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Was ist, wenn du ihn triffst?

GeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P12 / Gen
07.09.2013
07.09.2013
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433
 
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07.09.2013 433
 
Es war bereits mitten in der Nacht, als Fantasio zu Bett ging.
Er legte sich hin, kuschelte sich dicht in die Decke, schloss die Augen.
Öffnete sie wieder.
Die Ereignisse des Tages zogen schemenhaft an ihm vorbei.
Und ein Gesicht, das stach besonders hervor, ein ihm leider nur zu bekanntes Gesicht.
Zantafio.
Sein missratener Cousin mit Hang zur Kriminalität.
Schon oft waren sie aneinander geraten, doch... diesmal war es etwas eskaliert.
Schüsse waren gefallen, auch er selbst hatte zur Waffe gegriffen.
Eiskalt lief es ihm über den Rücken – so knapp waren einige der Kugeln an ihm vorbeigerauscht.
Das Zantafio kaltblütig war wie eine Schlange, das wusste er.
Aber er slbst war es nicht.
Er wollte nicht töten müssen.
Und langsam schlief er ein...


Fantasio starrte in den Rauch.
Etwas war explodiert, er hörte Schreie.
Dann Zantafios Stimme:
„Fantasio! Ich kann dich zwar nicht sehen, aber mach nichts falsches! Meine Pistole liegt an Spirous Kopf!“
Fantasio erstarrte.
Nein, das konnte nicht sein, Zantafio bluffte nur...
„Fantasio, er wird mich so oder so erschießen! Auch wenn du gehorchst! Kämpf weiter! Er darf nicht gewinnen!“
„NEIN!“
Fantasio drehte sich in die Richtung, aus der die Stimmen gekommen waren und schoss blind in den Rauch.
Zantafio schrie schmerzerfüllt.
Dann war alles still.
Als der Rauch sich verzog  sah Fantasio, das sein Cousin neben Spirou kniete.
Er hatte eine Hand auf die Brust gepresst und atmete schwer.
Entsetzt sah Fantasio, das der schwarze Anzug blutgetränkt war.
Spirou sagte seinen Namen, doch Fantasio hörte es gar nicht.
Er ging ganz langsam auf Zantafio zu und kniete sich neben ihn.
Zantafio sah auf.
„Du... Fantasio... ich habe dich falsch eingeschätzt... wir wären ein Traumteam gewesen...“
„Aber... nein, ich...“
Fantasio schluchzte.
Zitternd lehnte er sich an Spirous Beine.
Dieser legte ihm sanft eine and auf die Schulter.
Zantafio starrte ins Leere und schwieg.
Dann füllten seine Mundwinkel sich mit Blut und er begann zu husten.
Seine Miene verzog sich im Schmerz, dann kippte er zur Seite und rührte sich nicht mehr.
Fantasio sah ihn an, berührte das bleiche Gesicht, schüttelte den schlanken Körper, sah in die gebrochenen Augen.
Aber es ließ sich nicht ändern...
Zantafio war tot.
Und Fantasio hatte ihn umgebracht.


Fantasio schnellt hoch und wäre fast aus dem Bett gefallen.
Während er sich umsah hörte er langsam auf zu zittern.
Ein Traum.
Es war nur ein Traum gewesen.
Langsam stand er auf, ging zu seinem Schreibtisch.
Öffnete eine Schublade.
Zog ein Foto heraus.
Es zeigte die Testamentveröffentlichung seines Onkels.
Einen Moment lang sah er auf Zantafios Abbild.
„Zantafio... bitte lass nicht zu, dass es so weit kommt.“
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