Falsches Vertrauen

von Kazu22
KurzgeschichteDrama / P12
Kain
07.09.2013
07.09.2013
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Traurig ließ Kelana ihren blick über die Zerstörten Reste ihres Reiches schweifen. Auf lautlosen Schwingen zog die leere durch ihr Land. Blutrot schien das Licht der Untergehenden Sonne und rief in ihr die grausame Erinnerung wach. Alles hatte man ihr genommen, nichts war ihr geblieben.
Zweijahrhunderte waren vergangen als die große Schlacht in Nosgoth tobte und die Armeen der Sarafanen wie ein Sturm über ihr Reich hereinbrachen.
Mit tiefen Schmerz erinnerte sich Kelana an diesen Tag zurück, der alles veränderte.

Ohne ein Wort der Warnung fielen die Armeen der Sarafanen in ihr Reich ein.
Ihr Clan machte sich zum Kampf bereit doch wussten sie das sie dieser übermacht nicht gewachsen waren. Mit aller macht kämpfte ihr Clan gegen die Heerscharen des Ordens die wie gewaltige Wellen gegen die Stadtmauern brandeten. Zu stark war ihre Überzahl als das sie eine Chance gehabt hätten. Nicht zuletzt verdankten die Sarafanen es Mortanius den Necromanten, der mit seinen Flüchen und seiner Armee aus Dämonen die Armeen anführte.
Alles machten sie nieder und gingen dabei ohne Gnade vor. Keinen ließen sie am Leben.
Nur sie überlebte. Schwerverletzt.

Es brach ihr fasst das Herz, sich daran zurück zu erinnern.
Es wäre als hätte ihr Clan nie existiert. Nur noch wenig erinnerte daran das sich hier einst ein stolzes Reich empor hob. Lediglich die Ruinen zeugten von seiner einstigen Schönheit und ließen erahnen wie prächtig dieses Reich einst gewesen war. Doch nun waren sie stumme zeugen die die grausame Vergangenheit widerspiegelten.
Ihr Clan war vollständig ausgelöscht, ihr Reich lag in Schutt und Asche und trotzdem hielt sie an diesem Ort fest denn ihr Clan leistete einen Schwur.
Und nur der Gedanke, Rache zu nehmen, an demjenigen der für das alles verantwortlich war, gab ihr die Kraft durchzuhalten. So wachte sie über diesen Ort. Und immer das Gesicht desjenigen vor Augen der ihr alles genommen hatte.

Das Geräusch von abschürfenden Steinen riss sie aus ihren Gedanken. Auf der Suche nach der Quelle, nahmen ihren Augen in weiter ferne Bewegungen war. Drei dunkle Gestalten bewegten sich über das nun mehr karge Ödland ihres einstigen Reiches. Ihre Augen folgten den Eindringlingen die es wagten in ihr Reich einzudringen. Jeden würde sie töten und diesen den Stahl ihres Schwertes schmecken lassen. Zuviel musste sie mit ansehen und so würde sie keine Gnade walten lassen. Die Gestalten, alle in dunkles Leder gekleidet näherten sich und ein leichter Anflug von Arroganz stieg ihr in die Nase. Schon von weiten konnte man dieses unverkannte helle Haar erkennen. Kelana riss die Augen auf und ihre Pupillen verengten sich zu engen schlitzen. >ER< war es! Kain!
Niemals würde sie diesen Geruch von überheblicher Arroganz vergessen, der dem Mann gehörte der ihr alles nahm und doch hatte sie sich einst in diesen Geruch verliebt der Kain so unwiderstehlich machte.

Einst war sie Kain untergeben. Zu einer zeit als Kelana noch dachte das Kain der Retter von Nosgoth sei, hatte sie in unzähligen Schlachten gekämpft und tausende Sarafanen zum Rad des Schicksals zurück geschickt. Mutig, wild und entschlossen zog sie in die Schlachten um für das zu kämpfen woran sie glaubte. Ihr wildes und energisches Wesen war es, das Kain auf sie aufmerksam werden ließ. Sein Hochmut und seiner stolzen Art konnte sie ihm nicht widerstehen und so verfiel sie ihm. So oft er es verlangte gab sie sich ihm hin, leidenschaftlich, ungestüm und begierig nahm sich Kain was er wollte.
Jahrhunderte vergingen als Kain in die Krypta der Sarafanenpriester eindrang, dessen Leichnamen entweihte und sie zu seinen Statthaltern machte. Ab diesen Tage so schien es verlor Kain das Interesse an ihr, hatte er doch nun neue “Errungenschaften“.

Lautlos ließ sie sich hinab gleiten und machte sich auf Kain unauffällig zu folgen.
Heiß wie das Feuer der Hölle brannte die Wut in ihr, schier unbändig pulsierte sie durch ihren Adern. Ohne auch nur einen Moment zu zögern hätte sie die Klinge ihres Schwertes durch Kain´s Körper getrieben und ihn an ihrem tiefen Schmerz teilhaben lassen doch musste sie sich zügeln, wollte sie Antworten haben. In den Überresten einer alten Kammer machte Kain halt. Vorsichtig schlich sich Kelana heran um heraus zu finden was Kain vor hatte. Es schien als wäre er auf der Suche nach etwas denn er betrachtete mit großem Interesse die Wandgemälde die dort zu finden waren. An vielen nagte der Zahn der zeit und einige waren durch die Jahre des Zerfalls kaum noch zu erkennen. Ihr Puls raste je näher sie ihm kam, solange hatte sie auf diesen Moment warten müssen und jetzt würde sie endlich Antworten bekommen. Der Zorn stieg immer mehr in ihr hoch und ihre Rachegelüste zogen sie wie ein unsichtbares Band zu ihm. Ihn da zu sehen wie er sein verdorbenes Leben weiterführte, während ihm seines genommen wurde machte sie wahnsinnig. Schließlich überwog der Zorn und sie konnte sich nicht mehr länger zurückhalten. Wild entschlossen ihm gegenüber zu stehen und in seine Augen zu sehen trat Kelana aus dem Schatten.
Sofort zogen Turel und Dumah ihre Schwerter und Kain wirbelte herum. Seine Augen weiteten sich als er sie sah.

„Du lebst?“ fragte er erstaunt, nie hätte er damit gerechnet sie wieder zu sehen. Ihre Hände ballten sich zu Fäusten und ihr blick verfinsterte sich als sie ihn in seine kalten, harten Augen sah.
„Wie schön dich zu sehen!“ sagte er und lächelte sie beinah finster an.
„Spar dir deine falschen Floskeln Kain, was willst du hier?“
„Das kannst du dir sicher denken“ sagte er.
„Du wirst es niemals finden!“ brachte sie im energisch entgegen.
„Doch mit deiner Hilfe“ sagte er selbstsicher und Kelana´s blick verfinsterte sich noch mehr.
„Niemals werde ich dir helfen!“
„Ich kann alles ungeschehen machen!“ „du musst mir nur sagen wo ich das Orakel finde“
Sie zog die Oberlippe hoch und ihre Fangzähne kamen zum Vorschein.
„Damit du noch mehr schaden anrichten kannst?!“
Kain horchte auf und sah sie mit ernster Mine an. „Du hast mir alles genommen, du hast ihn getötet, ihn mit deinen taten verstoßen, ausgenutzt und ihn verraten!“ warf sie ihm vor und ihre Klauen gruben sich immer tiefer in ihre Handflächen, Blut floss aus den Wunden, lief über ihre Handknochen und tropfte zu Boden.
Kain konnte es kaum glauben, das es ihr so ernst war sah er erst jetzt.
„Du hast ihn wirklich geliebt nicht wahr?!“ sprach er und sah in ihre Bernsteinfarbenen Augen die wie Lava glühten.

Jahrhunderte waren vergangen als Raziel und seine Brüder von Kain in Vampire verwandelt wurden und er sie zu seinen Statthaltern ernannte. Kelana bemerkte das Kain sie kaum noch eines Blickes würdigte und sein Interesse an ihr immer mehr und mehr zu schwinden begann. Raziel war es jetzt der die Aufmerksamkeit Kain´s auf sich zog. Doch Kelana war nicht Eifersüchtig, im Gegenteil sie bewunderte Raziel dafür das er trotz seiner Verwandlung sich ein teil seiner Menschlichkeit bewahrt hatte. Sie konnte sich an ihr früheres Leben vor der Verwandlung nicht mehr erinnern, zu lange war es her. Sie kannte nur noch das Kämpfen, das klirren von Stahl, das donnern von Hufen und die Kampfschreie auf dem Feld. Sie lebte für den Kampf denn seit ihrer Verwandlung tat sie nichts anderes als für ihre Überzeugung zu kämpfen.
Ihr wildes Wesen was einst Kain aufmerksam werden ließ beeindruckte auch Raziel, nie hatte er solch Willenskraft aus Überzeugung bei einem Vampir gesehen wie bei ihr. Und obwohl sie mehr für den Kampf lebte als für alles andere, war sie doch lieblich in ihrem Wesen. Obwohl Raziel wusste das sie einst Kain gehörte, spürten sie eine tiefe Verbundenheit zueinander.
Raziel wusste das er mit seiner Zuneigung zu Kelana, seinen Gebieter hintergehen würde und er kämpfte gegen dieses Gefühl an doch zog es ihn immer weiter zu ihr hin.

„Glaubst du mir ist deine Unterhaltung mit Raziel entgangen?“ „Nacht für Nacht habt ihr euch getroffen“ sagte Kain vorwurfsvoll und mit einer Verachtung in seiner Stimme.
„Warum, warum hast du es getan?“ presste sie zwischen ihren Zähnen hervor und leichte Tränen stiegen an die Oberfläche. Ihr Atem kam stoß weise und es würde nicht mehr lange dauern bis sie endgültig die Beherrschung verlieren würde.
„Er hatte es verdient“ brachte er ihr kaltherzig entgegen.

Nun hielt sie nichts mehr zurück, sie stürmte auf ihn zu. Turel und Dumah stellten sich ihr in den weg doch sie würden sie nicht aufhalten. Sie preschte nach vorne und wie zu erwarten streckte Dumah ihr sein Schwert entgegen. Sie duckte sich unter seinem Angriff hinweg, warf ihre Faust nach oben und schlug Dumah gegen dessen Kinn, worauf dieser durch die Wucht nach hinten geschleudert wurde und bewusstlos liegen blieb. Sein Schwert schlug etwas entfernt neben ihm auf dem Boden auf. Sie wusste das Dumah träge war und hatte dies zu ihren Vorteil genutzt. Mit Turel hätte sie nicht so leichtes Spiel aber auch er hatte seine Schwächen. Er war zwar nicht so träge wie Dumah jedoch war sein Waffenarm nicht sehr stark und somit konnte er nicht mit der richtigen härte zuschlagen, zudem vernachlässigte er seine Deckung da er unüberlegt angriff. Hastig flog ihr blick über Turel´s Körper und versuchte einen Kampfablauf zu erstellen mit welchen sie ihn schlagen könnte. Mit großer Kraft machte sie einen gewaltigen Satz nach vorne um so die Entfernung zwischen ihnen zu überwinden und griff Turel an. Dieser holte mit seinen Schwert aus doch mit einer schnellen Bewegung parierte sie sein Schwerthieb mit ihrer Armschiene ab. Eine Drehung und einen schlag mit ihren Ellenbogen in sein Gesicht sollte ihn eigentlich außer Gefecht setzen doch blockte Turel diesen Angriff mit seinen Arm ab. Schnell machte sie einen überschlag nach hinten um Abstand zu gewinnen, nur um danach sofort wieder nach vorne zu stürmen. Turel holte wieder mit seinem Schwertarm aus doch diesmal sprang Kelana nur knapp vor dessen Spitze in die Höhe und machte einen Salto über ihn hinweg. Turel konnte nicht so schnell reagieren. Kelana landete hinter ihm um dann mit einem gezielten Fußtritt gegen seine rechte Seite ihn Kampfunfähig zu machen. Turel wurde zur Seite geschleudert und sein Schwert wurde beim Aufprall von ihm weg geschleudert. Bevor er sich wieder aufrichten konnte packte Kelana sich sein Schwert und rammte es ihm durch seine Schulter. Man konnte das bersten von Knochen und das schaben des Stahls das sich seinen weg durch den Stein suchte hören. Turel schrie vor schmerzen auf um kurz darauf zu verstummen denn die Ohnmacht hatte ihn überkommen. Turel war am Boden festgenagelt und konnte sich nicht rühren. Nun da beide außer Gefecht gesetzt waren konnte sie sich ganz Kain widmen.
Sie zog ihr Schwert, wobei der Stahl im Licht der untergehenden Sonne aussah als würde er glühen.

„Wie ich sehe hast du nichts verlernt, Ehrgeizig wie eh und je aber das warst du schon immer... In allen Facetten deines Lebens. Sagte er und warf ihr dabei ein hämisches grinsen zu.!“
„Bringen wir es hinter uns!“ und so gleich stürmte sie auf ihn zu.
„Ich bin nicht hier um gegen dich zu Kämpfen“ brachte ihr Kain entgegen doch kümmerte es Kelana nicht.

Kain zog den Reaver und stellte sich ihr. Ihre Schwerter trafen aufeinander nur um gleich danach wieder von einander getrennt zu werden.
Immer und immer wieder prallten ihre Schwerter mit einem lauten klirren zusammen was des öfteren einen Funken stob hervorbrachte und ab und an wichen die beiden von dem hieb des jeweiligen anderen aus. Die Sonne ging unter und die Nacht breitete ihren dunklen Mantel über das Land. Der Mond in seiner vollen Pracht erhellte nun das Land und sah auf das Kampfgeschehen was sich unter seiner Schönheit abspielte. Erschöpft sahen sich beide an, Schweiß rann von ihrer Stirn und tropfte zu Boden. Durch den Kampf hatten sich ein paar Strähnen von Kelana´s Haar gelöst und klebten ihr verschwitzt im Gesicht. Der Schweiß perlte von ihren Körpern und man sah ihnen die Erschöpfung an doch niemand wollte aufgeben. Wieder preschte Kelana nach vorne und setzte zum Angriff an, den Kain jedoch mit seinen Schwert parierte und so sahen sich die beiden in die Augen. Sie stemmten sich mit aller kraft gegeneinander, durch die Anstrengung begannen ihre Körper an zu zittern.

„Kelana hör auf “
„Niemals! Nicht bevor ich dich vernichtet habe!“
„Warum?“
„Das fragst du noch? Du hast uns an die Sarafanen verraten!“
„Was?“
„Du hast ihnen das Versteck des Orakels verraten!“
„Nein“
„Doch Kain, und das das Orakel von meinem Clan bewacht wird kam dir nur recht, damit konntest du mich gleich mit vernichten ohne selbst Hand anzulegen“
„Niemals hätte ich dich oder deinen Clan verraten!“
„Hör auf zu lügen“ schrie sie und stieß ihn von sich.
„Reichte es dir nicht mir Raziel zu nehmen, musstest du auch noch meinen Clan zum Untergang verdammen?“
„Kelana glaub mir ich habe euch nicht verraten!“
„Niemals wieder werde ich dir glauben!“

Kelana´s griff um ihr Schwert wurde fester und man konnte das knarren des Leders hören das sich wie eine Schlange um den Griff wand. Sie stürmte wieder nach vorne und Kain machte sich bereit. Kraftvoller als zuvor kamen jetzt ihre Attacken und Kain hatte mühe stand zu halten. Immer gewaltiger prallten ihre Schwerter zusammen und jetzt war es nur noch eine frage der Zeit wer zuerst nachgab, Kelana die sich entkräften oder Kain der ihren Angriffen nicht mehr stand halten würde. Das klirren der Schwerter verstummte und ein Blitz erhellte kurzzeitig die Nacht als Stahl der durch die Luft wirbelte, den Schein des Mondes reflektierte und die Klinge in den harten, steinernen Boden eintauchte und dort stecken blieb.
Kain spürte den kalte klinge des Stahls an seinem Hals als er von Kelana gegen die Wand gedrückt wurde. Beide sahen sich an und in Kain´s blick konnte man leichte angst aufsteigen sehen. Er hatte keine Kontrolle mehr, er war wehrlos, er war geschlagen. Kelana würde ihn nicht verschonen das wusste er, er hatte ihr Raziel genommen und sie glaubte das er sie an die Sarafanen verraten hatte obwohl dies nicht der Wahrheit entsprach doch glaubte sie ihm nicht.

„Es ist vorbei!“ sprach Kelana. Kain spürte wie ihre Hand in der sie das Schwert hielt leicht zitterte, ob es von der Erschöpfung kam oder etwas anderes dahinter steckte wusste er nicht.
„Hör mich an, nur dieses einmal!“ Obwohl sie es endlich beenden wollte, gewehrte sie ihm diesen letzten Wunsch und ließ ihn sprechen.
„Ich habe niemals deinen Clan verraten, ich verachte die Sarafanen genau wie du!“
„Und woher wussten sie von dem Orakel?“
„Ich weiß es nicht wahrscheinlich hat uns einer ihrer Spione belauscht als wir dies in der Clanversammlung zur Sprache brachten“
„Und selbst wenn ist es jetzt zu spät für dich um es zu bereuen!“
„Ich weiß! Ich habe dir mit Raziel´s Verdammung schreckliches angetan doch mit Hilfe des Orakels kann ich alles ungeschehen machen, auch den Überfall auf dein Clan!“
„Du hast es immer noch nicht verstanden, ich glaube dir nicht, warum sollte der „große“ Kain alles ändern wollen?“
„Ich...“
„Dir war niemals etwas wichtig, Niemals!“ wieder stiegen ein paar tränen in ihre Augen und zeigten den unendlichen Schmerz den Kelana tief in inneren verspürte und trotzdem hatte sie sich niemals aufgegeben. Kain bewunderte dies genau wie er damals ihr energisches wessen bewunderte was sie für das Land und ihren Clan einsetzte.
„Es hätte mehr Vampire wie dich geben sollen, dann hätten wir dieses Land befreit doch die meisten sind verkommen und nur wenige würden sich für ihren Clan und ihre Überzeugungen so hingeben und dafür kämpfen wie du!“ sprach Kain dessen Blick jetzt nun sanft wirkte.

Kelana´s Augen wurden größer und ihre finstere Mine begann langsam zu schwinden. Die Worte von Kain gingen ihr nahe und ihr griff lockerte sich ein wenig. Kain hoffte sie umstimmen zu können doch ein hieb zerstörte diesen Gedanken. Ein kleiner Rinnsal Blut floss ihr aus den Mundwinkel als der kalte stahl sie durchbohrte. Dumah war erwacht und hatte ihr sein Schwert durch den Unterleib getrieben. Kain spürte die Spitze von Dumah´s Klinge an seinem angespannten Bauchmuskeln. Der Schmerz den ihr die blutgetränkte klinge bereitete ließ sie schwer atmen und nahm ihr fast die stimme. Dumah zog sein Schwert heraus und Kelana´s blick verfinsterte sich wieder, sie sank langsam zu Boden und nur mit nNothob sie ihr kralle und umfasste damit Kain´s Hals. Sie wollte ihn mit sich nehmen doch schwand ihre kraft zusehend und sie konnte nicht mehr zudrücken.
Kain´s Augen weiteten sich, man sah im den schock an. Niemand hatte die drohende Gefahr gespürt und nun war es zu spät. Sie sank in seine Arme, er hielt sie fest und sah in ihre flimmernden Augen aus dem langsam jedes leben wich.

„Nein, nein!“ gab Kain verzweifelt von sich.
„Jetzt hast du endlich... was du wolltest, ich wusste... das man dir... nicht trauen kann, aber... ich habe noch einen Trumpf in der Hand.
Ihr kraft schwindete immer weiter und das leben war bald aus ihren Körper gewichen.
„Das Orakel... ich... habe es zerstört!“
„Nein warum hast du das getan?“
„Es... hat nur...schaden über dieses Land... gebracht!“ Kelana´s Bewusstsein glitt langsam in die Dunkelheit hinüber.
„Kelana halt durch!“ sprach Kain und legte seine Hand behutsam auf ihr Wange.
„Jetzt... kann ich beruhigt... sterben mit dem wissen... das du... niemals siegen wirst“
„War dir das so wichtig?“ fragte Kain mit einer wütenden und zu gleich traurigen Mine.
„Seit dem Tag... als du... mir Raziel... genommen hast... hasste ich dich! 300 Jahre lang... habe... ich dich geliebt! Und... dann nahmst du mir... das was ich geliebt habe!“
Kain´s Augen fingen an zu flimmern als er diese Worte von ihr hörte und er sah den Hass in ihren Augen.
„Sag mir eins... warum... hatte er es verdient?“ Sie schluckte schwer und ihr Atem war kaum noch war zu nehmen. Kain schloss seine Augen und atmete tief ein.
„er hatte mir das einzige genommen was ich geliebt hatte!“ Antwortete er, doch seine Worte erreichten sie nicht mehr, Kelana war tot, er hatte nur noch ihren leblosen Körper in seine Arme den er fest hielt.
Jetzt wusste er warum ihr Hand zitterte als sie ihm das Schwert an die Kehle hielt. Nicht die Erschöpfung war es sondern der verzweifelte Kampf mit ihr selber, denn niemals so glaubte er hätte sie zugestoßen. Er stieß einen verbitterten Schrei aus denn er wusste er hatte sie für immer verloren und niemals würde sie die Wahrheit erfahren.
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