügeln.
SexWarning: Es gibt graphisch, detaillierten Sex d.h. die Story ist ab 18.
Anmerkung der Autorin:
Die Story spielt fünf Jahre nach "Am Ende der Reise". Ich habe versucht, all meine Gefühle die Beiden betreffend, hier mit ein zu bringen da das Ende der Serie viele Fragen und gemischte Gedanken aufwirft. Trotz der eher düsteren und sehr emotionalen Seite dieser Geschichte, kommt auch der Humor in ihr nicht zu kurz und es gibt viel Dialog. Ich bitte alle Leser der japanischen Kultur mir zu verzeihen, wenn ich im Bezug auf die Namen der dortigen Gottheiten Mist gebaut habe. Ich bin nur mit den griechisch/römischen absolut vertraut.
Viel Spaß beim lesen.
Eure Blue.


Auf Ewig


....und meine Hoffnung soll mich leiten durch die Tage ohne Dich, denn meine Liebe wird mich tragen bis der Schmerz die Hoffnung bricht....



An Dich


Nie werden sich meine Erinnerungen trüben, je verblassen, meine Gedanken von Dir lassen, mein Herz aufhören zu schlagen für Dich, du bist so weit, sag hörst du mich?

Durchs Sterben im Traume und Leiden im Wachen, verließ mich mit Dir mein einstiges Lachen. Auf ewig im Herzen, da bist du Mein, bitte sprich zu mir, warum ließt du mich einfach allein?

Kummer und Trauer vernebeln die Sicht, ein Hoffen auf Dich im heiligen Licht, Deine warme Stimme die zu mir spricht...
Gezeichnet vom Leben, gebrochen durchs Warten als Geißel der Zeit, sinn ich aufs Ende, von allem Schmerze befreit.

Ein letzter Gefallen, eine letzte Schlacht, ein letztes Mal Qualen, dann ist es vollbracht.

Gabrielle



Der Himmel war grau. Dicke, dunkle Wolken verschleierten ihn und ließen den Strahlen der Sonne nicht den Hauch einer Chance, die Oberfläche der Erde mit ihrer Wärme zu streicheln. Der Sturm würde bald losgehen und er würde sehr stark werden. Die ersten Blitze zuckten am Horizont und tauchten die eh schon düstere Atmosphäre, für ein paar Sekunden in ein bizarres Licht. Viele der Dorfbewohner deuteten das Ereignis als böses Omen. Man sah sie verstört und hektisch herumlaufen, emsig darum bemüht ihr Hab und Gut in Sicherheit zu bringen, und ihre Häuser gegen die drohende Gefahr zu sichern. Die Kinder weinten und selbst die Hunde des Dorfes winselten, und zogen die Schwänze ein.

Doch all das, zog nur schemenhaft an der jungen Frau vorbei, die mit ihrem Pferd in der Mitte des Dorfes stand. Sie war klein, ihr rotblondes Haar war über die Jahre wieder gewachsen, es ging ihr bis zur Mitte des Rückens und verdeckte dort den Teil eines Drachens. Ihre Augen wirkten erfahren, stark, klar und doch so unendlich müde. An ihrer Hüfte hing ein runder, metallener Ring und an den Seiten ihrer Stiefel, befestigt in ledernen Riemen, verbarg sie ihre beiden, stählernen Nahkampfwaffen. Viele Schlachten hatte sie über die vergangenen 5 Jahre geschlagen, viele neue Freunde gewonnen und auch verloren. Vor einem Jahr etwa, war einer ihrer engsten Vertrauten in einer großen Schlacht gefallen. Eine Schlacht des Glaubens wie er meinte.

Seit dem Tod der alten Götter, hatte sich viel verändert in der Welt. Es bildeten sich ununterbrochen neue Kulte und religiöse Gemeinden, die sich untereinander bis aufs Blut bekämpften, um dem Glauben an ihren Gott mehr Macht zu verleihen und die Zahl ihrer Anhänger zu vergrößern. Insgeheim dachte sie oft an die Vergangenheit zurück, in der zwar Armut und auch Elend geherrscht hatten, die Welt aber Dank der nun toten Götter im Einklang gewesen war.

Er verblutete in ihren Armen, die unzähligen Stichwunden an seinem Körper und der Dolch in seiner Brust machte ein Überleben unmöglich. Blut lief aus seinem Mund und bevor er starb bat er, ihn neben seinem Vater und seiner Mutter zu begraben. Noch Stunden nach seinem Tod, saß sie fassungslos neben seiner Leiche.

Schon einmal hatte sie einen geliebten Menschen verloren. Der Schmerz der Erinnerung ließ sie erneut in sich zusammensacken. Fünf lange Jahre hatte sie versucht damit zu leben, doch zu oft war sie ihrem Schmerz, ihrer Wut und ihrer Verzweiflung erlegen. Sie fühlte sich allein. Nie würde sie jenen Tag vergessen, als ihre einzig, wahre Liebe von ihr ging.

Es begann mit einer zufälligen Begegnung, entwickelten sich zu einem zarten Band der Freundschaft,bis hin zu einer tiefen Liebe und ewigen Seelenverwandtschaft.

Mit seiner Leiche begab sie sich zu dem Ort der seine letzte Ruhestätte werden sollte, bettete ihn neben seinen Eltern und sprach ein stummes Gebet.

„Leb wohl, Virgil...“, waren ihre letzten Worte.

Auf Bitten einer Person war sie in dieses Gebiet gekommen, eine Frau die sie seit dem Tod ihrer Liebe, nur einmal wieder gesehen hatte. Es erforderte all ihren Mut, um dem Treffen zuzustimmen, zu hoch war ihre Furcht vor dem ersten Augenblick, an dem sich ihre Blicke nach langer Zeit trafen.

Ein lautes Grollen riss sie aus ihren Gedanken. Der Regen wurde stärker und bald war sie nass bis auf die Haut. Das dieser Sturm nicht gewöhnlich war, lag auf der Hand. Es war, als sollte die Welt untergehen. Das Wiehern der goldfarbenen Stute, riss sie aus ihren Gedanken, als eine warme Hand sich auf ihren Arm legte. Sie war sich der Gestalt neben sich schon lange bewusst. Wenn der Mensch, der ihr jetzt so nahe war, eine Gefahr dargestellt hätte, so wäre er längst außer Gefecht. Eine bekannte und doch so lang vermisste Stimme erklang.

"Gabrielle, schön dich nach so langer Zeit wieder zu sehen!“

„Hallo Eve...“
 
(xxx)

Die Hütte war groß und geräumig. Es gab zwei Stockwerke, deren Etagen durch eine große, hölzerne Treppe verbunden waren. Oben befanden sich die Schlaf sowie Gästezimmer und ein Waschraum, unten die Küche mit Kochnische und Sitzecke. Ein kleiner Kamin machte das Zimmer warm und gemütlich.

„Es ist schön zu sehen, dass es dir gut geht, Eve.“

„Nun, bei mir hat sich viel getan in den letzten Jahren, ich habe sehr oft versucht dich zu erreichen, doch das war fast immer unmöglich. Es gab viel Ärger hier. Wir sind der größte Orden hier im Land, die Elianer sind stolz auf ihren Weg der Liebe und Güte."

„Das freut mich zu hören, doch warum hast du nach mir gesandt?"

"Gabrielle, ich habe sehr oft an dich denken müssen. Die Jahre waren hart und ich war in Gedanken immer bei dir. Einige Zeit wusste ich nicht einmal, ob du noch lebst. Ich betete Tag und Nacht zu Eli, bis er mir im Traum erschien und mich beruhigte.“

„Ich freue mich auch dich wieder zu sehen Eve, auch wenn ich gestehen muss, dass ich Angst hatte dir in die Augen zu sehen.“

Bedrückendes Schweigen erfüllte den Raum.

"Du vermisst meine Mutter immer noch, nicht wahr?“

„Ja...das tue ich. Sie ist das Erste an was ich morgens denke und das Letzte, wenn ich abends versuche einzuschlafen. Es kommt mir so vor, als wenn es erst gestern war. Der Schmerz ist endlos, doch nach all den Jahren erträglich geworden. Ich habe mich so sehr an ihn gewöhnt, dass ich es wohl vermissen würde, wenn er nicht da wäre.“

„Ich verstehe, auch ich bete jeden Tag für ihre Seele.“

„Nun, ich denke wir sollten das Thema wechseln!“, kam es leise von Gabrielle.

Eve verstand. Die Qual die sich in dem Gesicht Gabrielles abzeichnete, war auch für sie zuviel.

„Nun gut. Was noch?“

„Was?!“

„Der andere Grund, weshalb du mich gerufen hast?!“.

„Ach so, nun ja, wie du ja sicherlich bemerkt hast, hat die Zahl der neuen Tempel und religiösen Orden stark zugenommen. Mein Mann und ich...“

„Warte...Moment...du bist verheiratet?“, warf Gabrielle überrascht ein.

„Äh ja, dass bin ich. Die Hochzeit fand vor ein paar Monaten statt. Wie gesagt, ich versuchte dich zu erreichen, doch du warst nicht aufzufinden. Doch das liebe Gabrielle, ist noch nicht alles.“

Mit einem Lächeln streichelte sie ihren Bauch. Erst jetzt bemerkte Gabrielle die große Wölbung, die Eve geschickt unter einem langen, weiten Kleid verbarg.

„Du bist schwanger!?“

„Ja...", lächelte Eve verträumt.

„Oh Eve, dass ist ja fantastisch!!“

Gabrielles Freude war nicht zu übersehen, sie stand auf und zog Eve in eine sanfte Umarmung.

"Ich bin hin und weg. Wie ich sehe stehst du kurz vor der Geburt.“

„In einer Woche wird das Baby kommen!“

„Ich weiß nicht wie lange es her ist, dass ich mich so gefreut habe. Eine Ewigkeit, denke ich.“

„Auch ich war überrascht, doch ich bin mehr als nur glücklich, endlich selbst Mutter sein zu dürfen. Und das ist auch der Grund, warum ich dich herbestellte.“

Ihr Blick wurde finster.

"Es gibt einen Kult hier, der alles andere als gut und ehrbar ist. Vielleicht hast du sie schon mal gesehen? Sie tragen dunkle Roben mit einem goldenen Schlangensymbol?!“

Gabrielle zuckte unweigerlich zusammen.

„Virgil berichtete das erste Mal, vor etwa
anderthalb Jahren von ihm. In dem Dorf, in dem er sich gerade aufhielt, wurden zu Ehren des Schlangengottes, alle schwangeren Frauen und Neugeborene gefoltert und dann geopfert. Er schlich sich bei ihnen ein, um an Informationen zu gelangen. Der Anführer nennt sich Astorian. Er scheint besessen von dem Gedanken, die Welt zu verändern. Auch fand Virgil heraus, dass sich diese Gemeinde vor der Geburt eines vom Schicksal auserwählten Kindes, fürchtet..."

„Ich verstehe nicht ganz?“

„Die Elianer im ganzen Land versammelten sich, um dem Kult der sich weit verbreitet hatte, Einhalt zu gebieten. Darunter auch Virgil und mein Mann. Virgil wollte dich suchen und um Hilfe bitten. Ich befand mich zu der Zeit auf einer Reise, sodass ich erst durch einen Gesandten erfuhr, dass ein Krieg bevorstand.

„Er hat mich auch gefunden...“, kam es leise von Gabrielle.

Sie schloss die Augen und atmete tief ein.

„Er traf mich und erzählte mir, von einer bedeutenden Schlacht. Nie hätte ich gedacht, dass mich so schreckliche Dinge auf dem Schlachtfeld erwarten würden. Am Anfang machte es den Eindruck, als wäre die Zahl gerecht. Doch es waren Hunderte, wir waren absolut unterlegen. Es schien, als wenn immer dann wenn einer von ihnen fiel, zwei neue auftauchen würden. Zu allem Überfluss wimmelte es nur so von Schlangen, sie krochen überall zwischen den Kämpfenden umher. Jeden vierten erwischten sie und nach wenigen Augenblicken, brachen die Gebissenen tot zusammen. Virgil und ich wurden getrennt. Plötzlich und ohne Grund, verschwanden sie genauso schnell, wie sie gekommen waren. Eine paar Männer und ich überlebten das Massaker. Das ist jetzt ein Jahr her. Virgil starb in meinen Armen, in seiner Brust klaffte ein großes Loch, in dem ein Dolch mit Schlangenkopf am Griff steckte. Danach, sah ich nie wieder einen Dolch dieser Art...“

„Gabrielle, ich habe gespürt, dass du ihm zur Seite stehen würdest, als ich hörte was geschehen war, brach ich meine Reise ab und eilte nach Hause. Doch ich kam zu spät. Ich ahnte, dass Virgil etwas zugestoßen sein musste, denn er kam nie wieder...“,traurig senkte sie ihren Kopf,"...genauso wenig wie mein Mann...“

Tränen liefen über Eves Gesicht. Schnell wischte sie diese weg und versuchte sich zu fassen. Gabrielle wusste, dass es besser war, nicht weiter nachzufragen. Innerlich jedoch, litt sie mit Eve. Der plötzliche Tod eines geliebten Menschen, war mehr als nur grausam. Sie wusste, dass nur zu gut. Sie sah zu Eve auf und nickte, damit sie fortfahren konnte.

„Später berichtete mir ein Überlebender von einer blonden Frau mit einem Ring aus Metall, der die Luft so scharf durchschnitt, dass man sein surrendes Geräusch selbst im Lärm des Gefechtes, hören konnte. Da wusste ich genau, dass es sich nur um dich handeln konnte, denn das Chacram ist einzigartig. Es gibt keine zweite Waffe wie diese!"

Gabrielle lächelte.

„Diese Waffe ist genauso einzigartig, wie die Frau, die sie einst geführt hat.“

In Gedanken ging sie zurück an jenen Tag, an dem sie das Chacram das erste Mal, im Kampf gesehen hatte. Sie war voller Ehrfurcht dieser Waffe gegenüber gewesen, doch fasziniert genug, um bei jedem Einsatz der mit ihr bestritten wurde, aus dem Staunen nicht herauszukommen. Nie hätte sie sich träumen lassen, es selbst einmal zu führen. Doch die Umstände, die bewirkten, dass es soweit kam, waren zu emotional. Lieber hätte sie nie erfahren, wie es ist diese heilige Waffe zu gebrauchen, wenn sie dafür die wahre Trägerin, in ihrem Leben hätte halten können.

„Gabrielle? Gabrielle, ist alles in Ordnung?“

„Ja, ich denke schon."

„Jedenfalls, ist jene Schlangengemeinde wieder aufgetaucht. Und sie morden weiter. Ihre letzten Opfer waren wieder Schwangere und Säuglinge, auch diesmal töteten sie alle. Sie ziehen wie die Pest durchs Land und sie sind überall. Du findest Abgesandte in jedem Bereich des Volkes, man kann sich an niemanden mehr wenden, geschweige denn, jemandem vertrauen. Ich spüre, dass etwas furchtbares geschehen wird!“

„Du hast Recht, Eve. Dem muss Einhalt geboten werden, doch wir brauchen noch mehr Informationen. Wir brauchen jemanden, der sie beschaffen kann, ohne gesehen zu werden. Doch wäre es zu gefährlich, einen der Unseren zu schicken. Wenn etwas schief läuft, wissen sie Bescheid und alle hier, wären in großen Schwierigkeiten.“

„Soweit war ich auch schon, deshalb habe ich ihn gebeten zu kommen und uns zu helfen.“

„Ihn?!“

„Ja...ihn!“

Sie zeigte auf die hölzerne Tür. Ein blauer Blitz erschien und mit ihm, eine nur all zu bekannte, und doch so verhasste Gestalt.

„Hallo Gabrielle, lange nicht gesehen!“.

„ARES???“

„In leibhaftiger Person!“

Gabrielle stand der Mund offen. Sie brauchte einige Sekunden um sich zu fassen, und den Anblick der sich ihr bot, zu verarbeiten.

„Eve, also das versteh ich nicht? Warum gerade er?“

„Gabrielle, ich hab mir das sehr gut überlegt. Er ist der letzte Gott, neben Aphrodite, den wir länger kennen. Er hat mir schon einmal sehr geholfen und er kann sich unsichtbar machen. Ares hat, als er vom Tode meiner Mutter erfuhr, viel getrauert!"

„Das glaub ich dir aufs Wort...“, spöttelte Gabrielle, als sie Ares einen missmutigen Blick zuwarf.

„Wenn dir was Besseres einfällt, dann sag es mir?!“

"Was ist mit Aphrodite?“

„Da liegt der Haken.“, mischte sich der Kriegsgott nun ein.

„Gabrielle, Aphrodite ist verschwunden!“, entgegnete Eve.

„Wie verschwunden? Götter verschwinden nicht einfach!“

„Als der Schlangenkult wieder auftauchte, war sie plötzlich verschwunden. Ich habe sie überall gesucht, sie ist meine Schwester und ich weiß, dass etwas passiert sein muss. Ihre Tempel sind verwahrlost, die Gaben ihr zu Ehren verstaubt. Du weißt, wie eitel sie ist. Nie würde sie die ihr dargebotenen Sachen so verkommen lassen und die Tempel ebenso. Du siehst also, die Situation ist brisant!“, erwiderte er.

„Hm...das ist schon eigenartig.Und was hat es mit diesem Sturm auf sich?“

„Das wissen wir auch noch nicht, deshalb wäre es ja gut, wenn Ares uns helfen würde.“

„Na schön...vielleicht hast du Recht,Eve. Versuchen wir es. Gibt es sonst noch etwas, dass ich wissen sollte?“

„Ja. Eine Sache noch Gabrielle. Ich denke, dass es mein Kind ist, welches sie so fürchten...“