Unverhofft, kommt Oft!

von Sev
GeschichteRomanze, Familie / P12
07.09.2013
07.01.2014
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07.09.2013 1.172
 
„Klappen Sie bitte alle die Tische hoch, wir landen jetzt.“ Ich klappte den Tisch hoch. Ich war jetzt mindestens 5 Stunden unterwegs. Ich wollte meine Ferien in Berlin verbringen. Meine Eltern stammen aus Berlin und sind vor 15 Jahren nach LA gezogen. Sie wollten wohl ihre eigene Werbefirma aufbauen. Ich wollte mal meine Verwandten besuchen. Meine Omas und meinen Opa, und die ganzen anderer Freunde meiner Eltern, Anna und Jonas Broda.
Ich bin Emma Broda. Ich habe keinerlei Geschwister. Ich bin 16 und auf der High School in LA. Ich hielt es dort einfach nicht mehr aus. Meine Eltern, haben den ganzen Tag zu tun und ich sitze nur Zuhause. Darum habe ich beschlossen nach Berlin zu fliegen. Natürlich konnte ich deutsch. Meine Eltern sprechen mit mir immer Deutsch, aber im Alltag benutze ich lieber amerikanisch.
Als wir gelandet waren, ging ich durch die Sicherheitskontrolle, die mich freundlich in Berlin begrüßten und ging dann meine Koffer vom Band holen. Ich musste zum Glück nicht lange warten, denn nach ein paar Sekunden, sah ich meinen riesigen schwarzen Koffer.
Im Moment trug ich meine schwarze Röhrenjeans, mein marineblaues T-Shirt mit dem Wort Unforgetable T-Shirt, eine schwarze Lederjacke und  schwarze Chucks. Meine Lieblingsfarbe war schwarz und ich ziehe allgemein lieber dunkle Sachen an. Diese Kombination von Kleidung trug ich eigentlich immer. Nur meine braunen Haare, trug ich manchmal hochgesteckt, zum Zopf, geglättet oder gelockt, aber am Liebsten in großen Wellen und offen, so vie heute. Ich war eigentlich immer leicht geschminkt und ich hatte blaue Augen und eine schlanke Figur. Zwischendurch trage ich auch gerne eine Nerdbrille, aber heute nicht.
Ich hob meinen Koffer vom Band und machte mich auf den Weg zum Ausgang. Da war das Gefühl, ich fühlte mich Ortsfremd. Egal. Ich holte einfach mein Handy, iphone 5, heraus und rief mir ein Taxi. Ich brauchte eigentlich nur mein Portmonee und mein Handy. An meinen Portmonee, was ich immer in der rechten Hosentasche hatte, war noch eine Kette dran, die ich an  einer Gürtelschlaufe befestigt hatte. Sah immer cool aus. >Piep< machte mein Handy. Ich sah auf die anzeige. 30 Nachrichten in Abwesenheit, alle von meiner Mutter, mit dem Inhalt: Wo bist du? Ich beschloss später zurückzuschreiben und stieg in das Taxi, dass jetzt da war.
Ich machte den Kofferraum auf und stellte meine Koffer hinein. Dann machte ich den Kofferraum wieder zu und setzte mich ins Taxi. Glücklicherweise, hatte ich meine Doller schon in Euro umgetauscht.
„Guten Tag junge Dame, wo soll es den hingehen?“ der Taxifahrer, ein korpulenter Mann, mittlern Alters, mit einer halb Glatze, schaute mich durch den Rückspiegel heraus an. Er hatte große, grüne Augen, einen dunkleren Teint und eine Hakennase. Er sprach mit einer tiefen Stimme.
„Ich muss zur Werbeagentur Broda und Broda.“
Ich lächelte milde durch den Rückspiegel. „Sie meinen Darcy und Broda.“
„Darcy? Von  Darcy und Doyle?“
Er nickte. „Ja, der alte Darcy hat mal wieder alles richtig gemacht. Die Broda allerdings, tut mir Leid. Gegen den Gegner verloren.“
Ich schaute aus dem Fenster, überall sah man Plakate von Spike. Nutze dein Change, stand auf den meisten. Auf dem Plakat eine junge Frau. Hübsch, blond, jung, genau die richtige für diese Kampagne.
„Was führt Sie nach Berlin? Sie sind nicht von hier oder?“ fragte der Taxifahrer. Hier ist jemand aber neugierig!
„Ich komme aus LA. Ich wollte Verwandte besuchen.“
„Es ist bestimmt schön überall auf der Welt Familie zu haben.“
„Hm, wenn Sie das meinen.“ Sagte ich.
Plötzlich hielt das Taxi. „Wir sind da. Das macht dann 4, 20€.“
Ich holte aus meinem Portmonee einen 5-Euro-Schein heraus und reichte es dem Taxifahrer, mit den Worten: „Stimmt so.“ er bedanke sich und ich holte meine Koffer aus dem Kofferraum. Danach verschwand das Taxi. Nun stand ich vor einem riesigen blauem Gebäude, mit vielen Glasfenstern. Hier hatten meine Eltern auch mal angefangen.
Stichwort Eltern. Ich holte erneut mein iphone heraus und sah auf die Nachrichten. 10 neue Nachrichten. Ich entschied mich zurückzuschreiben:

Mama,
sorry dass ich erst jetzt schreibe. Ich bin in Sicherheit und wir sehen uns nach den Ferien! Viel Erfolg bei eurer Kampagne und grüß Papa von mir.
Em <3

Das sollte reichen. Ich zog den Griff des Koffers hoch, rollte mit ihm die Treppen hoch und stellte mich in den nächsten Fahrstuhl. Ich drückte den Knopf für die Etage, wo ich hinwollte, aber als sich die Türen schließen wollten, stieg eine blonde, dünne Frau ein. Sie wahr elegant gekleidet und machte einen hochnäsigen Eindruck.
„Ich kann mich erinnern, dass das hier eine Werbeagentur ist und keine Jugendherberge.“ Sagte Sie argwöhnisch.
„ Ich wünsche ihnen auch einen schönen Mittag, aber keine Sorge, ich bleibe nicht lange.“ Sagte ich mit einem Seitenblick auf die Blondine.
„Das will ich auch hoffen, ich habe keine Lust wegen dir den Sicherheitsdienst rufen zu müssen, nicht wegen einem Kind.“
„Ich kann mich nicht erinnern Frau...äh?“
„Darcy. Annett Darcy.“
„Ja, ich kann mich nicht erinnern Frau Darcy, dass ich Ihnen erlaubt habe mich zu duzen.“
„Kennen wir uns?“ fragte sie und schaute mich mit einem fiesen lächeln an, das wohl freundlich für das Gegenüber wirken sollte, aber es auf keinen Fall sein sollte. Sie war eine Schlange, und was für eine.
„Ich kann mich nicht erinnern Sie jemals im Leben gesehen zu haben. Selbst wenn ich könnte, dann möchte ich nicht.“ Sagte ich.
„Wissen Sie, Sie erinnern mich an jemanden, den ich gar nicht leiden kann.“ Sie zeigte bei ihrem lächeln kurz ihre weißen Zähne.
Ich schenkte ihr ein freches grinsen. „Darf ich wenigstens Wissen, wie diese Person heißt, wenn Sie mich schon vergleichen?“
„Natascha Broda, Sie sehen sich beide wirklich sehr ähnlich vom Gesicht her, nur ohne die Falten.“ Knurrte sie.
„Wenn sieh das meinen.“ Sagte ich und dann öffnete sich der Fahrstuhl.
Wir beide traten aus und sie ging schnell eine Treppe nach oben. Am Empfang, sah ich zwei Frauen, die eine dünn, die andere etwas mehr auf den Hüften. Die eine hatte lange Haare und war jung,  während die andere kurze, ebenfalls braune Haare und musste wohl schon einige Jahre auf dem Buckel haben. Beide hatte bestimmt einen Altersunterschied von 20 Jahren, grob geschätzt.
„Willst du hier Wurzeln schlagen?“ fragte die jüngere der beiden.
„Jessica, jetzt seien Sie mal nett. Nimm’ s ihr nicht übel, sie hat einen schlechten Tag.“
Ich hob eine Augenbraue. Die ältere war mir jetzt schon lieber. „Einen schlechten Tag oder gleich eine ganze Woche?“ fragte ich und sie lachte. Jessica verschränkte beleidigt die Arme vor der Brust.
„Du kannst mich Steffi nennen wenn du willst. Wie kann ich dir helfen?“
„Ich muss zu Natascha Broda.“
Jessica lachte auf. „Was willst du den von der alten Broda?“
Ich beachtete sie nicht und Steffi sagte: „Ist außer Haus, ist erst in 2 Stunden wieder da.“
„Oh. Dann warte ich.“ Sagte ich und ging zu einem Esstresen und setzte mich auf einem Hocker. Vorher, hatte ich noch mitbekommen, was Jessica sagte: „Muss ja echt wichtig sein.“
Das war es auch um ehrlich zu sein.
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