Tsil'pey

von DerHuhn
GeschichteFamilie, Fantasy / P18
08.09.2013
25.09.2013
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Ava Calvin
Zeit: 8:30
Ort:  Raumschiff Hope02

Wenn man auf den Mond Panodra möchte, muss man entweder ein Wissenschaftler sein, als Söldner schnell und billig an Kohle kommen wollen, oder man muss so viel Knete haben, dass man sich einen ganzen Planeten leisten könnte.

Ich gehöre zu letzterem.
Also eigentlich nicht ich, sondern mein Vater.
Der finanziert mir den ganzen Dreck.

Und er hat kein Problem damit, mich Lichtjahre ins All zu schießen.
Wie meine Mutter.
Ich soll schließlich, genau wie sie, Antworten finden.

Wie ich das machen soll und vor allem wozu…
Mir das mit zu teilen hielt er wohl für nicht nötig.
Hielt niemand für nötig.

Warum auch.

Nun sitze ich in einem Raumschiff, der Hope02, lasse mir allein durch den Namen ans Bein pissen und betrachte meinen Avatar.

Ich habe ihn… habe mich Tsil’pey genannt- Hoffnung.

Eines der wenigen Wörter der fremden Sprache, die ich bisher beherrsche.

Ich weiß, es ist ungewöhnlich, dem Avatar einen eigenen Namen, zu geben, eine eigene Persönlichkeit und ein eigenes Leben, aber ich habe sie… Mich gesehen und dass einzige, was mir in diesem Moment einfiel, war die Hoffnung.

Tsil’pey.

Ich bin Tsil’pey.

Ich bin die Hoffnung.

Für wen ich die Hoffnung bin, weiß ich nicht.

Aber es ist gut so und es kommt mir einfach richtig vor.

Vielleicht habe ich aber auch einfach nur das Gefühl, etwas geradebiegen zu müssen.
Wegen damals, als ich schon einmal die Hoffnung war, nur um es dann komplett zu vergeigen.

Ich glaube, auch deswegen bin ich hier.
Weil ich schon Erfahrungen mit „Wilden“, wie sie oft genannt werden, habe.

Wegen dem letzten Stück Wildnis auf dem Planeten Erde…