Sklavin der Freiheit - Lyn Iné Draith

GeschichteAbenteuer, Sci-Fi / P18
03.09.2013
03.10.2017
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Tief unter den vom Sturm gebeutelten Meeren von Agenir 6 bereitete sich Darth Atrox gerade darauf vor, den Mann zu ermorden, der gleich durch seine Tür kommen würde.
Es gibt Komplikationen, mein Lord. Hatte er gesagt. Der Sith schätzte Komplikationen nicht sonderlich, erst recht nicht, wenn diese seine jahrelangen Forschungen zunichtemachen konnten.
Der Mann ließ sich Zeit. Ob er wusste, dass er wohl sterben würde? Wahrscheinlich.
Auf einmal glitten die schweren Türen zu seinem Audienzsaal auf und zeigten jenen Mann, der seine Forschungen zu ruinieren drohte. „Nun?“, fragte der Sith, sich seine Ungeduld nicht anmerken lassend.
„Die K-Komplikationen wurden überwunden, Herr. Die Zellteilung hat eingesetzt.“, stammelte der Mann und aktivierte einen Bildschirm, der ein hell erleuchtetes Labor zeigte, in dessen Mitte ein großer Tank stand. In diesem Tank schwamm ein Zellhaufen, sich freudig teilend.
„Gut. Du kannst gehen.“

9 Monate später war aus diesem Zellhaufen ein Baby geworden, blass und mit weißem Haar. Atrox sah zu, wie man das Kind, ein Mädchen, aus dem Tank holte und untersuchte. Ein Grinsen umspielte seine Mundwinkel. Es hatte funktioniert. Er spürte, wie die Macht in dem Kind Wellen schlug, dunkle Wellen. Das Kind schrie nicht, als es die Augen öffnete und den ersten selbstständigen Atemzug nahm. Es lag still da und starrte den Sith-Lord unverwandt aus hellroten Augen an.
Atrox legte eine schwere Hand an das Gesicht des Mädchens und ließ Dunkelheit in dessen Körper spülen.
„Enttäusche mich nicht, Lyn.“, sagte er zu dem Kind und verließ den Raum.
Das Mädchen wurde bald darauf nach Alderaan gebracht, wo man es einer der Adelsfamilien anvertraute, da Darth Atrox der Ansicht war, es wäre besser, wenn sie nicht bei den Sith aufwuchs. Sollte sie sich als zu schwach erweisen, wäre sie hier nur Zeitverschwendung.
Allerdings waren die Berichte, die Atrox erhielt zuversichtlich. Lyn lernte schnell – weit schneller als andere Kinder – und zeigte kaum Gefühlsregungen wie Reue, Liebe, oder Ekel. Sie war sensibel für die Macht und brachte sich selbst einiges bei. Auf Holobildern, die Atrox erhielt, zeigte sich ein hübsches Mädchen, das zierlicher wirkte, als es war.
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