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Kick-Ass: A hero's Duty

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / Gen
11.09.2013
11.09.2013
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11.09.2013 771
 
Es ist ein halbes Jahr vergangen und mein Leben hatte sich drastisch verändert. Die Liebe meines Lebens, Hit Girl alias Mindy McCready, verschwand nach der Schlacht gegen den Motherfucker und seiner Gang. Ich hatte keine Familie mehr und meine Kumpels UND auch Justice forever musste ich zurücklassen. Irgendwie musste ich einen Neuanfang machen. Mindy könnte New York nie wieder betreten, nachdem die ganze Polizei nach ihr sucht. Ich hätte nie damit gerechnet, dass Markus sie wirklich verraten hatte. Gleich nach meinem High School Abschluss habe ich New York verlassen und bin nach Washington D.C. gezogen. Dort studiere ich seit mittlerweile vier Monaten Jura. Eigentlich wollte ich Polizist werden, doch nachdem meine Mithelden inhaftiert wurden und die Falschen als Sündenbock herhalten mussten, änderte ich meinen Entschluss. Ich wollte so etwas werden wie Daredevíl. Anwalt und gleichzeitig Superheld.
Im Moment saß ich in einer Vorlesung und träumte vor mich hin. Neben mir saß Danielle Holmes, eine Freundin, die ich schon seit der High School kenne. Zwar war sie Single, aber ich war nicht an ihr interessiert. Wir waren nur Freunde. Interessiert lauschte sie dem Monolog unseres Profs und machte sich hin und wieder Notizen. Sie hatte ihr dunkelbraunes, rückenlanges Haar mit einer Klammer nach oben gebunden und das letzte Drittel des Zopfes ruhte auf ihrer linken Schulter. Ihre dunkelbraunen Augen sahen stur geradeaus, als könnte ein abbrechender Blickkontakt auch den Verlust wichtiger Informationen mit sich bringen.
Ich lächelte. Sie war herzensgut, was sie auch schon oft genug in Gefahr gebracht hatte. Sie hatte in der Vergangenheit häufig den falschen Leuten vertraut, was sie auch teuer bezahlen musste. Sie wurde überfallen und im Kampf wurde ihre Kniescheibe zertrümmert. Zwar kann sie mit Krücken laufen, aber das Knie beugen kann sie nicht mehr.
Ich kannte sie schon lange. Sie hielt sich manchmal in verschiedenen Comicläden auf und spielte Videospiele.
Wenn ich sie so ansah konnte ich mir das gar nicht vorstellen. Sie sah so normal aus. Nicht wie ein Geek, sondern wie eine reife, erwachsene Frau, die durch traurige Umstände an Krücken laufen muss. Wie ich trug sie eine Brille.
„Hast dus schon was neues herausbekommen?“ fragte ich mit dem Wissen, dass sie Unterrichtsstoff verpassen würde. Doch mit diesen Noten konnte sie das verkraften.
Irritiert sah sie mich an, „Bitte, was?“
„Hast du was von deinem Freund herausbekommen?“, nunja… single war sie offiziell nicht, aber ihr Freund verschwand vor einem halben Jahr. Seit dem versuchte sie verzweifelt etwas über seinen Verbleib herauszufinden…
„Wie kommst du denn darauf?“ sie war verwirrt.
„Ich habe über New York nachgedacht.“
Danny seufzte „Ich habe alle seine übrigen Freunde aufgesucht… aber niente… keiner weiß etwas. Das… ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Ich habe alles versucht. Die New Yorker Polizei meinte, ich soll die Hoffnung aufgeben. C.D. werden sie wohl nicht mehr finden, falls er noch lebt. Er hatte eine schwere Zeit… aber… er würde mich nicht verlassen… und er würde sich auch nichts antun…“
„Das wird alles wieder. Vielleicht verliebst du dich hier neu?“ zur Beruhigung legte ich ihr eine Hand auf die Schulter.
Zornig sah sie mich an, streifte meine Hand bestimmend weg „Ich liebe ihn! Wie kann ich mich neu verlieben, wenn ich noch an ihm hänge?!? Das ist doch genau wie bei dir und Katy. Du liebst sie doch immer noch!“
Leider hatte sie Unrecht. Denn ich wusste, wo Katy wohnte. Allerdings hin ich nicht mehr an ihr. Ich sehnte mich nach Hit Girl. Sie war die hübscheste, intelligenteste und stärkste junge Frau die ich kannte. Und sie war verschwunden. Ich konnte sie, egal wie viel ich suchte, nicht finden. Sie war aus dem Raster verschwunden. Keine Chance. Doch ein Geschenk hatte sie mir hinterlassen. Ich war, durch ihr Training, stärker denn je.
Aber bevor ich noch etwas sagen konnte beendete unser Professor die Vorlesung.
Schweigend packte Danielle ihre Notizen zusammen und steckte diese in ihre Umhängetasche. Langsam stand sie auf, wollte nach ihren Krücken greifen. Ich kam ihr aber zuvor. Mit einem schuldbewussten Lächeln reichte ich ihr sie, „Sorry.“
Ich merkte, sie war sauer, „Danke.“, energisch nahm sie sie und humpelte aus dem Hörsaal.
Langsam tat ich es ihr gleich. Ich wollte ihr nicht hinterher rennen. Spätestens am nächsten Abend würden wir uns wieder sehen. Seit Tagen hatten wir über nichts mehr anderes gesprochen. Dies würde Dannys erste Party sein. Ich war zwar auch nicht unbedingt der Partygänger, aber sie hatte mich überredet mit ihr zu gehen, obwohl ich eigentlich Kick-Ass Angelegenheiten zu erledigen hatte. Dafür würde ich an diesem Abend trainieren und meine Runden ziehen.
Ich ahnte ja nicht, dass dies die Ruhe vor dem Sturm sein würde.
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