Wenn alles anders ist

KurzgeschichteFamilie, Freundschaft / P12
Otto Frank
04.09.2013
04.09.2013
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In der Kurzgeschichte geht es um Otto Frank(*12. Mai 1889 † 19. August 1980). Als ich das Buch gelesen habe, habe ich mir ziemlich viele Gedanken über Annes Vater gemacht, denn ich denke es muss furchtbar sein, plötzlich alleine zu sein und eigentlich alles verloren zu haben. Ich habe wirklich großen Respekt vor ihm, denn er hat versucht so gut wie möglich weiterzuleben und sogar noch einmal geheiratet... So oder so ähnlich könnte es ihm ergangen sein, als er aus dem Lager kam und feststellen musste, dass seine Familie auseinandergerissen wurde.

Elisa






Er konnte seine Trauer nicht in Worte fassen, und er bezweifelte, dass ihm das je möglich sein würde. Otto Frank hatte alles verloren, seine Frau und seine Kinder.
Er war der Einzige der überlebt hatte und statt glücklich zu sein, fragte er sich wieso er und nicht seine Töchter oder Edith. Oft dachte er an die vielen Abende, die sie zusammen im Hinterhaus verbracht hatten. Schon damals litten sie unter der Situation, doch damals wiegten sie sich in Sicherheit und das Wichtigste war, dass sie zusammen sein konnten. Otto machte sich Vorwürfe, denn vielleicht hätte er damals sich nicht für Holland entscheiden sollen, sondern weit weg und am Besten nach Amerika ausreisen sollen. Er verzweifelte an der Ungerechtigkeit, dass er leben durfte und die Menschen, die er am meisten liebte, zu früh gehen mussten. Ein halbes Jahr war vergangen, seit sie befreit worden war. Weitere zwei Monate hatte es gedauert, bis er erfahren hatte, was mit seinen Liebsten geschehen war. Anne starb nach Margot, dass war alles was er bis jetzt herausfinden konnte und Otto weinte sich jeden Tag in den Schlaf, wenn er an die Beiden dachte.

Mieps hatte ihn nach der Befreiung mehrere Male besucht. Auch sie war von den schweren Zeiten gezeichnet worden, und sie litt mit ihm. Bei ihrem letzten Besuch gab sie ihm ein Päckchen mit den letzten Sachen, die sie nach der Verhaftung noch retten konnte. Kleidungsstücke und einige Dokumente, hatte sie gesagt. Es waren nicht viele Dinge, doch er hatte es nicht übers Herz gebracht sie anzuschauen. Er konnte nichts ertragenen, was ihn an seine Familie, sein früheres Leben erinnerte.


In dieser Nacht war es besonders schlimm gewesen, denn immer wieder sah er in seinen Träumen die schlimmen Erlebnisse, die er damals im Lager erleben musste. Wie sie ihn geschlagen hatten, die vielen verhungerten und kranken Menschen. Grausamkeiten und die Kälte, die man immer gespürt hatte. Doch das Schlimmste waren die Gesichter seiner Familie, als sie schon am Anfang ihrer Reise getrennt wurden.

Er war der Einzige, der von dieser Reise zurückgekehrt war.
Er vermisste Anne und Margot, immer wieder versuchte er sich an ihre Stimmen zu erinnern. Er trat in die Küche, ziemlich verschlafen und suchte nach der Tasche, die Mieps ihm überreicht hatte. Als er sie öffnete verschlug es ihm den Atem. Er hatte mit Kleidungsstücken gerechnet, doch es war ein rotes Buch, das er sofort wieder erkannt hätte. Annes größter Schatz.
Ihr Tagebuch

Seine Hände zitterten und er schlug es auf, als er ihre vertraute Handschrift erkannte, rollten ihm einige Tränen über das Gesicht. Er versank in ihrer Vergangenheit und fühlte sich seiner Tochter so nahe wie schon lange nicht mehr.
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