Carla im Gefühlschaos um Marie-Luise

von Sherigros
GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P12 Slash
13.09.2013
12.01.2014
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Marie-Luise und Carla waren endlich zusammen, Marie-Luise schwebte regelrecht in ihr Zimmer und freute sich jetzt schon auf das Wiedersehen mit Clara am Abend.
Wieso habe ich solange gewartet?, fragte sie sich.
Carla hatte genauso  reagiert, wie Marie-Luise es sich erhofft hatte. Sie wusste nicht was sie tun sollte bis Clara vom Abendessen zurück war.
Ich muss sie fragen, ob wir es den Anderen sagen! Hoffentlich sagt sie ja.
Während Marie-Luise in ihrem Zimmer war, saß Clara währenddessen beim Abendessen und versuchte nochmal alles Revue passieren zu lassen,da fiel ihr auf, dass sie etwas übereilt gewesen war. Sie hatte doch tatsächlich gesagt, dass sie Marie-Luise auch lieben würde, doch sie war doch nicht lesbisch. Oder etwa doch? Sie wusste es nicht und sie hatte Angst sich die Frage zu beantworten.
Wie soll ich das Marie-Luise sagen? Ich kann sie doch nicht denken lassen, dass ich sie ehrlich lieben würde, ich will nicht, dass jemand vom Einstein denkt ich würde Frauen lieben. Das geht einfach nicht! Was würden die denn alle denken? Sie würden mich ausstoßen und nichts mehr mit mir zu tun haben wollen.
Clara machte sich große Sorgen, dass Marie-Luise schon etwas gesagt haben könnte, da sie Angst vor ihren Mitschülern hatte, von denen sie dachte, sie würden sie verachten, wenn sie sich outen würde.
Sie musste sofort mit Marie-Luise reden und ihr sagen, dass da zwischen ihnen nichts sein konnte, weil Carla Marie-Luise nicht liebte. Sie wusste nicht, ob sie Marie-Luise liebte oder es wirklich nicht tat und es nur aus Egoismus gesagt hatte, um Marie-Luise nicht als Freundin zu verlieren.
Sie stand hektisch auf und ließ ihr Geschirr einfach zurück. Als sie die Treppen hoch eilte, rannte sie Mia fast über den Haufen, die fragte sie, was sie denn hatte, aber Clara lief weiter, sie wollte nicht, dass Marie-Luise auch nur ein Sterbenswörtchen sagte, vor allem nicht zu Coco.
Marie-Luise lief im Zimmer auf und ab, sie wollte Coco alles erzählen. Nein, sie musste einfach, sonst würde sie platzen.
Ich muss unbedingt mit jemandem sprechen, ich kann so etwas wichtiges doch nicht für mich behalten! Ich will unbedingt mit Carla Händchen haltend durch die Schule laufen und mich endlich mit ihr zusammen zeigen, endlich nicht mehr nur als Freunde. Endlich, endlich, endlich, endlich, endlich ist sie mein. Ich hoffe, dass sie mit Coco zusammen kommt, dann können wir ihr es zusammen sagen.
Marie-Luise merkte plötzlich, dass sie lächelte, aber genau das wollte sie. Gerade als sie in Richtung Fenster schaute, ging die Tür auf. Sie fuhr herum, es war tatsächlich Coco. „Hi Coco. Können wir uns kurz setzen? Ich habe dir etwas Wichtiges zu sagen!“ Coco schaute sie verwirrt an, setzte sich aber und nickte langsam. „Gut.“, antwortete Marie-Luise, während sie sich auch niederließ. „Also was gibt’s denn?“, fragte Coco ungeduldig. Marie-Luise schluckte tief, holte einmal Luft und sprach. „Es ist so: Carla und ich hatten vorhin ein Gespräch. Es ging dabei um uns.“ Während sie weiter redete, wurden Cocos Augen riesengroß. Sie war offensichtlich schockiert von dem was Marie-Luise ihr sagen wollte. „Und dann hab ich ihr etwas gesagt und das ist das was du wissen musst und sollst, weil du unsere beste Freundin bist...“
Doch bevor sie den Satz zu Ende sagen konnte, wurde die Tür aufgerissen und Coco und Marie-Luise blickten eine total verschwitzte Carla an. „Coco, würdest du Marie-Luise und mich kurz entschuldigen?“ Carla schaute Coco erwartungsvoll an und die stand auf , nickte und sagte: „Klar, kein Problem, ich muss sowieso nochmal in die Stadt. Bis später!“ Sie nahm ihre Tasche und schloss die Tür beim Rausgehen.
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